Vierter Advent – ganz keksig

Veröffentlicht: 20. Dezember 2015 in Essen und Trinken, Fotos, Geschichten, Unterhaltendes
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Frau Spätlese hatte es ja unlängst mit diesen herrlichen Nusskeksen, die so überaus lecker aussahen, dass ich sie natürlich unbedingt nachbacken musste. Wie sich nach dem, mit einigen kleinen Hindernissen, gespickten Testbacken herausstellte, sind die Lieblingsnusskekse etwas, das man durchaus ins alljährliche Adventsbackprogramm aufnehmen kann. So könnte man sich die Wartezeit auf Weihnachten mit dem Knabbern einer tollen Leckerei sehr angenehm verkürzen. Frau Spätlese hatte aber noch mehr Weihnachtliches und vor allem Nussiges in ihrer Weihnachtsbackstube gezaubert. Da gab es außer diesen fantastischen Lieblingsnusskeksen noch eine 2. Variante nussiger Plätzchen. Die musste ich selbstverständlich ebenfalls testen und auf meine Nachfrage hin hat Frau Spätlese auch dieses Rezept auf ihrem Blog mit uns geteilt. Hier noch einmal mein Extra-Dankeschön für zwei tolle Rezepte! Bei uns Silberdistels ist Frau Spätleses Variante Nr. 2 sogar als Testsieger hervorgegangen und zur Nummer 1 gekrönt worden.  Sie schmeckt uns doch tatsächlich sogar noch ein wenig besser als die zuerst getesteten Lieblingsnusskekse.

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Ich hatte kaum alles bereitgestellt, saß, wie bereits in der ersten Keksbackrunde, der kleine pelzige Bäckermeister schon wieder in Position, um mir auf die Finger zu schauen. Dieses Mal saß er hoheitsvoll auf seinem Prinzenthron und hatte so sogar eine bessere Übersicht über das Backgeschehen. Es war ihm völlig egal, dass auf dem Thron ein gerade eingegangenes Päckchen lagerte. Wo ihn zuvor eine Erbse, oder war es eine Stoff-Falte, am wohlverdienten Nickerchen gehindert hatte, störte ihn nun das Päckchen so gar nicht. Wahrscheinlich machte es den Thron nur noch um einige Zentimeter höher, was jetzt natürlich beim Auf-die-Finger-Schauen von Vorteil war. Wie dem auch sei, ich hoffe, er hat bald genug zugeschaut und somit genug dazu gelernt und kann dann selbst in die Hohe Kunst des Keksebackens einsteigen oder mir zumindest bei einigen Tätigkeiten hilfreich unter die Arme greifen. Im Moment besteht diese Hilfe noch mehr daraus, dass er wohl eher gern einmal kosten würde, was ich da Schmackhaftes zusammenrühre. Aber ich konnte diesem flehenden Blick bisher zu seinem großen Leidwesen doch noch widerstehen. Es gab keine Kostprobe für den pelzigen Bäckerlehrling, jedenfalls keine von den süßen Weihnachtsplätzchen. Ein Trostleckerli aus der Katzenspeisekammer gab es dann schon 😉

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Aber weiter zu den Lieblingsnusskeksen Variante 2. Das vollständige Rezept ist wieder bei Frau Spätlese zu finden. Natürlich ging meine Backerei auch dieses Mal nicht so ganz ohne Hindernisse über die Bühne. Ich hatte nämlich eine kleine Änderung in dem Rezept von Frau Spätlese vorgenommen. Ob es das allein war?

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Statt der 3 Eigelb und zusätzlich einem ganzen Ei hatte ich frech fröhlich 3 ganze Eier in mein Rührschüsselchen geschlagen, weil ich keine Lust darauf hatte, noch irgendetwas aus dem übrigen Eiklar zu zaubern und es einfach wegzutun, das ging mir dann doch gegen den Strich.

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So verrührte ich alles fleißig und war guter Hoffnung, dass die Kekse mir diese kleine Abänderung nicht verübeln würden. Die 3 Eier, 200 g Butter, 250 g Zucker, 2 Päckchen Vanillezucker, eine Prise Salz und 2 Teelöffel Zimt hatte ich bereits zu einer schaumigen Masse verrührt. Das sah schon mal ganz ordentlich aus.

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Nun kamen noch 250 g Mehl und 2 Teelöffel Backpulver hinzu.

