Erster wirklicher Freigang

Veröffentlicht: 20. Januar 2016 in Fotos, Garten, Geschichten, Natur, Tiere, Unterhaltendes
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Unsere beiden Jungspunde haben nun lange genug an der langen Laufleine den Gartenausgang geübt.

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Das gegenwärtige Wetter, der Schnee und der knackige Frost, der auf den Schnee folgte, haben uns die Entscheidung, die beiden jugendlichen Fellnasen einmal ohne diese störende Leine durch den Garten springen zu lassen, doch ziemlich erleichtert. Zur Not könnten wir, sollten sie nicht wieder auftauchen, ihren Spuren ganz einfach durch den noch fast unberührten Schnee folgen. So jedenfalls unser Plan. Ein Halsband mit Adresse und Telefonnummer sollte genügen, falls sich die pelzigen Vierbeiner doch einmal verlaufen sollten. Ihnen ein Handy mitzugeben, darauf haben wir vorerst noch verzichtet. Sollte es dennoch irgendwann notwendig werden, weil sie von der Disko im Dorf nebenan abgeholt werden möchten, dann schau’n wir mal … 😉

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Für den ersten richtigen Freigang im wahrsten Sinne des Wortes haben wir den vergangenen Sonntag ausgewählt. Wir vermuteten, dass die zur Zeit recht kalten Witterungsbedingungen ganz sicher keine Katze, die Wärme und ein weiches Kissen als Schlafunterlage gewohnt ist, dazu verleiten würde, draußen irgendwo ein Nickerchen zu machen und somit erst nach stundenlanger Abwesenheit wieder zuhause vorbeizuschauen. Trotzdem war ich aufgeregt wie eine Mutter, die ihren Kindern das erste Mal einen Diskobesuch gestattet und dann nicht schlafen kann, bevor das Kind endlich wieder gut und sicher zuhause gelandet ist. Aber egal, irgendwann müssen die Kinder hinaus ins feindliche Leben und lernen, wie es in der Welt außerhalb der gesicherten vier Wände zugeht.

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So begann für unsere beiden jungen pelzigen Mitbewohner ihr erstes großes Abenteuer. Erstaunlich war, wie schnell sie es begriffen hatten, dass am Halsband keine lästige Leine mehr hing, die sie an ihrer Unternehmungslust hindern könnte.

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Nach einem kurzen Rundgang auf den bekannten Pfaden durch unseren Garten waren sie erst einmal beim Nachbarn verschwunden. Das hatte sie schon immer gereizt. Aufgeregt schaute ich ihnen hinterher und versuchte, mich bis zu ihrem Wiedererscheinen mit dem Knipsen der Vogelwelt ein wenig abzulenken und zu beruhigen. Das klappte auch ganz gut, denn trotz Katzen war reichlich Flugbetrieb an unseren Futterstellen und drum herum.

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Als ich gerade wieder hinein ins Haus wollte, um mich selbst erst einmal wieder ein wenig aufzuwärmen, pochte Herr Silberdistel von innen an die Fensterscheibe und zeigte mit dem Finger auf die Wintergartentür, von der ich mich gerade weggedreht hatte. Froh leuchteten da meine Augen. Nicht nur die graue Oberkatze war von ihrem Ausflug zurück, auch die beiden Jungspunde waren wieder da und sie wollten wie ich ins Warme. Der erste Ausgang hatte also so ganz ohne die lange Laufleine und ohne den gestrengen besorgten Blick der Silberdistel im Rücken geklappt. Hoffen wir also, dass es weiterhin so gut funktioniert und unsere beiden jugendlichen Helden im Pelzgewand nicht irgendwann auf Abwege geraten oder auf böse Menschen treffen. Den heißen Atem vom Nachbarhund haben sie allerdings schon im Nacken gespürt und nach einem kurzem Moment des Schreckens im gestreckten Galopp den rettenden heimatlichen Garten angesteuert.

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Nach ihrem großen Abenteuer in Kälte und Schnee waren sie natürlich nicht nur hungrig, sie waren auch müde. So suchte sich jeder einen gemütlichen Schlafplatz und dann fielen auch bald die kleinen Katzenäuglein zu. Ob sie wohl von diesem sicher für sie recht aufregenden Ausflug geträumt haben?

