Sonniger Nachschlag

Veröffentlicht: 24. Januar 2017 in Fotos, Garten, Natur, Tiere, Unterhaltendes, Vögel
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Ein, zwei, vielleicht auch drei sonnige Tage gab es hier im Januar dann doch – großartig mehr waren es aber leider nicht. Der eine Tag, der 5. Januar, hat sich hier mit seinem herzerwärmenden Sonnenuntergang im vorangegangenen Beitrag bereits präsentieren dürfen. Ein anderer Tag, an dem die Sonne uns wieder mit einem zauberhaften Farbenspiel verwöhnte, war der Dienstagmorgen in der vergangenen Woche. Der Tag begann besonders hübsch, mit einem märchenhaft rosaroten Morgenhimmel. Wieder waren es nur wenige Momente, die den Himmel so prachtvoll erscheinen ließen.

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Das kräftige Rosarot wurde rasch blasser, je höher die Sonne stieg.

Und als sie dann in der Ferne um eine Hausecke zwinkerte, zerfiel der rosarote Himmelstraum leider viel zu schnell in viele winzige Teilchen. Das Gute daran aber war, dass sie uns daraus einen wunderschönen Sonnentag zauberte. Der war zum Auftanken von Farbe und Licht auch schon wieder bitter nötig – bei mir jedenfalls.
Wie gut, dass ich auch dieses Morgenrot mit der Kamera festgehalten habe. Der Rest der Woche verschwand nämlich wieder in dem leider so gewohnten trüben, ekligen und feuchten Einheitsgrau. Allerdings wurde es auch merklich wärmer. Das bisschen Winter, das hier kurz um die Ecke geschaut hatte, hat sich nämlich ruckzuck  wieder verflüchtigt, so als wäre es nur auf der Durchreise gewesen. War es wohl auch. Ich glaube, es musste eiligst in den Süden  – hatte dort seinen Winterurlaub gebucht.
Und wir? Wir sitzen nun wieder da mit unserem norddeutschen Matsch- und Schmuddelwetter. Nun ja, wenigsten haben wir diesen kleinen tröstenden Lichtblick vom vergangenen Dienstagmorgen, an dem wir uns ein wenig festhalten können.

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Aber etwas anderes ist mir noch aufgefallen, als ich am Freitag so dastand, vom Wintergarten aus in meinen Garten blickte und über den vorbeihastenden Winter nachdachte. Drang da nicht eben lieblicher Meisengesang an mein Ohr? Doch, doch, ich bin mir sicher. Da flötete eine Kohlmeise, genau wie die in dem Filmchen, dass ich mir schnell mal zur Veranschaulichung bei YouTube ausgeliehen habe.

Also, wenn das so ist, dass Meister Kohlmeise bereits vom Frühling träumt, dann träume ich doch glatt mit ihm gemeinsam und lasse den Winter gern davonhasten.

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Die Blaumeisen planen scheinbar ebenfalls bereits zumindest vorbereitend eine neue Familie. Sie begutachten nämlich schon fleißig die im Angebot stehenden Vogelvillen. Ob die Meisen mehr wissen als wir? Haben sie den Frühling etwa schon irgendwo durch eine Zaunlücke blinzeln sehen?
Wenn ich meine in diesem Jahr so besonders früh aus dem Boden spitzenden Hyazinthen anschaue, dann könnte ich natürlich vermuten, dass wohl mehr dahinter steckt, als nur simple Neugierde.
Ich möchte es ja sooo gern glauben, dass wirklich schon der Frühling dahinter steckt, vermute aber, dass sich die Hyazinthen vom eher milden Dezember an der Nase herumführen ließen und Herr Kohlmeise wohl mehr seinem Traum aus der letzten Nacht erlegen war und den nun durch meinen Garten flötet.
Die Blaumeisen, nun ja … frühzeitig nach einem Heim zu schauen, das kann sicher nie schaden. Solche Anwandlungen sollte ich vielleicht doch nicht  zu sehr überbewerten. Aber träumen, träumen kann man ja schon mal.
Auf jeden Fall können wir gespannt sein, wie es weitergeht mit dem Winter, der bisher nur mal kurz auf der Durchreise hier weilte, oder mit dem Frühling, der, wenn auch noch recht verschlafen, ab und zu bereits seinen warmen Atem durch unseren Garten schweben ließ und Meister Meise vielleicht damit sogar zu seinem frühlingshaftem Gesang animierte.

