Die „Blaue Serie“ – Teil 24 – Der berauschende Gesang des Meeres

Veröffentlicht: 22. Januar 2014 in Film, Fotos, Geschichten, Natur, Naturgewalten, Sehenswertes, Unterhaltendes
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Dieses Mal habe ich von einem Spaziergang an der Ostsee nicht nur Steine, Muschelschalen und starre Fotos mitgebracht, dieses Mal habe ich etwas Lebendiges im Gepäck – die rauschende Ostsee. Letzten Sonntag hatten die Wetterfrösche für Nord- und Ostsee eine Sturmflutwarnung herausgegeben. Bis zu einem Meter über dem normalen Wasserstand sollte die Ostsee an die Strände schwappen. Das wollte ich mir gern anschauen, obwohl ich das schon so viele Male gesehen habe. Es ist immer wieder ein Erlebnis, das mich unendlich begeistert, mich aufwühlt wie das Meer vor mir und das zugleich so unendlich guttut, mich auf seltsame Weise glücklich und zufrieden und am Ende sogar noch angenehm müde macht, so als wäre ich den ganzen Tag schwerer körperlicher Arbeit nachgegangen. Vielleicht kennt auch Ihr dieses wundervolle Gefühl – man ist müde, ist k. o., aber die Welt ist mit einem Mal so wundervoll in Ordnung wie selten im Leben.
Den kalten Wind, der meine Finger steif werden ließ, meine Nase mit seiner Eiseskälte rot färbte, den salzigen Meeresduft und meine leicht durchfeuchteten Schuhe – wie oft musste ich vor allzu übermütigen Wellen auf einen Stein oder ganz dicht an die Steilküste flüchten – das alles konnte ich Euch nicht mitbringen. Gut, die Schuhe vielleicht, ob die allerdings so interessant wären, das will ich einmal dahingestellt sein lassen. Aber wie sich ein aufgewühltes Meer anhört und wie geschickt die See im Zusammenspiel mit dem Wind salziges Wasser zu wunderschönen Wellen formen kann, wie es dabei schäumt, spuckt, zischt und spritzt, das konnte ich am vergangenen Sonntag nicht nur beobachten, das habe ich auch eingefangen – lebend gefangen gewissenmaßen. So könnt auch Ihr meiner geliebten Ostsee einmal direkt ins lebendige Angesicht blicken, sie bei ihrem übermütigen Wellenspiel beobachten und ihrem melodischen Gesang lauschen. Ich hoffe, es ist für Euch ein ebenso schönes und zugleich erfrischendes Erlebnis wie es das für mich war. Vielleicht braucht auch Ihr hinterher einen heißen Tee, einen wärmenden Ofen und eine warme Jacke. Dann also viel Spaß beim berauschenden Gesang des Meeres.

Kommentare
  1. Andrea sagt:

    Und in EREINNERUNG an die MEERE(s)RAUSCHENklänge haltend meine schöne NACHtwanderung(s)SEELE(n)GESCHICHTE die ich einmal bei mir gePOSTet habe…….wünsche ich dir einen schönen GUTEN TAG….HERZlichst ANDREA:))

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  2. katerchen sagt:

    Musik für meine Ohren liebe Silberdistel..
    glaube in vielen Dingen sind wir SEELENVERWANDT.
    Nur an deine Kamera habe ich auch gedacht..hoffe ihr tat das auch gut..ich hoffe.
    LG vom katerchen

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    • Silberdistel sagt:

      Ja, Katerchen, für meine Ohren ist das auch Musik – eine sehr schöne sogar. Ich denke, das ist ganz sicher so, dass wir vieles ähnlich sehen und auch ähnlich empfinden. Finde ich gut 🙂
      Meine Kamera hat den Ausflug gut überstanden. Es war zwar Sturmflut angesagt, der Wind war aber gar nicht so gewaltig. Den konnte man gut und gern aushalten. Ich glaube, der hatte sich schon vorher über der See ausgetobt und an den Stränden waren dann nur noch die Auswirkungen in Form von entsprechend starkem Wellengang und erhöhten Wasserständen zu sehen. Der Sand war feucht, der wehte also auch nicht durch die Gegend, sodass für die Kamera keine Gefahr bestand, es sei denn, ich hätte sie ins Wasser fallen lassen 😉 Hab ich aber nicht 😀
      Liebe Grüße auch an Dich, Katerchen

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  3. Elvira sagt:

    Oh, ich liebe diese Stimmung sehr. Mich gegen den Sturm stemmen, Atemlosigkeit, die Kraft der Natur am ganzen Körper spüren und anschließend den Kopf wieder frei haben. Allerdings ist mir dabei nie Wagners Walkürenritt durch den Kopf gegangen. Von der Dramatik aber durchaus passend.
    Liebe Grüße von Elvira

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    • Silberdistel sagt:

      Der Sturm war eher ein starker Wind – war also an diesem Tag nicht gar so schlimm. Ich denke, der hatte sich über der See ausgetobt. Seine Auswirkungen auf dem Wasser und an den Stränden waren dennoch beachtlich. Der Wind war nur unangenehm kalt – das war nicht ganz so toll, aber auszuhalten – war sicher durchblutungsfördernd 😀 Aber das soll ja gesund sein.
      Tja, der Walkürenritt ist mir auch nur in den Sinn gekommen, weil man ja an die Musik gebunden ist, die man bei YouTube downloaden kann. Ansonsten hätte ich sicher noch andere schöne Varianten zur Auswahl gehabt. Der Walkürenritt schien mir dann aber doch sehr zu passen – ich sah Neptun auf den Wellen daherreiten 😉 😀
      Liebe Grüße zurück

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      • Elvira sagt:

        Hast Du ein Picasa-Konto? Ich weiß nicht, ob das immer noch so ist, aber ich habe vor zwei (?) Jahren dort ein Musikvideo für YouTube erstellt. Da ich das kostenlose Blog bei WordPress nutze, kann ich ja leider keine eigene Musik hochladen. Damals wollte ich ein Stück meiner Trommelmusik mit Gesang posten. Hat toll geklappt. Jetzt sehe ich Neptun übrigens auch 😉

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        • Silberdistel sagt:

          Hm, ich müsste mal schauen, ob das Konto noch aktuell ist. Irgendwann hatte ich dort mal eins.
          Siehst Du? Ich sagst doch, als ich den Walkürenritt zu dem Video testete, stieg Neptun vor meinem inneren Auge aus den Wellen 😉

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  4. Pauline sagt:

    Herrlich, liebe Silberdistel, so mag ich das Ostmeer am liebsten, sehr schöne Aufnahmen ♥
    Du hast es so gut beschrieben und ja, es ist immer wieder ein berauschendes Erlebnis, die See so zu sehen 😀
    Wünsche Dir einen schönen Tag und ganz liebe Grüße von der ♥ Pauline ♥

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    • Silberdistel sagt:

      Danke, liebe Pauline 🙂 Dann habe ich Dir also mit dem Ostmeer heute auch eine kleine Freude gemacht. Schön 🙂 Ich habe die See zwar schon aufgewühlter gesehen, wenn es so richtig doll stürmisch war, aber dann macht es nicht mehr so richtig Spaß, am Strand herumzulaufen. Da hat man dann nur noch damit zu tun, mit den Füßen auf der Erde zu bleiben. Außerdem hätte ich dazu bestimmt keine Kamera mitgenommen. Die wäre mir zu schade für einen solchen Ausflug gewesen.
      Dir einen schönen Abend, liebe Pauline, und dem Hundemädchen einen lieben Knuddler 🙂 ♥♥

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      • Pauline sagt:

        Du hast mir eine sehr große Freude mit Deinem Beitrag gemacht, liebe Silberdistel ♥
        Normalerweise bin ich immer für ein paar Wochen im Dezember/Januar am Ostmeer, dann liebe ich es ja besonders 😀
        Das Hundemädchen hat eine vorsichtige Streicheleinheit bekommen, sie liegt neben mir und schnarcht 😉
        Wünsche Dir und Deinen Fellnasen einen kuscheligen Abend und liebe Knuddel-Grüße von der ♥ Pauline ♥

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        • Silberdistel sagt:

          Schön, liebe Pauline. Dann ist das ja jetzt eine kleine Erinnerung ans Meer. Ich weiß, dass Du das Ostmeer sehr magst. Du hattest das irgendwann schon einmal geschrieben.
          Die Knuddelgrüße habe ich eben gerade ausgeteilt. Die Fellnasen schnurren ein Dankeschön dafür.
          Noch einmal liebe Grüße an Euch ♥ ♥ und einen schönen Abend

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  5. einfachtilda sagt:

    Da irgendwo bin ich gerade, aber lausigkalt 😦 und mir tut wohl die gute Luft nicht gut….schlottere am ganzen Körper, schniefe…..och menno.

    LG Mathilda ♥

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    • Silberdistel sagt:

      Stimmt, es ist kalt – frostig sogar. Wir haben jetzt Winter 😀 Ich hoffe, er setzt sich hier nicht fest. Mir ist mehr nach Frühling 😉
      Ich hoffe, Du bist nicht krank. Zieh Dich schön warm an.
      Bist Du echt irgendwo in der Nähe von Warnemünde?
      LG auch an Dich

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  6. kowkla123 sagt:

    Alles Gute, Klaus

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  7. wolke205 sagt:

    Auf den Wind der stürmischen See kann ich verzichten…aber ich hör s sehr gern rauschen 😀 Liebe Grüße

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    • Silberdistel sagt:

      Es rauschte an dem Tag auch mehr das Meer, als dass der Wind blies. Der war irgendwie gar nicht so schlimm. Ich war weit vom Wegfliegen entfernt. Eine Sturmflut in der Art war schon eine interessante Sache. Der Wind hätte nur etwas wärmer sein können 😉
      Liebe Grüße auch an Dich

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  8. OceanPhoenix sagt:

    Liebe Silberdistel,

    das ist ja genau was für mich … seufz .. bin ganz hin und weg 😉 Deine Beschreibung dazu ..ich kann das Meer nun regelrecht in meinem Kopf fühlen, hören, spüren – und damit einher geht eine große Sehnsucht 😉 Aber auf jeden Fall werd ich es dieses Jahr wiedersehen 😉 Das ist zumindest der Plan.