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Übrigens zog Keks nach einem kurzen Schlummer auf der Fensterbank noch einmal um, zu Torty, die sich gleich das große weiche Kissen auf meiner Couch gesichert hatte. Nachdem sie noch ein wenig herumgebalgt hatten, sah man nur noch ein Wirrwarr von ineinander verknäulten Katzenkörperteilen. Es sah sehr gemütlich aus, wie Brüderchen und Schwesterchen dort eng umschlungen schliefen.

Kommentare
  1. minibares sagt:

    Liebe Silberdistel, das dürfte im Frühling noch einmal gefährlich werden – ohne Leine.
    Was für zauberhafte Aufnahmen!
    Bei dem Tor dachte ich, da geht es drunter her, stimmt’s?
    Das letzte Bild ist soooo schön!
    Nach dem Abenteuer gemeinsam pennen, herrlich!
    deine Bärbel

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    • Silberdistel sagt:

      Naja, schauen wir mal, liebe Bärbel. Aber ich denke nicht, dass sie dann noch weglaufen. Bis dahin werden sie sich hier recht gut auskennen und die Futterschüssel wird auch locken und ein sicheres und ruhiges weiches Plätzchen im Haus. Ganz ausschließen kann man aber nie, dass sie gehen. Wenn man das unterbinden wollte, dürfte man sie gar nicht rauslassen. Ich weiß aber, dass Freigänger in der Regel viel entspannter sind als reine Hauskatzen und da wir so wohnen, dass wir unseren Katzen Freigang gewähren können, sollen sie ihn auch haben.
      Liebe Grüße an Dich

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  2. kowkla123 sagt:

    so, wie die aussehen, haben sie sich wacker geschlagen, wünsche einen schönen Wintertag

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  3. Morgentau sagt:

    Was für eine aufregende Zeit für dich, liebe Silberdistel, und im Besonderen für die Jungspunde.
    Man hat immer ein mulmiges Gefühl, wenn man sie zum ersten Mal allein auf Abenteuersuche durch den Garten gehen lässt. Aber Katzen sind schlau und wissen ganz genau, wo ihr sicherer und warmer Platz ist …. bzw. die nie versiegende Futterquelle … 😉

    Ein lieber Gruß
    aus der schneebedeckten Wiese

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    • Silberdistel sagt:

      Ja, liebe Frau Morgentau, die Zeit jetzt ist für uns alle aufregend. Aber je öfter die beiden Jungspunde draußen waren und wieder zu uns gefunden haben, umso mehr wird auch besonders für uns Menschen die Anspannung nachlassen. Ich hoffe, sie fühlen sich wohl bei uns und dann werden sie auch immer wieder heimkommen. Du sagst es, ein sicheres und warmes Plätzchen und eine volle Futterschüssel werden immer locken 🙂
      Liebe Grüße auch an Dich aus unserem verschneiten Garten in Deine Winterwiese

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  4. Wie erfreulich, dass der erste Ausgang ohne Leine gut ablief und alle Katzentiere wohlbehalten und sicher wieder ins Warme gefunden haben. Das stelle ich mir auch aufregend vor beim ersten Mal. Ein bisschen Angst, dass sie weit weglaufen (sich verlaufen) hätte ich durchaus. Vielleicht hilft es ja zusätzlich, dass die Oberkatze immer als Leittier bzw. Vormacher da ist und auch, dass es sich nicht um ein Einzeltier handelt.

    LG Michèle

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    • Silberdistel sagt:

      Aus Erfahrung mit unseren anderen Katzen wissen wir, dass sie zu Anfang gar nicht sooo weit weggehen. Selbst wenn man sie nicht sieht, sind sie oft ganz in der Nähe. Durch die Erforschung unseres Gartens, zunächst an der Leine, wissen sie nun inzwischen, wo sie hinlaufen müssen, wenn Gefahr droht und das klappte letztendlich perfekt. Da könntest Du gar nicht mal so falsch liegen, dass die Oberkatze durchaus wichtig für die Kleinen ist und sie sich an ihr orientieren. Andererseits stecken die beiden Katzenkinder immer recht eng zusammen. Ich denke, sie werden sich im Ernstfall sicher auch gegenseitig wiederfinden. Hoffen wir also, dass ihnen die neue Freiheit nur Gutes und nichts Böses bringt.
      Dankeschön für deinen Kommentar und liebe Grüße auch an Dich

