Kinderstube der Spinne

Veröffentlicht: 7. Juni 2013 in Garten, Insekten, Natur, Sehenswertes, Tiere, Unterhaltendes
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Wieder einmal war ich mit meiner Kamera in meinem Garten auf Motivsuche unterwegs, als mein Blick auf ein gelbliches „Gewächs“ an einem Klangspiel, das an unserem Geräteschuppen hängt, fiel. Im ersten Moment dachte ich an einen Pilz oder an eine Flechte, bis mir auffiel, dass sich dieses Gebilde plötzlich bewegte. Mein Interesse war geweckt und ich schaute etwas genauer hin. Mein „Gewächs“ bestand aus einer Vielzahl von winzig kleinen Spinnen, die sich zu einem Minispinnenhaufen übereinander getürmt hatten. Je mehr ich mich ihnen näherte, um sie besser betrachten zu können, umso größer wurde die Bewegung in dem kleinen Spinnenknäuel. Hatte ich doch die Kinderstube einer Spinne entdeckt. Interessiert bestaunte ich dieses Wunder des Lebens. Es müssen Hunderte von ganz winzigen Spinnen gewesen sein, die wohl erst vor kurzem das Licht der Welt erblickt hatten. Wenn ich mich ganz dicht an dem Gewühl befand, krabbelten die Minilebewesen in alle Richtungen auseinander. Sie schienen ganz aufgeregt zu sein wegen dieser Störung. So stellte ich mich wieder ein wenig abseits und beobachtete das kleine Spinnenvolk aus angemessener Entfernung. Eine Weile später trat auch tatsächlich wieder Ruhe ein, die Kinderspinnen krabbelten erneut zu einem kleinen Ball zusammen und ließen sich offensichtlich von der Sonne wärmen. An einer zweiten Stelle hatte sich nun zusätzlich ein neues, etwas kleineres, Spinnenknäuel gebildet. Sicher dienen diese Knäule zunächst als Schutz, denn die ersten Tage im Leben einer Spinne sind wahrscheinlich die gefährlichsten für den Spinnennachwuchs. An Spinnenarmut scheint mein Garten also in nächster Zeit nicht zu leiden. Sicher nichts für jemanden, der an einer Spinnenphobie leidet, mir jedoch hat diese Entdeckung viel Spaß gemacht. Welch ein Gewimmel! Mit Sicherheit werden auch einige Vögel aus meinem Garten an diesen kleinen Spinnentieren ihre Freude haben, wenn auch aus anderem Grunde als ich. Auch das muss man akzeptieren. So ist halt die Natur – fressen und gefressen werden. Wahrscheinlich kann das Leben aber nur so existieren, auch wenn uns diese Vorstellung nicht so sehr gefällt.

Für Diashow eines der Bilder anklicken!

Kommentare
  1. Flohnmobil sagt:

    Ganz entspannt diese Spinnen-Kinderstube am Bildschirm betrachten ist entschieden angenehmer, als sie am eigenen Briefkasten zu entdecken. 😕

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    • Silberdistel sagt:

      Ich fand es auch an Ort und Stelle sehr interessant, dieses Gewusel zu betrachten. Aber ich weiß, das ist nicht jedermanns Sache. Naja, und am Briefkasten ist es sicher auch nicht so lustig. Ich möchte meine Post auch nicht mit zahllosen Minispinnen teilen 😉

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  2. andrea sagt:

    Davon hat eine**SPINNE**überlebt..siehe auch bei mir auf NACHTwanderung**wirste mir untreu Silberdistelchen??**FG**ERDBEERtörtchen waren gestern früh schon fertischhh hattest keine ZEIT für die HEXE??????HERZliche GRÜßE sendet dir ANDREA:))

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  3. eifeltussi sagt:

    Ganz toll! Erinnert mich an eine Entdeckung vor einigen Jahren, als in einer südfranzösischen Ferienwohnung zu meinen Füssen eine Skorpionmamma krabbelte, die auf ihrem Rücken ein Babynest mit 12 Kleinen umhertrug. Die sahen ähnlich aus wie die Spinnenbabies, nur nicht gelb sondern grau/weiß. Bin mal gespannt, wie lange Deine neuen Haustiere so eng zusammen bleiben, bevor sie den ganzen Garten unsicher machen. LGVElke

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    • Silberdistel sagt:

