Ab und zu sollte es hier ja mit dem einen oder andern Bericht aus unserem diesjährigen Frühjahrsurlaub weitergehen. Am Tag nach meinem Bachstelzenerlebnis, ich hatte hier darüber berichtet, hatten wir Silberdistels eine Wanderung zur Milseburg, der „Perle der Rhön“, wie dieser Berg auch gern genannt wird, geplant. Der Sage nach soll in dem Berg ein Riese begraben sein. Wer mehr darüber wissen möchte, der kann hier gern darüber nachlesen. Die Milseburg ist mit ihren 835 Metern über dem Meeresspiegel und ihrer markanten Gestalt einer der schönsten und bekanntesten Berge der Rhön.

Panoramablick von der Milseburg aus hinüber zum Wasserkuppenmassiv

Vom Gipfel aus hat man einen fantastischen Fernblick. Bei klarem Wetter kann man bis zum Wasserkuppenmassiv, dem Berg der Flieger, hinüberschauen. Oft schon haben wir auf dem Gipfel gesessen und die unermessliche Weite auf uns wirken lassen.

Dort soll es an diesem Tag hingehen - zur Milseburg

Dort soll es an diesem Tag hingehen – zur Milseburg

An unserem Milseburg-Wandertag hatten wir recht lange geschlafen. Es war bereits 3/4  9 Uhr, als ich die Augen aufschlug. Entsprechend spät sind wir natürlich auch erst zum Riesen Mils unterwegs gewesen, denn ein ausgiebiges Frühstück ließen wir uns trotz des schon reichlich vorangeschrittenen Vormittags nicht nehmen. So standen wir kurz nach 12.00 Uhr auf dem Parkplatz vom „Grabenhöfchen“, einer Gaststätte, in der wir uns bei früheren Ausflügen schon so manches Eis und so manchen leckeren Kuchen haben munden lassen. Aber erst einmal waren wir noch satt und zufrieden vom reichlichen Frühstück, sodass wir die Gaststätte im wahrsten Sinne des Wortes einfach unbeachtet links liegen lassen und uns auf in Richtung Milseburg machen konnten. Der Weg rechts des „Grabenhöfchens“ führt bis zur Milseburg erst ein ganzes Stückchen am  Waldrand entlang und später direkt durch den Wald weiter. Er ist, da er bis zum Fuße der Milseburg kaum nennenswerte Steigung aufweist, ein recht angenehmer Weg durch ein Stückchen wunderhübsche Natur.

Überall gibt es Hübsches zu entdecken - hier Ehrenpreis

Überall gibt es Hübsches zu entdecken – hier Ehrenpreis

So gab es für mich und meine Kamera natürlich auch wieder viel zu entdecken, sodass die Zeit mit den zahlreichen hübschen Motiven fast wie im Fluge verging.

Der Anstieg auf die Milseburg hat es in sich

Der Anstieg auf die Milseburg hat es in sich

Das Beste kommt zum Schluss, sagt man mitunter. So auch hier. Bisher war es ein recht gemütlicher Weg, doch jetzt bekam der Kreislauf ordentlich zu tun. Es ging steil nach oben. Der Milseburganstieg hat es durchaus in sich. Aber schließlich hatte auch ich den steilen Anstieg hoch auf den Berg gemeistert. Mein Herr Silberdistel war mir natürlich schon wieder weit vorausgeeilt.

Während ich noch damit beschäftigt bin, wieder zu Atem zu kommen, kommt bereits die Verpflegung, die mich sicher wieder zu Kräften bringt

Während ich noch damit beschäftigt bin, wieder zu Atem zu kommen, ist bereits die Verpflegung da, die mich sicher wieder zu Kräften bringt

Als ich endlich ziemlich atemlos oben ankam, hatte mein Herr und Meister bereits einen Tisch besetzt und fragte, ob ich ebenfalls eine Bratwurst wollte. Natürlich wollte ich.

