Als wir Silberdistels nach dem Rhönrundflug, über den ich hier am Montag berichtet hatte, wieder in unserem Ferienort eintrudelten, hatten wir eigentlich genug Aufregung hinter uns. So gedachten wir, den Rest des Tages angenehm ruhig und gemütlich zu gestalten. Schließlich war zumindest für Herrn Silberdistel der Tag anstrengend genug gewesen. Andererseits hatten wir neben dem gut überstandenen Flugerlebnis noch eine andere Kleinigkeit zu feiern. Ein leckerer Kuchen könnte da durchaus angebracht sein und ein ordentlicher Kaffee oder Cappuccino dazu würde die Sache durchaus rund machen. So hielten wir noch kurz, bevor wir unsere Ferienwohnung aufsuchten, beim örtlichen Supermarkt, um dem kleinen dazugehörigen Bäckerladen zu ein wenig Umsatz zu verhelfen.
Erinnert Ihr Euch noch an diese aufregenden Fußballtage, die auch an uns Silberdistels nicht so ganz spurlos vorüber gegangen sind, speziell an jenen Tag, als ich dem hübschen Süd-Amerikaner verfiel? Ja? Na fein, denn genau an diesem Tag, als ich neben dem Rhönrundflug auch noch das hinreißende Erlebnis mit diesem zauberhaft ausschauenden Südländer hatte, stolperten wir Silberdistels doch richtiggehend noch über etwas anderes – nämlich über unseren Traumwagen. So wollte man uns jedenfalls suggerieren.

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Immerhin stand es dort in großen Lettern über dem Parkplatz der kleinen Wagen. Hätte man uns nicht mit der Nase drauf gestoßen, nie im Leben wäre uns eingefallen, dass ein solches Gefährt zu unserem Traumwagen werden könnte.

Traumwagen01

Aber schick sah er schon aus, ein durchaus modernes Design. Es gab ihn sogar in mehreren Farben. Man konnte ihn in silberfarben, sogar in hinreißend leuchtendem Postgelb …

Traumwagen02

… oder aber in feuerwehrroter Lackierung haben. Dazu passend für jedes Modell ein in wundervollem Rot formvollendet gestyltes rutschfestes Lenkrad. Doch, dieser kleine Renner hatte schon etwas. Kurzentschlossen entschied ich mich zu einer kleinen Testfahrt mit dem postgelben Modell. Das hatte es mir irgendwie angetan.

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Die individuelle Ausstattung, die wir dann drinnen im Traumwagencenter erhalten sollten, sagte uns durchaus zu, nur der Wagen an sich, der war dann doch ein wenig zu winzig für unsere Fahrten durch die Rhön. Es war halt nur ein Wagen für eine Person, mehr ein Single-Wagen, so gar nicht für zwei die Bequemlichkeit liebende gestandene Herrschaften geeignet, und die Lenkung unseres Testwagens ließ dann doch so ziemlich zu wünschen übrig.  Ständig hatte er einen leichten Linksdrall. So etwas kann auf die Dauer nicht gutgehen. Man wird doch nicht stets und ständig irgendwo anecken wollen. Gerade ein Traumwagen sollte durchaus ein besseres Fahrverhalten haben. Ja, und dann die Bremse … Von einer Bremse war weit und breit nichts zu entdecken. Die sollte für einen gebirgstauglichen Wagen doch wohl wenigstens vorhanden sein. Nein, das war nicht UNSERE Vorstellung von einem Traumwagen, auch wenn mir das Postgelb durchaus zusagte. Einen postgelben Traumwagen fährt halt doch nicht jeder. Ein hübscher sportlicher Flitzer wär es schon. Naja, aber die technischen Details wären dann wohl doch wichtiger, wie mir mein Herr Silberdistel erklärte. Also, nichts da mit dem Traumwagen … Aber Herr Silberdistel tröstete mich damit, dass ich mir doch gern öfter einmal einen dieser netten Flitzer ausleihen könnte. Das hätte außerdem den Vorteil, dass ich auf diese Weise auch noch die feuerwehrrote und ebenso die silberfarbene Farbvariante ausgiebig testen könne. Dieser Gedankengang fand schließlich durchaus mein Wohlgefallen.

