Die ersten Schritte im Leben

Veröffentlicht: 5. Mai 2014 in Fotos, Geschichten, Natur, Sehenswertes, Tiere, Unterhaltendes
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Unlängst bat mich Frau Müller aus dem „Herr und Frau Müller Blog“ um einen kleinen Gefallen. Nicht weit von meinem Zuhause ist nämlich etwas Aufregendes und zugleich ganz Wundervolles geschehen. Es ist Frühling, und der Frühling bringt gewöhnlich nicht nur Licht und neue Farbe in unser Leben, er schenkt mitunter auch neues Leben. … und genau so ist es unlängst in einem kleinen mecklenburgischen Dörfchen unweit vom Wohnort der Silberdistels geschehen. Sicher erinnert Ihr Euch an zwei meiner Beiträge. Der eine Beitrag erzählte von der wundervollen Apfelblüte in einer Obstplantage nebenan und der zweite berichtete über ein Meer in Gelb, in das ich während einer kleinen Autofahrt hineintauchen durfte. Dieser Ausflug hatte mich dank Frau Müllers Bitte in ein kleines Dorf in unserem schönen Mecklenburg geführt, in ein Dorf, in dem gerade Hühnernachwuchs das Licht der Welt erblickt hatte. Wie hätte ich Frau Müller diese Bitte abschlagen können. Ich war sofort Feuer und Flamme, sattelte mein blaues vierrädriges GePferd und rauschte los über Berg und Tal, durch grüne und gelbe Wiesen und Felder und war ganz hin und weg von so viel wunderschöner Landschaft rund um mich. Etwa eine halbe Stunde später klingelte ich schüchtern und furchtbar aufgeregt an der Tür eines hübschen kleinen Häuschens. Die Tür öffnete sich, eine Hundenase stupste mich an und eine Katze schlich mir um die Beine. Ich fühlte mich sofort wie zuhause. Wenig später hockte ich vor einem kleinen Kükenwohnheim und konnte mich vor Entzücken kaum lassen. Was trippelten da vor mir nur für niedliche Wesen umher. Wie ulkig sie mit ihren kleinen Flügelstummelchen flatterten, wie niedlich es überall piepste und wie lustig es aussah, wenn sie nach dem Kükenfutter pickten. Manchmal lief das kleine Völkchen ein paar Schritte, pickte hier und da und das war dann schon wieder zu viel der Anstrengung. Mitten im Lauf, wie es schien, knickten die müden Beinchen mitunter weg und das kleine Federbällchen schlief noch im Fallen begriffen bereits ein. Picken, schlafen und wieder picken … so hatte ein neues Leben seinen Anfang genommen – in 20facher Ausführung. Es wuselte gelb, braungold gescheckt, schwarz, grau, rußfarben und in vielen anderen Varianten in dem kleinen Federballheim umher. Drei Küken hatten sogar schon einen Namen: Pünktchen, dessen Stirn ein braunes Pünktchen ziert, Ruß, der aussieht, als wäre er durch den Schornstein gerutscht und Elvis, der eine verwegene Federtolle auf seinem Kükenköpfchen trägt. Sicher werden auch die anderen 17 nicht ohne Namen bleiben. Wenn ich darf, dann werde ich irgendwann wieder einmal nach Pünktchen, Ruß und Elvis schauen. Frau Müller muss als Patenhenne doch wissen, wie sich ihre Patenkinder machen 😉

Gestatten - Elvis mein Name!

Gestatten – Elvis mein Name!

Na, wer mag einen kleinen Blick ins Küken-Apartment werfen? Also, ich öffne einmal ganz vorsichtig und leise das Türchen. Aber aufpassen, es besteht Suchtgefahr. Man mag gar nicht aufhören, den kleinen Flauschbällen zuzuschauen. Übrigens noch ein Hinweis für die besonders Interessierten: Pünktchen steigt bei Minute 1.04 aus dem rechten Fenster der künstlichen Glucke und Ruß wird während des Film einmal kurz aus der Box genommen.

Kommentare
  1. Andrea sagt:

    wiesüßßßßß…wie WUNDERful…..hab einen guten TAG…HERZlichst ANDREA:)

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  2. giselzitrone sagt:

    Oh wie niedlich sind so süß ich wünsche dir einen schönen Montag und eine gute neue Woche.Gruß Gislinde

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  3. einfachtilda sagt:

    Elvis :mrgreen: aber total süß. Werden leider so schnell groß!
    Wir hatten früher zuhause auch Hühner und Enten…ach.. soviele Tiere, aber die kleinen Küken fand ich immer herzig .
    Danke und einen schönen Tag für dich ❤ Mathilda

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    • Silberdistel sagt:

      Ja, leider ist das so, dass sie viel zu schnell groß werden. Ich kenne das auch noch, war immer in den Ferien bei meinen Großeltern, wo es ganz viel Viehzeugs gab. Aber die kleinen Küken haben mir auch damals immer am besten gefallen 🙂
      Auch Dir einen schönen Montag und liebe Grüße an Dich ❤

