… und durch den Garten schleicht, dann flattern die Vögel dort trotzdem noch umher – sogar recht unbeeindruckt. Ob der Hunger so drückt oder ob die Federbälle einfach nur wissen, dass es sich bei den beiden neuen Pelzwesen um noch gänzlich unerfahrene Jäger handelt? Andererseits hat das Federvolk auch vor unserer grauen Oberkatze keinerlei Respekt. Oft genug saß sie schon draußen vor unserer Terrassentür und hinter ihr flogen die Vögel fröhlich die Futterstationen an.

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So gab es auch am letzten Sonntag, als unsere Jungspunde ihren ersten richtigen Freigang hatten, regen Flugbetrieb in unserem Garten. Ich konnte das gut beobachten, weil ich dort draußen auf meine beiden Katzenkinder wartete.

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Zunächst tollten meine Pelznasen noch in unserem Garten umher, doch bald mussten sie die Welt außerhalb der bekannten Pfade erkunden.

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So trennten sich ihre Wege dann erst einmal. Keks las Spuren und kurz darauf zog es ihn hinüber in Nachbars Garten.

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Torty beobachtete noch ein Weilchen die Vögel in unserem Garten. Doch als sie bemerkte, dass sich Keks in den Nachbargarten absetzte, musste sie natürlich hinterher. Sie könnte ja irgendetwas Wichtiges verpassen.

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Was trieben die beiden wohl dort drüben im Nachbargarten? Selbst unsere graue Katzendame schaute interessiert hinterher.

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Sie musste sich das sogar noch etwas genauer ansehen. Und dann, dann verschwand auch sie dorthin und ich stand allein herum und grübelte darüber nach, ob und wann sie wohl wieder auftauchen würden. Wenigstens war eine erfahrene Katze bei ihnen. Ob sie den Kleinen erklären würde, wo Gefahr drohte? So stand ich also in meinem kleinen Gartenreich und hatte Zeit, mich dort ein wenig umzusehen und vielleicht lenkte mich das ja auch ein wenig von dummen Gedanken ab. Natürlich schwirrte in meinem Kopf eine Menge von dem herum, was unerfahrenen Katzenkindern so alles passieren könnte. Die Vögel störte meine Anwesenheit so gar nicht und einige schienen mir regelrecht Modell zu sitzen. Was ich, während ich auf meine Pelztiere wartete, alles in meinem winterlich gekleideten Garten entdeckte, ist unten in der Bilderschau zu sehen. Dass unsere beiden Jungspunde problemlos wieder nach Hause gefunden haben, das muss ich hier wohl nicht noch einmal schreiben. Wer möchte, darf das gern noch einmal im Post zuvor nachlesen. Aber nun viel Spaß in meinem winterlichen Garten!

Für Diaschau eines der Bilder anklicken!

 

Kommentare
  1. Zeilenende sagt:

    Guten Morgen liebe Silberdistel. Sehr schöne Bilder hast du da eingefangen, der Amselherr in „seinem Reich“ ist ein wirklich großartiges Motiv. Gefällt mir ausnehmend gut. Und deine alte Katzendame scheint ja mütterliche Gefühle zu entwickeln … Oder sie wollte genüsslich dabei zusehen, wie der achtbeinige Zwergenaufstand eins auf die Nase bekommt. Bei Katzen weiß man ja nie so genau. 😉

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    • Silberdistel sagt:

      Ich glaube, der Amselherr lässt sich gern fotografieren 😉 Ist aber auch ein ganz besonders hübscher Herr im Federkleid. Tja, ob unsere alte Katzendame nun mütterliche Gefühle hat oder eher dabei zuschauen wollte, wie die beiden Jungspunde ihre ersten unangenehmen Erfahrungen sammeln. Sie wird’s uns wohl nicht verraten, obwohl die drei inzwischen sehr gut miteinander auskommen und die mütterlichen Gefühle vielleicht doch nicht so ganz weit hergeholt sind.
      Dankeschön für Deinen Kommentar und liebe Grüße an Dich

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  2. ..haben die Mäuse….? Gruß Alois

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    • Silberdistel sagt:

