Halloween oder Katzenspuk?

Veröffentlicht: 31. Oktober 2015 in Fotos, Geschichte, Geschichten, Sonderbares, Tiere, Unterhaltendes
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01-Dsc0133902-Dsc01346Heute ist also Halloween. Nein, heute ist doch das mit dem Martin Luther, der da an die Schlosskirche zu Wittenberg 95 Thesen genagelt haben soll. Heute war das nicht? Ach ja, eigentlich ist es schon ein Weilchen her. Es war vor … ach rechnet doch selbst. Also, diese Nagelarbeit fand 1517 statt. Naja, eigentlich streiten sich da ja die Gemüter, die Historiker und wer weiß, wer noch alles, ob der Martin wirklich mit dem Hämmerchen an der Kirchentür herumgewerkelt hat. Aber angeprangert hat er auf jeden Fall, ob nun mit oder ohne Hämmerchen ist ja auch egal, jedenfalls hat er sich äußerst kritisch über die Praktiken des Ablasshandels zur damaligen Zeit geäußert und zur Beseitigung der Missstände 95 Thesen als Diskussionsgrundlage vorgelegt. Damit leitete Luther quasi die Reformation der Kirche ein und zum Gedenken daran wird dieser Tag in der Evangelischen Kirche alljährlich feierlich begangen, d.h. er ist in den evangelisch geprägten Regionen Deutschlands sogar ein gesetzlicher Feiertag.

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Wir haben also nicht, weil bei uns heute vielleicht vermehrt Gespenster umherlaufen, einen arbeitsfreien Tag, sondern wegen Martin Luthers Thesen. Obwohl … heute hätten wir ja so oder so einen freien Tag. Dumm gelaufen irgendwie – zumindest in diesem Jahr.

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Aber apropos Gespenster. Bei uns Silberdistels ist auch ohne Halloween ein Dauerspuk im Gange. Ständig passieren irgendwelche unerklärlichen Dinge. Gardinenstangen hängen plötzlich seltsam verunstaltet am Fenster …

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… Blumentöpfe haben sich unerwartet zum Schlafen niedergelegt und andere merkwürdige Sachen mehr passieren. Sogar die Katzen staunen über diese sonderbaren Geschehnisse.

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Sie meinen, damit so gar nichts zu tun zu haben. Ich habe ja den äußerst starken Verdacht, dass bei dem, was diese unerklärlichen Vorfälle im Hause Silberdistel betrifft, mehrere kleine pelzige Pfoten im Spiel sind. Sie wuseln nämlich immer und überall umher. Ich habe Glück, wenn ich überhaupt irgendwann noch einmal meinen Bildschirm zu Gesicht bekomme. Dauernd habe ich pelzige Muster vor Augen, wenn ich in Richtung meines Monitors schaue.

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Und auch sonst mischen sie sich überall ein. Sie heften beispielsweise auch heimlich Rechnungen ab, die sich hier und dort in meinem Kämmerlein stapeln, weil ich mit dieser unliebsamen Arbeit gar nicht nachkomme. Das mag nett gemeint sein, aber in welchem Hefter ist nun welche Rechnung? Frage ich danach, heißt es: „Mau!“ Nur einen Ordner „Mau“ gibt es gar nicht in dem Ordnerregal. Es ist alles wie verhext, seitdem sich gleich zwei Übel ständig in meine täglichen Arbeiten einmischen.

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Ich bin jedes Mal unendlich froh, wenn sie eine kleine Verschnaufpause nötig haben und eine gewisse Art von Ruhe einkehrt – wie hier oben zu sehen. Da atme selbst ich gleich viel ruhiger und entspannter und schaue liebevoll auf die schlafenden pelzigen Mitarbeiter.

