HühnergottkunstHühnergottkunstIm vorigen Jahr trieb sich die Silberdistel eines Tages im wunderschönen April wieder einmal am Strand umher, suchte dort, wo sich westlich von Warnemünde die Stoltera, ein hübsches Stück Ostseesteilküste, befindet, nach Donnerkeilen, aber vor allen Dingen sammelte sie Hühnergötter ohne Ende, die sie nach dieser Sammelaktion auf eine Schnur fädelte und in ihrem Garten aufhängte – als selbst kreierte Kunst gewissermaßen. An diesem Tage hatte die Silberdistel während ihrer Hühnergottsammelei ein gar wundersames Kunstwerk  am Strand entdeckt. So folgte sie jetzt mit ihrem Tun, diesem Steine-auf-die-Schnur-Fädeln, nur einer Inspiration.  Die Inspiration hatte der Silberdistel einfach ein Ende Schnur in die Hand gedrückt und sie genötigt, Stück für Stück, einen Hühnergott nach dem anderen, auf diese Schnur zu knüpfen und sich anschließend an diesem kleinen Werk zu erfreuen. Irgendwie eine nette Idee und vielleicht auch ein erstes kleines eigenes steinernes Kunstgebilde von Silberdistelhand gestaltet. Immerhin, für den Anfang gar nicht einmal so schlecht. Doch das, was die Silberdistel am Strand entdeckt hatte und das sie zu dieser kunstvollen kleinen Steinkette inspiriert hatte, war natürlich einem ganz anderen Künstlerkaliber entsprungen, erforderte wesentlich mehr als gelochte Steine zu sammeln und aufzufädeln, es erforderte Fein- und Fingerspitzengefühl, viel Sinn für Ausgewogenheit und Schönheit an sich und vor allem auch Kenntnisse der Statik wie sie ein Architekt besitzen muss, denn wie sonst hätte es dem unbekannten Künstler gelingen können, einen solch imposanten und dennoch schlichten Turmbau in eine Gegend zu setzen, die ständig den schlimmsten Naturgewalten Wind, Sand und Sternen Wasser ausgesetzt ist. Dagegen waren die aufgefädelten Steine der Silberdistel ein Nichts. Das Kunstwerk, wie jenes am Strand, beeindruckte die Silberdistel gewaltig, so gewaltig, dass sie nicht nur versuchte, es stümperhaft nachzuahmen, nein sie beschloss am Ende, ihm einen eigenen Blogbeitrag zu widmen. Wie schnell geraten solche Werke wieder in Vergessenheit. Vielleicht ist gerade dieses ganz besondere Werk aller Werke bereits wieder dem Verfall preisgegeben, weil es den Gewalten der Natur doch nicht trotzen konnte. So soll dieser Turmbau zu Stoltera wenigstens hier auf dem Blog der Silberdistel einen ehrenvollen Platz finden – lasst und das Werk eines Unbekannten würdigen.

Kommentare
  1. katerchen sagt:

    liebe Silberdistel..mit SCHNUR kann JEDER..
    aber so einen Turm bewundere ich auch.Versucht habe ich diese KUNST noch nie..aber der Gedanke ist da und dann probiere ich es auch…
    LG aus dem Schnee vom katerchen

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  2. eifeltussi sagt:

    Ich kannte das noch nicht. Sieht schön aus Deine Hühnergötterkette! Aber auch die Fotos von der Vorlage sind sehr schön. LG Elke

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    • Silberdistel sagt:

      Kanntest Du Hühnergötter noch nicht oder die Variante, sie auf eine Schnur zu fädeln? Hier bei uns findet man öfter mal in den Gärten solche Hühnergottbasteleien.
      LG zurück

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      • eifeltussi sagt:

        Nein, ich kannte die Teile überhaupt noch nicht. Und ausser Muscheln und besonders schönen „normalen“ Steinen habe ich am Meer auch so etwas noch nicht entdeckt.

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        • Silberdistel sagt:

          Das lag dann bisher sicher nur daran, dass Du Hühnergötter bis eben nicht kanntest. In Zukunft weißt Du, wonach Du suchen musst, wenn Du denn überhaupt an diesen Steinen interessiert bist. Aber sie sehen nett aus so als Deko an einer Schnur 😉

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  3. einfachtilda sagt:

    So einen Steineturm finde ich auch immer wieder schön und damals in der Heide, da konnte ich sehr viele solcher Steintürme bewundern, fast alle paar Meter, aber wer die gebaut hat, das ist mir nicht bekannt…jedenfalls sah das wunderschön aus.

    LG Mathilda ♥

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    • Silberdistel sagt:

      Ich habe schon manchmal solche Steintürme irgendwo am Strand gesehen. Bisher hatte ich sie nie fotografiert. Ich werde solche Kunst mal sammeln. Ich habe beim Wandern in Frankreich auch einmal eine kleine Steinfamilie, die jemand auf einen Baumstumpf gesetzt hatte, fotografiert. Auch ein Kunstwerk von einem unbekannten Künstler.
      Vielleicht findet dieser unbekannte Künstler vom Strand seinen Steinturm ja auf meinem Blog und er meldet sich 😉 Das wäre doch toll 😀
      LG zurück

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  4. Frau Hummel sagt:

    Ich spiele auch schon lange mit dem Gedanken einmal einen solchen Küsten-Steinturm zu bauen. Vielleicht das nächste Mal… 🙂
    Das sind schöne Fotos… und… es ist bald wieder April *freu*.

