Nach dem Miterleben des aufregenden Abenteuers des kleinen Red in unserem Garten hier im Norden Deutschlands begeben wir Silberdistels uns gedanklich noch einmal zurück in die Bergwelt, die wir unlängst bewandert haben. Wir kehren zurück in unseren Wanderurlaub vom Juni und erinnern uns an einen Ausflug durch eine wundervolle wildromantische Gegend in der von uns so geliebten Rhön. In der Nähe vom Roten Moor findet man den Einstieg in einen Wanderweg, der mitunter recht abenteuerlich zu begehen ist. Als wir ihn vor einigen Jahren entdeckten, hatten wir Mühe, überhaupt noch ein begehbares Stückchen Erde zu finden, denn überall querten sprudelnde Bäche unsere Wanderstrecke oder frisch entstandene Wasserfälle schnitten uns ganz einfach den Weg ab, sodass wir kletternd das Wasserhindernis umgehen mussten. Das Bächlein, das sich hier in der Kaskadenschlucht seinen Weg durch ein herrliches Buntsandsteinbett bahnt, wird mitunter zu einem reißenden Strom, der alles mit sich nimmt, was sich ihm in den Weg stellt. Wie wild es hier mitunter zugehen mag, davon zeugen die teilweise recht zerklüfteten und erodierten rötlich schimmernden Wände der Schlucht.
Dieses Mal zeigte sich das Bächlein allerdings von seiner eher freundlichen Seite – leise gurgelte und plätscherte es, fröhlich in der Sonne glitzernd, durch die kleine Schlucht dahin. Dass es aber auch anders kann, davon haben wir Silberdistels seit unserem ersten Ausflug zur Kaskadenschlucht doch eine gewisse Ahnung. Heute aber gibt es hier ein lieblich rauschendes kleines gutartiges Rinnsal zu sehen, das durchaus auch so ruhig einen gewissen Charme versprüht.

Geflecktes Knabenkraur

Geflecktes Knabenkraut

Dieses Mal haben wir für unsere Wanderung durch die Kaskadenschlucht den Einstieg in der Nähe des Roten Moores gewählt. Begrüßt wurden wir, wie bereits an vielen anderen Stellen in der Rhön, wieder einmal von den uns schon so gut bekannten Orchideen, den hübschen Knabenkräutern.

Die wildromantische Kaskadenschlucht

Die wildromantische Kaskadenschlucht

Wenn man die Kaskadenschlucht vom Roten Moor aus bewandert, läuft man quasi in Fließrichtung des kleinen Wildbaches durch die Schlucht, es geht also bequem bergab. Es gibt so viel Interessantes zu sehen. Die Landschaft macht rundherum einen recht urtümlichen Eindruck. Überall rauscht und plätschert es, Bäume liegen kreuz und quer im Bachbett. Baumwurzeln hängen frei in der Luft. Die Kaskadenschlucht scheint ein unberührtes Stückchen Natur zu sein. Würde man nicht ab und zu über eine Brücke laufen oder irgendwelche Holzstufen erklimmen müssen, würde man glauben, dass die Natur hier der Herr und Meister ist und nur sie selbst in die Gestaltung der Landschaft eingreift. Wenn man in der Rhön ist, dann sollte man die Kaskadenschlucht unbedingt besuchen. Es macht einfach Spaß, dem Lauf des plätschernden Wassers zu folgen, die urige Natur  ringsum zu bewundern, darüber zu staunen, wie die Kraft des Wassers einer Landschaft einen ganz eigenen Stempel aufdrückt, sie formt und gestaltet.

Wir verlassen die Kaskadenschlucht

Wir sind dieses Mal bis fast zum Ende der Schlucht gelaufen, haben dann einen Teil des Weges noch einmal bächleinaufwärts zurückgelegt, um dann an einer Wegkreuzung die wild zerklüftete Gegend in Richtung Wasserkuppe zu verlassen.

Bauergehöft oberhalb der Kaskadenschlucht

Der Wanderweg führt uns ab dem Ausstieg aus der Kaskadenschlucht zunächst über einen Bauernhof, von dem aus uns nicht nur zwei Kätzchen neugierig entgegenschauen, auch ein riesiger Misthaufen macht ungeniert auf sich aufmerksam.