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Entzückt über so viel Ruhe und Beschaulichkeit knipse ich dieses hübsche Bild, wie sich der Schwanz von klein Übel 2  liebevoll um das kleine Plüschkätzchen legt, lächle still vor mich hin und sinke langsam auf meinen Schreibtischsessel nieder, um mich endlich meinem Blogbeitrag zu widmen, um gleich darauf wieder …

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Was ist das da unter mir? Ich spüre Weiches und Flauschiges und fahre wie von der Tarantel gestochen wieder hoch. Aber nicht eine Tarantel war’s, das wäre wohl eher schmerzhaft gewesen und nicht flauschig weich und samtig.

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Hatte … hatte klein Übel 1 nicht eben noch schlummernd auf dem Aquarium gelegen? Wie kam er so schnell auf meinen Stuhl? Ein wenig empört schaut er mich an. Wie konnte ich ihn einfach erdrücken wollen, wo wir doch inzwischen fast schon Freunde geworden sind? Uups, beinahe wäre es ein Übel weniger gewesen. Aber wer weiß, ob uns soooo viel Ruhe guttun würde. Wir sind da inzwischen doch ziemlich verwöhnt mit Action hier und Action dort. Uns würde etwas fehlen – ganz sicher.

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Aber so oder auch anders betrachtet brauchen wir heute eigentlich Halloween eher weniger, etwas Andacht dagegen wäre nicht übel, denn hier ist auch so genug Spuk im Gange. Aber wir sind andererseits auch keine Spielverderber. Natürlich haben wir für die kleinen Gespenster, die sicher bald vor unserer Haustür herumlungern werden und mitunter Süßes oder Saures haben wollen, etwas Süßes vorrätig. Saures haben wir natürlich im Bedarfsfalle ebenfalls im Hause. Ein wenig haben wir allerdings die Hoffnung, dass für uns Silberdistels auch noch ordentlich etwas übrig bleibt von dem Süßen. Hier wird nämlich selbst gern genascht 😉

Kommentare
  1. Immer erst die Sitzfläche nach Katzen absuchen. 🙂 Ich kenne das noch von dem Studentenwohnheim in Schweden, wo der Kater einer Mitbewohnerin auch meinte, der ganze Flur und die Appartments gehörten ihm. Einmal Tür auf, und wupps, sass Mauritz auf dem Schreibtischstuhl. Er war allerdings auch gut geeignet, um unter dem Bett oder Schränken staubzuwischen – eine Mischung von Maine Coon und Perser, und nein, niemand hatte eine Ahung wie das passiert war. 😀

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    • Silberdistel sagt:

      Ich weiß schon gar nicht mehr, woooo ich zuerst hinschauen soll – das Übel ist immer und überall 😉
      Hinter unseren Bücherregalen ist inzwischen auch große Reinlichkeit zu verzeichnen. Katzen sind also nicht immer nur kleine Übel, mitunter könnte man sie auch zu den Nützlingen rechnen 🙄

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  2. kowkla123 sagt:

    Bei dir geht es aber rund, wünsche ein gutes Wochenende

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  3. einfachtilda sagt:

    Ganz schön übel die gespentischen Geschehnisse 😀
    Fröhlichen Abend noch ❤ Mathilda

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  4. Charis sagt:

    Happy Halloween oder eben schönen Reformationstag … 😉
    Gespentisch, was heute so in den Häusern/Wohnungen so passiert – aber eben der irischen Tradition gemäss, wo ja früher die verstorbenen Verwandten zu ‚Besuch‘ kamen und von den verängstigten Lebenden in der Küche alle guten Lebensmittel zur Verfügung gestellt bekamen, damit sie gesättigt&gnädig wieder ins Totenreich zurückkehren sollten … 😀

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  5. Zeilenende sagt:

    Das wird im Alter auch nicht besser. Da hocken die immer noch urplötzlich auf dem Stuhl, den man selbst besetzen wollte. *g*
    Ich habe noch Süßes über, komm klingeln, wenn ihr auf dem Trockenen sitzt. Nur Essig habe ich keinen mehr … Den hat eine Truppe tatsächlich mitgenommen. Zusätzlich zu den Waffeln mit der Schokolade dazwischen.

