An diesen drolligen kleinen Federbällen komme ich selten einmal vorbei. Wie oft bin ich schon irgendwo stehengeblieben und habe lächelnd eine Schar Spatzen beobachtet. Was mögen sie sich alles zu erzählen haben, wenn sie laut schwatzend in Bäumen und Sträuchern, auf einem Zaun oder auf einer Dachrinne sitzen? Jeder scheint mit jedem zu reden und einer schwatzt lauter als der andere. Wenn einer losfliegt, eilen einen kurzen Moment später alle anderen hinterher, so, als würde, wenn einer sitzen bliebe, er sich furchtbar einsam vorkommen. Spatzen lieben es in fast jeder Situation gesellig – sogar beim Baden, wie wir hier unlängst gesehen haben. Seit vielen Jahren haben wir Silberdistels sogar UNSERE ganz eigenen Hausspatzen. Eine Spatzenfamilie hat sich an einer Ecke unseres Daches häuslich eingerichtet. Schon viele, viele Spatzenkinder müssen, seitdem wir hier wohnen, dort oben unter der Dachpfanne aufgezogen worden sein. Stolz tschilpt Vater Hausperling jedes Mal all sein Vaterglück von der Dachrinne in die kleine Welt unseres Dorfes. Wenn wir öfter hören oder lesen, dass auch der Sperling einer der Vögel ist, der mit zu den bedrohten Arten gehört, dann können WIR das hier so gar nicht glauben. UNSERE Spatzenpopulation hat in den letzten Jahren ganz sicher deutlich zu- und nicht abgenommen. Auch wenn die Spatzen nicht so wunderschön singen können wie die Amsel, das Rotkehlchen, der Buchfink, selbst die Meisen sind bessere Gesangskünstler als der Sperling, sein Tschilpen klingt für mich trotzdem wie Musik. Mir würde etwas fehlen, wenn ich es nicht mehr hören würde. … und weil ich diesen kleinen frechen und lustigen Kerl so mag, widme ich ihm heute einen extra Post – der kleine Sperling, er lebe hoch und hoffentlich noch ganz lange als fröhlicher Untermieter unter dem Dach unseres Hauses.

Für Diashow eines der Bilder anklicken!

Kommentare
  1. katerchen sagt:

    schön dass sie willkommen sind liebe Silberdistel
    mag diese lärmenden Gesellen auch.
    Hier bei uns sind im Moment die Grünlinge in der Überzahl…und die sind nicht sehr nett.
    Danke für die schönen Bilder von den Dauergästen unter Dach
    mit einem LG zum Wochenende vom katerchen

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    • Silberdistel sagt:

      Mitunter mischen sich hier auch einige Grünfinken unter die Spatzen. Allerdings sind hier in letzter Zeit nicht so viele Grünlinge unterwegs. Da gibt es nur ab und zu kleinere Streitereien unter den Spatzen, die jedoch meistens recht kurz sind und dann ist gleich wieder alles gut.
      Auch Dir einen lieben Gruß und ein schönes Wochenende, liebes Katerchen. Hier sieht es heute leider recht finster aus, es hat die ganze Nacht durch geregnet.

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  2. Andrea sagt:

    Durch den BÜCHERstaub geblinzelt sehe ich deine SPATZEN–PARADE in freudiger ERWARTUNG an deine ZaunGÄSTE…hab einen guten SAMS–TAG…HERZlichst ANDREA:))

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    • Silberdistel sagt:

      Obwohl es hier heute regnet, hüpfen die kleinen Federbälle überall im Garten umher und fressen die Sonnenblumenkerne, die noch vom Winterstreufutter herumliegen. Nun werden daraus doch nicht so viele Sonnenblumen, wie ich dachte 😦
      Auch Dir einen schönen Samstag 🙂

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  3. kowkla123 sagt:

    frech, aber niedlich, wünsche einen guten Tag, KLaus

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  4. LauraZeitlos sagt:

    Wie niedlich..ich freu mich immer,wenn sie da sind 😉
    LG,Laura

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  5. einfachtilda sagt:

    Herzig schön und super Fotos. Diese kleinen Spatzen mag ich, sie sind manchmal ziemlich frech 🙂

    LG Mathilda ♥

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  6. Hier hat die Spatzenpopulation gehörig geschwankt. In den 90er Jahren und bis etwas 2005 ging sie erst ganz rasant und danach etwas gemächlicher zurück. Man sah im Gegensatz zur Zeit davor nur noch äußerst selten welche in der Stadt – für mich, die sie in Mengen erlebt hatte, ein ganz merkwürdiges Gefühl.
    Seit einigen Jahren wächst der Bestand erfreulicherweise wieder, und auch hier bei mir und in den Gärten der Nachbarschaft gibt es eine Truppe der kleinen Haussperlinge. Sie sind immer gut drauf. ^^ Schön, dass sie heute wieder zum täglichen Bild gehören. Es muss nett sein, sie regelmäßig als Dachbewohner zu haben und neue Generationen heranwachsen zu sehen.

