Ja, damals war Sommer, um ganz genau zu sein, es war der 17. Juli und ein wunderschöner Tag. Wir besuchten den Vogelpark in Marlow und haben dort unendlich viel gesehen. Ich habe bereits mehrmals von unserem Ausflug berichtet und fertig bin ich eigentlich immer noch nicht. Immer noch gibt es Bilder, die ich gern mit Euch teilen möchte. Da der Schnee fast spurlos verschwunden ist, die Welt wieder mehr oder weniger grün aussieht, fiel mir wieder der letzte Sommer ein, der zwar nicht so überragend sommerlich war, aber einige Tage, an die man sich gern zurückerinnert, hat er uns dennoch geschenkt, dieser unsommerliche Sommer. Der 17. Juli war ein solcher Tag, der schön war, an dem die Sonne schien, an dem wir auf einer Bank im Vogelpark Marlow sitzend, eine Bratwurst aßen und dabei auf unsere heimische, aber auch auf eine fremde Vogelwelt schauten. Wir haben in diesem wunderschönen Park einen herrlichen Tag verbracht, an dem wir viel Neues und Interessantes über einen Teil der Tierwelt, die unsere Erde bevölkert, hinzugelernt haben, denn es gab nicht nur Vögel zu bewundern. Wer uns auf unseren Wegen durch den Marlower Vogelpark gefolgt ist, weiß, dass man dort auch viele Vierbeiner bewundern kann. Heute möchte ich aber noch einmal die Tiere zeigen, denen der Vogelpark seinen Namen zu verdanken hat – Vögel – und zwar sollen es heute die etwas größeren unter ihnen sein, die Vögel, die wir eher selten einmal in der freien Natur aus so unmittelbarer Nähe sehen können wie es uns hier im Vogelpark möglich ist, obwohl es mir immer in der Seele weh tut, wenn ich diese so stolzen Vögel in Gefangenschaft sehen muss. Wie mögen sie sich in einem Gehege, auch wenn es noch so groß ist, fühlen? Ein Wellensittich mag vielleicht mit solchen Gegebenheiten zurechtkommen, ob aber die großen Raubvögel und Eulen das nicht ganz anders sehen? Wie gern würden auch sie einen grenzenlosen Raum bewohnen und dort leben, wo es ihnen gefällt, nicht dort, wo ihnen der Mensch einen kleinen Käfig zugeteilt hat.
Sicher ist es für alle Silberdistels dieser Welt leichter, so auch diese wunderschönen Vögel fotografieren zu können. Aber würden nicht all die Silberdistels auch in der freien Natur nach genau solchen Vögeln Ausschau halten können? Wenigstens diese eine Silberdistel weiß, dass sie das könnte. All die Spatzen, Störche oder Bachstelzen, die ganz freiwillig im Marlower Vogelpark leben, sind auch ein schönes Motiv oder die Wasservögel, die frei im Gelände umherlaufen oder -fliegen konnten. So hat all das, was wir Menschen tun, immer eine gute und eine weniger gute Seite und die Silberdistel fühlt sich hin- und hergerissen zwischen zwei Gefühlen – wie toll es einerseits ist, diese wundervolle Vogelwelt aus allernächster Nähe betrachten zu können und andererseits tut es weh, den Stolz der Lüfte in Gefangenschaft zu sehen.

Kommentare
  1. kowkla123 sagt:

    es ist doch ein Vergnügen zu dieser Jahreszeit diese Fotos zu sehen, du hast von deinen Besuchen in Marlow ein richtiges Arsenal angelegt, zeigt es doch, wie schön es da ist, ich möchte mich für deine Freundschaft bedanken , möge das Jahr 2013 ein Gutes Jahr für dich werden, Klaus

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  2. Mathilda sagt:

    Deine Fotos sind wunderschön und ich denke mal, dass es den gefiederten Gefährten dort nicht all zu schlecht geht und es ist doch eine schöne Sache, wenn sich alle an ihnen erfreuen können.

    Ein lieber Gruß zu dir von Mathilda ♥

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    • Silberdistel sagt:

      Wohler würden sie sich mit Sicherheit fühlen, wenn sie nicht eingesperrt wären. Irgendwie tun sie mir immer leid, wenn sie dort auf so engem Raum herumsitzen müssen und keine Möglichkeit haben, die weite Ferne auszuprobieren.
      Liebe Grüße zurück

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  3. luiselotte sagt:

    Der Schmerz, die Tiere in Gefangenschaft zu sehen, tut auch mir weh…..nur manchmal ist es besser, es gibt in den Wäldern wirklich viele Idioten, die denken, sie müssen diese Tiere abschießen. Wenn du mal ein gutes Video oder DVD sehen möchtest, besorge dir ‚Es lebe der Zentralfriedhof‘. ich bekam es zu weihnachten und dort wirst du den Friedhof in Wien das ganze Jahr über begleiten mit all seinen Tieren, die darin leben….wunderschön!

