Wie war das noch mit dem Spatzen in der Hand und der Taube auf dem Dach?

Veröffentlicht: 26. Februar 2014 in Alltägliches, Fotos, Garten, Geschichten, Natur, Tiere, Unterhaltendes
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Trotz des leichten Frühlingshauchs, der durch die heimische Natur zieht, haben wir immer noch regen Besuch am Futterhaus. Da sogar die professionellen Naturschützer sagen,  es solle durchaus noch weitergefüttert werden, wollen wir Silberdistels das auch noch tun, auf jeden Fall so lange bis das noch vorhandene Futter aufgebraucht ist, auch wenn die Federbälle durchaus in der Natur schon so einiges finden dürften, denn außer Bienen habe ich ebenso bereits Fliegen, Mücken und einiges an Käfer- und sonstigen Krabbeltieren im Garten entdecken können.

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Die Katzen beobachten die nach wie vor hohen Besucherzahlen am Futterhaus mit anhaltendem Interesse und verbringen so durchaus auch auf dem weich gepolsterten Fensterbrett recht spannende Tage, denn um den ganzen Tag draußen herumzulungern, ist ihnen wohl der Gartenboden doch noch etwas zu kalt und vor allem zu feucht. Da ist ein angenehm weicher und warmer Beobachtungsplatz hinter der Fensterscheibe durchaus eine nette Alternative, um das Katzengehirn nicht einrosten zu lassen und sich auf unterhaltsame Weise den Tag zu vertreiben.

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Eben beobachtete unsere Katzendame von ihrem Fensteransitz aus noch eine lustige Horde Spatzen, die fröhlich im Garten herumtollte, wobei sie sicher auch darüber nachgrübelte, wie es wohl mit einem Spatzenmenü zu Mittag wäre, …

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… als etwas viel Schöneres von der Dachrinne unseres Hauses hinunter in den Garten flatterte und die graue Dame nun doch ein wenig mehr in Aufregung versetzte als die kleinen braunen Spatzenfederbälle.

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Eine wohlgenährte Ringeltaube lässt sich über dem Gartentor nieder und beobachtet aufmerksam das Geschehen an den Futterplätzen.

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Wenig später fliegt sie hinüber zum Futterhaus. Die Spatzen spritzen erschrocken in die Büsche und Bäume ringsum. Derweil sitzt die Ringeltaube recht nachdenklich auf dem Dach der Futterbar.

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Die Taube schaut nach rechts, …

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… dann nach links …

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… und grübelt sichtbar angestrengt darüber nach, wie sie an das leckere Körnerfutter zu ihren Füßen kommen kann. Für einen Vogel ihrer Größe ist es schwierig, sich in das aus ihrer Sicht sicher recht winzige Futterhaus zu zwängen.

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Unsere Katzendame verfolgt von ihrem Beobachtungsplatz aus sehr aufmerksam die Bemühungen der Ringeltaube.

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Dann hat die Taube einen Entschluss gefasst. Sie hebt ab, fliegt eine Minirunde durch den Garten und lässt sich irgendwo außerhalb meiner Sicht nieder. Ziemlich sicher hat sie entdeckt, dass der Tisch auch unter dem Futterhaus reichlich gedeckt ist.

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Unser Pelztier auf dem Fensterbrett hat natürlich verfolgt, wohin der große graue Vogel verschwunden ist. Die Katze verlässt ihren Ausguck und signalisiert mir, dass ich ihr gefälligst zu folgen habe. Wenig später wird mir unten im Wohnzimmer unmissverständlich zu verstehen gegeben, dass ich jetzt meinen Pflichten als Türöffner nachzukommen habe. Der Kater hat sich inzwischen ebenfalls eingefunden und unterstützt den Wunsch der Katzendame mit einem Blick, dem ich willenlos ausgeliefert bin. Ich gehe zur Tür und öffne meiner Herrschaft das Portal zum Gartenreich.

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Natürlich ist die Dame zuerst draußen und späht verzückt in den Garten hinaus.

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Die Taube, die eben noch begeistert all die Körner, die gewöhnlich von den Spatzen oben im Futterhaus aussortiert und hinausgeworfen werden, in sich hineingestopft hat, flattert, als sie die Katze sieht, auf und lässt sich etwas entfernt vom Futterhaus auf der kleinen Steinmauer am Teichlein nieder. Sicher ist sicher! Die Ringeltaube kennt das graue Raubtier und hält sicherheitshalber doch etwas Abstand.