      Ich würde es nicht für ausgeschlossen halten, denn unsere alte Katzendame bringt ab und zu schon mal eine Maus an. Ob die nun vom Nachbarn kommt, das kann ich dann doch nicht beantworten 😀
      Einen herzlichen Gruß zurück an Dich

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  3. Frau Hummel sagt:

    Wunderschöne Winterbilder hast Du gemacht. Bei Dir ist aber auch wirklich ganz schön was los *staun*. Ich habe gestern, nachdem ich einen Apfelkuchen gebacken habe, die Apfelschalen unter das Vogelfutterhaus gestreut. Im Nu waren 9 Amseln da und stritten sich wie die Kesselflicker *lach*. Immer wieder gab es erbitterte Zweikämpfe, teils in der Luft ausgefochten. Ich habe dummerweise keine Fotos gemacht, worüber ich mich im nachhinein doch ein wenig ärgere. Sei lieb gegrüßt aus der eisigen Heide mit NOCH glatteisfreien Straßen ❤

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    • Silberdistel sagt:

      Das wären bestimmt tolle Luftkampffotos geworden. Aber das ging mir auch schon oft so, dass ich mich im Nachhinein über solche verpassten Gelegenheiten geärgert habe. Aber was soll’s. So etwas nur zu beobachten, das ist allein schon schön. Ja, die Vögel sind, glaube ich, jetzt ganz dankbar für solche Futtergaben. Unser Amselherr fliegt kaum mal über unseren Garten hinaus. Der weiß, wie man bei diesen Temperaturen Kalorien spart und außerdem weiß er, dass unser Futterhaus immer gut gefüllt ist. Ich muss nur meinen Apfelvorrat wieder aufstocken. Im Moment gibt es hier für die Vögel an Obstigem nur Rosinen. Aber die mögen sie auch sehr.
      Lieber Grüße zurück von der sonnigen, aber klirrendkalten Küste in Deine Heide ❤

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      • Oh ja, Rosinen kann ich garnicht so schnell nachlegen, wie die aufgepickt werden. Inzwischen habe ich auch eine ganze Sammlung verschiedener Meisen, die allerdings immer noch scheu ein Körnchen schnappen und sich dann auf einen sicheren Ast verkrümeln. Außerdem kommt noch ein farbenfroher Eichelhäher.
        An Äpfel habe ich nicht gedacht, da ich die selber nicht esse (rohe Äpfel verursachen bei mir ein komisches pelziges Gefühl auf der Zunge) aber ich kann ja für die Pipemätze mal einen kaufen und kleinschneiden.

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        • Frau Hummel sagt:

          Ich würde die Äpfel nur halbieren, weil sich die Amseln mit den kleinen Apfelstücken schnell aus dem Staub machen 🙂

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        • Silberdistel sagt:

          Als ich vor einigen Jahren das erste Mal Rosinen für die Vögel rausgelegt hatte, lagen sie sehr lange unberührt da und dann auf einmal waren sie weg. Danach waren Rosinen der Renner. Wahrscheinlich kannten die Vögel zuvor keine. Anders konnte ich mir das gar nicht erklären. Frau Hummel hat’s Dir bereits geschrieben, ich teile die Äpfel auch immer nur in zwei Hälften. Die werden richtig schön von den Amseln ausgehöhlt. Mit kleinen Stückchen habe ich auch nicht so gute Erfahrungen gemacht. Bei mir hier wurden sie zwar nicht weggetragen, hier blieben sie einfach liegen. Ich denke, weil die Vögel sie wahrscheinlich schlecht zerteilen können und rauspicken geht dann wohl irgendwie besser. Ich weiß nun nicht, ob Du auf deinem Balkon noch ein Eckchen hast, wo Du die Apfelhälften außerhalb des Futterhauses stationieren Kannst, denn im Futterhaus ist es vielleicht nicht so günstig, weil sie da ja möglicherweise sämtlichen Platz beanspruchen.
          Sogar ein Eichelhäher kommt? Toll 🙂 Der war hier noch nicht zu Besuch.

