Donnerstag, der 4. Juni, war in Hessen ein Feiertag – Fronleichnam. Er fiel in diesem Jahr in unseren Frühjahrsurlaub. Als Einkaufstag war er damit also ohnehin nicht zu gebrauchen, so war er natürlich für einen Wandertag wie geschaffen. Allerdings sollten wir uns gut überlegen, wohin wir unsere Schritte lenken würden. Am besten wäre ein Ziel, an dem man sich trotz vieler Menschen, weil vielleicht alle die gleiche Idee haben, nicht bedrängt fühlt. Da herrliches Wetter angesagt war, würden mit Sicherheit nicht nur wir Silberdistels unterwegs sein.

Panorama - von der Wasserkuppe aus aufgenommen

Panorama – von der Wasserkuppe aus aufgenommen

Die Wasserkuppe könnte durchaus eine gute Wahl sein, auch wenn wir sie gerade erst besucht hatten. Aber wie heißt es so schön? Viele Wege führen nach Rom, so auch hinauf zum Berg der Flieger.

Bis hoch zur Wasserkuppe gibt es, nutzt man den Wanderweg über den Guckaisee, immer wieder hübsche Aussichtspunkte

Bis hoch zur Wasserkuppe gibt es, nutzt man den Wanderweg über den Guckaisee, immer wieder hübsche Aussichtspunkte

Vom Guckaisee aus gibt es einen sehr schönen Wanderweg, der unterwegs herrliche Aussichtspunkte zu bieten hat. Ausgangspunkt für unsere Wanderung könnte der Parkplatz am Guckaisee sein. Als wir dort schließlich um kurz nach 12.00 Uhr eintrafen, herrschte schon fast Parkplatzknappheit und wie wir wenig später sahen, hatten sich am Guckaisee, dem einzigen natürlich entstandenen See der Rhön, bereits viele Sonnenhungrige niedergelassen.

Ein Teil des Guckaisees ist unterwegs noch einmal gut vom Wanderweg aus zu sehen

Ein Teil des Guckaisees ist unterwegs noch einmal gut vom Wanderweg aus zu sehen

Aber für uns war kein Badetag, wir wollten hoch zur Wasserkuppe und noch einmal die wundervolle Fernsicht dort oben genießen. So ließen wir den See links liegen und wanderten bergauf.

Wiesen und Viehweiden prägen die Landschaft um uns

Wiesen und Viehweiden prägen die Landschaft um uns

Die Landschaft unterwegs ist geprägt durch zahlreiche Wiesen und Viehweiden und war gerade jetzt ausgesprochen hübsch anzusehen, da alles in voller Blüte stand.

Die Kälbchen sind im hohen Gras und zwischen den bunten Wiesenblumen oft kaum zu sehen

Die Kälbchen sind im hohen Gras und zwischen den bunten Wiesenblumen oft kaum zu sehen

Die Rinder, die in so mancher Wiese versteckt in der Sonne lagerten, zauberten die schönsten Postkartenblicke in die Landschaft. Meine Fotografenaugen haben natürlich wieder viel Schönes entdeckt, was sich mitzunehmen lohnte. Nicht nur bunte Blumenvielfalt und hübsche Kuhaugen, sogar kleine Kälbchen waren zu sehen. Man musste allerdings schon sehr genau hinschauen, um die Minirinder zu entdecken. Oft verschwanden sie fast ganz im hohen Gras.

Von nun an ist der große Fußball - das Radom - auf der Wasserkuppe nicht mehr zu übersehen

Von nun an ist der große Fußball – das Radom – auf der Wasserkuppe nicht mehr zu übersehen

Nachdem das letzte Stückchen Anstieg geschafft war, konnten wir die Wasserkuppe nun wirklich nicht mehr verfehlen, selbst wenn wir diesen Weg noch nie gegangen wären. Der Riesenfußball, das Radom, ein Überbleibsel aus der militärischen Zeit des Berges, war als guter Zielpunkt einfach nicht mehr zu übersehen.

Ein paar Meter Anstrengung braucht es noch, bis wir den Fußball erreicht haben

Ein paar Meter Anstrengung braucht es noch, bis wir den Fußball erreicht haben

Aber bevor man endlich vor dem Ball steht, muss man sich noch ganz schön oft die Schweißperlen aus dem Gesicht wischen, denn der Anstieg bis dort oben ist nicht ohne. Wir sahen übrigens schon aus der Ferne, dass auf der Wasserkuppe wirklich viel Betrieb war. Aber wir hatten es ja bereits vermutet.

