Dominosteine, die gar keine sind

Veröffentlicht: 9. Dezember 2013 in Alltägliches, Essen und Trinken
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Ich hatte da noch ein Rezept versprochen – von diesen herrlichen Dominosteinen. Ihr erinnert Euch?

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Diese leckeren Teilchen sind allerdings dieses Mal nicht in meiner Backstube entstanden. Eine meiner Töchter hat ihrem Spieltrieb beim Backen freien Lauf gelassen. Dabei entstanden unter anderem diese etwas größeren dominosteinartigen Gebilde. Da es in Wirklichkeit gar keine echten Dominosteine sind, nur ihre Form halt ein wenig an diese kleinen leckeren Lebkuchenteilchen erinnert, bestehen sie natürlich auch nicht aus Lebkuchenteig. Sie bestehen aus einer Mischung von Knetteig und Biskuitteig. Gewissenmaßen als Unterlage muss zunächst ein Knetteig herhalten. Wer diese Unterlage nicht möchte, kann sich gleich mit dem Biskuitteig beschäftigen. Also – jeder, wie er mag! Bei uns geht es allerdings mit dem Knetteig los.

Knetteig:

125 g Weizenmehl
40 g Zucker
1 Vanillezucker
100 g Butter

Die Zutaten miteinander verkneten, in eine Form geben und etwa 10 Minuten bei Mittelhitze vorbacken. Während der Backzeit können wir uns nun schon mit einem Biskuitteig beschäftigen, der die nächste Schicht unseres Kuchens bilden wird.

Biskuitteig:

6 Eier
170 g Zucker
1 Vanillezucker
40 g Speisestärke
etwas Zimt
1 Messerspitze Backpulver
250 g gemahlene Haselnüsse
60 g Schokolade
Orangenmarmelade nach Belieben
Marzipanrohmasse nach Belieben

Die Eigelb, den Zucker und Vanillezucker mit dem Rührgerät (Mixer) ordentlich schaumig rühren. Dann Speisestärke, Backpulver, Zimt, die Schokolade (diese vor der Zugabe zum Teig erwärmen, bis sie flüssig ist) und die gemahlenen Haselnüsse unterrühren. Zum Schluss das Eiweiß steifschlagen und unter den Teig heben. Anschließend die Masse auf dem vorgebackenen Knetteig verteilen und das Ganze noch einmal in den Ofen schieben und 20 bis 30 Minuten bei etwa 180° C backen (Zwischendurch testen! Die Backzeit kann je nach Ofen und verwendeter Backform variieren.)
Nach dem Backen  den Teil, der aus dem Biskuitteig besteht (also den oberen Teil) halbieren und diese obere Biskuitplatte für ihren späteren Einsatz zur Seite legen.
Den noch verbliebenen (unteren Teil) des Bodens, also jenen, der aus einem Teil Knetteig und der verbliebenen Hälfte Biskuitteig besteht,  mit Orangenmarmelade oder einer anderen beliebigen Marmeladensorte bestreichen. Auf die Marmeladenschicht geben wir nun Marzipanrohmasse, die vorher, am besten zwischen Folie, ausgerollt wurde. Die Folie deshalb, weil die Marzipanmasse sehr klebt und sonst an unserer Rolle hängenbleibt. Natürlich die Folie jetzt nicht mit auf den Kuchen legen, sondern nach dem Ausrollen wieder vorsichtig entfernen. So weit, so gut! Wir brauchen nun noch ein wenig mehr Kalorien. Schließlich ist gleich Weihnachten und da gehören sie dazu. Wir wollen uns ja nicht nachsagen lassen, wir hätten über Weihnachten nicht zugenommen. Am besten kommen wir zu unserer gewünschten Kalorienmenge mit einer Creme.