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          • Frau Hummel sagt:

            Den Eichelhäer kannst Du mit Walnüssen anlocken, liebe Silberdistel. Einfach gut sichtbar einige dieser Leckerlis im Garten auslegen. Hier kommt auch immer wieder einer dieser Vögel vorbei, um nach nicht gesammelten Nüssen von mir Ausschau zu halten. Ich kann nicht sagen warum, aber ich habe diese Vögel nicht so gern in der Nähe meiner Futterstationen.

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            • Mein Vater mag sie auch nicht so, weil sie halt im Frühling an die Nester der anderen Vögel gehen. Aber bei mir sind keine zum Brüten geeigneten Hecken nahe genug – die Meisen etc. nisten lieber in die Schrebergärten auf der anderen Strassenseite. Und die Amseln werden mit der Nachbarkatze fertig; die würden sich sicher auch mit dem Eichelhäher anlegen. 🙂

              Ich habe kein richtiges Vogelhaus; dafür ist mein Balkon nicht geeignet. Ich habe in einem der aussen hängenden Blumenkästen eine Konstruktion angebracht, die aus einer Wuchshilfe für Kletterpflanzen besteht, an die ich einen Knödelkäfig und so ein Röhrchen mit Löchern und Sitzstangen eingehängt habe. Das ist stabil genug und hat schon ein paat Stürme überlebt. Daneben klemme ich noch ein paar Plastikschalen zwischen die oberen Balkongitterleisten für Rosinen, Erdnüsse und Sonnenblumenkerne. Auf einem Blumenständer gibt es auch noch eine Wasserschale in halber Höhe – manche Vögel trauen sich nicht direkt auf den Balkon. Den Amseln macht das allerdings nicht aus; die picken auch die Reste vom Boden. Ich muss die Konstruktion doch mal fotografieren und online stellen. 🙂

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              • Silberdistel sagt:

                Das liest sich so, als hättest Du mit viel Erfindungsreichtum den Vögeln eine schöne Winterfutterstation eingerichtet. Außerdem gibt es wohl auch alles zu fressen, was so ein Vogelherz oder besser ein Vogelschnabel begehrt 😀 Ich bin echt gespannt, wie diese Konstruktion ausschaut 🙂

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            • Silberdistel sagt:

              Unser Waldstückchen ist zwar nicht sooo weit entfernt, aber ob sich von dort auch ein Eichelhäher zu uns verirrt? Ich weiß es nicht. Bisher habe ich hier noch keinen entdeckt. Auch Spechte sind eher selten einmal in unserem Wohngebiet zu sehen, obwohl dort im Wald ganz sicher welche leben. Nüsse habe ich eigentlich immer im Angebot – allerdings schon servierfertig 😉 Dein Eichelhäher knackt wohl gern selbst?

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  4. einfachtilda sagt:

    Was für wundervolle Bilder vom Schnee und den Vögeln, natürlich die Katzen nicht zu vergessen.
    Jeder arrangiert sich auf seine Weise mit dem Schnee und der Kälte.

    LG Mathilda ❤

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  5. minibares sagt:

    Wie schön, dass sie ohne weiteres wieder gekommen sind.
    deine anderen Fotos sind ja super!
    So viel los im Vogelhaus. Und wieder Zugvögel in Action.
    Schneeimpressionen vom Feinsten.
    deine Bärbel

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    • Silberdistel sagt:

      Das hat jetzt schon die ganze Woche gut geklappt mit dem Wiederkommen, liebe Bärbel. Wenn ich sie rufe, dann kommen sie meistens sogar angaloppiert. Das finde ich dann schon recht beruhigend.
      Ja, hier ist im Moment trotz der Katzen viel Betrieb am Futterhaus und an den Meisenknödeln. Das macht richtig Spaß, da zuzuschauen 🙂
      Liebe Grüße an Dich

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  6. katerchen sagt:

    Zwerg-Schwäne ..liebe Silberdistel machen Krach.,bei den Höckerschwänen hört man nur den Flügelschlag.Gesehen habe ich die Kleinen schon ÖFTER,nur eingefangen leider nicht,immer war ich ohne Knipse unterwegs.
    Vögel und Katzen..glaube die Vögel sind selten die Opfer,die sind flott und gerissen.
    LG vom katerchen dem die Katzen und der …Wintergarten ..mit den Federbällen sehr gefallen hat.