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  5. steinegarten sagt:

    Ich will sofort an die Küste – Kopf runter, suchen, finden , neue „Kunstwerke basteln“ – eine entspanntere Freizeitbeschäftigung gibt es (fast) nicht … Sehr schön erzählt und fotografiert 🙂 LG Steineflora

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  6. kowkla123 sagt:

    schöne Aufnahmen, wir haben die Hühnergötter auch gesammelt und Ketten daraus gemacht, schönen Mittwoch, Klaus

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    • Silberdistel sagt:

      Man hat eine nette Zeit am Strand beim Sammeln und nachher eine schöne Erinnerung an einen oder viele schöne Tage. Ich habe schon alle möglichen Versteinerungen, aber diese Hühnergottketten sind mir mit die liebsten Erinnerungen.
      Einen schönen Mittwochabend für Dich

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  7. Waldameise sagt:

    Ein tolles Kunstwerk ist dir da gelungen, liebe Steinmetzdistel. 🙂 Offenbar hast du, was die Statik anbelangt, auch den Bogen raus. Das muss dir erstmal einer nachmachen. Klasse!!!

    Ein lieber Gruß
    von der Waldameise

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    • Silberdistel sagt:

      Naja, mein „Kunstwerk“ war ja nur auf die Schnur gefädelt. Mit der Statik von Steintürmen werde ich mich dann als nächste Übung beschäftigen. Dieser freistehende Turm ist von einem unbekannten Künstler erbaut worden. Ich habe sein Kunstwerk nur fotografisch festgehalten.
      Liebe Grüße auch an Dich, liebe Waldameise

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  8. Gudrun sagt:

    Hühnergötter!
    Ach ist das lange her, dass ich mit meinen Kindern mal welche gessucht habe. Ein halbes Leben. Oder schon mehr?
    Dein Bauwerk ohne Schnur zeigst du bestimmt? Ach ja, bei uns in eimem kleinen Dorf macht man Mauern aus Steinen, ohne Mörtel. Das wollte ich mal probieren in einem Steingarten, aber ich scheue mich vor der Steinsuche und dem Schleppen.

    Liebe Grüße von der Gudrun

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    • Silberdistel sagt:

      Sicher, wenn ich ein solches Bauwerk ohne Schnur zustande bekomme, werde ich es zeigen. Die Vorgabe, 10 Steine übereinander zu türmen, ist ja schon mal nicht schlecht. Das muss man erst einmal schaffen. Bestimmt brauche ich mehrere Übungsläufe 🙂
      Eine kleine Trockenmauer steht in meinem Garten. Es ist gar nicht so leicht, ohne Mörtel ein fest stehendes kleines Bauwerk zu errichten.
      Liebe Grüße zurück

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  9. Steine suchen und dergleichen empfinde ich auch als pure Entspannung und genieße es sehr.. Es müssen nicht gleich ganz Steinbrüche abgeschleppt werden – aber der ein oder andere kleine Schatz.
    Deine Kette würde ich liebend gern einmal in natura sehen und von dem Turm des Unbekannten bin ich ebenfalls sehr begeistert. Schön, dass du ihn fotografisch festgehalten und somit ein bisschen konserviert hast!
    Solltest du selbst ans Werk gehen – viel Spaß und Erfolg dabei und bitte wieder hier bei dir im Blog etwas darüber hinterlassen!

    LG – Michèle

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    • Silberdistel sagt:

      Für die Gestaltung eines eigenen steinernden Turmbaus suche ich mir aber eine etwas wärmere Jahreszeit aus. Das macht sicher mehr Spaß als jetzt, wo wieder der Winter über uns hereingebrochen ist. Ich werde berichten, sollte mir ein respektabler Turm gelingen 🙂

      Diese Kette wohnt inzwischen nicht mehr bei mir. Die hat ein neues Zuhause gefunden. Ich könnte Dir dann nur ihre Nachfolgerin vorstellen, die aber nicht weniger nett aussieht 😉 Wenn es Dich einmal in die Nähe von Warnemünde verschlägt, wäre das sicher kein Problem mit einer solchen Naturbetrachtung.
      LG zurück

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  10. Dein Beitrag über deine Hühnergötter-Sammlerei und die Idee mit der Kette ist wunderschön und gefällt mir ausserordentlich gut. Viel lieber wäre ich bei solchen Streifzügen an der Ostsee in „Natura“ dabei als nur hier als „Zuschauer“. Ich wusste gar nicht, dass Du eine solche künstlerische Begabung für Naturschmuck hast !!! Chapeau.

    Wenn Du einmal nicht mehr weisst, wohin mit diesen Ketten, ich hätte bei mir viele Möglichkeiten.
    Aber bekanntlich kann man nicht immer alles im Leben haben und das ist gut so!

    Wie sagt doch ein französisches Sprichwort : Wenn man nicht hat, was man liebt, muss man lieben, was man hat. In diesem Sinne sende ich Dir viele Grüsse. Ernst

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    • Silberdistel sagt:

      Naja, ehrlicherweise muss ich zugeben, dass die Idee mit der Kette nicht meine ist. Man sieht das in der oder ähnlicher Form hier oben an der Küste öfter einmal. Ich habe nur nachgeahmt. Im Nachbarsgarten hängt z. B. neuerdings auch eine ganz imposante Sammlung von Hühnergöttern auf Schnüren. Ich bin hier nicht die einzige Liebhaberin von Steinen und Versteinerungen. Wenn man Sand, Strand, Wasser, Steine liebt und die Gegend, in der man lebt, dann gehört das wohl einfach irgendwie dazu.
      Okay, wenn mir meine Ketten zu viel werden, weiß ich, wo ein Abnehmer zu finden ist 😉 Aber was hindert Dich daran, selbst einmal einen steinigen Ostseestrand zu erkunden?
      Grüße zurück in den Süden

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  11. kowkla123 sagt:

    danke für deinen Besuch und Kommentar, schönen Sonntag wünsche ich

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