    LG Michèle

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    • Silberdistel sagt:

      Als wir vor einigen Jahren hierher gezogen sind, der Teil unseres jetzigen Wohngebietes war eine Zeitlang eine einzige Baustelle gewesen, hörte man die ersten zwei Jahre kein einziges Vogelpiepsen. Das kam mir damals richtig unheimlich vor, weil ich das so gar nicht gewohnt war. Wir hatten zuvor am Rande eines kleinen Parks gewohnt, in dem es viele Vögel gab. Im Laufe der Jahre eroberten die Vögel die Gegend, in der wir jetzt wohnen, wieder zurück. Die Spatzen müssen hier gute Bedingungen vorgefunden haben, denn sie nisten rundum. Es hat wohl jedes Haus inzwischen seine eigene Haussperlingsfamilie. Ich mag das Gezwitscher der Spatzen um mich. Es wäre schlimm, wenn es diese kleinen frechen und doch so sympathischen Burschen nicht mehr geben würde.
      Schön, dass auch bei Euch der Bestand dieser Federbälle wieder zunimmt. Im Grunde sind sie ja nicht sehr anspruchsvoll, aber Nistplätze und Futter brauchen auch sie. Es ist schon bedenklich, wenn man das so erlebt hat wie Du, dass die Spatzenpopulation rasant abgenommen hat. Ich hoffe, Eure Spatzentruppe vergrößert sich wieder kontinuierlich und lärmt Euch ordentlich die Ohren voll. Ich glaube, dann ist die Welt wieder in Ordnung 😉
      Liebe Grüße auch an Dich

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  7. minibares sagt:

    Genau, sie sitzen tschilpend in Hecken, dass es eine Freude ist. Ich bezeichne das immer als Konzert ohne Eintrittspreis.
    Aber wehe, man bleibt stehen. Dann sind sie in nullkommanix weg. Dann ist es vorbei mir dem Gratis-Konzert.
    Deine Aufnahmen sind sooooo schön. Das ist ja eine große Familie, die du uns zeigst.
    Hier ist eine Meisen-Familie unter einer Dachpfanne im Haus nebenan. Nur habe ich es nicht geschafft, da mal eine rein- oder rausfliegend zu erwischen.
    Liebe Grüße Bärbel

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  8. Frau Hummel sagt:

    Deine kleinen Freunde machen sich sehr gut in der Korkenzieherhasel 🙂 .

    Bei uns sind es übrigens sechs an der Zahl, die unseren und den Nachbargarten unsicher machen. Neulich habe ich eine sehr interessante Beobachtung gemacht:
    Da ich zwei Gartenrotschwänzchen aus ihrem Winterquartier zurück erwartete, (sie brüten schon einige Jahre hintereinander in Sichtweite) beobachtete ich verstärkt die Carportdachecken (was für ein Wort *lach*) bei unserem Gartennachbarn. Am 30.03., übrigens Dein Bloggeburtstag, wenn ich nicht irre!

    ♥♥♥ ICH GRATULIERE AUCH NOCH RECHT HERZLICH NACHTRÄGLICH ♥♥♥,

    waren sie endlich zurück und mussten sich gegen diese sechs frechen Spatzen zur Wehr setzen. Diese hatten nämlich absolut etwas dagegen, dass die Beiden wieder in „ihrem“ Revier einzogen. Da war etwas los. Gestern dann saßen alle wieder vereint im Viburnum vor meinem Küchenfenster *lach*. Allerdings konnte ich noch nicht beobachten, ob die Gartenrotschwänzchen nun inzwischen mit dem Nestbau begonnen haben. Ich werde es aber weiter beobachten.

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    • Silberdistel sagt:

      Meine kleinen Freude wissen, wo sie sich am nettesten präsentieren können 😉
      Wahrscheinlich sind Eure Spatzen der Meinung, dass sie das ganz Jahr über hier sind und ihnen deshalb auch alle Nistplätze zustehen. Da müssen die daher gereisten Sommergäste nehmen, was übrigbleibt 😉 Ich bin gespannt, wie der „Kampf“ dort bei Euch ausgeht 😀
      Hier sind zeitweise zwischen 20 und 30 Spatzen, eine gesunde Mischung aus Haus- und Feldspatzen, unterwegs gewesen. Ich habe kürzlich die Sonnenblumenkernreste, die unter dem Winterfutterplatz herumlagen, zusammengekehrt und an einer Stelle im Garten einen kleinen Minisonnenblumenkernberg errichtet. Ich dachte, vielleicht mögen die Vögel sich noch den einen oder anderen Kern herauspicken, bevor ich alles auf den Kompost tue. Innerhalb kürzester Zeit hatten die Spatzen alles wieder breitgetreten. Es waren oft 6 bis 10 Vögel zugleich am Werk, manchmal mehr.
      Danke zum Bloggeburtstag. Mit selbst fiel es erst zwei Tage danach ein, dass da doch Ende März noch etwas war 🙄 Du hast das wohl in Deinem Kalender zu stehen? 😉
      Liebe Grüße ♥ und einen schönen Sonntag und grüß mir die Rotschwänze. Unsere sind hier noch nicht aufgeschlagen. Unter dem Dach vom Haus gegenüber nisten gewöhnlich auch immer welche.

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  9. kowkla123 sagt:

    schönen Sonntag, Klaus

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  10. Gudrun sagt:

    Die Stadtspatzen sind noch viel lauter. Schließlich müssen sie gegen die Straßenbahn und anderes anbrüllen. Ich finde das gesellige Treiben der Spatzen auch immer sehr lustig und interessant. Und Abends, wenn es fast dunkel ist, dann ist es plötzlich ganz still. Und dann weiß man, was fehlt. 😀
    Liebe Silberdistel, eine feine Geschichte hast du wieder gefunden, und die Fotos sind sehr schon.
    Liebe Grüße von der Gudrun

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    • Silberdistel sagt:

      Es ist wohl tatsächlich so, liebe Gudrun, dass die Stadtvögel generell lauter sind. Ich habe darüber einmal einen Bericht gesehen. Das war hochinteressant. Wenn sich das Vogelvolk seinen Konkurrenten gegenüber behaupten will, dann muss jeder einzelne von ihnen logischerweise, um gehört zu werden, eben auch den Stadtlärm übertönen können. Aber irgendwie hat das auch für uns Menschen etwas Gutes, wir hören die kleinen Federflausche auch in all unserem Zivilisationslärm noch, sodass man selbst im dicksten Großstadtlärm noch das nette Spatzengeplauder vernehmen oder dem Gesang einer Amsel lauschen kann.
      Liebe Grüße aus dem Norden in Dein gemütliches Spinnstübchen, liebe Grudrun

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  11. fsmilla sagt:

    Ich liebe sie auch, vor allem das aufgeregte Geschrei in den Büschen, wenn sie was zu „besprechen“ haben….und abends diese schlagartige Stille, wenn sie sich zur Ruhe begeben.
    LG Smilla

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    • Silberdistel sagt:

      Hier sitzen sie vorwiegend in einem Baum und in einer Hecke und diskutieren oft sehr eifrig und sehr lautstark. Manchmal denke ich, es hört sich an, als würden dort Hunderte von ihnen sitzen. Es sind dann oft zwar eine ganze Menge Spatzen, die sich zu einem Plausch zusammengefunden haben, aber soooo viele eben doch nicht, aber der Lärm lässt oft wesentlich mehr Federbälle vermuten.
      Ja, seltsam, oder, dass es dann oft so schlagartig ruhig ist? Als würden sie alle auf Kommando zur Nachtruhe übergehen.
      LG auch an Dich, liebe Smilla

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  12. Spottdrossel sagt:

    Ach, wie schön. Seid die Hühner da sind, haben wir hier die Feldsperlinge, leider sehr schüchterne Gesellen, wenn man in die Nähe kommt. Witzig ist, wenn sie parallel zu den Hühnern ihr Staubbad nehmen und dabei Mini-Sandstürme fabrizieren.

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    • Silberdistel sagt:

      Das kenne ich noch aus den Zeiten, als ich in meinen Ferien immer bei meinen Großeltern auf dem Lande zu Besuch war. Da gab es auch jede Menge Sperlinge auf dem Hof. Naja, wenn die Hühner ihr Futter bekamen, fiel gewöhnlich auch etwas für die kleinen diebischen Spatzen ab. Wahrscheinlich gab es schon deshalb eine kleine Spatzenkolonie auf dem Hof. Beim Sandbaden haben mir sogar die Spatzen noch besser gefallen als die großen Sandbader. Ich habe ihnen gern dabei zugeschaut, wenn sie begeistert den Sand aufgewirbelt und dabei ganz wonniglich geguckt haben. Irgendwie sind sie schon echt putzige Kerlchen 🙂

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  13. messerschaf sagt:

    Das sind wahrlich herzallerliebste kleine Kerle. Ich hab auch nicht gedacht, dass die so bedroht sind. Bei uns unterm Dach leben nämlich auch ganz schön viele, die mich morgens wecken 🙂

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