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    • Silberdistel sagt:

      Ich habe auch gestaunt, dass sie im Flug gerufen haben, das habe ich so bisher noch nicht gehört. Danke für die Aufklärung. DAS wusste ich noch nicht. Das mit dem Knipsen war jetzt auch reiner Zufall, weil ich mit der Kamera im Garten stand. Ich habe auch nur diese beiden Fotos und noch ein drittes geschafft. Aber das eine war noch unschärfer als das hier von dem Doppel.
      Ja, Katerchen, all unsere Katzen haben wirklich sehr selten mal einen Vogel angebracht. Ich wundere mich immer wieder darüber, wenn ich sehe, wie rasant schnell Katzen sein können, wenn sie auf der Jagd sind, aber die Vögel sind immer noch eine Winzigkeit schneller. Außerdem warnen sich die Vögel ja gegenseitig, sodass die Katzen eh kaum eine Chance haben. Nur im Frühjahr bei der Aufzucht der Jungen ist es für die Federbälle gefährlich – aber da droht ja gewöhnlich nicht nur Gefahr durch Katzen.
      Danke für Deinen interessanten und lehrreichen Kommentar und liebe Grüße an Dich

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  7. OceanPhoenix sagt:

    …in Nachbars Garten ist es natürlich besonders spannend 🙂 und wenn dann auch noch so interessante Spuren dorthin führen. Faszinierend, dass die Vögel sich gar nicht beeindrucken lassen! vielleicht ist wirklich der Hunger stärker.

    Solche Schwäne hab ich bei uns noch nie fliegen sehen ..sieht phantastisch aus ..Überhaupt – wunderschöne Aufnahmen, liebe Silberdistel!

    Ganz liebe Grüße und ein schönes Wochenende für dich,
    Ocean 🙂

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    • Silberdistel sagt:

      Aber sicher ist es in Nachbars Garten besonders spannend. Den kannten sie bisher noch nicht 😉 Das musste natürlich unbedingt nachgeholt werden 😀
      Ja, die Vögel waren da total schmerzfrei – egal, ob da Katzen waren oder nicht, schließlich kann man sich doch nicht von solch schnöden Pelztieren von der reichhaltigen Körnerbar vertreiben lassen 😉
      Schwäne habe ich schon öfter fliegen sehen, aber diese wohl nicht. Sicher wäre mir dann auch aufgefallen, dass sie während des Flugs rufen. Darüber habe ich jetzt richtig gestaunt, weil mir das so neu war. Aber Katerchen hat mich aufgeklärt – für Zwergschwäne ist das wohl typisch.
      Ganz liebe Grüße auch an Dich und Dir ebenso ein schönes Wochenende

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  8. Ich sage nur eins: Toll! Fotos, Story, Katzenkinder…alles eben. Glückwunsch! LG und ein schönes Wochenende – Elke

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  9. Gudrun sagt:

    Ich habe mir damals auch immer Sorgen um meine Katzen gemacht. Zwei waren 10 Jahre Wohnungskatzen und durften dann Freigäng werden. Die Katze, die sofort anfing zu schreien, wenn sie auf den Abtreter vor der Wohnungstür geraten war, entdeckte und genoss die neugewordene Freiheit als erste.
    Ich freue mich schon auf die Abenteuer deiner Katzenbande.
    Liebe Grüße von der Gudrun.

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    • Silberdistel sagt:

      Ich habe das auch mit den Katzen in der Familie erlebt, liebe Gudrun. Da waren mehrere erst reine Wohnungskatzen. Durch einen Umzug bedingt hatten sie später einen schönen Garten und durften von da an auch hinaus. Sie haben dieses neue Leben unwahrscheinlich genossen und aus sehr ängstlichen Katzen, die immer sofort verschwanden, wenn jemand zu Besuch kam, wurden ausgeglichene, interessierte und neugierige Pelzträger.
      Dankeschön für Deinen Kommentar und liebe Grüße in Dein Spinnstübchen

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  10. […] auf die Frage könnte eine Gartenbesitzerin und Tierliebhaberin geben – Frau Silberdistel … […]

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