Heute möchte ich meine kleine Rückschau auf unseren Wanderurlaub in der Rhön einmal kurz unterbrechen.

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Wandern macht ja gewöhnlich mächtig hungrig und eine kleine Stärkung, bevor wir zur nächsten Tour in die Wanderschuhe steigen, sollte so falsch nicht sein.

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Wie wär’s da mit einer leckeren Konfitüre aus der Zauberwerkstatt der Silberdistel?

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Wer es noch nicht bemerkt haben sollte, es ist Johannisbeerzeit. Dieser kleinen Schwebfliege hier oben ist es bereits längst aufgefallen. Sie hat schon einmal getestet, wie die Johannisbeeren bei Silberdistels in diesem Jahr ausfallen. Dabei ist ihr aufgefallen, dass Johannisbeeren … Was? … sauer sind? Naja, gut, die roten sind noch nicht ganz reif. Die dürfen noch ein Weilchen im  Garten Sonne tanken. Die Schwebfliege kommt dann zur rechten Zeit und berichtet mir, wenn die hübschen Roten erntereif sind. Aber apropos  sauer, da wären wir doch gleich wieder beim Titel meines heutigen Blogbeitrags „Sauer macht lustig“. Na, und lustig ist doch irgendwie schön, oder nicht?

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Aber unter uns … die weißen Johannisbeeren sind schon voll gut, wie meine Enkeltochter sagen würde. Sie sind gar nicht so sauer, wie man das gemeinhin den Johannisbeeren nachsagt, sie sind sogar recht süß und sehr aromatisch.

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Ein Großteil von ihnen ist bereits vernascht – direkt vom Strauch in den Mund, so lecker sind sie. Das spricht doch für sie, oder?… und eben weil sie so lecker sind, habe ich gedacht, sie würden sich auch ausgesprochen gut als Konfitüre für unser Sonntagsfrühstück machen. So kam es also zu dieser kleinen Wanderpause, denn wir müssen Konfitüre kochen und natürlich auch gleich noch ein Testessen veranstalten – ein gemütliches sonntägliches Konfitüren-Test-Frühstück. Danach können wir dann frisch gestärkt weiter durch die herrliche Rhön wandern. So, also dann erst einmal mir nach – in die Küche!
Ich verspreche, auch diese süße Kreation aus dem Hause Silberdistel ist wieder sehr gelungen. Wer mir nicht glaubt, der sollte es ganz einfach einmal selbst ausprobieren.

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Natürlich war ich, wie ich es meistens tue, bevor ich meine Versuche am Kochherd starte, ein wenig auf Ideensuche. Zuerst habe ich selbstverständlich meine geliebten Kochbücher zu Rate gezogen und wurde dort auch sogleich fündig. In „Großmutters Marmeladen“ lockte mich auf Seite 10 eine „Johannisbeerkonfitüre mit Mandeln“. Dennoch war ich mit der Zutatenliste nicht so ganz zufrieden. Wie schon so oft habe ich auch dieses Rezept etwas abgewandelt und ein wenig mehr an Zutaten hineingeschüttet als es die Großmutter von damals tat. Die Großmütter von heute sind eben auch nicht mehr das, was sie einst waren. Die moderne Großmutter bleibt nicht einfach auf Altem und Bewährtem sitzen, sie ist auch kreativ und entwickelt voller Tatendrang und mit viel Erfindungsgeist weiter.

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So, und hier ist nun die Zutatenliste für die Johannisbeerkonfitüre mit Mandeln à la Silberdistel:

100 g Mandelblättchen
1 kg weiße Johannisbeeren
500 g Gelierzucker (2:1)
1 Päckchen Vanillezucker
1 Fläschchen Rum-Aroma
2 Fläschchen Vanille-Aroma
Saft einer Zitrone 
1/2 Teelöffel abgeriebene Orangenschale
1/2 Teelöffel gemahlenen Zimt
100 ml Kirschwasser

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(Für diejenigen, die gern auch das Rezept von der Großmutter aus dem Buch testen wollen, möchte ich hier auch diese Zutaten noch nennen:

100 g Mandelblättchen
1kg rote Johannisbeeren
1 Messerspitze Einmachhilfe
1 Päckchen Zitronensäure
1 kg Gelierzucker (1:1)
100 ml Himbeergeist)

Hier schnell noch die vollständigen Angaben zum Buch. Ich habe es übrigens früher schon einmal erwähnt. Mein herrliches Minzgelee geht nämlich ebenso auf dieses großmütterliche Kochbuch zurück:
Großmutters Marmeladen. – Renningen : Garant Verl., 2008. – 63 S. – ISBN 978-3-86766-713-5

_________________________________________________________

Zubereitung:

Die Johannisbeeren waschen, abtropfen lassen, von den Stielen befreien und anschließend in einen genügend großen Kochtopf geben.

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Nebenher kann man schon die Mandelblättchen auf ein Kuchenblech geben und bei 180 bis 200° C im Backofen goldbraun rösten lassen.

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Zu den Johannisbeeren kommen dann die aufgeführten Zutaten, natürlich einschließlich der gerösteten Mandelblättchen.

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Das Ganze wird zum Kochen gebracht, dabei immer schön fleißig umrühren. Es sollte ca. 4 Minuten sprudelnd kochen (Kochzeit evtl. der Kochanleitung auf der Gelierzuckerpackung entnehmen).

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Anschließend kann unsere Konfitüre in die vorbereiteten Schraubgläser gefüllt werden.

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Wir Silberdistels haben selbstverständlich unser Testessen schon wieder hinter uns – mit dem Ergebnis: superlecker und sehr empfehlenswert.

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In diesem Sinne ein fröhliches Wochenende, gute Erholung und lasst Euch die frisch gekochte Johannisbeerkonfitüre zum sonntäglichen Frühstück munden. Wir treffen uns dann am Montag zur Fortsetzung unserer Wandertour durch die Rhön. Ab 8.00 Uhr get’s los. Wer später kommt, folgt uns einfach unauffällig 😉

Kommentare
  1. Andrea sagt:

    doch erst in drei TAGEN liebe UTE…….Hab eine n guten SonnTAG..HERZlichst ANDREA:))

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  2. nixe sagt:

    Lecker, liebe Silberdistel, besonders die weißen Johannisbeeren mag ich, schmeck sie doch – genau wie die schwarzen – völlig anders. Sehr leckerer Anblick auf dem Brötchen dort, da läuft mir das Wasser im Munde zusammen und der Reiz sofort hineinbeißen zu wollen ist immens groß 😉
    Ich wünsche den Silberdistels inklusive Katz ein erholsames Wochenende
    Liebe Grüße
    von der Nixe

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    • Silberdistel sagt:

      Ja, so lecker, dass wir das erste Glas schon geleert haben. Das ist eine echt gute Mischung geworden. Von den schwarzen Johannisbeeren hatten wir leider in diesem Jahr kaum welche. Die wenigen haben wir gleich so verspeist. Wobei von allen Johannisbeersorten mir die weißen am liebsten sind. Ihr Aroma sagt mir am meisten zu.
      Danke für die Grüße, auch die Katzen danken 😉 und auch an Dich liebe Grüße und einen schönen Rest vom Wochenende

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  3. kowkla123 sagt:

    Ich gebe das Rezept weiter, sieht doch gut aus, das Ganze, ein tolles Wochenende wünsche ich, Klaus

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  4. minibares sagt:

    Weiße Johannisbeeren kannte ich nicht. Ich staune immer noch.
    Du hast das wieder super mit Bildern und Text aufgeteilt, ganz große Klasse.
    Aber morgen, da geht es erst in die Kirche, danach Frühstück und dann erst an den PC, lach.
    Dann ist die Mittagszeit schon angebrochen.
    Es sei denn, die Sonne scheint.
    Ganz liebe Grüße Bärbel

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    • Silberdistel sagt:

      Die weißen Beeren sind ganz besonders lecker. Meine Schwiegereltern hatten weiße Johannisbeeren in ihrem Garten. Daher wusste ich bereits, dass das eine besonders leckere Sorte ist. Irgendwann habe ich dann auch einen Strauch in meinem Garten haben müssen.
      Man kann ja die Marmelade auch nach dem Kirchgang kochen oder in der Woche 😉 Dann könnt Ihr Euch schon auf das nächste Sonntagsfrühstück freuen 😉
      Liebe Grüße, einen schönen Abend und dann morgen einen sonnigen Sonntag 😀

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  5. annapos sagt:

    Jsou jídla a chutě, které mnozí zapomněli a to je škoda? Vrátit se o krok zpět, by nám prospělo, připomenout si, ty staré dobré věci, co naše maminky dělaly běžně a může to být i zábava. Já jsem již stará žena a mnoho těchto věcí stále dělám. Máme své kompoty, šťávy, džemy tedy jen z jahod, Borůvky zamrazím, dělám si své zelí a zakysanou zeleninu. Je to jiné nežli to kupované v „super hop shop„? Hezkou neděli. Anna

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    • Silberdistel sagt:

      Ja, ich finde selbstgemachte Marmeladen oder auch Säfte wesentlich leckerer als die im Supermarkt gekauften. Man kann viele wunderschöne und sehr schmackhafte Dinge zaubern. Ich stöbere dazu auch gern einmal in ganz alten Kochbüchern und suche mir Anregungen.
      Také máte pěkný neděle a pozdravem

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  6. Morgentau sagt:

    Bei mir gab es zum Frühstück Heidelbeerkonfitüre. Marmelade von weißen Johannisbeeren habe ich noch nie in meinem Leben gegessen. Aber du hast meinen Appetit geweckt, liebe Silberdistel. Überhaupt sollte man viel mehr eigene Marmelade herstellen. Wenn nur nicht immer so schnell Abend wäre … lach.

    Ein lieber Sonntagsgruß
    von Frau Morgentau

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    • Silberdistel sagt:

      Oh ja, Heidelbeerkonfitüre ist auch etwas sehr Leckeres. Bei uns gab es neben der Johannisbeerkonfitüre heute noch Brombeerkonfitüre zum Frühstück, natürlich auch wieder selbst gemachte – allerdings noch aus dem Vorjahr.
      Ich habe ursprünglich unsere Marmeladen, Gelees und Konfitüren auch immer nur gekauft. Irgendwann hat mich einmal eine ehemalige Kollegin mit einem Glas voll selbst gekochten Gelees überrascht. Das war so fantastisch, dass ich nach dem Rezept gefragt habe. Seitdem war es um mich geschehen, denn selbst mein erster Versuch war um Größenordnungen besser als alles Gekaufte. Jetzt kaufen wir nur ab und zu einmal ganz spezielle Sorten dazu, alles andere wird selbst gekocht. … und Gelees z.B. sind ja fast in Sekundenschnelle fertig. Nur bei Konfitüren oder Marmeladen dauert es länger wegen der Vorbereitung des Obstes.
      Auch an Dich einen lieben Sonntagsgruß, liebe Frau Morgentau, und einen schönen Fußballabend … solltest Du schauen 😉

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  7. eifeltussi sagt:

    Hhhmmm…, der Duft kommt durch den PC bis hin zu mir geflogen. Ich liebe weiße Johannisbeeren, und schwarze, und, und, und…das erinnert mich so an meine Kindheit. Die Mutter meiner Freundin hatte einen 5-Sterne-Obst- und Gemüsegarten, durch den wir immer streifen durften und uns nahmen, worauf wir gerade Lust und Hunger hatten. Das war richtig toll. LG und Danke für den schönen Beitrag – schönen Restsonntag noch – Elke

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    • Silberdistel sagt:

      Jaaaaa, das könnte sein, der Duft war sehr intensiv, es roch überaus appetitlich in ganzen Haus 🙂 Oh ja, solche Gärten mochte ich als Kind auch immer sehr. Ich musste allerdings im Garten meiner Freundin naschen, denn wir selbst hatten damals keinen. Aber der Garten bei meiner Oma war auch ein kleines Paradies. Da erinnere ich mich ganz besonders an die Kirschen und meine Kleider voller Kirschflecken, weil … ich musste ja auf die Bäume klettern, um an die begehrten Früchte zu kommen 😀
      Auch Dir einen schönen Restsonntag und viel Spaß heute Abend beim Ballspielen 😉

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  8. Spottdrossel sagt:

    Ich finde, die weißen Johannisbeeren schmecken irgendwie Champagnermäßig.
    Leider ist mein Strauch nach einem Umzug ins andere Beet noch bißchen motzig – von marmeladetauglichen Liefermengen ist er noch paar Jahre entfernt 🙂 .

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    • Silberdistel sagt:

      Ja, jetzt, wo Du es sagst, könnte ich da durchaus auch etwas Champagnermäßiges schmecken 🙄 Auf jeden Fall sind die weißen Beeren überaus lecker. Bei mir ist es ein Hochstämmchen. Die tragen ja eh nicht ganz so viel. Das Gute hatte dieses Jahr erstmals ein besonders fleißiges Jahr, sodass wir nicht alles gleich so weggefuttert haben. Ich hatte Schwiegermamas Gelee aus weißen Johannisbeeren noch in so überaus guter Erinnerung, da musste ich jetzt endlich einmal selbst den Test machen. Ist perfekt gelungen und ein sehr leckerer Brotaufstrich geworden.

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  9. kowkla123 sagt:

    Vergiss nicht die Daumen zu drücken, wünsche dir einen tollen Sonntag, Klaus

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    • Silberdistel sagt:

      Nein! Wie könnte ich? 😀 Selbstverständlich werde ich drücken, drücken, drücken …. 😀
      Liebe Grüße und einen unterhaltsamen Fußballabend für Dich
      P.S.: Ich werde den Jungs wohl auch einmal auf die Füße schauen 😉

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  10. giselzitrone sagt:

    Einen schönen Abend wünsche ich dir lecker Marmelade, wie ich noch einen Garten hatte habe ich auch alles selber gemacht,heute kaufe ich die Beeren mache aber auch noch alles selbst.Die Sonnenblumen sind an der Ahr aufgenommen in Köln habe ich auch noch keine gesehen.Wünsche dir eine gute sonnige Woche hoffenlich kommt die Sonne auch mal.Lieber Gruß Gislinde

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    • Silberdistel sagt:

      Danke, Gislinde 🙂 Ich mache auch erst, seitdem wir einen Garten haben, die Marmelade selbst. Es macht mir aber inzwischen viel Spaß, dabei ein wenig herumzuprobieren und neue Rezepte zu testen. Bisher war eigentlich alles immer sehr lecker. Aber wahrscheinlich kann man bei Marmelade gar nicht so viel falsch machen 😀
      Die Sonnenblumen sind sehr hübsch. Wie ich schon schrieb, hatte ich sonst auch immer welche im Garten. Dieses Jahr waren die Schnecken irgendwie immer schneller. Sonst hatten sich manchmal sogar Sonnenblumen vom Winterstreufutter selbst ausgesät. Dieses Jahr leider nicht 😦
      Dir einen schönen Abend und ebenso dann eine schöne neue Woche

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  11. Sehr, sehr lecker! Ich hatte am Wochenende Johannisbeeren vom Markt, keine eigenen aus dem Garten. Aber ich habe den Geschmack zumindest noch ganz frisch in Erinnerung. Jetzt noch deine Zutaten dazugedacht (Kirschwasser, die Aromen und Orangenschale!) – da läuft mir tatsächlich das Wasser im Munde zusammen.
    Ich komme erst jetzt zum Nachlesen der Blogs, wir hatten hier eine Geburtstagsfeier am Wochenende, aber vielleicht ist ja noch was übrig … ^^

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  12. Frau Hummel sagt:

    Lecker, das Rezept ist notiert. Deine Rezepte sind immer sehr interessant, liebe Silberdistel, und schreien förmlich nach Nachahmung 🙂

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