Der Blick vom Berg entschädigt für den schweißtreibenden Aufstieg

Der Blick vom Berg entschädigt für den schweißtreibenden Aufstieg

Nachdem die Bratwurst vertilgt war und ich mich auch gleich wieder etwas kräftiger fühlte, kraxelten wir noch auf den höchsten Punkt der Milseburg. Im Gegensatz zu den Ausflügen in anderen Jahren hielten wir es dieses Mal allerdings dort oben nicht allzu lange aus. Der Wind war unangenehm stark und frisch. Einige Fotos mussten aber unbedingt sein. So würden wir auch am Abend noch einmal am Laptop den sagenhaften Ausblick zurückholen können, ohne dabei gleich erfrieren zu müssen. Genug geknipst, auf zu neuen Taten! Also kraxelten wir wieder hinunter von des Riesen Mils‘ letzter Ruhestätte und machten uns auf den Weg zum „Eselsbrunn“, einem Jausenhof, der uns schon oft mit seinem leckeren  Walnuss-Apfelkuchen angelockt hatte. So ging es zunächst steil bergab und dann über den Malerweg, über den ich hier im vergangenen Jahr bereits berichtet hatte, und über die Poppenhausener Kunstmeile, die inzwischen meinen langjährigen Lesern ebenfalls ein Begriff sein sollte, unserem ersehnten Kaffeenachmittag entgegen.

Das hätte uns der

Das hätte uns der „Eselsbrunn aber nun wirklich nicht antun dürfen

Das Wasser lief uns bereits voller Vorfreude auf unseren Lieblingskuchen im Munde zusammen. … und dann das – ein Schildchen, das enttäuschender nicht ausfallen konnte. Wie kann uns der „Eselsbrunn“ das nur antun? Eine Familienfeier! Wir sind ohne Kuchen und der Eselsbrunn feiert! Irgendwie verhext!

Wenn mal nicht die Rhönhexe bei den beiden Schließtagen die Finger im Spiel hatte

Wenn mal nicht die Rhönhexe bei den beiden Schließtagen die Finger im Spiel hatte – der Hexenkünstler ist Elmar Baumgarten

Im Grunde kein Wunder, die Rhönhexe stand ja auch fast vor der Tür des „Eselsbrunn“. Sicher war ihr langweilig auf ihrem Baumstamm und dem dürren Ziegenbock und so hatte sie ein wenig herumgehext und der Familie des „Eselsbrunn“ eingeredet, genau jetzt, wo wir uns auf den hausbackenen leckeren Kuchen freuten, eine Familienfeier einzuplanen. Aber die Rechnung hatte die Hexe ohne den Wirt vom „Grabenhöfchen“ gemacht. Er war uns nämlich nicht gram, weil wir sein Gasthaus zu Beginn unserer Wanderung hatten einfach links liegenlassen. So konnten wir der Rhönhexe doch noch ein Schnippchen schlagen und kamen trotz Hexerei noch zu Kaffee und Kuchen – sehr leckerem sogar.

Sehr lecker - diese Erdbeersahnetorte

Sehr lecker – diese Erdbeersahnetorte

Ich ließ mir ein Stückchen köstliche Erdbeertorte munden …

Auch diese Kaffee-Sahne-Torte war nicht zu verachten

Auch diese Kaffee-Sahne-Torte war nicht zu verachten

… und  mein Herr Silberdistel vergnügte sich mit einem Stück Kaffee-Sahne-Torte. Natürlich verkosteten wir unsere Torte kreuz und quer. Schließlich wollte ich mir auch über meines Gatten Torte eine Meinung bilden können. Na, und Herr Silberdistel musste doch ebenso wissen, wie lecker mein rot-weißes Teilchen schmeckte. So vergaßen wir schnell die Enttäuschung über den verpassten Kuchen im „Eselsbrunn“ und die Hexe, die dumme Spielchen mit uns getrieben hatte, sowieso. Das „Grabenhöfchen“ hatte alles wieder wettgemacht und unseren Wandertag zu einem guten Abschluss gebracht. Natürlich haben wir an diesem Tag noch wesentlich mehr Bilder eingesammelt als hier oben zu sehen waren. Wer schauen mag, was uns noch alles vor die Linse gekommen ist, der kann sich jetzt gern auch noch durch die Diaschau hier unten klicken.