Creme:

300 g Schokolade (nach Belieben bittere und/oder Vollmilch)
200 g süße Sahne
125 g weiche Butter
2-3 Esslöffel Orangen-, Kirschlikör oder Rum)

Für unsere Creme die Sahne erhitzen, die Schokolade zerkleinern und die heiße Sahne darüber gießen, umrühren und nach und nach die weiche Butter und zum Schluss den Alkohol unterrühren. Nun die fertige Creme auf unserem Tortenboden über der Marzipanschicht verteilen und abschließend die zur Seite gelegte Biskuitplatte drauflegen. Wer es nun noch ganz hübsch möchte, kann den Kuchen, der sich langsam aber sicher  zur Torte gewandelt hat, noch mit einer Schokoladenglasur versehen.  Die Krönung des Ganzen bildet dann die Verzierung mit z. B. diesen belgischen Schokoladenmeeresfrüchten. Bei der Verzierung kann natürlich auch jeder seiner Fantasie freien Lauf lassen. Die Meeresfrüchte sind kein Dogma. Hier noch schnell die Zutaten und die Regieanweisung für die Schokoladenglasur.

Schokoladenglasur:

60 g Schokolade
80 g Zucker
5 g Butter
50 ml Wasser

Die Schokolade mit 2 Teelöffeln Wasser erwärmen. Den Zucker mit 50 ml Wasser zu Sirup verkochen. Zur warmen Schokolade die Butter geben und unter ständigem Rühren den Sirup hinzugießen. Es sollte so lange gerührt werden, bis die Glasur schön glänzt.
Je nachdem, wie viel Glasur für die Torte oder die kleinen Dominosteinchen benötigt wird, muss die Zutatenmenge für die Glasur natürlich erhöht werden.

Wer gern diese kleinen dominosteinartigen Kuchen- oder Tortenstückchen servieren möchte, sollte eine viereckige Backform  oder ein Blech verwenden und den Kuchen vor dem Glasieren in entsprechend große bzw. kleine Stückchen schneiden. Wenn man alles in einer runden Springform backen möchte, kann man das Ganze natürlich auch als Tortengesamtkunstwerk auf den Kaffeetisch stellen und ganz gewöhnliche Tortenstücke daraus schneiden.

Dann also guten Appetit und noch weiterhin eine fröhliche und kalorienreiche Adventszeit!

Kommentare
  1. katerchen sagt:

    DANKE und nun ist ALLES klar liebe Silberdistel..
    also 2 STEINE und der Tagesbedarf ist gedeckt..grins
    werde es bunkern ,hört sich sehr lecker an..
    LG vom katerchen in den Tag

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    • Silberdistel sagt:

      Genau – vorsichtig sein und nicht gleich alles essen. Aber wenn, dann braucht man bis Weihnachten keine erneute Kalorienzufuhr 😉 Aber ich hätte da noch ein Rezept für eine Torte, die noch bombastischer ist 😀
      LG auch an Dich und eine schöne neue Woche, wobei unsere hier verregnet begonnen hat

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      • katerchen sagt:

        glaube oder ich AHNE was es ist liebe Silberdistel
        Kalle hatte mal so ein Rezept..hörte sich sehr lecker an..ein Scheiterhaufen oder sowas in der Richtung.
        Eine Portion davon und DREI Leute haben ein Pfund zugenommen
        Wetter nass und BÄHHHHHHHHHHHH
        LG vom katerchen

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        • Silberdistel sagt:

          Ich weiß zwar nicht, wie unsere Torte heißt, aber Scheiterhaufen könnte die Sache ganz gut treffen, denn es kommt alles rein, was man so Schokoladiges z. B. von Halloween noch übrig hat. Davon reicht dann in der Tat ein Stück und man ist über die Feiertage satt und zugenommen hat man auch noch 😀 Aber sie schmeeeeeeheckt!!!! 😀
          LG an Dich

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  2. eifeltussi sagt:

    DANKE!!! Ich sage nur: „FIGURI FIGURI!“ Schau‘ n wir mal, ob wir’s und leisten können😉. LG Elke

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  3. Frau Hummel sagt:

    Ich habe mir das Rezept gestiebitzt, danke. Wenn ich es mir mal wieder gewichtsmäßig erlauben kann, backe ich es nach.

    Huch, ich war eben in Warnemünde, da sieht man die Hand vor den Augen nicht. Eine dicke Nebelwand *staun*. Ist es bei Dir auch so neblig?