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  5. nixe sagt:

    Einfach süß deine Katzenkinder..wie schön dass sie ohne Leine raus dürfen.
    Es muß doch spannend sein sie beim Auskundschaften zu beobachten…herrlich!!
    Liebe Grüße
    Nixe

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    • Silberdistel sagt:

      Die Leine war auch nur zum Eingewöhnen gedacht, liebe Nixe. Unsere Torty ist mitunter etwas ängstlich, andererseits aber auch wieder sehr neugierig. Die Leine sollte verhindern, dass sie vor Schreck einfach in eine falsche Richtung läuft und dann nicht mehr ihr Zuhause findet, weil zu Anfang ja alles für sie unbekannt war. Inzwischen kennen beide aber unseren Garten und ein wenig drum herum, sodass sie also wissen, wohin sie laufen müssen, um wieder in Sicherheit zu sein.
      Ja, es ist schon spannend, ihnen zuzuschauen, wie sie diese neue Umgebung erforschen und es macht auch Spaß zu sehen, wieviel Freude ihnen das macht.
      Liebe Grüße auch an Dich und hab Dank für Deinen Kommentar

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  6. Christina sagt:

    Bestimmt sind die Beiden auch in ihren Träumen weiter durch den winterlichen Garten geschlichen. Was für ein Katzenkinderabenteuer! Allerliebst anzuschauen ❤
    Wenn ich zurückdenke, haben alle unsere Katzen bei der Entdeckung der großen Freiheit ganz klein angefangen und ihre Ausflüge nach und nach ausgedehnt. Wenn sie nicht durch ein Schreckerlebnis total geschockt ins Unbekannte flüchten, finden sie den Weg zurück problemlos wieder. Und auch hier haben die Kleinen sich an den Großen orientiert, Kira wurde durch Moritz angeleitet und hat viele seiner Gewohnheiten übernommen.
    Ich wünsche euch viele gemeinsame spannende Gartenspaziergänge, nichts ist schöner, als dabei von interessierten Katzen begleitet zu werden!
    Liebe Grüße von Christina

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    • Silberdistel sagt:

      Ja, Du hast recht, wir kennen das auch so von allen Vorgängerkatzen, dass sie nach und nach die Welt entdeckt haben. Ein Katerchen, das eines Tages nicht wiederkam, war unüberlegt von einer Familie mitgenommen worden. Zum Glück bekamen wir ihn nach einer Woche wieder, da wir überall Aushänge angebracht hatten. Einen davon haben sie glücklicherweise gelesen und wussten daher, dass sie ein Kätzchen mitgenommen hatten, dass bereits ein zuhause hatte. Das war jetzt bei den Kleinen meine eigentliche Sorge. Aber nun sind sie schon so groß, dass sie wohl nicht unbedingt mehr einfach so mitgenommen werden, weil sie ja sooo niedlich sind.
      Ein anderer Kater, der nicht wiederkam, wird wohl verunglückt sein. Ich glaube nicht, dass er einfach ein anderes Zuhause gesucht hat. Er hing nämlich sehr an uns. Trotz intensiver Suche habe ich ihn nicht wiedergefunden. Er blieb einfach verschwunden. Also, einen gewissen Unsicherheitsfaktor gibt es immer, wenn man seinen Katzen Freigang gewährt. Aber gerade das weißt ja Du leider auch sehr gut.
      Danke für Deinen lieben Kommentar und liebe Grüße auch an Dich und Deine Vierbeiner

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  7. OceanPhoenix sagt:

    Guten Morgen liebe Silberdistel,

    sooo knuffig, Eure Samtpfoten – und ich finde ja das letzte Foto besonders lieb 🙂

    Das kann ich mir gut vorstellen, dass es aufregend und auch mit etwas Nervosität für dich verbunden war, die Kleinen nun zum ersten Mal ganz frei laufen zu lassen. Und dann die Erleichterung, dass sie von selbst genug von der tief verschneiten Winterlandschaft bekommen haben und wieder ins warme Haus zurückgekommen sind.

