Auf dem Tablett serviert

Veröffentlicht: 4. Januar 2016 in Fotos, Geschichten, Tiere, Unterhaltendes
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Gewünscht hatte ich es mir schon immer, dass mir mal jemand etwas auf dem silbernen Tablett serviert. Dass es mir dann tatsächlich einmal passieren würde, hätte ich nicht gedacht. Meistens musste ich mir alles doch irgendwie erarbeiten. Daher war ich jetzt ziemlich überrascht, als es mir passierte. Naja, gut, es handelte sich nicht direkt um ein silbernes Tablett. Es war sogar noch etwas Besseres – ein güldenes, ja ein güldenes Tablett – mit weißen Punkten. Ich staunte nicht schlecht auf das Tablett herab und das Glück, das mir da zu Füßen lag. Ja, genau, Glück lag mir da zu Füßen und das noch in diesem alten Jahr, das uns mit Glück eigentlich eher weniger verwöhnt hatte. Ob es vielleicht als kleines nachträgliches Weihnachtsgeschenk gedacht war und als Trost für das doch irgendwie ziemlich verunglückte Jahr? Aber im Nachhinein betrachtet, denke ich eher, es war so eine Art Wink mit dem Zaunpfahl. Wir sollten uns nämlich glücklich schätzen, dass es in diesem Hause auch etwas, oder besser noch jemanden, gab, der zumindest der Sage nach den Ruf hat, seinen lieben Mitbewohnern Glück bringen zu können. Es, nein sie, präsentierte sich auf dem güldenen Teil gewissermaßen als Lichtblick in all dem Übel, das da gleich wieder über uns herfallen sollte. Ein kleiner Trost sollte es sein für das, was da noch kommen würde. Wir sollten uns glücklich schätzen, dass wir dieses bunte Pelzwesen zu uns geholt hatten. Ohne es würde es hier im Hause noch weit schlimmer zugehen als ohnehin bereits. Und dann, nach dem, was dann geschah, begriff ich erst, dass dieser pelzige Trost dort auf dem Tablett gar nicht für mich bestimmt war. Ich hätte auch gleich drauf kommen können, schließlich stand oder lag das Glück im Unglück vor Herrn Silberdistels Zimmertür.

Für Diaschau eines der Bilder anklicken!

Herr Silberdistel hatte es nach den darauffolgenden Ereignissen auch viel nötiger, dieses Glück auf vier Beinen – als Trost gewissermaßen – für ein Übel, das dem anderen vierbeinigen Pelzwesen wenig später geschah, diesem Pelzwesen, das nicht zu unrecht einst zu dem Namen „das kleine Übel“ kam.

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Jahaaaa, das Übel haftet ihm immer noch an, auch wenn der kleine Schelm hier gar nicht so ausschaut. Es klebt förmlich an ihm – das Übel. Er zieht es an wie die Motten vom Licht angezogen werden. Herrn Silberdistels kleines PCli stand still, stumm und ein wenig verträumt auf dem kleinen Schränkchen in Herrn Silberdistels Zimmer und saugte wonniglich Strom in sein kleines PCli-Bäuchlein, als dieses neugierige graugetigerte pelzige Wesen auf vier Beinen daherkam und seine Nase wieder einmal in Sachen steckte, die es eigentlich gar nichts angehen. Aber wahrscheinlich war es nicht nur die Nase, da muss wohl auch noch eine Pfote im Spiel gewesen sein, die nur zu gern ab und zu in eine PC-Tastatur haut, schließlich hält sich der Besitzer der Pfote für einen außerordentlich guten PC-Spezialisten. Was auch immer da am PCli seiner Neugierde freien Lauf ließ, Pfote, Nase oder beides, jedenfalls gab es plötzlich einen lauten Knall.

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Ein Katerchen sprang entsetzt zur Seite und ein unschuldiges PCli lag mit zerschmettertem Haupt Display am Boden.