    Danke dir fürs Mitnehmen an die Ostsee,

    ich schick dir liebe Grüße aus dem immer noch eher milden Süddeutschland, wo sogar schon die Zierquitte blüht *g*

    Ocean

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    • Silberdistel sagt:

      Es freut mich, Ocean, dass Dir mein Ausflug an die Ostsee gefallen hat 🙂 Dann ist das jetzt ja ein klitzekleiner Vorgeschmack für Dich auf Deinen nächsten Besuch an der See.
      Auch an Dich liebe Grüße aus einem Norden mit leichten Minustemperaturen und winzigen Schneespuren, die sich aber wohl noch verstärken sollen. Hier war auch so einiges kurz vorm Blühen. Das wird wohl nun erst einmal pausieren müssen.

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  9. Frau Hummel sagt:

    Wo die Ostseewellen rauschen an den Strand *♫♪♫*

    Das ist ein tolles Video, danke dafür. Hab ne Gänsehaut…

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    • Silberdistel sagt:

      Sie rauschten tatsächlich wieder einmal etwas mehr als sonst. Ich konnte mich gar nicht sattsehen und musste immer an dieses Buch „Der träumende Delphin“ und die perfekte Welle denken. Man kann ja im Video sehr schön beobachten, wie sich die Wellen formten, überschlugen, an den Strand rauschten, ausrollten und wieder zurückliefen. Aber die Delphinwelle war sicher um einiges gewaltiger als die kleinen Ostseewellen 😉
      LG an Dich

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      • Frau Hummel sagt:

        Ja, liebe Silberdistel, ich denke auch, dass „der träumende Delphin“ wohl auf eine größere Welle gewartet hat. Ein so schönes Buch *träum*. Du hast das mit den Wellen so schön beschrieben, ich beneide Dich um Deine Art, die Dinge zu beschreiben und auf den Punkt zu bringen. Ganz ehrlich. Aber jetzt werde ich mir noch einmal Dein Video ansehen… oder zweimal… oder noch öfter *lach*.

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        • Silberdistel sagt:

          Ich denke, Du könntest die Wellen ebenso beschreiben. Schau sie Dir nur an, wie sie herankommen, sich formen, überschlagen und wieder weiterrollen. Du musst nur das beschreiben, was Du siehst, und gerade Du siehst sehr genau und sehr intensiv. Probier’s einfach. Du hast das mit manchen Deiner Beschreibungen hier schon mehr als einmal bewiesen. Spätestens, wenn Du wieder einmal am Meer bist und das alles live erlebst, dann funktioniert das ganz sicher. 🙂
          LG von einer im Moment eiskalten Ostseeküste

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  10. giselzitrone sagt:

    Ist wirklich sehr schön da kommen Urlaubsgefühle auf.Wünsche dir einen schönen Donnerstag.Lieber Gruß Gislinde

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    • Silberdistel sagt:

      Warte mal noch ein wenig mit den Urlaubsgefühlen. Im Moment weht hier nämlich ein recht eisiger Wind. Dagegen war der vom letzten Sonntag fast angenehm warm 😉
      Liebe Grüße und Dir einen schönen Donnerstagabend

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  11. Waldameise sagt:

    Wow, liebe Silberdistel, was für ein wunderbares Geschenk. Auch wenn es ein bittersüßes Gefühl ist, das du damit in mir auslöst, ich genieße es ganz sehr. Dazu deine wunderbare Beschreibung … hach … Seeeeehnsucht …

    Danke für die wunderbare Idee und liebe Grüße
    aus dem wellenrauscharmen Süden
    von der Waldameise

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    • Silberdistel sagt:

      Bittersüß hat immer zwei Seiten, liebe Waldameise, wobei die eine davon bei Dir sicher weniger schöne Erinnerungen hervorruft. Aber, ich denke, Du nimmst die schönen Seiten ganz besonders intensiv und liebevoll auf, sodass sie ein wenig das eher Schmerzvolle in Deinem Leben mildern. Ich glaube, nur solche schönen Augenblicke lassen uns mitunter das andere überhaupt erst ertragen. Lass Dich ganz lieb drücken und dazu schicke ich Dir ein extra Meeresrauschen ganz für Dich allein.
      LG in Deine Ameisenburg

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  12. Helmut sagt:

    Moin Silberdistel,
    sehr schöner Beitrag, muss Dir da zu 100% nur zustimmen, geht mir ganz genau so!
    Schönen Gruß
    Helmut

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