An diesem Tag schaut es wieder wie ein Bikertreffen auf der Wasserkuppe aus

An diesem Tag schaut es wieder wie ein Bikertreffen auf der Wasserkuppe aus

Natürlich hatten nicht nur Wanderer wie wir, Radler und Autotouristen diesen freien und herrlich sonnigen Tag für einen Ausflug auf den Berg genutzt, auch Motorräder gab es wieder sehr zahlreich zu sehen. Mein Herr Silberdistel umrundete unter anderem begeistert ein schickes Beiwagengespann.

Auch die Modellflieger haben bei diesem schönen Wetter Flugtag

Auch die Modellflieger haben bei diesem schönen Wetter Flugtag

Nach einem kleinen Imbiss mit einem Eis als Dessert schlenderten wir zurück zum höchsten Punkt der Wasserkuppe und bewunderten unterwegs noch einige gar nicht so kleine Segelflugmodelle.

Sogar eine lebensecht aussehende Besatzung sitzt in den Modellfliegern

Sogar eine lebensecht aussehende Besatzung sitzt in den Modellfliegern

Erstaunt sah ich, dass so ein Modellflugzeug sogar mit einer lebensecht ausschauenden eigenen Besatzung fliegt. Ich fand, die Burschen in dem Modellflieger sahen verdammt gut aus.

Ganz schön riesig, dieser Fußball

Ganz schön riesig, dieser Fußball

Schließlich umrundeten wir noch einmal den aus der Nähe nahezu überwältigend großen Fußball, …

Den Gleitschirmfliegern zuzuschauen, macht immer wieder Spaß

Den Gleitschirmfliegern zuzuschauen, macht immer wieder Spaß

… schauten den Gleitschirmfliegern noch ein Weilchen zu …

Einfach fantastisch, wie weit man von der Wasserkuppe aus bei klarem Wetter schauen kann

Einfach fantastisch, wie weit man von der Wasserkuppe aus bei klarem Wetter schauen kann

… und bewunderten nicht das erste Mal den fantastischen Ausblick, den der Berg von hier oben bietet.  Genug geschaut. Wir hoffen sehr, dass wir diesen schönen Blick noch oft im Leben werden genießen können. Aber für dieses Mal nahmen wir Abschied von der Wasserkuppe und ihrer wundervollen Landschaft. Unser nächstes Ziel war nun wieder der Guckaisee, dieses Mal auf einer Wanderroute, die wir bisher noch nicht kannten und die uns recht steil wieder ins Tal hinabführte. Auf dem letzten Stück landeten wir leider auf einer Straße, die sich mit ihrem geschotterten Belag nicht gerade als wandererfreundlich auszeichnete. Trotz guten Schuhwerks leisteten wir uns immer wieder kleine Ausrutscher. Aber was soll’s, letztendlich kamen wir gut und heil unten an.
Am Guckaisee war inzwischen Hochbetrieb und wahrscheinlich würde es am Abend viele sonnenverbrannte Körper geben. Einige der Sonnananbeter sahen schon jetzt einem gekochten Krebs recht ähnlich.

Für Diaschau eines der Bilder anklicken!

Kommentare
  1. Winnie sagt:

    Danke für den Spaziergang ❤

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  2. kowkla123 sagt:

    da wäre ich gerne dabei gewesen, liebe Grüße aus dem Norden Deutschlands

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  3. Morgentau sagt:

    Ja, der Juni war noch richtig schön grün und wiesenblumig … seufz. Herrliche Fotos, liebe Silberdistel. Ich blicke auch etwas wehmütig auf diese Zeit zurück …

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    • Silberdistel sagt:

      Wir waren auch genau noch zur richtigen Zeit dort in der Rhön, liebe Frau Morgentau. Einige Tage später war bereits ein Teil der wunderhübschen Wiesen gemäht 😦
      Wir hier im Norden hatten es den Sommer über eigentlich durchaus recht grün. Da fielen immer mal zur rechten Zeit ein paar Regentropfen vom Himmel. Ich denke, Ihr seid wesentlich schlechter dran gewesen.
      Liebe Abendgrüße an Dich

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  4. Wunderschöne Landschafts- und Naturbilder. Liebe Grüsse Ernst

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