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Herr Silberdistel schaute entsetzt und nahezu fassungslos auf das verunfallte Computerdings. Wer wäre da nicht  stinksauer gewesen? Mein Herr Silberdistel jedoch trug es mit erstaunlicher Fassung. Der Übeltäter, der graue, ist trotz dieser Untat nach wie vor am Leben und auch nicht wutentbrannt des Hauses verwiesen worden. Nein, er springt weiterhin unheilschwanger durch unser Haus. Was hat er nur an sich, dass man ihm so gar nicht böse sein kann?

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Ob es sein lieber Blick ist, mit dem er uns nach jedem veranstalteten Übel bezirzt? Welch Glück, dass wir neben ihm noch diese Glückskatze im Hause haben – die da, die sich da gerade noch auf dem güldenen Tablett präsentierte. Wer weiß, was ohne ihre glücksbringenden Gaben noch alles passiert wäre? Immerhin ist NUR das Angesicht des PCli arg ramponiert, ansonsten funktioniert es noch tadellos. Vielleicht kann ein Schönheitschirurg dem Gesichtchen wieder zu neuem Glanz verhelfen. Es ist schon gut, wenn man eine Glückskatze im Hause hat. Obwohl … naja, diese Glückskatze hat auch so ihre Eigenheiten. Aber das ist eine andere Geschichte …

Kommentare
  1. Den Katzen kann man nicht böse sein. Schau ihm nur in die Augen. ❤ Meine haben noch nie einen solchen Schaden angerichtet, sie haben in den langen Jahren nur einen Bilderrahmen und eine Vase auf dem Gewissen.

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  2. katerchen sagt:

    springlebendig..oh liebe Silberdistel
    Hoffe mal es wird wie NEU und das Katzenkind macht solche Hüpfer NIE NIE mehr.
    einen LG vom katerchen der auch einen Schlingel m Haus hat,der nun auch ruhiger geworden ist.

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    • Silberdistel sagt:

      Wir wollen mal schauen, ob es kostengünstig zu reparieren geht, liebes Katerchen. SOLCHEN Schaden hat allerdings bisher keine unserer Katzen verursacht. Das kleine Übel trägt seinen Namen wohl wirklich zurecht 😉
      Liebe Grüße auch an Dich

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  3. giselzitrone sagt:

    Einen schönen Montag Oh je kannst du mit dem P.C. denn noch Arbeiten? die Katze hat da ja nicht extra gemacht sie ist doch so lieb.Wünsche dir noch eine gute Woche liebe Grüße Gislinde

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    • Silberdistel sagt:

      Der Laptop an sich funktioniert noch. Mit dem kaputten Display ist es aber letztendlich doch nicht gut. Wir hoffen, dass man das reparieren lassen kann. Natürlich ist es fraglich, was es kostet.
      Liebe Grüße und auch Dir eine schöne Woche

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  4. Zeilenende sagt:

    Dieses blöde Tippding bekommt aber auch viel zu viele fingerfertige Streicheleinheiten, die man eigentlich den kleinen Übeln dieser Welt zukommen lassen sollte. Klarer Fall von Eifersucht. 😉

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  5. Oh Gott, oh Gott. Das ist ja ein Ding mit Eurem kleinen Übel. Aber der guckt so niedlich aus der Wäsche – aus dem Pelz -, dass ich ihm auch nicht böse sein könnte. Ich würde über die zerstörte PC-Ecke ein Foto des kleinen Übels kleben 😉. LG Elke

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    • Silberdistel sagt:

      Tja, was soll’s? Irgendwie dumm gelaufen. Der kleine Kerl ist sooo neugierig, dass er immer und überall dran herumspielen muss. Wahrscheinlich müssen WIR ein wenig besser aufpassen.
      Liebe Grüße auch an Dich

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  6. kowkla123 sagt:

    das macht der Anblick wieder gut, alles Gute für die Woche

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  7. annapos sagt:

    Kočičiny jdoucí přes mez, mám to doma také, kouše, škrábe…….. Krev ještě neteče a monitor drží. Já již méně toleruji lumpárny.
    Hodně trpělivosti, kočičí lásky a štěstí v novém roce. Anna

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  8. minibares sagt:

    Erst Friede auf dem Tablett ohne Ende.
    Dann plötzlich haben die Krallen doch was kaputt bekommen. Nicht gut.
    Das wird bestimmt teuer.
    Liebe Grüße Bärbel

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  9. Morgentau sagt:

    Das fängt ja(hr) gut an, war ich schon geneigt zu sagen, angesichts der teilweise erschreckenden Fotos, liebe Silberdistel. Wenn da nicht auch die anderen wären, die mich sofort beruhigten … ja, regelrecht verzückten. J
    a, ja, das ist sooowas von übel ……… (dass man ihnen nicht böse sein kann).

    Ein lieber Gruß zur Nacht
    von Frau Morgentau

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    • Silberdistel sagt:

      Ich habe echt gestaunt, wie gelassen mein Herr Silberdistel die ganze Sache betrachtet hat. Aber vielleicht freut er sich auch nur auf einen neuen Laptop 😉
      Ja, unser Übelchen ist schon ein kleiner Wildling, aber böse kann man ihm irgendwie nicht sein.
      Zwar einen Tag später, aber auch an Dich einen lieben Gruß zur Nacht 🙂

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  10. einfachtilda sagt:

    Schaut aber auch sowas von unschuldig o_O und dennoch, so etwas passiert bei kleinen verspielten Katzen. Schön, dass die Glückskatze auch noch da ist, da kann ja nix mehr schiefgehen.

    LG Mathilda ❤

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  11. Frau Spätlese sagt:

    Ohje – aber man muss ihm doch tatsächlich zu Gute halten, dass er das nicht mit Absicht gemacht hat.
    Dann gibt es jetzt wohl einen neuen Rechner?
    Ach, das liebe Vieh!
    😉

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    • Silberdistel sagt:

      Das will ich doch hoffen, dass es nicht Absicht war 😉 Vielleicht lässt sich der Laptop noch reparieren. Mal schauen. Falls nicht, ja, dann gibt es wohl einen neuen. Der kleine Kater ist uns also schon jetzt lieb und teuer 😉

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  12. Frau Hummel sagt:

    Tja, liebe Silberdistel, hätte der PC genau wie das Tablett zur freien Verfügung auf dem Boden gelegen, wäre das sicher nicht passiert 😉
    Ärgerlich ist das allemal, aber wie schrieb Herr Ringelnatz schon: Humor ist der Knopf, der verhindert, dass der Kragen platzt.
    Liebe Grüße aus der schneereichen Lüneburger Heide ❤

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    • Silberdistel sagt:

      Ich wusste doch, WIR sind hier die Schuldigen, nicht der Kater 😀 Ob der Herr Ringelnatz seinen Humor auch an solch einem Kater üben konnte? 🙄
      Hier ist es nur kalt – noch ohne Schnee – also liebe Grüße von der schneelosen Ostseeküste ❤

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  13. Gudrun sagt:

    Da hat das kleine Übel aber ein ganz schön großes angerichtet. Gut, dass ihm keiner ernsthaft böse ist. Es gelingt ihnen ja auch immer ganz gut, sich wieder einzuschmusen.
    Liebe Grüße von der Gudrun

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    • Silberdistel sagt:

      Diesem kleinen Übel gelingt es immer ganz besonders gut, sich wieder einzuschmusen. Ja, der Schaden ist leider beträchtlich. Der kleine Tunichtgut ist uns so betrachtet schon ganz schön lieb und teuer geworden 😉
      Liebe Grüße zurück in Dein Spinnstübchen

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  14. […] Torty den Meister des Hauses, unseren Keks, völlig in den Schatten gestellt. Über das von ihm zerschmetterte PCli meines Herr Silberdistel sprechen hier kein Mensch und kein Katz mehr. Blumentöpfe, Bilderrahmen […]

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  15. […] denn mit halben Sachen gibt sich unser Keks nämlich nur ungern ab, wie der volle Erfolg mit dem zerstörten PCli unseres Herrn Silberdistel oder die Sache mit den wunderhübschen Gucklöchern in unserem […]

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