    Danke für die schöne Foto-Geschichte wieder 🙂 ich schick dir liebe Grüße,
    Ocean

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    • Silberdistel sagt:

      Ja, liebe Ocean, es war schon recht aufregend beim ersten Freigang unserer beiden Jungspunde. Aber es war auch spannend zu beobachten, wieviel Spaß es ihnen gemacht hat, die Gegend zu erkunden. Als sie dann nach einer Weile Abwesenheit wieder auftauchten, war ich dann doch ganz froh.
      Dankeschön für Deinen lieben Besuch und Kommentar und liebe Grüße auch an Dich

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  8. katerchen sagt:

    so ist er ERSTE Ausgang ja super verlaufen liebe Silberdistel..für ALLE 😀
    aus Erfahrung..MIT einer OBERKATZE ist es auch etwas leichter,denn die ..unterhalten ..sich wohl und halten Kontakt..
    einen LG vom katerchen der DANKE für die Bildergeschichte sagt.

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    • Silberdistel sagt:

      Ja, Katerchen, der erste freie Ausgang lief durchaus recht gut. Und irgendwie ist es für mich schon etwas beruhigend, dass unsere Oberkatze da ist und sich scheinbar doch irgendwie ein wenig um die Kleinen kümmert. Jedenfalls erscheint es mir mitunter so. Du hast schon recht damit, dass sie sich irgendwie unterhalten.
      Einen lieben Gruß auch an Dich und den Paulimann

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  9. kowkla123 sagt:

    LIebe Silberdistel, schönen Donnerstag

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  10. einfachtilda sagt:

    Das haben die Katzen super gemacht und sollte dann im Frühling kein Problem mehr sein.
    Nun kennen sie Schnee und die summenden Tierchen im Frühling werden ihnen garantiert auch gefallen 😀

    LG Mathilda ♥

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    • Silberdistel sagt:

      Sie hatten ja jetzt nun schon jeden Tag Ausgang und das läuft recht gut. Sie haben viel Spaß dabei. Mit den summenden Tierchen im Frühjahr wird es bestimmt noch einmal spannend 😀
      Und da gibt es ja dann insgesamt noch viel mehr zu entdecken.
      Dankeschön für die vielen Kommentare und Likes und liebe Grüße an Dich ❤

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  11. Pauline sagt:

    Wunderherrlich und herzig Deine schönen Fellnasen, liebe Silberdistel ❤ ❤
    Ich wünsche Dir weiterhin so viel Spaß mit Deiner Oberkatze und den Jungspunden ❤
    Sei von Herzen gegrüßt von der ♥ Pauline ❤ ❤

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  12. Frau Hummel sagt:

    Hach, liebe Silberdistel, es ist so herrlich, Deine kleinen Weltentdecker zu beobachten. Danke, dass Du uns daran teilhaben lässt ♥
    Ich kann mir gut vorstellen, was in Dir vorgegangen sein muss, als Du dort im Garten standest und auf die Rückkehr Deiner kleinen Weltenbummler gewartet hast. Auch das Gefühl der Erleichterung, alle wieder zufrieden und sicher im Haus zu wissen, kann ich nur zu gut nachvollziehen.
    Beim letzten Foto ging mir das Herz auf… sooo süß ♥

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    • Silberdistel sagt:

      Ich dachte mir so, wer Katzen mag, dem wird es vielleicht gefallen, sie auf ihrem ersten Weg hinaus ins wirkliche Leben begleiten zu dürfen. Man merkt ihnen jetzt jeden Tag an, wie sehr sie diesen Freigang genießen, aber auch, wie gern sie anschließend wieder hinein ins Warme kommen. Ein bisschen hoffe ich ja, dass sie nicht nur gern ins Warme zurückkommen, sondern auch gern zu uns 😉
      Ja, der erste Tag so ganz ohne Leine war natürlich für mich doch ein bisschen aufregend, obwohl ich im Grunde davon überzeugt war, dass sie nicht weit weglaufen und auch wieder heimkommen würden, wenn sie Wärme, Streichler und Futter brauchen 😀
      Das letzte Foto 😀 – die beiden schlafen oft so eng beieinander – sind halt Geschwister, die sich mögen 🙂
      Dankeschön für Deinen lieben Kommentar und liebe Grüße in Deine Heide ❤

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