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So landeten wir nach der Testfahrt mit unserem postgelben Mobil vor dem Bäckerstand. Ja, und da erblickte ich dann diesen traumhaften Süd-Amerikaner. Fast im selben Moment hatte mein Herr Silberdistel sich mit einer zauberhaft ausschauenden Lady in Red angefreundet. So wurde der Traumwagen in rasanter Geschwindigkeit uninteressant. Wir widmeten unsere ganze Aufmerksamkeit dem Süd-Amerikaner und der schicken Lady, parkten den sogenannten Traumwagen wieder in seiner Garage und machten uns voller Freude auf den Weg zu unserem Kaffeeparadies Ferienbalkonien.

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Zusammen mit dem zauberhaften Süd-Amerikaner und seiner hübschen rotgewandeten Begleiterin hatten wir dann noch einen sehr netten und angenehmen Nachmittag.

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Da blieben für den Tag eigentlich keine Wünsche mehr offen.

Kommentare
  1. minibares sagt:

    Hach, was für ein toller Bericht,
    Sogar über Einkaufswagen kann man einen spannenden Post fabrizieren, herrlich!
    Euer schwarzrotgoldenes Kaffee-Vergnügen ist immer noch genial.
    Danke für diese tolle Geschichte, hat echt Spaß gemacht, sie zu lesen.
    Liebe Grüße Bärbel

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  2. ann53 sagt:

    Ist ja super liebe Silberdistel, so hab ich mir meinen Traumwagen auch immer vorgestellt! 😀
    Klasse und sehr interessant dazu berichtet, was braucht man mehr! 😉
    Liebe Grüße und einen superschönen fröhlichen Tag wünsche ich dir von Herzen ❤

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  3. kowkla123 sagt:

    man muss eben auch bei Bildern immer die richtigen Worte finden, bei dir scheinbar kein Problem, schönen Donnerstag, Klaus

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  4. nixe sagt:

    Tolle Geschichte, liebe Silberdistel, deswegen auch ein Traumwagen, weil der Kofferraum groß genug ist…so such ich mir mein Wägelchen auch aus. Wenig Spritverbrauch und umweltverträglich – Bravo!
    Ganz liebe Grüße von der Nixe 🙂

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    • Silberdistel sagt:

      Ja, also vom Spritverbrauch ist der kleine Traumwagen einfach unschlagbar. Das hätte ich noch erwähnen sollen, danke für diesen Hinweis, und eine Umweltplakette kriegt er völlig problemlos. Ja, das sind alles so Dinge, an die man denken muss, wenn man nach einem neuen Wägelchen Ausschau hält. Ich sehe, wir verstehen uns 😉
      Ganz liebe Grüße auch an Dich

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  5. Morgentau sagt:

    Liebe Silberdistel,

    sei mir nicht bös, irgendwie ist heute kein Platz mehr in meinem Kopf. Ich komme nochmal wieder, um deinen sicher wieder höchst interessanten und unterhaltsamen Eintrag zu lesen und zu genießen.

    Aber einen lieben Gruß, den wollte ich dir unbedingt vorbeibringen,

    Frau Morgentau (nicht mehr ganz taufrisch) 😉

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    • Silberdistel sagt:

      Danke für den lieben Gruß, liebe Frau Morgentau 🙂 Warum sollte ich böse sein? Hier kann jeder kommen, wie und wann er mag und wenn er mal nicht mag und auch keinen Kommentar dalassen möchte, dann ist das auch okay. Manchmal gibt mein Kopf auch ganz einfach nichts mehr her und dann lass ich ihm schlicht und einfach auch seine Ruhe.
      Also, liebe Grüße zurück an Dich und einen ganz wunderschönen und erholsamen Abend

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