      Eine Skorpionmamma?! Das ist sicher auch nicht für jeden ein Bild, das er mit Interesse und Spannung verfolgen mag 😀 Und? Wie ging es Dir? Hast Du Fotos gemacht? 😀
      Die Spinnen waren nur 2 Tage so eng beieinander. Ich weiß allerdings nicht genau, wann sie das Licht der Welt erblickt haben, vermute aber fast, dass sie dort noch nicht so sehr lange gesessen haben, als ich sie entdeckte. Sie haben derweil wohl nun schon den Garten unter sich aufgeteilt. DAS wird ein schöner Altweibersommer 😉
      LG auch an Dich

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      • eifeltussi sagt:

        Nix Foto! Es war mitten in der Nacht, bullenheiss (Provence-August!) und der Göga untersagte hellere Beleuchtung, um den Besuch von Mücken (haha, die wären doch nett gewesen) zu vermeiden. Ich habe die Skorpiondame nur durch puren Zufall bei minimalster Beleuchtung zu meinen Füßen in der Waschecke unseres Schlafzimmers entdeckt und dann im Affenzahn ein großes Glas drüber gestülpt. Das habe ich dann mit einem Stapel Bücher beschwert, damit die kleine Familie sich nicht irgendwo versteckt. Am nächsten Tag hat der Vermieter Mutter und Brut dann an einen anderen Platz gebracht. LG Elke

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        • Silberdistel sagt:

          Ich wäre wahrscheinlich so beeindruckt gewesen, dass ich vor Schreck erstarrt wäre. Oh ja, Gläser eignen sich für solche Aktionen immer gut. Das ist meine Spinnenfangmethode. Ich bringe sie dann immer gleich an einen anderen Ort. Bei einem Skorpion hätte ich keinem Bücherstapel getraut. Ob ich allerdings mit einer solchen Familie nachts noch auf Wanderschaft gegangen wäre, das ist eine andere Frage. Vielleicht wär man da noch vom Regen in die Traufe gekommen 😉
          Merke: Urlaub zuhause ist ungefährlicher 😉 😀
          LG zurück

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  4. Frau Hummel sagt:

    Was für eine Entdeckung, toll! Was mögen das für Spinnen sein? Dort im Garten hätte ich sie auch „werden“ lassen, aber am Briefkasten hätten sie wohl bei mir das Zeitliche gesegnet. Zumindest hätte ich versucht, sie mit Handfeger und Schaufel umzubetten *lach*. Faszinierend ist das schon… und dank Deiner tollen Bilderserie kann ich sie mir nun auch einmal genau anschauen.

    Allerdings, beim Erlebnis von Elke, hätte mich dann doch die Panik ergriffen *grusel*. Wahrscheinlich hätte ich in der Wohnung noch tagelang immer wieder Ausschau nach Skorpionen gehalten *fröstel*.

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    • Silberdistel sagt:

      Mich hat auch interessiert, was es für Spinnen sind. Vermutet habe ich wegen des dort hängenden Netzes, dass es sich um kleine Kreuzspinnen handelt. Nach dem, was ich gefunden habe, ist es tatsächlich so. Wenn Du hier schauen magst, kannst Du Dich überzeugen: http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Araneus_diadematus_-_baby_spiders_1_(aka).jpg
      Ja, wie ich schon Flohnmobil schrieb, am Briefkasten hätte ich sie auch nicht so gern gehabt. Aber unter uns, wenn man 2 Tage auf seine Post warten kann, dann gehen die Spinnen auch ganz freiwillig weg 😉 😀 Am Bildschirm kann man sie sich übrigens wirklich besser ansehen als in der freien Natur. Im Garten hätte ich eigentlich mit einer Superbrille oder einem Vergrößerungsglas schauen müssen. Ein Dank an die Makrofotografie 😉
      Skorpione wären mir auch ein ganz klein wenig unheimlicher als diese Art von Spinnen hier 😀

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    • Silberdistel sagt:

      P.S.: Mist! Ich wollte das Bild verlinken, ging irgendwie nicht. Also noch einmal: http://de.wikipedia.org/wiki/Gartenkreuzspinne

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  5. Genau das hatte ich gestern bei mir an der Tür des Gartenhäuschens! Drei kleine, gelb-braune „Kugeln“, die am Holz baumelten. Ich bin dummerweise dagegen gekommen, bevor ich es richtig weiterverfolgen konnte und alle stoben – flogen förmlich – auseinander!
    Ich hatte es in den Vorjahren noch nie gesehen!
    Tolle Fotos hier bei dir, liebe Silberdistel!

