Noch einmal geht es heute gedanklich zurück in unseren Urlaub mit Enkelin vom September letzten Jahres. Vielleicht erinnert Ihr Euch noch an unsere Erlebnisse im und am Kloster Weltenburg. Unser Besuch dieser herrlichen an der Donau gelegenen Klosteranlage bei Kelheim war, obwohl wir erst so unsere Zweifel hatten, dass wir unserem Enkelkind mit einer solch trockenen Veranstaltung eine Freude bereiten könnten, dann letztendlich doch ein gelungener Ferientag. Mein schwarzes I-Pad, die Donau und ein klitzekleines Tierchen, eine Eidechse, hatten uns gerettet. Dieses Dreiergespann aus moderner Technik, Wasser und kleinem Kriechtier hatte genug Action in den Ausflug gebracht. Der darauffolgende Ferientagtag lief dann ganz nach Enkelinnenwunsch ab. Der Opa hatte nämlich in München zu tun und wir Mädels keine Meinung, dort irgendwo auf ihn wartend, die Zeit totschlagen zu müssen. Und dass Großstadt für eine Siebenjährige interessant sein würde, wagte ich dann doch zu bezweifeln.

Entenfüttern war auf jeden Fall ein gutes Programm

Entenfüttern war auf jeden Fall ein gutes Programm

Da blieben wir doch lieber im hübschen Altmühltal und machten unseren eigenen Plan für diesen Tag. Wir konnten also tun und lassen, wonach uns der Sinn stand und noch dazu so ganz ohne männliche Einmischung. So wurde dieser Frauentag ein Entenfütter- und Spielplatztag. Am Ende waren wir beide zufrieden und glücklich und am Abend hatte nicht nur der Opa uns viel zu erzählen, sondern wir auch ihm.

Endlich einmal keine Ente, ein Schwan nähert sich

Endlich einmal keine Ente, ein Schwan nähert sich

Sogar eine traurige Begebenheit, bei der leider auch Tränen rollten, gehörte in unseren Bericht. Da hatte es am See bei unserer Fütterungsaktion nämlich einen Schwan gegeben, den das Kind unbedingt auch noch füttern wollte, denn Enten hatten wir ja schon ausreichend mit Futter versorgt. Wir wollten schließlich Abwechslung im Ferienprogramm. Doch dieser dumme Schwan wollte und wollte nicht kommen.

Für Diaschau eines der Bilder anklicken!

Als die sehr zahlreich erschienenen Enten schließlich fast alles, was wir an Brotkrumen mitgebracht hatten, aufgefressen hatten und sich nach dem Festmahl schon fleißig zu putzen begannen, …

… kam die weiße Schönheit plötzlich doch noch angeschwommen und erhoffte sich nun von uns  tatsächlich noch eine kleine Mahlzeit.

In hohem Bogen fliegt das letzte Stück Brot Richtung Wasser

In hohem Bogen fliegt das letzte Stück Brot Richtung Wasser

Das Kind warf in hohem Bogen das letzte Stückchen Brot in Richtung Schwan, doch ….

16

Eine Ente ist schneller unterwegs zum Brot als der Schwan

… dumm gelaufen … eine Ente war schneller. So kam es dann, dass auf einmal im Kindergesichtchen die Tränen herunterkullerten, weil … der arme Schwan sollte doch auch noch etwas haben und nun hätte die Ente ihm das aller letzte Stückchen, das wir noch gehabt hatten, weggenommen. Es kostete mich ganz schön Mühe, das Kind zu beruhigen und ihm zu versichern, dass der Schwan ganz sicher auch ohne dieses Brotstückchen nicht verhungern würde.

Der Schwan schwimmt nach dem verpassten Imbiss wieder fort

Der Schwan schwimmt nach dem verpassten Imbiss wieder fort

Der machte sich, um mich nicht Lügen zu strafen, auch bald wieder auf und davon. Und ich versuchte schnell ein Ablenkungsmanöver zu starten.

Es gibt nicht nur Bänke, auch Spielplätze sind am See zu finden

Es gibt nicht nur Bänke, auch Spielplätze sind am See zu finden

Rund um den See herum gab es nämlich nicht nur Bänke für die Erholung der mehr omamäßigen Spaziergänger, dort gab es natürlich auch Gerätschaften für die jüngeren Urlauber – Schaukeln, Karussells, Wippen, Rutschen und mehr.

Als mein Finger in die Richtung eines Spielplatzes zeigte, war der Schwan fast schon wieder vergessen, die Tränen versiegten und der Rest des Tages war gerettet – mit einem Spielplatzmarathon.

Kommentare
  1. minibares sagt:

    Ich kann mich gut erinnern an den ersten Bericht.
    Sie war aber fleißig, das Brot zu verteilen.
    Der einsame Schwan, der musste ohne Stärkung wieder abziehen.
    Die Enten machten sich fein, wenn sie im Wasser fast stehen, und mit den Flügeln schlagen, das finde ich immer toll.
    Der Spielplatz war ja vielfältig. Also auch einiges für deine Enkelin.
    deine Bärbel

    Gefällt mir

    • Silberdistel sagt:

      Sie hat den Schwan so eifrig gelockt. Aber er wollte und wollte nicht kommen. Wahrscheinlich war er einfach nur satt oder ein wenig ängstlich. Wer weiß?
      Die Enten beim Putzen zu beobachten, das war schon schön, aber wohl nur für mich. Für unsere Enkelin war das Füttern viiiiiiel wichtiger und besonders der Schwan.
      Da gab es mehrere schöne Spielplätze. Die waren natürlich immer wie ein Magnet 😀
      Liebe Grüße an Dich und einen guten Start ins Wochenende

      Gefällt mir

  2. einfachtilda sagt:

    Fast Food für die Enten 😀 Der Schwan wird es überleben und Enkeltochter hat auf dem Spielplatz viel Freude, wie man sehen kann.
    Bei uns kommt der Opa immer mit, dem macht so etwas auch Spaß und dann mit Steinen im Wasser pitschern.