Kätzchen vom Bauernhof oberhalb der Kaskadenschlucht

Nach einem kleinen Kätzchenfototermin geht es dann weiter, immer fröhlich bergauf, durch die für die Rhön so typische Wiesen- und Weidenlandschaft. Überall summt, brummt und flattert es hier. Wieder einmal kann ich nicht umhin, wie die Schmetterlinge von einer Blume zur anderen zu tanzen. Die Kühe auf einer Weide schauen erstaunt zu mir hinüber und fühlen sich wahrscheinlich durch dieses flatterhafte menschliche Wesen ein wenig in ihrer Ruhe gestört, denn dort ist gerade Mittagspause. Ein paar Fotos gestatten sie mir aber trotzdem.

In der Ferne ist die Wasserkuppe zu sehen

In der Ferne ist die Wasserkuppe zu sehen

Bald darauf sehen wir links von uns in der Ferne die Wasserkuppe liegen, im rechten Winkel dazu liegt vor uns schon recht nah das Rote Moor, unser nächstes Ziel. Während Herr Silberdistel schnurstracks auf das Moordorf zuhält, mache ich schnell noch einen kleinen Abstecher zum Moorsee.

Ein Taucherküken auf dem Moorsee am Roten Moor

Ein Taucherküken auf dem Moorsee am Roten Moor

… und ich werde belohnt – eine kleine Zwergtaucherfamilie paddelt fröhlich auf dem See umher. Schade nur, dass sie auf der gegenüberliegenden Seite vom Weiher ihrem Schwimm- und Tauchvergnügen nachgehen. Gern hätte ich besonders den kleinen Nachwuchs etwas deutlicher ins Bild bekommen. Dennoch war es auch aus der Ferne interessant mit anzuschauen, wie das kleine Völkchen gefüttert wurde. Auch das Tauchen wurde von den Kleinen schon fleißig geübt. Irgenwann war dann die gesamte Familie auf Tauchgang – Zeit für mich, meinem Herrn Silberdistel zu folgen. Sicher saß er bereits im Moordorf bei Kaffee und Kuchen.

Was wir sonst noch alles auf unserer Wanderung durch die Kaskadenschlucht und schließlich zurück zum Moordorf, das auch der Ausgangspunkt unseres Ausflugs war, alles entdeckt haben, ist hier unten in der Bildergalerie zu sehen. Viel Spaß beim Anschauen!

Für Diashow eines der Bilder anklicken!

Kommentare
  1. Schöne Fotos. LG. Wolfgang

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  2. Andrea sagt:

    blinzele ich dir zu…..und versinke in den SCHLUCHTEN von der RHÖN……haste mich gesehen??Hab einen guten TAgG HERZLichst ANDREA:))

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  3. ann53 sagt:

    Bin hin und wech von deinen dermaßen geheimnisvoll rüberkommenden Schluchten und Impressionen der Rhön hier liebe Silberdistel! Klasse Aufnahmen und auch wie immer natürlich super dokumentiert!
    Liebe Grüße und ein wunderschönes Wochenende wünsche ich dir von Herzen ❤

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    • Silberdistel sagt:

      Die Kaskadenschlucht ist ein sehenswertes Stückchen Natur. Jetzt im letzten Urlaub war es eine nette Wanderung ohne besondere Hürden, aber vor einigen Jahren war es fast ein kleines Abenteuer, weil der Weg an vielen Stellen fast vollständig überspült und kaum erkennbar war, überall lag Geäst im Weg. Aber toll sah es da schon aus – eine richtig wilde Gegend. Trotzdem, auch das ruhig dahinfließende Bächlein, so wie jetzt, ist schön anzusehen.
      Fein, dass es Dir schon allein von meinem Bericht her und den Fotos gefallen hat. Danke fürs Mitkommen und liebe Grüße an Dich, liebe Ann ❤

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  4. arabella50 sagt:

    Es in herrlicher Ausflug.Vielen Dank für’s Mitnehmen.

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  5. kowkla123 sagt:

    Liebes Silberdistel, ich mache mir nun schon echt Sorgen, du könntest uns nach Süden hin verlassen, einen guten Start ins Wochenende, Klaus

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  6. annapos sagt:

    Voda je život i živel. Na venkově je krásně a klid, žiji tam a jsem šťastná. To přeji vám i všem lidem. Pěkný víkend. Anna

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  7. der name Rhoen sagt mir etwas, aber ich kann dir jetzt nicht sagen, wo sich dieser fluss befindet, dazu sind meine deutschlandkenntnisse halt doch zu klein *schaem*
    aber super schoene aufnahmen zeigst du uns hier. ich hoffe du hattest dort einen wunderschoenen urlaub verbracht und ich danke dir fuer die schoenen eindruecke die du uns mitgebracht hast.
    kannst du tschechisch? das ist doch tschechisch was du an annapos geschrieben hast, oder taeusche ich mich da? es kommt mir bekannt vor, da ich mal eine tschechische schulfreundin in deutschland hatte….