    Ich wünsche dir von ganzem Herzen ein gesundes
    neues Jahr, komm gut rüber und lass das Alte
    gut zu Ende gehen….Luise ♥

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    • Silberdistel sagt:

      Auf Friedhöfen ist erstaunlich viel Leben, ich weiß. Bist Du deshalb dort so oft und so gern unterwegs? Danke für den Tipp mit der DVD.
      Auch Dir, liebe Luise, alles Gute für 2013. Ich wünsche Dir Gesundheit und dass es ein schönes Jahr für Dich wird.
      Ganz liebe Grüße zu Dir

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  4. Eulen sind irgendwie besonders. Schön, hier diese eindrucksvolle Exemplare auf deinen Fotos zu sehen.
    Mir geht es allerdings auch oft wie dir, dass mir die Tiere – so eingeschränkt – leid tun. Manche gäbe es nur überhaupt nicht mehr, wären nicht einige Exemplare geschützt in speziellen Vogel- oder anderen Parks. Zweischneidige Angelegenheit. Viele Tiere kennen es gar nicht anders – sie wurden schon dort geboren. Es stellt sich dann nur die Frage, wie viel Wildheit und Freiheitsdrang in den Genen steckt, so dass ein Vermissen bestimmter Dinge doch wahrgenommen wird.
    Leider antworten sie ja nicht …

    LG Michèle

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    • Silberdistel sagt:

      Es stimmt schon, was Du sagst. Die kleinen Seeadler beispielsweise werden es auch nicht anders kennenlernen. Schade und irgendwie traurig finde ich es trotzdem, dass die Vögel nicht einmal die Wahl haben. Sicher würde es einige Arten nicht mehr geben, wenn wir sie nicht auf diese Weise schützen würden, ob wir nun beispielsweise Milane in dieser Art „schützen“ müssen, ist für mich wirklich fraglich oder Eulen, die durchaus bei uns noch ihre Lebensräume finden bzw. haben.
      Es wäre schon interessant, wenn sie antworten könnten. Was sie dann wohl antworten würden?
      Liebe Grüße zurück

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  5. Tja, deinen Kommentar kann ich unterschreiben! Ich habe auch zwei Seelen in meiner Brust, ergreife aber eindeutig Partei für die Raubvögel, die in der Natur draussen leben sollten !!!. Heute bin ich deshalb gegen solche Vogelparks. Ich war früher einmal mit dem Kleintierzüchterverein, indem ich längere Zeit aktiv im Vorstand mitarbeitete, im Vogelpark Walsrode. Der war auch sehr sehenswert. Eben, heute sehe ich das jedoch anders.

    Für die Menschen ist es interessant, solche wunderbaren Greife so nah bewundern zu können. Für die Vögel aber gar nicht. Die Menschen, die sich wirklich interessieren, versuchen, die Greifen mit viel Aufwand draussen in der Freiheit der Natur aufzuspüren. Das sind die echten Ornithologen.

    Man sollte die Haltung von Greifvögeln verbieten, sei es in Parks oder in Falknereien. Diese Greife werden ja nur gehalten, um attraktiv für die Zuschauer zu sein und um damit Geld zu generieren.

    Sinnvoll ist nur, besonders gefährdete Arten in Aufzuchtstationen zu betreuen mit dem Ziel, sie später auszuwildern, aber nicht, um sie auszustellen.

    Es sind wunderbare Bilder, die Du uns zeigst. Ich danke Dir für deinen Beitrag, liebe Silberdistel. Er löste einige Diskussionen und Meinungen aus und dies finde ich sehr gut. Ernst.

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    • Silberdistel sagt:

      Dass vor allem auch heimische Arten in Volieren gehalten werden, finde ich traurig. In Marlow sind die Vögel noch relativ großzügig untergebracht. Ich kenne da ganz andere Wildparks. Da haben die Vögel viel weniger Raum. Da ist kaum eine Möglichkeit zum Fliegen.
      Ob es nun sinnvoll ist, gefährdete Arten in Aufzuchtstationen zu halten und später auszuwildern ist wieder eine andere Frage. Diese Art des Naturschutzes finde ich persönlich nun auch wieder nicht so gut. Das ist aber sicher auch Ansichtssache.
      Danke für Deinen langen und ausführlichen Kommentar. Er zeigt doch, dass man sehr unterschiedlicher Meinung zu diesem Thema sein kann und das allein schon ist sehr interessant und regt sicher nicht nur mich zu weiterem Nachdenken an.
      Liebe Grüße in den Süden

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      • Dank Aufzuchtstationen in Spanien, in der CH und Forschungsantrengungen der konnte z.B. in den Schweizer Alpen z.B. der Bartgeier wieder erfolgreich angesiedelt werden. Das ist doch Klasse! Ernst

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        • Silberdistel sagt:

          Ich bin da sehr skeptisch, was das Auswildern betrifft. Meistens hat es seinen Grund, dass in einer bestimmten Gegend irgendwelche Tiere, die es dort früher gab, nicht mehr gibt. Wir „allwissenden“ Menschen sollten uns nicht immer und überall einmischen. Wenn wir unseren tierischen Freunden Nisthilfen u. ä. schaffen, tun wir Sinnvolles genug, denn wenn die Bedingungen stimmen, kommen auch die Tiere wieder. Oft hat sich nämlich schon wieder ein neues biologisches Gleichgewicht gebildet, in das wir dann schon wieder eingreifen.

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