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Zum guten Schluss mussten noch 200 g gemahlene Mandeln oder Nüsse (bei mir waren es 100 g Mandeln und 100 g Haselnüsse) dazu gegeben werden und letztendlich alles zu einem festen Teig verknetet werden, aus dem 4 Teigrollen geformt werden sollten. So weit, so gut. Nur bei mir wurde beim besten Willen kein so fester Teig daraus, dass ich am Ende bequem Scheibchen für Scheibchen hätte abschneiden können, um sie auch noch formschön auf dem Backblech zu dekorieren. Der Teig war einfach nicht fest genug. Da wurde nichts formschön und rund schon gar nicht, weil sich meine Teigrolle beim Schneiden einfach plattdrückte. So schüttete ich noch weitere 50 g Mandeln (dieses Mal gehobelte) in meinen Teig. Aber das reicht immer noch nicht für eine feste Teigrolle. Also kam noch mehrmals ein Schippchen Mehl dazu. Aber mit dem Ergebnis war ich immer noch nicht zufrieden.

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Letztendlich verabschiedete ich mich von dem Projekt Teigrolle, denn zu viel Mehl wollte ich dem Ganzen nun auch wieder nicht zufügen, und rollte den Teig einfach aus. Das nun wiederum ging bestens.

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Und tatsächlich fand ich auch ziemlich schnell die Förmchen zum Ausstechen der Plätzchen – sogar die mit den Weihnachtsmotiven.

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Ab jetzt ging es zügig voran mit dem Formschön und dem formschön Platzieren erst recht. Nebenbei bemerkt, der Plätzchenteig schmeckte schon mal vielversprechend. Ich musste ja wegen der ständigen Mehlzugaben immer wieder kosten. Schließlich wollte ich keine reinen Mehlkekse produzieren.

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Und sie hielten, was sie als Teig schon so verlockend versprachen. Wir Silberdistels waren hin und weg von diesen Keksen. Ach so, ja, sie sehen nun natürlich doch etwas anders aus als die von Frau Spätlese. Ich habe Sternchen, Engelchen, Glöckchen, Kometen, Halb- und Vollmonde produziert. Frau Spätleses Kekse haben einen hübschen Schokorand, tragen dazu ein Nussmäntelchen und in der Mitte liegt als Krönung des Ganzen eine wunderhübsch anzuschauende Walnusshälfte. Da können meine Lieblingsnusskekse natürlich nicht mithalten, obwohl ich auch irgendwie stolz auf mein Produkt bin 😉
Wir Silberdistels haben nach der ersten Verkostung auf die zusätzlichen Schoko- und Nusskalorien verzichtet. Wir essen die Kekse pur und ich möchte wetten, sie stehen den Hübscheren in nichts nach – zumindest vom Geschmack her.

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Aufopferungsvoll habe ich diese wunderbaren Lieblingsnusskekse bewacht, sodass wir auch heute am 4. Advent noch ein paar von ihnen zum nachmittäglichen Kaffee genießen dürfen.

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In diesem Sinne auch für Euch einen schönen ruhigen und ganz gemütlichen 4. Advent.

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Vielleicht stehen ja auch bei Euch solche leckeren Kekse ähnlich diesen hier auf dem Tisch, die nur darauf warten, unserem noch nicht so ganz formvollendeten Körper die nächste hübsche Rundung zu verpassen 😉

Kommentare
  1. katerchen sagt:

    nach Art des Hauses und gelungen liebe Silberdistel
    Keks und Keks sind Welten.schmecken müssen sie..nein süchtig machen DANN sind sie gelungen.
    LG zum 4. Advent vom katerchen der sich diese Rezepte mal bunkern wird

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  2. einfachtilda sagt:

    Dann lasst sie euch schmecken. Walnüsse sind übrigens sehr gesund, die kann man mal getrost essen 🙂

    Einen schönen 4.Advent wünsche ich euch 🎄🎄🎄🎄 Mathilda

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    • Silberdistel sagt:

      Jawoll, wir haben sie uns schmecken lassen. Ein paar sind sogar noch übrig 😉
      Wir essen jeden Tag einige Walnüsse, eben weil sie gesund sind. Sie schmecken auch ohne Kekse 😉
      Liebe Grüße und auch Dir noch einen schönen restlichen 4. Advent ❤

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  3. minibares sagt:

    Mit dein Eiweiß hättest du Butterknöpfchen backen können.
    Die habe ich immer sehr gern gebacken, sind ganz einfach. Schmale Rollen, in Scheiben schneiden und mit einer Gabel drauf drücken, für das Muster oder die Knopflöcher.

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  4. kowkla123 sagt:

    superschön, wünsche einen schönen 4. Advent

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  5. Klingt sehr appetitlich, sieht genauso aus und passt herrlich zu Adventskaffee und Kerzen (geschmacklich und optisch, wie ich auf dem Foto bemerke).
    Die Katzentiere sind tatsächlich überall dabei und für alles zu haben, oder? ^^ Aber schön, dass es so rege und interessierte Wesen sind, und sie sich nicht nur verziehen oder scheu bis abweisend reagieren.