    LG Mathilda ❤

    Gefällt mir

    • Silberdistel sagt:

      Das mit den Steinen haben wir ja ausgiebig an der Donau gemacht. Aber hier hat sie auch erst kleine Steinchen ins Wasser geworfen, damit die Enten aufmerksam werden. Die Anlockmethoden hat auch gut geklappt 😉
      Liebe Grüße auch an Dich ❤

      Gefällt mir

  3. kowkla123 sagt:

    ja, aber es ist schon eigentlich für mich so lange her, aber wieder schön zurück geholt, ein schönes Wochenende wünsche ich

    Gefällt mir

  4. nixe sagt:

    Herrlich, liebe Silberdistel, beim Lesen deines Erlebnisses wurde mir wieder ganz warm -nicht nur ums Herz sondern auch insgesamt. Diese Gegend finde ich wunderschön…Berge..Wasser.. Kloster..da werden schöne Erinnerungen mit meinem Sohn wach. Wir waren im Frühjahr dort….und es hat tatsächlich auch ein wenig geschneit.
    Enten und Schwäne haben wir damals gar nicht gesehen, aber einen großen Ausflugsdampfer 😉

    ❤ liche Grüße von der Nixe

    Gefällt mir

    • Silberdistel sagt:

      Da kann ich Dir nur zustimmen – eine wirklich herrliche Gegend. Ich denke, da ist auch für jeden etwas dabei – für den Naturliebhaber, wer will, kann Action haben oder man schaut sich altes Gemäuer an und auf dem Wasser kann man auch noch unterwegs sein. Und für die Radler ist gerade das Altmühltal ja wohl auch DIE Gegend 🙂
      Herzliche Grüße auch an Dich, liebe Nixe

      Gefällt 1 Person

  5. annapos sagt:

    Vnučka je jistě vaší radostí, je citlivá k přírodě a to je hezké, má dobrou výchovu ve vás. Dobrý večer.

    Gefällt mir

  6. katerchen sagt:

    ein Kinderherz ist OFT flott getröstet liebe Silberdistel..die Beweisfotos zeigen es.
    DaNKE für die Bilder von der Fütterung..allerliebst so ein EIFER 😀
    LG vom katerchen zum Wochenende

    Gefällt mir

    • Silberdistel sagt:

      Da hast Du recht, liebes Katerchen. Kinderherzen kann man oft schnell trösten, denn für Kinder ist im ersten Moment oft vieles wie ein Weltschmerz. Aber wenn man sie mit den richtigen Worten und Mitteln zu trösten weiß, ist der Schmerz schnell vorbei. Schön, wenn es uns auch so gehen könnte.
      Einen lieben Abendgruß an Dich und den Paulimann

      Gefällt mir

  7. kowkla123 sagt:

    ein gutes Wochenende wünsche ich dir

    Gefällt mir

  8. giselzitrone sagt:

    Einen schönen Sonntag wieder sehr schöne Fotos,sind eben erst von der Ahr zurück waren ja nur zwei Tage aber sie waren schön liebe Grüße Gislinde

    Gefällt mir

  9. kowkla123 sagt:

    Liebe Silberdistel, wünsche dir einen guten Sonntag und guten Start in die neue Woche

    Gefällt mir

  10. Morgentau sagt:

    Wunderschöne Erinnerungen … wunderschöne Momente … zauberhafte Fotos, und alles zeigt, wie schön das Leben ist. Etwas vergeht, etwas Neues entsteht … erblüht, wächst … der Kreislauf des Lebens.
    Danke auch für deine wertvollen, lieben Worte bei mir, liebe Silberdistel. Die haben mich aufgerichtet. Du kennst mich halt auch schon sehr gut und weißt, was mir Kraft gibt. Danke dafür.

    Ein lieber Sonntagsgruß aus dem verregneten Süden,
    Andrea

    Gefällt mir

    • Silberdistel sagt:

      Liebe Frau Morgentau, dieser Urlaub im September vorigen Jahres war wunderschön. Ich denke gern an ihn zurück. Und mitunter braucht man solche Bilder, um sich daran erinnern zu können, dass das Leben auch seine schönen Seiten hat und dass es, wenn man gerade traurige, schmerzvolle Phasen durchlebt, auch irgendwann wieder besser wird. Ich hoffe, meine Erinnerungen haben auch Dir ein ganz klein wenig geholfen, Dich von Deinem gegenwärtigen Kummer ein wenig abzulenken. Das würde mich freuen, weiß ich doch, wie schwer es mitunter ist.
      Liebe Grüße zurück an Dich ❤ und einen ganz lieben Drücker

      Gefällt mir

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s