… zumindest für uns Silberdistels.

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Vor einigen Tagen haben wir unseren Frühstücksplatz wieder in den Wintergarten verlegt.

Unser Blick vom Frühstückstisch aus in den Garten

Unser Blick vom Frühstückstisch aus in den Garten

Dort können wir während des Frühstücks nicht nur die Morgensonne genießen, wir können auch die Fortschritte des täglich grüner und bunter werdenden Gartens miterleben, …

Herr Amsel im Garten unterwegs

Herr Amsel im Garten unterwegs

… die Vögel bei ihrer Suche nach Käfern, Würmern und Körnern beobachten, Herrn Amsel beim Singen seines Frühlingsliedchens zuhören und dem fröhlichen Gezwitscher der Spatzen lauschen.

Grünfinken am Futterhaus

Grünfinken am Futterhaus

Noch steht das Futterhäuschen an seinem Platz und ein paar Körnchen werden auch allmorgendlich noch nachgefüllt. Neben den Spatzen und Amseln sind auch Grünfinken, Meisen, Rotkehlchen, Buchfinken und immer wieder einige seltenere Gäste zu beobachten. Die Futterreserven in der Vorratskammer der Silberdistel sind allerdings fast aufgebraucht.

Auch das Rotkehlchen holt sich noch jeden Morgen sein Frühstück ab

Auch das Rotkehlchen holt sich noch jeden Morgen sein Frühstück ab

Dem Vertilgen der letzten kleinen Leckerbissen durch die flauschigen Federbälle werden wir während unseres Frühstücks auf jeden Fall begeistert beiwohnen und uns andererseits über die lustigen kleinen Zwistigkeiten unter den gefiederten Gartengästen amüsieren.

Der Kater beim allmorgendlichen Gartenrundgang

Der Kater beim allmorgendlichen Gartenrundgang

Unsere beiden Pelzträger leisten uns natürlich jeden Morgen Gesellschaft und schauen mindestens ebenso gern den durch den Garten flatternden Vögeln zu wie wir Menschen. Manchmal müssen sie aber auch etwas genauer schauen und sich direkt an den Ort des Geschehens begeben.

Vom sicheren Platz im Baum aus wird auf die Katzen geschimpft

Vom sicheren Platz im Baum aus wird auf die Katzen geschimpft

Dann bricht in der Regel eine gewaltige Schimpftirade unter der bunten Vogelschar los und das Federvolk spritzt in alle Himmelsrichtungen davon, um aus sicherer Höhe von Baum und Strauch aus weiter erbost auf die pelzigen Störenfriede  zu schimpfen. Gewöhnlich nervt das die Katzen, aber sie tun natürlich so, als würden sie über den Dingen stehen und die Schimpferei überhaupt nicht bemerken.

Was interessieren uns Katzen schon die dummen Vögel dort im Garten. Das haben wir gar nicht nötig!

Was interessieren uns Katzen schon die dummen Vögel dort im Garten. Das haben wir gar nicht nötig!

Mit betont gelangweiltem Blick kommen sie dann zu uns, um sich lässig und an der Vogelschar scheinbar völlig desinteressiert in unserer Nähe niederzulassen. So können die siegreichen und stolz vor sich hinblickenden Federbälle wieder ihrer magenfüllenden Beschäftigung nachgehen.
Natürlich flattern nicht nur Vögel in unserem kleinen Gärtchen umher, mitunter verirrt sich auch jetzt, obwohl es doch immer noch recht frisch war, ein Käferchen in unser Frühstückszimmer. Solch einen Gast kann die Silberdistel natürlich nicht ungeschoren davonkommen lassen. Verwundert schaut Herr Silberdistel eines Morgens seiner Gattin hinterher, als diese plötzlich und scheinbar völlig unmotiviert hurtig im Haus verschwindet. „Wo will sie nur hin?“, staunt der Herr des Hauses. Wenig später steht die Silberdistel wieder im kleinen Gartenzimmer, ihr Lieblingsspielzeug, die Kamera, in der Hand und schaut suchend über den Tisch.

Fotografiert die Silberdistel die Tischdecke?

Fotografiert die Silberdistel die Tischdecke?

Dann hockt sie sich hin und fotografiert die Tischdecke … Oder was gibt es dort zu sehen? Erst als Herr Silberdistel ganz intensiv den Bereich vor der Kamera absucht, entdeckt er das kleine gelbe Käferchen. „Aha“, denkt er, „jetzt bricht nicht nur eine schöne Zeit an, jetzt bricht auch wieder eine aufregende Zeit an. Die Zeit der Makrofotografie hat begonnen.“ Lächelnd schaut er auf das kleine Käferchen, das über den Fototermin so ganz anders denkt als Herrn Silberdistels Gattin.

