Apfel-Chutney – Variante Nr. 2

Veröffentlicht: 4. Dezember 2015 in Essen und Trinken, Fotos, Garten, Geschichten, Unterhaltendes
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01Der Berg voller Äpfel, den unsere Ernte in fremden Gärten unlängst im silberdisteligen Heim entstehen ließ, war und ist natürlich noch nicht voll und ganz verarbeitet. Nachdem ich die „Chefkoch-App“ auf meinem Tablet erfolgreich nach einem leckeren Apfel-Chutney befragt hatte, spukte immer noch dieses andere Rezept, das ich vor vielen Jahren einmal von besagter Besucherin, einer ehemaligen Kollegin, bekommen hatte, in meinen Kopf herum.  Selbst gekocht hatte ich es bisher nicht, denn damals hatten wir noch keinen eigenen Apfelbaum und meine Zeit war eher mehr der Arbeit und der Familie gewidmet. Gekocht wurde nach einem langen Arbeitstag nur, was unbedingt notwendig war, es sei denn, es standen Geburtstage oder andere festliche Ereignisse an, die einige ganz besondere und natürlich hausgemachte Leckereien erforderlich machten. Eigentlich erst, als unsere Kinder nicht mehr bei uns wohnten, ich endlich auch einen kleinen Garten mein Eigen nannte, begann ich, am Koch- und Backherd so allerlei Neues auszuprobieren und auch ab und zu etwas als kleinen Wintervorrat einzukochen. Chutney hatte bis eben jedoch nicht dazu gehört.

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Der Apfelberg, der nun überraschend in unser Zuhause eingezogen war, hat diese äußerst schmackhafte Beilage, die zu allerlei Fleisch- und Fischgerichten vorzüglich passt,  eigentlich erst auf meinen Kochplan gerufen, d. h., wenn wir es ganz genau nehmen, dann hat mir, wie ich bereits im Post zuvor berichtete, Herr Silberdistel diese Kochidee ins Ohr geflüstert. Bevor mir nun das verschollene Chutney-Rezept weiterhin schlaflose Nächte bereiten würde, nahm ich mir meine Rezeptzettelsammlung vor und schaute sie an einem ruhigen Nachmittag gewissenhaft durch und siehe da, ich fand, was ich suchte – sogar hübsch und ordentlich als Computerausdruck und nicht auf einem Bierdeckel oder schlimmer. Glücklich über meinen Fund machte ich mich einen Tag später ans Werk und kochte Apfel-Chutney Variante Nr. 2.
Übrigens schmeckt diese Art Chutney sogar ein wenig herzhafter als mein erster Versuch und sie ist auch etwas schärfer als das Apfel-Chutney vom „Chefkoch“. Aber letztendlich sind beide Varianten sehr lecker und man sollte ausprobieren, welche  Sorte dem eigenen Gaumen mehr Vergnügen bereitet.

Zutaten zum Apfel-Chutney Nr. 2:

1  1/2 kg Äpfel
500 g Zwiebeln
6 mittelgroße Tomaten
4 entkernte grüne Paprikaschoten
200 g Rosinen (Sultaninen)
500 g Zucker
1 Teelöffel Salz
1 Teelöffel Pfeffer (ich habe wieder Cayennepfeffer genommen)
1 Teelöffel Chili
1 Teelöffel Curry
120 g gemahlene Senfkörner
2 Esslöffel frischen Ingwer oder gemahlenen Ingwer
570 ml Weinessig

Zubereitung:

Wie auch bei dem vorigen Rezept müssen die Äpfel natürlich geschält, entkernt und kleingeschnitten werden. Die Zwiebeln werden wiederum in kleine Würfel geschnitten oder mit dem elektrischen Küchenhelfer zerhackt.

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Dann machen wir uns über die Paprikaschoten her. Sie werden nach dem Waschen entkernt und ebenfalls in kleine Stücke geschnitten.

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Und schon sind wir bei den Tomaten angekommen. Auch sie müssen zerkleinert werden und schließlich müssen wir uns auch wieder über einen Ingwer hermachen und ihn zu einem kleinen Häufchen Unglück zerreiben. Sollten wir Ingwerpulver verwenden, haben wir Glück, denn dann müssen wir wenigstens nicht diese doch sehr zu Herzen gehende Zeremonie des Ingwermordens durchmachen.