    LG Michèle

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    • Silberdistel sagt:

      Wie man auf den Bildern sieht, sind sie bei mir auch auseinander gekrabbelt, haben sich dann nach einer Weile Ruhe wieder zusammengefunden. Ich habe sie sogar am anderen Tag noch einmal an genau dieser Stelle beobachtet.
      Spannend, was man manchmal so durch reinen Zufall entdeckt, oder?
      Danke für Deinen netten Kommentar und liebe Grüße zurück

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  6. wolke205 sagt:

    Die Fotos sind toll…aber ich möcht am liebsten laut aufschreien, wenn ich diese Monster sehe…..

    Liebe Grüße ♥

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    • Silberdistel sagt:

      Danke für das Lob *freu* Aber vielleicht hättest Du lieber nicht gucken sollen – wegen des Aufschreis 😉 Genau deshalb habe ich das Kind schon im Titel beim Namen genannt, damit diejenigen, die Spinnen nicht so mögen, auch nicht gucken, wenn sie nicht wollen 😀
      Danke, dass Du trotzdem so tapfer warst. Ich weiß Deinen Besuch also sehr zu schätzen 🙂
      Liebe Grüße auch zu Dir

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  7. Elvira sagt:

    Alle Jahre wieder habe ich das große gelbe Krabbeln auf meinem Balkon. Ich sehe im Winter schon den Kokon (manchmal zwei). Meistens kleben sie unter dem Fensterbrett, wahrscheinlich gibt die Wand ausreichend Wärme ab. Wenn sie sich auf den Weg machen, „fädel“ ich die klebrigen Fäden mit den Minispinnen um einen hölzernen Schaschlikspieß und lasse sie durch die Luft in die unter uns liegenden Gärten treiben. Ich denke, dass so ein großer Teil der Spinnen überleben wird.
    Liebe Grüße von Elvira

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    • Silberdistel sagt:

      Oh, Elvira, Du bist ja eine richtige Spinnenretterin 🙂 Ja, auf dem Balkon möchte man diese vielen kleinen Krabbeltiere eher nicht haben. Bei uns im Garten am Geräteschuppen haben sie mich eigentlich nicht gestört. Sie haben sich nun auch ohne mein Zutun in alle Winde verteilt.
      Liebe Grüße zurück

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  8. giselzitrone sagt:

    Oh das sind ja viele die sind ja sehr nützlich aber mag sie trotzdem nicht besonders.Wünsche dir einen schönen Abend und auch ein schönes sonniges Wochenende.Gruß Gislinde

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  9. katerchen sagt:

    Ach bei dir auch liebe Silberdistel..grins
    das Einzelbild MIT..Donnerwetter..leicht ist es nicht,denn die Sipinnen sind so winzig
    LG zum Wochenende vom katerchen der sich an den Bildern erfreut hat..könnte denen ewig zuschauen

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    • Silberdistel sagt:

      Im Moment scheint überall die Geburtsstunde der Spinnen zu sein 🙂
      Das Einzelbild war schon nicht so einfach. Ich hatte mein Makro drauf und musste ziemlich dicht ran, sonst wär das wohl auch nichts geworden. Die Spinnen sind ja echt sooooo winzig. Es hat aber auch so einige Bilder gebraucht, denn die Kleinen waren ja andauernd in Bewegung und ich musste immer wieder von Hand nachjustieren. Mit etwas Geduld haben sich dann doch einige passable Bilder ergeben.
      LG zurück und einen schönen Samstag

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  10. bayernpauline sagt:

    Oh wie schön, liebe Silberdistel! Lauter kleine Baby-Kreuzspinnen! Hach, ich mag Spinnen sehr und anderes Getier. Da kommt Dein „Leitspruch“ so richtig zur Anwendung „Wer mit offenen Augen und Ohren ….“ GLG von der Pauline :-D♥

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    • Silberdistel sagt:

      Spinnen sind ja nicht gerade jedermanns Sache. Ich dagegen finde sie faszinierend. Die Babyspinnen waren für mich natürlich besonders toll. Ich habe ganz begeistert zugeschaut, wie das kleine Volk dort so umherwuselte. Schön, dass Du auch an Spinnen Deine Freude hast.
      Liebe Grüße auch zu Dir und einen schönen Abend ♥