Für Diaschau eines der Bilder anklicken!

Kommentare
  1. einfachtilda sagt:

    Na das hat sich ja dann doch gelohnt und so eine Bratwurst könnte ich jetzt auch essen….mal ein anderes Frühstück 🙂
    Wundervolle Bilder !!

    LG Mathilda ❤

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  2. minibares sagt:

    Liebe Silberdistel, wir schlafen auch gern lange.
    Da ist oft der halbe Tag schon rum, lach.
    Ihr seid aber mutig, den weiten Weg da nach oben.
    Und dein GöGa hat dich mit Bratwurst empfangen, wunderbar.
    Die Aussicht ist ja fantastisch. Wasserkuppe, da waren wir auch schon einmal, vor vielen Jahren.
    Die Hexe ist ja cool.
    Gut, dass es noch eine Alternative gab, und ihr doch noch zu eurem Kuchen gekommen seid.
    deine Bärbel

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    • Silberdistel sagt:

      Um die Jahreszeit ist es eigentlich auch egal, wann man loswandert. Ich denke, da kann man ruhig mal ausschlafen. Es ist ja abends relativ lange hell, sodass es nichts macht, wenn man erst spät wieder im Quartier ist.
      Ja, mein GöGa hatte schon für Verpflegung gesorgt – war auch sehr lecker, die Bratwurst 🙂
      Die Wasserkuppe ist auch immer wieder schön. Dort waren wir in der Woche ebenfalls noch. Die wäre auch für Dich keine Problem, da man auch mit dem Auto hochfahren kann.
      Wir hatten uns soooo auf den Kuchen dort im Eselsbrunn gefreut. Man sitzt dort auch sehr schön und kann vom Draußensitzplatz auch ganz weit in die Ferne schauen. Aber was soll’s, eine Familienfeier muss eben auch mal sein 😀
      Liebe Grüße an Dich

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  3. Frau Hummel sagt:

    Das Panoramabild ist besonders schön, finde ich. Die Gegend würde mir auf jeden Fall auch gefallen, aber das hatte ich Dir schon mal geschrieben. Zwei Tage Familienfeier? Na, der zweite Tag war sicher zum Ausnüchtern gedacht 😉 . Ihr lasst es Euch aber wirklich gutgehen, so muss Urlaub sein. Ich schau mir jetzt noch ein wenig die Bilder an. Dir wünsche ich einen schönen Abend. Es hat grad angefangen zu regnen, ich habe die Fenster geöffnet und ich genieße die frische Luft und die Ruhe. Sei lieb gegrüßt ♥

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    • Silberdistel sagt:

      Regen? Hier sind nur hübsche Schäfchenwolken zu sehen.
      Ich wunderte mich auch über die zwei Tage, aber vielleicht war es ja auch eine Hochzeit. Dafür braucht man halt mehr Zeit 😉
      Urlaub ist doch dazu da, dass man es sich gutgehen lässt, oder? Jedenfalls sehen WIR den Urlaub in der Regel so.
      Liebe Grüße zurück und auch Dir einen schönen Abend ❤

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  4. Morgentau sagt:

    Ach, wie schön, hier gibt es wieder was zum Träumen für mich. Aber jetzt warten erstmal andere Träume auf ihr Recht, deshalb komme ich nochmal wieder, liebe Silberdistel.

    Ich wünsch dir eine gute Nacht und ebenfalls angenehme Träume

    mit einem lieben Nachtgruß
    von Frau Morgentau

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  5. kowkla123 sagt:

    Liebe SIlberdistel, es war ein toller Reisebericht, super schön in BIld und Text, liebe Grüße, Klaus

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