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    • Silberdistel sagt:

      Als ich den Beitrag hier fertig gemacht habe, hätte ich am liebsten sofort selbst den Test gemacht, denn die Dinger sind echt lecker. Meine Tochter hat schon angedroht, sie zu Weihnachten wieder zu machen und war fast enttäuscht, weil sie dachte, ich wolle nun selbst ans Werk. Ich musste sie dann erst einmal aufklären, dass ich das Rezept für einen Blogbeitrag brauche. 😀 Ich warte also erst einmal ab, ob ich nicht ohne eigene Arbeit zu der entsprechenden Kalorienzufuhr kommen kann 😉
      Nein, hier bei uns ist es zwar etwas diesig, aber nicht neblig. Dieses Phänomen zwischen Warnemünde und dem Rest der Welt gibt es aber öfter. Ich kann mich an Tage erinnern, da radelte ich von Warnemünde aus morgens im Nebel zur Arbeit, hatte in der Firma den ganzen Tag Sonnenschein und abends kam ich bei Nebel wieder nach Hause. Laut Aussagen der anderen Hausbewohner war es den ganzen Tag in W. neblig gewesen. Zwischen Warnemünde und dem nächsten Ortsteil weiter südlich liegt das sogenannte Moor, das wohl u.a. für diesen Effekt mit verantwortlich ist und natürlich spielt die See da auch keine unwesentliche Rolle. Umgekehrt geht es auch – in W. Sonnenschein und im Rest der hanseatischen Welt Nebel.
      Aber es nieselt hier eklig. Die Katzen haben mich schon sehr vorwurfsvoll angeschaut, denn schließlich bin ICH ja immer für das Wetter verantwortlich.
      LG an Dich ♥

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  4. giselzitrone sagt:

    Einen schönen Tag wünsche ich dir,ein schönes Rezept habe ich mir abgeschrieben das Durfte ich doch sicher,werde sie vielleicht noch diese Wochemal versuchen zu Packen,Danke dafür.Wünsche dir eine gute neue Woche und liebe Grüße von mir.Gislinde

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    • Silberdistel sagt:

      Danke, liebe Gislinde, auch Dir einen schönen Tag. 🙂
      Ja, natürlich darfst Du das Rezept mitnehmen. Dann wünsche ich gutes Gelingen und vor allem guten Appetit.
      LG und auch Dir eine schöne neue Wochen

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  5. Gudrun sagt:

    Liebe Silberdistel,
    heute nehme ich mir einfach mal die Zeit, dich hier zu besuchen. Danke für deine lieben Kommentare bei mir. Ich habe so viel zu tun im Moment, und möchte auch nicht immer darüber schreiben. Es ist bestimmt nicht so interessant.
    Nach den belgischen Schokoladenmeeresfrüchten werde ich Ausschau halten. Meiner Tochter würde ich bestimmt eine Freude machen. Sie hat ihren Freund ganz oben im Norden. Gerne hätte sie dort weiterstudiert, aber das passt zeitlich alles nicht. Tja, und nun muss sie noch in Leipzig bleiben, obwohl sie den Norden so sehr liebt, und die Art der Menschen dort auch. Also werde ich mal für sie backen. Danke für das Rezept.
    Liebe Grüße aus dem Spinnstübchen

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    • Silberdistel sagt:

      Fein, ich freue mich immer über Deinen Besuch, liebe Gudrun. Ich weiß selbst, dass man nicht über alles schreiben mag und auch nicht über alles schreiben kann. Manchen Dinge gehören einem auch ganz allein. Aber das, was Du Deinem Blog anvertraust und somit auch Deinen Besuchern, das finde ich schon interessant. Ich habe bei Dir schon so allerlei dazugelernt und das finde ich gut und deshalb komme ich auch gern zu Dir.
      Ich nehme diese schokoladigen Meeresfrüchte immer gern als Geschenk mit, wenn wir für einen Binnenländer einmal ein kleines Mitbringsel brauchen. Sie schmecken und sind irgendwie ein kleiner Gruß von der See. Vielleicht rufen sie bei Deiner Tochter auch einige schöne Erinnerungen wach. Als meine Tochter die kleinen Kuchen mit den „Früchten“ verziert hatte, empfand ich das als tolle Idee. Also, viel Vergnügen beim Nachbacken und dann beim Testessen 😉
      Liebe Grüße in Dein Spinnstübchen

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  6. einfachtilda sagt:

    Oh man, das ist ein tolles Rezept.Danke dafür, aber davon darf ich nur einen essen 🙄

    Liebe Grüße von Mathilda ♥

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    • Silberdistel sagt:

      Ach Mathilda, viele darf ich mir davon auch immer nicht leisten. Man kann sich aber nur schwer beherrschen. Sie sind soooo lecker. Andererseits ist jetzt gleich Weihnachten – wenig essen ist später 😉
      Liebe Grüße ♥

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  7. steinegarten sagt:

    Da schelgen die Röllchen auf den Hüften aber schon beim Lesen des Rezeptes … sieht aber sehr leeeecker aus! LG Steineflora

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    • Silberdistel sagt:

      Äh ….. ja, ich denke schon. Es ging mir beim Vorbereiten des Beitrags schon so. Ich hatte das Gefühl, die Kleidung sitzt gleich etwas knapper 😉 Aber nach Weihnachten kann man ja die Treppen einmal öfter rauf und runter laufen, um wieder auf die entsprechende sportliche Figur zu kommen 😉
      LG zurück

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  8. kowkla123 sagt:

    die sehen echt lecker aus, ich wünsche mir zu Weihnachten wenigstens einen davon, wünsche dir eine gute Woche, Klaus

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  9. ann53 sagt:

    Sehen ja superlecker aus deine Nichtdominosteine liebe Silberdistel und auch ziemlich gehaltvoll 😀
    Aber ist doch Weihnachtszeit und nicht unbedingt die Zeit zu viel auf die Waage zu achten oder 😉
    Liest sich klasse und hab mir das Rezept kopiert, auch wenn mir zur Zeit sehr wenig Zeit zum backen bleibt. Meine Klassiker sind bereits in der Plätzchendose und mal sehn……
    Danke dir und wünsche noch von Herzen eine wunderschöne Adventszeit ♥ ✩

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    • Silberdistel sagt:

      Sie sind auch superlecker und ja, sehr gehaltvoll 😀 Zu Weihnachten nehme ich die Waage gewöhnlich nicht ganz so ernst. Sie übertreibt da ohnehin meistens 😉
      Ein paar Plätzchen warten bei mir auch noch darauf, dass sie gebacken werden, denn Kekse gehören für uns unbedingt zum Weihnachtsfest dazu. Mal schauen, wann dafür noch ein wenig Zeit übrig ist. Aber ich denke, das kriege ich irgendwie hin.
      Liebe Grüße zurück und auch Dir noch eine schöne Adverntszeit

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  10. Strandsigi sagt:

    Liebe Silberdistel, ich wollte nicht backen, ich wollte die Dinger nur essen 😉 😀
    Und schönen Dank für die schöne Weihnachtskatzenmusik und die Winterschlafgeschichte 🙂
    Liebe Grüße
    Sigi

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    • Silberdistel sagt:

      Du wolltest nicht backen? 😦 Dann muss ich Dir ja direkt ein so’n Teil vorbeibringen, wenn ich denn wieder welche habe. 😉
      Weihnachtskatzenmusik – Katzen sind doch überaus begabte Sänger, nicht? Ja … und natürlich die geborenen Winterschläfer. Sollte der Winter so eklig werde, wie unsere Katzendame vermutet, dann schließe ich mich an und halte auch Winterschlaf. 😉
      Liebe Grüße auf Deine Insel

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  11. her damit…ich lass dir auch ganz bestimmt eins uebrig *schmatz* ja ich weiss ich bin unverschaemt 😀 wenn es um lecker suesses geht, da koennte ich alles aufessen *schaem* danke fuer das rezept. bei uns gibt’s keine dominosteine zu kaufen *heul* da werde ich mal deine rezepte ausprobieren. ich freu mich schon und hoffe dass sie mir gelingen werden.

    lg
    Sammy

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    • Silberdistel sagt:

      Okay, eins reicht mir wahrscheinlich, sonst habe ich nach Weihnachten zu viel abzutrainieren 😉 Bei Euch gibt es keine Dominosteine? Da müsste ich aber leiden. 😦
      Dann also viel Spaß beim Backen und gutes Gelingen und lass Dir das alles schmecken 🙂
      LG auch an Dich

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