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Der Katze tropft inzwischen beim Anblick des leckeren Mittagsmahls der Zahn.  Sie schiebt sich vorsichtig aus der Tür.

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Aber Vögel sind schließlich nicht dumm und diese Taube ist es erst recht nicht. Als schließlich auch der Kater noch an der Tür erscheint, wird es der Ringeltaube dann doch zu bunt und sie bringt sich oberhalb des Gartentores in Sicherheit.

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Vor dort aus schaut sie interessiert auf das erfolglose Katzenvolk hinunter. Beinahe scheint es mir so, als würde die Taube ganz hämisch auf die dummen Vierbeiner  hinabgrinsen.

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„Mist!“, so mag die Katze denken und schaut ihrem davonflatternden Mittagessen hinterher.

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Die Taube trippelt noch ein wenig auf ihrem Hochsitz hin und her, beschließt dann aber wohl, dass sie für heute gut gesättigt ist und macht sich davon.

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Hm, lohnt es sich jetzt noch, nach einem winzigen Spatzen Ausschau zu halten?

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Dieser hier sitzt auf jeden Fall unerreichbar hoch und sicher in der Haselnuss.

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Der Kater, der sich noch ein wenig weiter an die Ringeltaube heranpirschen wollte, meldet ebenfalls eine erfolglose Jagd und gibt der Silberdistel zu verstehen, dass nun wohl sie für das heutige Mittagessen würde sorgen müssen. So war es also wieder einmal nichts – der Spatz kam gar nicht erst bis in die Hand und die Taube, die war schließlich auch wieder auf dem Dach. Es gibt doch wirklich blöde Sprichwörter. Da versprechen sie einem den Spatzen in der Hand, wenn man auf die Taube verzichtet, aber wenn es wirklich darauf ankommt und man verzichtet großzügig auf das Taubentier, dann ist zu guter Letzt nicht einmal mehr ein Spatz da.

Kommentare
  1. Pauline sagt:

    Deine Fellnasen können einem wirklich leid tun, liebe Silberdistel, erst die Aussicht auf eine tolle Spatzen-Tauben-Jagd und dann: außer Spesen nixx gewesen 😉
    Der Beitrag mit den schönen Katzenbildern gefällt mir wirklich sehr ♥
    Wünsche Dir und Deinen Katzis einen weiteren schönen und aufregenden Tag und ganz liebe Grüße von der ♥ Pauline ♥

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    • Silberdistel sagt:

      Jaja, die armen kleinen Kätzchen, nicht einmal einen winzigen Spatzen oder eine schmackhafte Taube gönnen wir ihnen. 😦 Als Katze hat man es doch wirklich nicht leicht 😉
      Liebe Grüße zurück und auch Dir und Deinem Hundchen einen schönen sonnigen Tag 🙂 ♥♥

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  2. kowkla123 sagt:

    Katze und Spatz, ist ja auch ein tolles Paar, KLaus

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  3. ann53 sagt:

    Ist ja wieder herrlich hier zu lesen und super schön bebildert liebe Silberdistel! 😀 Deine armen Kätzchen gingen wieder mal leer aus und entsprechend auch die Blicke. 😆
    Liebe Grüße von Herzen ♥ ☼

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  4. katerchen sagt:

    liebe Silberdistel SO halten wir es auch..noch wird Futter gestreut,besonderes in der Früh
    …bald müssen sie selbst für sich sorgen und man kann beobachten..sie machen es auch.
    Tauben..hier auch und sie sind auch gut im FUTTER..sehr pummelig.
    Katzenkino bei dir und bei uns…schauen dürfen sie und TRÄUMEN..mehr nicht

    einen LG in den Tag vom katerchen
    ..

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    • Silberdistel sagt:

      Ich denke, wenn es weiter schnee- und frostfrei bleibt, dann kommen die Federbälle auch ohne unsere Hilfe aus. Die Spatzen sind schon fleißig mit dem Nestbau beschäftigt und Ringeltauben habe ich schon brütend in einem Nest gesehen. Wollen wir hoffen, dass Pflanzen und Tiere das richtige Gespür für den Frühling haben.
      Die Katzen lieben diesen Fensterplatz mit Blick aufs Futterhaus. Das ist wahrscheinlich das schönste Kino der Welt für sie 😀
      Liebe Grüße und einen schönen Freitag für Euch

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  5. Andrea sagt:

    sitzen etwa die SPATZen immer noch auf dem DACH oder ist der SPATZ an der HAND doch eine TAUBE?????HERZlichst und einen guten TAG gewünscht….ANDREA))

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