Kommentare
  1. kowkla123 sagt:

    super schön wieder, wünsche auch Heute einen super schönen Tag

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  2. einfachtilda sagt:

    Zur Zeit läßt sich die Sonne gar nicht mehr blicken, täglich Hochnebel und die Meisen vermisse ich dieses Jahr sehr, sogar die Spatzen…wo sind die ???
    Schöne Bilder wieder einmal.

    Alles Liebe ❤ Mathilda

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  3. naturfreundin59 sagt:

    Das Filmchen ist allerliebst. Ich liebe den Gesang der kleinen Meislein … und musste lachen, als auch eine Taube dazwischenrief. Und noch andere Vögelchen sind im Hintergrund zu hören. Da geht mir das Herz auf.

    Gut hast du auch daran getan, diese „lichtvollen“ himmlischen Momente einzufangen, liebe Silberdistel, viel zu schnell sind sie immer vorbei. Wenn dann das Grau dominiert, weiß man wenigstens, auf was man sich freuen kann. Deine Fotos sind wunderbar. Welch eine fantastische Stimmung.

    Ich wünsch dir noch viele solcher schönen Momente
    und lass einen lieben Gruß für dich zurück,
    Morgentau

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  4. Silberdistel sagt:

    Eine Blaumeise kann man in dem Filmchen auch noch im Hintergrund hören. Ich mag den Meisengesang auch mit seinen kleinen kurzen Strophen. Er passt irgendwie zu diesen flinken Vögeln.
    Hier dominiert leider das Grau schon wieder eine ganze Weile, liebe Frau Morgentau. Da hast Du es doch besser, auch wenn es sehr kalt ist. Sonne und leuchtendes Weiß lassen schon eher Freude und Wohlgefühl aufkommen als dieses ewige triste Grau. Da saugt man dann solche kurzen sonnigen Momente, wie diesen vom Dienstagmorgen, richtig auf.
    Dankeschön für Deine lieben Zeilen und einen lieben Gruß zurück in Dein so hübsches Wintermärchen

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  5. katerchen sagt:

    habe hier auch so den Eindruck liebe Silberdistel…
    Leute es wird Zeit mit dem Bau der Nester..
    die Arten prügeln sich ETWAS heftiger und die Buchfinken leuchten schon sehr im Festgewand..
    DANKE für die schönen Bilder vom Himmel und der Vogelwelt.
    mit einem LG vom katerchen

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    • Silberdistel sagt:

      Heute sangen die Meisen auch wieder ihr Liedchen. Ich denke, sie stecken schon fleißig ihre Reviere ab. Buchfinken habe ich hier noch nicht gesehen. Aber sie sind eh seltene Gäste in meinem Garten.
      Danke für Deine Zeilen und liebe Grüße an Dich und den Paulimann

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  6. giselzitrone sagt:

    Wünsche dir einen schönen Nachmittag was für schöne Fotos und so ein schöner Himmel,ich hoffe das ich auch bald mal wieder laufen kann,durch die Chemo sind meine Nerven in den Beinen geschädigt,und ich habe sehr große probleme beim laufen aber man kann dagegen nichts machen.Liebe Grüße noch von mir und alles Liebe Gislinde

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    • Silberdistel sagt:

      Danke für den Besuch und Deine Zeilen, liebe Gislinde. Ich wünsche Dir sehr, dass Du bald wieder schmerzfrei laufen kannst. Es ist sicher gar nicht so einfach mit einer Chemo, einerseits hilft sie, aber andererseits verursacht sie neue Probleme. Das ist alles nicht leicht für Dich. Aber ich drücke ganz fest die Daumen, dass sich all der Kummer und die Sorgen gelohnt haben und bald alles gut wird.
      Liebe Grüße und alles Liebe auch für Dich

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