    lg
    Sammy

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    • Silberdistel sagt:

      Du meinst sicher die Rhone als Fluss, aber „meine“ Rhön ist ein Gebirge. Als größere Stadt liegt da z.B. Fulda in der Nähe. Die Rhön liegt in dem Dreiländereck Bayern/Hessen/Thüringen – vielleicht sagt Dir das ein wenig mehr. Deine Deutschlandkenntnisse sind sicher trotz allem noch besser als meine USA-Kenntnisse 😉
      Ja, unser Urlaub war wieder sehr schön. Wir fahren schon ganz viele Jahre immer wieder dorthin, weil es uns dort ganz einfach unheimlich gut gefällt.
      Tschechisch kann ich nur sehr wenig, nur, was man im Laufe von vielen Urlauben dann mit der Zeit lernt. Ansonsten lasse ich mir hier ein wenig vom Google-Übersetzer helfen 😉
      Liebe Grüße zurück

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  8. Morgentau sagt:

    Halt … halt, ich komm doch kaum noch hinterher, liebe Frau Silberdistel. Da ist man einmal auf einem Betriebssommerfest und schon wandert ihr ohne mich … *heul* …

    Nun gut, dann lauf ich halt ein wenig hinterher und genieß dafür in aller Ruhe all die Herrlichkeit.

    Ein schönes Wochenende
    wünscht Frau Morgentau

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    • Silberdistel sagt:

      Nur keine Panik, liebe Frau Morgentau. Ich warte auf Dich, damit Du nicht so allein hinterherlaufen musst 😉
      Liebe Grüße zurück und auch Dir ein schönes Wochenende

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      • Morgentau sagt:

        Das ist schön und lieb, liebe Silberdistel. Das ist eh eine Wanderung, die kann man wieder und wieder und wieder machen. Einfach zu schön. Ich kann Menschen nicht verstehen, die nicht gern wandern. Mir unbegreiflich …

        Hab einen schönen Sonntag, du Liebe!

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        • Silberdistel sagt:

          Ich glaube, ich kann gar nicht mehr zählen, wie oft wir manche Wege in der Rhön schon gegangen sind. Man entdeckt doch immer wieder Neues.
          Die Zahl derer, die nicht gern wandern ist wohl wesentlich höher als die der wanderlustigen Gesellen. Aber wenn man nicht gern in der Natur unterwegs ist, dann weiß man wahrscheinlich auch gar nicht, was einem entgeht, liebe Frau Morgentau. Traurig, aber wahr.
          Hab auch Du einen wunderschönen Sonntag 🙂

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  9. Frau Hummel sagt:

    Diese Wanderung hat mir ganz besonders gut gefallen, liebe Silberdistel 🙂
    Ich hoffe sehr, dass ich eines Tages dort mit meinem Herrn Hummel wandern werde 😀

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  10. minibares sagt:

    Was für eine schöne Wanderung.
    Danke für die Stationen, die du für uns festgehalten hast.
    Leider kann ich solche Wege nicht mehr gehen. Vielleicht sollten wir doch mal nach Lourdes fliegen.
    Wunder gibt es selten, aber möglich sind sie immer noch.
    Gut, dass der Bach wirklich „nur“ ein Bach war. So konntet ihr die ganze Kaskadenschlucht bewandern.
    Auch die anderen Fotos, die Schmetterlinge, zauberhaft.
    Liebe Grüße Bärbel

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    • Silberdistel sagt:

      Gern, liebe Bärbel 🙂 Ja, es ist richtig, das Gelände dort ist doch an etlichen Stellen recht unwegsam. Wenn man nicht mehr ganz so mobil ist, dann ist die Freude sicher nicht einmal halb so groß an solch einer Wanderung.
      Wie ich schon an anderer Stelle schrieb, wir haben den Bach auch schon wesentlich wilder erlebt. Natürlich hat er dann auch seine Reize. Unter Umständen muss man dann aber in Kauf nehmen, dass es irgendwo nicht mehr weitergeht und man halt wieder umkehren muss.
      Dieses Stückchen nachher durch die Wiesen und Weiden war auch ein traumhaft schönes Stück Weg. Dort gab es echt irre viele Insekten. Das war schon toll 🙂
      Liebe Grüße und einen schönen Sonntagabend für Dich

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  11. Ein herrlicher Bericht über die unberührte Natur in der Rhön verbunden mit faszinierenden Aufnahmen von vielen Kleinoden.
    Einen lieben Gruss schickt dir Ernst

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