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Der Ingwer-Keulenmann

Ich hatte es dieses Mal allerdings nicht mit einer armen gebeugten Frau Ingwer zu tun, dieses Mal mussten ich den Kampf mit einem recht wehrhaften Kerl aufnehmen, der mich mit einer riesigen Keule bedrohte. Da fiel es leicht, mit ihm kurzen Prozess zu machen und ihn vom Küchenhelfer in ein hilfloses geriebenes Häufchen  Ingwer verwandeln zu lassen. So, schnell weg von dieses unangenehmen Ingwerprozedur. Wenden wir uns lieber den lustig klimpernden Senfkörnern zu. Sie müssen ebenfalls noch gemahlen werden, es sei denn, wir  finden in unserem Gewürzschrank bereits vorgemahlene Körner.

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Wenn alles soweit vorbereitet ist, können Äpfel, Zwiebeln, Tomaten, Paprika, Rosinen, Zucker, Weinessig und die Gewürze in einem entsprechend großen Topf zum Kochen gebracht werden. Der Kochvorgang dauert etwa zwei Stunden und natürlich sollte auch hier wieder alles auf kleiner Flamme vor sich hinköcheln. Ab und zu bitte umrühren!

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Anschließend kann das fertige Chutney in die vorbereiteten Schraub- oder Einweckgläser gefüllt und jeweils zu einem netten Fleisch- oder Fischgericht wieder hervorgeholt und als leckere Beilage dazu verzehrt werden.

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Lasst es Euch also schmecken! Die Silberdistel wünscht guten Appetit!

Kommentare
  1. Zeilenende sagt:

    Danke für das nette Rezept, du böse alte Ingwermörderin. 🙂 Ich probiere sie beide.

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  2. minibares sagt:

    Liebe Silberdistel, was du immer Probleme mit dem Ingwer hast, lach.
    Nun also Variante 2 nach dem alten Rezept.
    Lasst es euch schmecken
    deine Bärbel

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  3. kowkla123 sagt:

    super wieder, liebe Silberdistel, schmeckt bestimmt super, ein gutes Adventswochenende wünsche ich

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  4. Frau Hummel sagt:

    Beide Rezepte hören sich voll lecker an. Ich habe sie mir gleich geklaut 🙂
    Ich hoffe, Du hast den wehrhaften Ingwerkrieger betäubt bevor Du ihn geschnetzelt hast 🙄
    Liebe Grüße und einen schönen 2. Advent ♥

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    • Silberdistel sagt:

      Die Rezepte waren zum Klauen gedacht 😉 Wir haben schon fast alles wieder niedergemacht. Ich muss wohl noch einmal nachkochen.
      Ich habe den Ingwerkrieger ganz schnell an meinen Küchenhelfer übergeben und dann die Augen geschlossen, damit ich nicht zusehen muss, wie er zermalmt wurde .. also der Krieger, nicht der Küchenhelfer. Ohrstöpsel sind auch gut – wegen der Schreie … also der des Kriegers 😉 😀
      Liebe Grüße zurück und auch Dir und Deinem Hummelmann einen schönen 2. Advent ❤

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  5. Toll, Deine Chutney Variationen. Ich hätte da schon wieder eine Idee. Ich liebe Foie gras; nur aufgrund des Tierschutz-Aspektes verkneife ich sie mir immer – bis auf Hl. Abend. Und dazu gibt es immer einige Blatt Rucola und etwas Feldsalat mit einer speziellen Vinaigrette und… ein Chutney. Meistens von Feigen (mitgebracht aus der Provence). Aber ich bin sicher, Deine beiden Apfelknüller wären auch Spitze dazu. Nun gut, so lange dauert es ja nicht mehr bis Weihnachten. LG Elke

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  6. einfachtilda sagt:

    Chutney mag ich prinzipiell sehr gerne, aber er hat mir einfach zuviel Zucker 🙂

    Schönes 2. Adventswochenende wünsche ich dir ❤ Mathilda

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  7. Gudrun sagt:

    Eigentlich haben Apfelberge etwas Gutes. Sie sorgen für Schlemmereien.
    Du hast meinen Appetit jetzt geweckt, liebe Silberdistel. 🙂
    Liebe Grüße schickt dir die Gudrun.

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