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    • Silberdistel sagt:

      Aber eine erwachsene Katze kann man nicht mehr ganz so schnell erdrücken, wenn man sich draufsetzt 😉
      Beinahe hätte ich auf Dein Angebot mit dem Klingeln und dem Süßen zurückkommen müssen. Unser Süßzeugs war am Ende zu furchtbar überschaubaren Einzelteilen zusammengeschrumpft. Hier gingen auch saure Gurken gut 😀 Eine Truppe forderte nämlich wieder einmal Süßes ODER Saures. Da fragte ich, ob sie Süßes oder lieber saure Gurken wollten. Begeistert schrien sie: „GURKEN!“

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  6. Charis sagt:

    Ich glaube, ab jetzt ist es {Halloween-giving} überstanden … :mrgreen:

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  7. […] das ist wirklich ernst gemeint! {Ich vermute, da hat eine Silberdistel sehr gute […]

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  8. Christina sagt:

    Man vergisst so schnell, wie anders das Leben mit kleinen Katzen abläuft. Sobald sie groß sind und die Entdeckerphase überstanden ist, erinnert man diese stürmische Anfangsphase nur noch in verklärten Rückblicken…
    Es ist so schön zu lesen, wie sehr die beiden kleinen Übel sich bereits in euer Leben und eure Herzen gedrängt haben. Ich hoffe, sie hecken nicht gemeinschaftlich Streiche gegen die graue Dame aus. 😉

    Liebe Grüße von Christina

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    • Silberdistel sagt:

      Liebe Christina, es ist doch ein Unterschied wie Tag und Nacht – Katzenkinder und erwachsene Katzen. Wir hatten schon fast vergessen, wie lebhaft es hier bei uns vor 12 Jahren zuging und was man alles wegräumen muss, wenn man sich von den kleinen Fellbündeln nicht den gesamten Hausstand ruinieren lassen will. Dennoch ist es enorm schön, zuzuschauen, wie die Kleinen spielen. Aber auch wir sind immer wieder gefragt beim Spiel. Da wird man fast selbst noch einmal wieder jung. So ein ausgelassenes Kätzchenspiel ist enorm ansteckend, nicht nur für uns Menschen. Mitunter konnten wir unsere graue Dame sogar schon zum Mitspielen bewegen, was uns jedes Mal ganz besonders freut. Nicht nur uns bekommt diese Ablenkung gut, ich denke, ihr geht es nicht anders. Ganz langsam scheinen wir doch zu einer neuen Katzen-Mensch-Familie zusammenzuwachsen.
      Nein, gemeinsam geht es nicht gegen die graue Oberkatze. Die Kleinen haben durchaus Respekt vor ihr, aber sie lässt ihnen umgekehrt auch ihre Spielräume.
      Dankeschön für Deinen lieben Kommentar und ganz liebe Grüße auch an Dich und Deine Pelzigen

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  9. Alexandra sagt:

    Ganz schön gemein, die harmlosen kleinen Übel zu verdächtigen, etwas mit den unheimlichen Vorkommnissen bei Euch zu tun zu haben. Guck sie Dir nochmal ganz genau an, sehen so etwa kleine zerstörerische Wesen aus, die für das gezeigte Chaos verantwortlich sein könnten? Ich kann mir das beim besten Willen nicht vorstellen.

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    • Silberdistel sagt:

      Meinst Du, es spukt hier wirklich mitunter? Ohne Zutun der Katzen? Jetzt gruselt es mich dann aber doch ein wenig 🙄 Hm, eigentlich hast Du recht, die kleinen Fellbündel sehen so harmlos aus. Sie können bestimmt keiner Fliege etwas zuleide tun, na und einer Gardine und einer harmlosen Zimmerpflanze doch wohl erst recht nicht. Ich muss diesem Übel vielleicht doch irgendwie anders auf die Spur kommen. Ich werde mich auf die Lauer legen und dann das Übel bei seinen Untaten überraschen und es bei der Wurzel packen 😉

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