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  4. kowkla123 sagt:

    das ist ja niedlich, hast du gut gemacht, gute neue Woche, Klaus

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  5. Ich habe viele Jahre Rassehühner gehalten und auch Natur- und Kunstbruten erlebt. Ein schöner Bericht. Ich hoffe, es geht deinem Ischias besser. Geniesse die neue Woche und schone deinen Rücken. Liebe Grüsse Ernst

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    • Silberdistel sagt:

      Ich bin schon gespannt, wie sich die kleinen Küken entwickeln. Als Kind und Jugendlichen habe ich wie Du zahlreiche Bruten miterlebt. Meistens waren es damals allerdings Naturbruten. Die sind natürlich noch um einiges schöner und interessanter.
      Liebe Grüße

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      • ok, die Küken sind jedoch bei Natur-oder Kunstbruten gleich schön. Naturbruten sind idyllischer, sind aber in der Zucht öfters schwieriger zu handhaben resp. zu begleiten…

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        • Silberdistel sagt:

          Ja, da hast Du sicher mehr Erfahrung als ich. Mir hat es als Kind sehr gefallen, wie die Kleinen hinter Ihrer Mama hergewuselt sind und wenn Mama Huhn gerufen hat, waren sie plötzlich alle unter deren schützendem Federkleid verschwunden. Eine echte Mama ist und bleibt eine echte Mama 😉

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  6. nixe22 sagt:

    Der Film ist allerliebst, liebe Silberdistel, die Geschichte erinnerte mich an meine Kindheit, als meine Großeltern ein Glucke in der Küche brüten ließen und wir Kinder die frischgeschlüpften Küken auf dem Küchentisch bestaunt haben – so süß.
    Liebe Grüße und einen schönen Abend
    wünscht dir die Nixe

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    • Silberdistel sagt:

      Ich habe ähnliches wie Du auch oft erlebt, denn in den Ferien war ich immer bei meinen Großeltern auf dem Lande. Da gehörten die kleinen Küken einfach zu den Ferienerlebnissen dazu 🙂
      Liebe Grüße und auch Dir einen schönen Abend

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  7. Frau Müller sagt:

    Hannes, Jockel, Biene, Piesel, Babsie, Loki, Freni, Zausel, Plumps, Trullala, Jana, Tussi, Flaum, Pünktchen, Ruß und Elvis. Alle da. Sehr gut. 🙂

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  8. katerchen sagt:

    es ist immer ein Wunder und es so zauberhaft wenn man es erleben darf liebe Silberdistel
    DANKE auch an Frau Müller
    mit einem lG vom katerchen

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    • Silberdistel sagt:

      Ja, man kann es immer gar nicht glauben, dass dann plötzlich ein kleines Lebewesen aus so einem Ei schlüpft. Ich habe das auch lange nicht mehr gesehen, liebes Katerchen. Umso schöner war es jetzt, dieses kleine wuselige und wuschelige Völkchen anschauen zu können. Ich hätte den ganzen Tag dort hocken und zuschauen können 😀
      Einen lieben Gruß auch zu Dir, Katerchen

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  9. Flohnmobil sagt:

    Ach du dickes Ei – sind die niedlich. Ich hatte als Fünfjährige auch mal so kleine piepsende Häufchen. Unvergesslich!

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    • Silberdistel sagt:

      Ja, stimmt 😀 Es war auch manches dicke Ei dabei 😀 Entsprechend unterschiedlich groß sind die Wuschelbälle. Es war schon lustig – Miniküken und Riesenküken 😀
      Ich habe es als Kind immer bei meinen Großeltern miterleben können, wie die Küken aus dem Ei schlüpften. Das war für mich auch immer wieder ein fantastisches Erlebnis.

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  10. Die Bande ist wirklich oberherzig und herzallerliebst anzuschauen! 🙂

    LG Michèle

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  11. Spottdrossel sagt:

    Ach wie süß! Und wieder was dazugelernt – hatte letztens eine Internetdiskussion mitbekommen, wo es um den geeigneten Fußbodenbelag für die Hühnchenkita ging, damit die Kleinen keinen unfreiwilligen Spagat machen. Wellpappe ist die perfekte Lösung.

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    • Silberdistel sagt:

      Aha, diesen Tipp habe ich nun wie aus Versehen weitergegeben 😀 Aber ich kann mir gut vorstellen, dass die Kleinen sonst sicher mitunter aus dem Rutschen nicht herauskommen, denn sie wuseln ja flink wie die Bienen umher. Da ist ein rutschfester Untergrund sicher sehr angebracht.

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  12. Morgentau sagt:

    Guten Morgen, liebe Silberdistel,

    nun bin ich schon zum dritten Mal hier und hab mir auch noch das Filmchen angeschaut. Mir kamen fast die Tränen vor Rührung. Diese kleinen quirligen Federbällchen zu beobachten ist etwas, bei dem ich niemals müde würde. So so so niedlich. Danke für die schönen Fotos, das Filmchen und deine wunderbaren Beschreibungen dazu. Diesen kleinen Kerlchen geht es wirklich gut und ich freue mich schon auf die nächsten Aufnahmen. Sie wachsen ja so schnell.