Ungewollt liegt das kleine Krabbeltier plötzlich auf dem Rücken

Ungewollt liegt das kleine Krabbeltier plötzlich auf dem Rücken

Uuups, als das kleine Krabbeltier sanft von der aufregend gefärbten Tischdecke auf das helle Platzdeckchen zurück komplimentiert wird, landet es überraschend auf dem Rücken und strampelt aufgeregt mit den kleinen Beinchen. Vorsichtig verhilf ihm die Silberdistel wieder auf die sechs winzigen Füßchen und schon rennt der gelbe Winzling in einem Affenzahn erneut auf das rotkarierte Fusselteil zu. Lernfähig scheint der Kleine so gar nicht zu sein, denn auf der Stoffdecke kommt er viel schlechter voran, als auf dem glatten Plastikdeckchen.

Das rotkarierte Tuch scheint sehr anziehend auf das winzige Krabbeltier zu sein

Das rotkarierte Tuch scheint sehr anziehend auf das winzige Krabbeltier zu sein

Na gut, die Silberdistel lässt ihm seinem Willen und versucht trotzdem Bild auf Bild. … und dann hat er genug von dem ihm aufgezwungenen Fotoshooting und will nun unter Benutzung seiner Flügel entfliehen. Aber irgendwie ist die fusselige Decke ein echtes Ärgernis und er bleibt beim ersten Versuch einfach an einem Fädchen hängen. Aber beim nächsten Start glückt endlich die Flucht vor der Kamera und dann hat die Silberdistel plötzlich nur noch ein rotkariertes Bild im Sucher.

...und fort ist der winzige Frühstücksgast

…und fort ist der winzige Frühstücksgast

Sie hofft, dass trotz der hektischen Krabbelei des Mini-Models das eine oder andere passable Foto dabei ist. Der kleine Krabbelmann nennt sich übrigens Zweiundzwanzigpunkt-Marienkäfer und er ist wirklich winzig, auch wenn er hier ganz groß rauskommt. Die kleinen Karos der Tischdecke sind nur 3×3 mm groß. Ich denke, das gibt eine ganz gute Vorstellung von der eigentlichen Größe des Käferchens. Dieser Zwerg unter den Marienkäfern wird nämlich nur 3 bis 4,5 mm lang. Wir Gärtner sollten ihn übrigens ganz besonders gern haben. Er ernährt sich nämlich von echtem Mehltau, der unseren Lieblingsgartenblumen oft das Leben ganz gewaltig schwermacht. Da ist doch so ein kleines postgelbes Helferchen im Garten gar nicht so übel, oder?

Für Diaschau eines der Bilder anklicken!

Kommentare
  1. Arabella sagt:

    So ein zauberhafter Ort…da muss es köstlich schmecken…:-)

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  2. Sehr schön bildlich eingefangen, den kleinen Kerl – tolle Fotos :-). LG Birthe

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  3. giselzitrone sagt:

    Einen schönen Freitag liebe Silberdistel so einen gelben Käfer habe ich ja noch nie gesehen.sieht fast wie ein Marienkäfer aus.Wünsche dir ein sonniges schönes Wochenende lieber Gruß Gislinde

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    • Silberdistel sagt:

      Dankeschön, liebe Gislinde 🙂 Ich denke, diese gelben Marienkäfer sieht man auch nicht ganz so häufig wie die roten. Außerdem sind sie ja soooo klein, dass sie einem ohnehin eher selten auffallen dürften. Hätte er nicht mit uns frühstücken wollen und wäre plötzlich auf meinem Deckchen herumgekrabbelt, dann hätte ich ihn sicher auch gar nicht bemerkt.
      Auch Dir ein wundervoll sonniges Wochenende und liebe Grüße an Dich

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  4. minibares sagt:

    Liebe Silberdistel, erst einmal die Vögel, wie die Spatzen da gemeinsam MIT der Drossel auf die Katzen schimpfen, herrlich, die Aufnahme.
    Und immer noch kommt Rotkehlchen zum Frühstück..
    Das Erlebnis mit dem Vielpunktkäfer ist schon erstaunlich, sie er da so hängen bleibt, super, der Flugversuch.
    Danke für diesen Genuss der Natur.
    deine Bärbel

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  5. kowkla123 sagt:

    super, wie du das alles wieder gestaltet hast, sehr schön, alles Gute, Klaus

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  6. Einen ähnlichen Ausblick haben wir jetzt gerade während unserer Renovierungstage im Emsland genossen. Der Blick auf unseren neuen Gartenteich hat absolut beruhigende Wirkung. LG – bis bald – Elke

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    • Silberdistel sagt:

      Oh ja, einen Gartenteich im Blickfeld zu haben, das ist sicher auch wunderschön. Na, dann *daumendrück*, dass Ihr schnell mit allen Renovierungsarbeiten durch seid, damit Ihr das neue Heim bald so richtig schön genießen könnt.
      LG auch an Dich

