… dann kann es sein, dass man sich gerade in einem Moor befindet. Wie wär’s mit dem Roten Moor in der Hessischen Rhön, dem größten von vier Rhönmooren? Es hat eine Größe von 314 ha und befindet sich auf einer Höhe von etwa 800 m ü. NN. Bis 1984 wurde hier noch Torf abgebaut. Das Rote Moor, ein Hochmoor, zählt mit zu den ältesten Naturschutzgebieten Hessens. 1979 hat man, um dem Moor seine alte Schönheit wiederzugeben, mit Renaturierungsmaßnahmen begonnen. Durch einen Damm, der den Abfluss des Wassers aus dem Moor verhindern sollte, hat man das Moor wieder vernässen können. Aus dieser Vernässung heraus entstand eines der schönsten Gewässer der Rhön überhaupt, der Moorsee. 00An diesem See beginnt auch ein Lehrpfad, der den Besucher des Roten Moores mit der Pflanzen- und Tierwelt eines  überaus interessanten Stückchens Natur bekanntmacht. Dieser Pfad führt den Naturfreund durch eine wildromantische Landschaft mit Karpartenbirken, einer Unterart der Moorbirke, und schließlich über einen Holzbohlenweg hin zu einem hölzernen Aussichtsturm, von dem aus man weit in den nicht begehbaren Teil des Moores hineinblicken kann. Die im Moor lebende Tier- und Pflanzenwelt ist erstaunlich vielfältig. In einer Informationshütte kann man sich anhand zahlreicher Informationstafeln über den Artenreichtum, die Flora und Fauna des Moores zu bieten haben, informieren und wenn man Glück hat, kann man sogar den einen oder anderen seltenen Sing- oder Raubvogel beobachten, Molche und Eidechsen bewundern oder sogar einen der im Moor lebenden Vierbeiner entdecken, denn es gibt hier sogar Füchse, Rehe, Marder und auch Schwarzwild.
Die Vegetationsperiode des Roten Moores ist, bedingt durch die extremen Temperaturverhältnisse in diesen Höhenlagen, relativ kurz. Das Pflanzenwachstum reicht in der Regel nur von Juli bis Mitte September. Sogar zur warmen Jahreszeit ist das Auftreten von Frösten nicht ungewöhnlich. So war es also durchaus nicht verwunderlich, dass ich mich, als wir während unseres Wanderurlaubs  im letzten Herbst das Rote Moor besuchten, bei unserem Rundgang Mitte Oktober schon sehr nach Handschuhen und einem warmen Mützchen sehnte. Übrigens, so wunderschön wie im vergangenen Herbst haben wir dieses Moor selten einmal gesehen. Die herbstlich bunte Laubfärbung hatte auch dem Roten Moor ihren hübschen goldfarbenen Stempel aufgedrückt und verlieh ihm damit einen ganz eigenen Charme. Obwohl sich das Wetter an unserem Moorwandertag nicht gerade von seiner bestechendsten Seite zeigte, haben wir dennoch an einem wunderhübschen Naturschauspiel teilhaben dürfen. Der Maler Herbst hatte an unserem Ausflugstag ins Rote Moor mit kleinen grauen schleierartigen Vorhängen gespielt und uns mit einem von etwa 200 Moornebeltage pro Jahr Bekanntschaft machen lassen. Die Landschaft wirkte durch den Nebelschleier, der sich immer wieder mit feinem Nieselregen abwechselte, geheimnisvoll, spannend und durchaus auch farblich hochinteressant. Aber schaut selbst, was uns dieser Tag vorgezaubert hat.

Die wichtigsten Eckdaten zum „Roten Moor“ habe ich hier  http://de.wikipedia.org/wiki/Rotes_Moor   und hier  http://www.rhoenline.de/rotesmoor.html  entnommen.

Für Diashow eines der Bilder anklicken!

Kommentare
  1. katerchen sagt:

    schön das man es in seinen alten Zustand zurückverwandelt liebe Silberdistel..
    werde den Link mal genauer anschauen,denn ein Moor ist schon eine besondere Landschaft.
    Torfstechen.. ..früher wurde bei uns auch mit Torf geheizt und wie mühsam das ist bis man es nutzen kann kenne ich noch…nun darf das Moor hier auch Moor sein und keinen nimmt ihm etwas weg
    DANKE mit einem LG vom katerchen

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    • Silberdistel sagt:

      Ich bin nicht unbedingt immer ein Freund von solchen Renaturierungsmaßnahmen, weil sich in der Zwischenzeit meistens in solchen Gebieten schon eine andere Tier- und Pflanzenwelt angesiedelt hat. In Falle des Roten Moores finde ich es aber durchaus gut. Hier hat man im Grunde das Moor erhalten wollen und nicht eine eigentlich trockene Gegend in eine Wasserlandschaft verwandeln wollen. Solche Beispiele gibt es nämlich auch und da zweifle ich dann doch den Sinn solcher sogenannter „Umweltschutzmaßnahmen“ an.
      Interessant, dass bei Euch früher auch noch mit Torf geheizt wurde. Hier gibt es ja auch einige solcher Gegenden. Ich selbst kenne das aber nicht mehr. Bei uns waren Holz und Kohle angesagt.
      Liebe Grüße auch an Dich und den Paulimann

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  2. kowkla123 sagt:

    wenn es gelingt, ist es schon toll, KLaus

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    • Silberdistel sagt:

      Also, dieser Moorsee ist schon ein wunderschönes Stückchen Natur. Das Wasser wirkt fast schwarz und irgendwie ein wenig unheimlich.
      Die vielen Birken haben mir im Herbst jetzt auch wesentlich besser gefallen. Im Frühjahr nerven sie mich sehr mit ihren Pollen. Da laufe ich immer mit Tränen der Rührung durch Mohr 😉
      LG

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  3. gageier sagt:

    Liebe Silberdistel ein schönen Freitag wünsche ich dir und ein sonniges Wochenende wünscht dir Klaus

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  4. katerchen sagt:

    liebe Silberdistel..mit Gewalt zurück,das ist hier bei uns nicht der Fall.es wurde NUR sich selbst überlassen…
    denn es ist schon so wie du sagst..es kommen andere Wesen Pflanzen und suchen sich einen neuen Bereich..und die sind dann ÜBER..auch nicht gut.
    LG zum Wochenende vom katerchen und dem Pauli..mann

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    • Silberdistel sagt:

      Wenn man eine Gegend sich selbst überlässt, dann ist das für mich in Ordnung. Aber ich weiß immer nicht, inwiefern es Naturschutz sein soll, wenn man plötzlich irgendwo ein Feuchtgebiet entstehen lässt, wo sicher einmal vor vielen, vielen Jahren ein solches war, aber jetzt bereits andere Pflanzen und Tiere heimisch geworden sind, weil dort schon lange, durch ehemalige Trockenlegung bedingt, ganz andere, neue Lebensbedingungen herrschen.
      LG zurück und genießt das Wochenende, es soll schön werden 😉

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  5. Andrea sagt:

    dann haste dich geirrt und irren ist MENSCHlich hab einen guten ABEND liebe UTE……HERZlichst ANDREA:))

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  6. Ruthie sagt:

    Die Bilder sind wunderbar schön! Ein paar sehen aus wie Gemälde – irgendwie unwirklich! Ich war – mit dem 2. Kind schwanger – mal in der Rhön. D. h., damals wurde dann noch Moor abgebaut. Daran kann ich mich nicht erinnern, aber dass es mir ganz außerordentlich gut gefallen hat, schon.

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  7. ann53 sagt:

    Dieses Moorgebiet hat wirklich einen ganz besonderen Charme liebe Silberdistel und hast du wunderschön hier zusammengestellt!
    Die gelben Pilze an den Bäumen sehen fast aus wie Korallen und sah sowas bisher noch nie ! 😀
    Liebe Grüße von Herzen ♥

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    • Silberdistel sagt:

      Wir waren schon so oft in diesem Moor und es gefällt uns immer wieder. Dieses Mal war es allerdings ganz besonders reizvoll durch die hübsche Herbstfärbung.
      Korallenpilze habe ich bisher auch noch nicht sehr oft gesehen.
      Liebe Grüße auch an Dich ♥

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  8. Waldameise sagt:

    Liebe Silberdistel, wie sehr ich deine Ausflüge liebe. So eine Freundin wie dich bräuchte ich hier in der Nähe. Vorausgesetzt, sie hätte Vergnügen daran, mit mir diese Ausflüge zu machen. Leider haben meine Freunde bzw. Bekannten andere Interessen und die Kinder haben auch nicht immer Zeit, was ja ganz normal ist. Deshalb genieße ich es, mir vorzustellen, ich wär bei euren Ausflügen ans Meer oder wie hier im Moor dabei gewesen. Schön dazu auch deine Fotos, die ich sehr genieße und in den Vorstellungen sule … lach. Zum Glück hab ich viel Fantasie.

    Ich wünsch dir ein wunderschönes Wochenende
    und sende ganz liebe Grüße,
    die Waldameise

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    • Silberdistel sagt:

      Liebe Waldameise, ich könnte mir schon vorstellen, dass auch ich an DEINEN Ausflügen sehr viel Vergnügen hätte, denn selbst so rein virtuell macht es mir jedes Mal schon sehr viel Freude, bei Deinen Wanderungen dabei sein zu dürfen. Nur für solche gemeinsamen Unternehmungen in der Wirklichkeit wohnen wir wohl wirklich ein bisschen sehr weit auseinander. Aber die Fotos des anderen zu betrachten und die Texte dazu zu lesen, das ist doch auch schon eine sehr schöne Sache. Und Fantasie, glaube ich, haben wir beide sehr viel. 🙂
      Ich kann Dich und Deinen Wunsch nach einer Wanderbegleitung aber gut verstehen, denn ich bin durchaus manchmal auch ganz gern allein unterwegs, aber schöner ist es schon, wenn man seine Erlebnisse mit jemandem auch in der Wirklichkeit teilen kann. Ich glaube, wenn ich meinen Herrn Silberdistel nicht hätte, ginge es mir ähnlich wie Dir.
      Mit Deinen lieben Worte hast Du mir eine große Freude bereitet, liebe Waldameise. Danke dafür und ganz liebe Grüße zurück in Deine Ameisenburg

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  9. twilight sagt:

    Ein Besuch im Roten Moor lohnt sich wirklich, egal ob Fotoenthusiast oder „nur“ Naturliebhaber. Ich freue mich schon darauf, wenn das Grün wieder sprießt.

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  10. einfach Klasse, dein Holzweg im Moor in der Rhön. Vielen Dank fürs mitnehmen.

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