    Aber auch deinen 28. blauen Eintrag habe ich genossen. Ich hatte das große Glück, auch drei Tage am Meer sein zu können. Es ist immer wieder einzigartig.

    Ein lieber Gruß zu dir
    von Frau Morgentau

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    • Silberdistel sagt:

      So, liebe Frau Morgentau, nun kümmere ich mich um diesen Kommentar ganz besonders liebevoll. Er hat ganz bescheiden und ohne zu randalieren im Papierkorb gelegen und sich wahrscheinlich verzweifelt gefragt, womit er das verdient hat. Dabei hat er eher ganz besonders freundliche Behandlung verdient, wo er mir so Liebes über die kleinen Federbällchen mitzuteilen hatte. Ja, diese winzigen Flauschbälle sind wirklich zu putzig. Ich hätte auch stundenlang zuschauen können. Am Montag haben Herr Silberdistel und ich noch einmal schauen dürfen, was das kleine Volk macht. Inzwischen sind die Federn an den Flügeln schon fleißig gewachsen. Bald sind aus den Küken kleine Jungspunde geworden. Sie flattern schon fröhlich umher. Wir hatten wieder viel Spaß.
      Du warst auch am Meer? Wie schön? Ich muss auch bei Dir wieder einmal schauen. Ich hinke im Moment überall ein wenig hinterher 😦 Aber mit der Zeit werde ich alles nachholen.
      Danke für Deine lieben Zeilen und auch an Dich liebe Grüße

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      • Morgentau sagt:

        Danke für deine liebe Antwort, liebe Silberdistel. Was bin ich froh, dass du meine Zeilchen aus dem Meer … ähm Papierkorb fischen konntest.

        Hoffentlich gibt es noch einmal Fotos von den kleinen Rackern. Das würde mich freuen.

        Mit dem Kommentieren hinke ich auch arg hinterher, da ich eine 14-tägige Pause gemacht hatte. Aber das muss auch mal sein und ich denke, dafür hat jeder Verständnis. Ich finde es eh schöner, man kommentiert nur ab und an, aber nimmt sich dafür dann auch Zeit dafür. Vorallem für solche schönen Einträge, wie du sie immer machst. Die verdienen einfach mehr als einen dahingeschriebenen Satz.

        Auf bald mal wieder, liebe Silberdistel!

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        • Silberdistel sagt:

          Ein paar Fotos habe ich jetzt schon wieder von den kleinen flauschigen Piepsern mitgebracht. Ganz sicher wird es irgendwann noch einmal Fotos geben. Ich denke doch, dass wir sie noch einmal anschauen dürfen.
          Ich sehe das wie Du, für die Blogs, in denen man gern vorbeischaut, weil sie interessante, schöne und liebevoll gemachte Beiträge bringen, nimmt man sich gern ein wenig mehr Zeit – sowohl zum Schauen, Lesen als auch zum Kommentieren. Na, und Deine Blog stehen ganz oben auf meiner Lieblingsliste 🙂 Nur ist es halt so, dass auch das wirkliche Leben nicht vernachlässigt werden will und kann und manchmal fordert gerade das ein wenig mehr Zeit ein. Aber ich denke, dafür hat wohl jeder Blogger Verständnis.
          Danke, dass Du immer wieder hier hineinschaust und ganz liebe Grüße an Dich, liebe Frau Morgentau, und bis dann

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  13. Frau Hummel sagt:

    Die sind sooo unglaublich niedlich. Da regt sich sofort mein „Beschützerherz“.
    Habt Ihr schon geschaut wie viele Hähne dabei sind und wie viele Hennen es sind?
    Ganz liebe Grüße und viel Erfolg an die Ersatzglucke *lach* und natürlich auch an die Paten ♥

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    • Silberdistel sagt:

      Ich war auch ganz hin und weg von so viel kleinem wuseligem Leben 🙂 Da werden sicher etliche Hähne dabei sein. Es ist wohl der Regelfall, dass der männliche Nachwuchs bei Weitem überwiegt. Auf jeden Fall ist Elvis wohl ein Hahn – er kräht nämlich schon 😀
      Die Ersatzglucke ist ganz glückliche Mutter 😀 und was die Patenhenne empfindet, kannst Du dort ja selbst lesen, aber ich reiche die Grüße natürlich gern weiter 🙂

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  14. Morgentau sagt:

    Wo ist denn mein Kommentar geblieben? *heul*

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  15. Morgentau sagt:

    Hurra … er ist wieder da!

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  16. […] wie die ersten Schritte ins Kükenleben Ende April und Anfang Mai aussahen, der kann das gern hier und hier noch einmal erleben. Wir Silberdistels haben das Jungvolk inzwischen wieder besucht […]

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  17. […] vor Entzücken förmlich dahinschmelzen ließ. Viele kleine schön warmgehaltene Eier hatten winziges, flauschiges, quirliges und piepsendes Leben hervorgebracht und ich, ich durfte es als Vertretung für die Patenmutti Frau Müller aus dem […]

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