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  7. nixe sagt:

    Liebe Silberdistel, ihr habt es wirklich sehr schön auf eurem Frühstücksplatz, ihr thront sozusagen mitten in schönster Natur, toll. So viel Federbälle, die du fantastisch aufs Bild gebracht hast. Schööön…die Amsel….hach, und auch das Käferlein ….sehr gelungen dein Beitrag, ein Augenschmaus par excellence.
    Ganz liebe Abendgrüße von I. Nixe

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    • Silberdistel sagt:

      Ja, liebe Nixe, wir sind sehr froh, dass wir diesen Platz haben. Er ist wind- und regengeschützt und doch ist man im Grünen und kann die Natur hautnah erleben. Die Federbälle haben sich an uns gut gewöhnt und kommen trotz unserer Anwesenhiet in den Garten, so dass es für uns immer viel zu sehen gibt und wie man sieht, landet so mancher Flieger zur noch besseren Begutachtung sogar direkt auf unserem Frühstückstisch 😉
      Danke für Deinen lieben Kommentar und herzliche Montagabendgrüße an Dich

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  8. Pauline sagt:

    Ich wünsche Dir den vollen Genuß in Deinem schönen Aussichtsplatz, mit all den Federbällen und Deinen wunderschönen Pelzträgern um Dich herum und ab und an ein wenig Gekrabbel zur Unterhaltung 😆
    Sei von ganzem Herzen gegrüßt von der ♥ Pauline ❤ ❤

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  9. katerchen sagt:

    Hallo liebe Silberdistel
    dieser GELBE ist wirklich winzig..Kompliment an den Fotografen,denn STILL sitzt so ein Winzling NIE.
    Wintergarten..schön wenn man ihn nun nutzen kann..und die Natur rudherum nun FAST Hautnah erlebt
    LG zum Wochenende vom katerchen

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    • Silberdistel sagt:

      Ich glaube, liebes Katerchen, eben weil der Gelbe so winzig ist, übersieht man ihn so oft. Er saß keine Sekunde still. Er war ein echt anstrengendes Model, aber dennoch war ich wohl manchmal fast schnell genug mit der Kamera. Es hat andererseits auch ein wenig Spaß gemacht mit dem winzigen Spurter.
      Ja, dieser schöne Sitzplatz ist wirklich viel wert. Über Sommer brauchen wir fast nichts anderes. Da findet unser Leben dort statt.
      Liebe Grüße und eine gute neue Woche

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  10. Schön, dass ihr den Wintergarten wieder als Frühstücksort nutzen könnt! Das ist ja fast, wie direkt im Garten sitzen. Ich habe sehr über das Foto geschmunzelt, auf dem Spatz und Amselmann aus sicherer Position über die Katzen schimpfen. Sehr ausdrucksstark! ^^
    Es ist ja hochinteressant, was du über deinen kleinen Tischgast mit den vielen Punkten schreibst! Zum einen danke für den Hinweis über die Größe! Ich hätte ihn sonst wirklich etwas größer eingeschätzt. Zum anderen bin ich schwer beeindruckt, dass er dem Mehltau zu Leibe rückt! Seine roten Kumpel sind ja immer schon bei Blattlausbefall die Helden, aber die kleinen gelben Käferchen als Ergänzung in den Garten zu locken, ist wohl auch nicht verkehrt.

    Sehr schöne Fotos und ein ebenso schöner Bericht dazu! Vielen Dank dafür und von mir nun noch die besten Wünsche für ein sonniges und entspanntes Wochenende!

    LG Michèle

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    • Silberdistel sagt:

      Ja, dieser Wintergarten ist wirklich wunderschön, eben weil man trocken und windgeschützt sitzen kann und dennoch ist es fast wie in der freien Natur und wenn die Zeit da ist, in der es warm genug ist, dann IST es voll und ganz in der freien Natur – mit allen wundervollen Sommerdüften und -geräuschen. Andererseits kann man wiederum unliebsame Geräusche und Düfte auch aussperren 😉
      Die Vögel hier im Garten sind mit den Ausgehzeiten unserer Katzen wohl inzwischen sehr vertraut und sie kennen auch die Eigenheiten unserer pelzigen Mitbewohner. Da gibt es kaum mal gefährliche Situationen für die Vögel.
      Das Käferchen war ein netter Besuch. Bis dahin wusste ich auch gar nicht, dass sich diese Winzlinge von echtem Mehltau ernähren. So lernt man immer noch dazu, sogar fast nebenher beim Frühstück 😀
      Danke für Deinen lieben Kommentar und herzliche Grüße an Dich

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  11. kowkla123 sagt:

    herzliche Grüße, Klaus

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