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      • bayernpauline sagt:

        Ich mag die wirklich, bei mir in der Wohnung sind sehr oft sehr große schwarze, die heißen alle Thusnelda! LG Pauline ♥

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        • Silberdistel sagt:

          Oh ja, diese Thusneldas sind mir auch wohlbekannt. Ich setze sie immer wieder nach draußen, meistens sind sie ganz schnell wieder drinnen 😀
          Liebe Grüße zurück

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          • bayernpauline sagt:

            Die Thusneldas wohnen hier schon immer im Haus, also haben sie ein Recht hier drinnen zu sein. Ich habe aber auch mit ihnen gesprochen, dass, wenn ich zu Bett gehe, sie das Schlafzimmer zu verlassen haben! Bis jetzt haben sie das auch immer brav gemacht! LG Pauline 😀

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            • Silberdistel sagt:

              Oh, Du bist die, die mit Spinnen sprechen kann 😀 😉
              Liebe Grüße

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              • bayernpauline sagt:

                Jo, ich bin auch eine Schneckenflüsterin! Ich spreche mit mir, mit allem Viehzeug und allem was mich umgibt! LG Pauline 😉

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                • Silberdistel sagt:

                  Dann solltest Du mal zu mir kommen und den Nacktschnecken etwas flüstern 😉 Die sind mir zu gefräßig 😀
                  Liebe Grüße schickt die Silberdistel

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                  • bayernpauline sagt:

                    Da ist es wichtig, dass Du die Schnecken mit den Häusern im Garten hast und denen nix tust, weil die die gesamte Brut der Nacktschnecken fressen! LG von der Pauline 😉

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                    • Silberdistel sagt:

                      Die Schnecken mit den Häusern habe ich natürlich auch in meinem Garten. Ich befürchte nur, sie sind in der Unterzahl und können gar nicht so viel Nacktschneckenbrut fressen, wie sie müssten 😦 Bisher wusste ich noch nicht, dass die Schnecken mit dem Schneckenhaus sich über die Eier der Nacktschnecken hermachen. Man lernt doch nie aus 🙂 Ich tue weder etwas gegen die Schnecken mit Haus noch gegen die ohne Haus. Sie dürfen hier alle leben, auch wenn ich manche nicht ganz so gern sehe.
                      Liebe Grüße von der Silberdistel

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                    • bayernpauline sagt:

                      Und außerdem fressen ja nicht nur die Schnecken die Blätter oder sonst was an, da gibt es noch einen Haufen anderes Getier, das sich da gütlich dran tut! Nur die Schnecken sieht man halt leichter, weil die ja nun mal nicht so schnell wegrennen können;-)

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                    • Silberdistel sagt:

                      Oh ja, da gibt es noch allerlei Getier, das auch liebend gern Blätter frisst. Trotzdem habe ich immer den Eindruck, die Nacktschnecken sind die Gefräßigsten. Aber wer weiß, vielleicht beschuldige ich ja auch manchmal die Falschen. 🙄
                      LG zu Dir

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          • bayernpauline sagt:

            In diesem Artikel von mir, liebe Silberdistel, hatte ich mal kurz über Thusneldas geschrieben, wenn Du magst, kannst Du ja mal reinschauen http://wp.me/p38rQp-7Y
            LG Pauline 😀 ♥

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  11. Am Anfang hängen sie wie Trauben im feinen Gespinnst. Ich hatte letztes Jahr auch so eine tolle Aufnahme erhalten. Deine Aufnahmen von dieser Spinnenbrut sind so schön anzusehen. Gefällt mir, danke. Liebe Grüsse aus dem Sommer. Ernst

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    • Silberdistel sagt:

      Diese Gespinste hängen überall bei uns im Garten. Wir haben allerdings auch mehr als genug Spinnen hier – ein Spinnenbiotop 😉 Dass ich allerdings die Minispinnen dann so schön beobachten konnte, das kommt auch nicht jeden Tag vor. Das war schon eine spannende Angelegenheit. Mir hat’s gefallen. Meine Töchter wären da dann doch eher einer Ohnmacht nahe.
      Danke für Deine lobenden Worte und liebe Grüße auch zu Dir

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