    Liebe Grüße und noch einen schönen Restadventssonntag wünscht Michèle.

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    • Silberdistel sagt:

      Ja, die Kekse haben unserem Adventskaffee in der Tat das gewisse Etwas gegeben. Wir finden sie überaus lecker. Ich befürchte, ich werde noch einmal nachbacken müssen 😀
      Die Katzen sind sooo neugierig, sie müssen einfach überall dabei sein. Sie folgen mir auf Schritt und Tritt, egal wohin ich gehe. Hier besteht ständig Stolpergefahr, weil sie nicht nur folgen, sondern auch ständig die Wege kreuzen. Sie ahnen nämlich oft voraus, wohin mal will und dann nehmen sie gern den kürzesten Weg.
      Liebe Grüße und auch Dir einen schönen Restadvent

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  6. Frau Hummel sagt:

    Also, ich muss sagen, die Kekse sehen sehr lecker aus. Ich hoffe, Ihr hattet einen schönen 4. Advent. Liebe Grüße ❤

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  7. Frau Spätlese sagt:

    Liebe Silberdistel, ich glaube, das sind die drei zuviel’nen Eiweiße . . . die den Teig etwas zu feucht haben werden lassen . . .
    Unabhängig davon sehen Deine Kreativnusskekse aber sehr lecker aus. Und wenn sie nun Eure Favoriten sind, dann ist das doch perfekt.
    Gratulation!
    Liebe Grüße

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    • Silberdistel sagt:

      Ich denke das auch fast, dass das Problem bei dem Zuviel an Eiweiß lag. Ich probiere das noch einmal ordentlich nach Deinem Rezept aus, irgendwann nach Weihnachten. Kekse gehen ja hier immer 😉
      Uns schmecken sie ganz toll. Die kommen unbedingt in jedes Weihachtsbackprogramm. Noch einmal ganz herzlichen Dank für das Rezept. Wir sind begeistert.
      Liebe Grüße auch an Dich – die Lieblingsnusskekse aus der ersten Runde waren natürlich schnell aufgegessen – auch die sehr lecker und weihnachtsbackprogrammverdächtig 🙂

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  8. Liebste Frau Silberdistel,
    da war ich auf der Suche nach einer Zitronentorte, bin irgendwie bei dir gelandet und jetzt unbeabsichtigt bei Nusskeksen…
    Wenn man nämlich in der Auflistung „Gerührt und nicht geschüttelt“ auf „Zitronentorte einer Pfarrersköchin“ klickt landet man …. bei den Nusskeksen.

    Auch lecker – aber ich will kiloweise Zitronen und Limetten nächste Woche mit nach Hause nehmen (falls das Gepäcklimit das her gibt) und wüsste zu gerne, wo ich die Zitronentorte finde…

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    • Silberdistel sagt:

      Tja, diese Nusskekse 😀 Sie sind halt sehr lecker und das wissen sie ganz sicher. Daher haben sie sich nicht nur in den Zitronentortenlink geschummelt, sondern auch in alle anderen Links bis hinauf zu ihrem eigenen, wie ich erstaunt festgestellt habe. Diese Kekse wissen also, wie man Eigenwerbung macht 😉
      Dankeschön für den Hinweis. Eigentlich hatte ich mir eingebildet, meine Links immer noch einmal geprüft zu haben, bevor ich sie auf die Welt loslasse. Aber wahrscheinlich war es wirklich nur eine Einbildung. Ich habe nun alles korrigiert und wünsche gutes Gelingen der Zitronentorte.

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      • Ich sehe schon – mit der Zitronentorte ist es nicht getan, es müssen demnächst auch noch Nusskekse gebacken werden … seufz … Denn so viel Hartnäckigkeit muss ja irgendwie respektiert werden 😉
        Und wenn die nur halb so lecker sind, wie sie aussehen und klingen, wird es nicht nur mich freuen! Aber erst mal müssen Zitronen und Limetten (ich hoffe, das klappt auch mit den kleine grünen ..) ran!

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        • Silberdistel sagt:

          Och, ich hätte da keine Hemmungen, auch Limetten zu verwenden 😀 Ich denke, da wird die Torte nicht weniger lecker sein. Und was die Nusskekse betrifft, die sind ein echter Renner bei uns geworden. Es lohnt sich, sie mal zu probieren. Die schmecken auch nach und vor Weihnachten und zwischendrin ebenso 😉
          Gutes Gelingen und guten Appetit!

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