Zwillingsschwestern unter den Meisen

Veröffentlicht: 21. Dezember 2012 in Garten, Natur, Tiere, Unterhaltendes
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Manchmal ist es recht schwierig, Vögel korrekt zu bestimmen. Man sollte glauben, dass das bei Meisen eigentlich gar kein Problem darstellt. Falsch gedacht! Es gibt da zum Beispiel die Sumpfmeise und die ihr zum Verwechseln ähnliche Weidenmeise. Nicht oft, aber ab und zu tauchen am Futterhaus der Silberdistels diese kecken kleinen Meisen auf. Jedes Mal wieder fragt sich da die Silberdistel: „Habe ich nun eben eine Sumpfmeise gesehen oder war es vielleicht doch eine Weidenmeise?“

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Diese kleinen Federbälle sind noch dazu recht flink unterwegs wie eigentlich alle Meisen. Man muss schon ganz schön viel Glück haben, um sie mit der Kamera zu erwischen. Im Grunde bin ich schon froh, wenn ich überhaupt bemerke, dass sie wieder einmal an unserem Futterhaus zu Gast sind. Das allein sollte schon Freude genug sein. Aber ein Foto, ja ein Foto wäre natürlich noch viel schöner, vor allem, weil es vielleicht dann doch mit der Bestimmung etwas einfacher ist.

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Ja, was habe ich da nun mit meiner Kamera eingefangen? Ich denke, es handelt sich in diesem Falle um eine Sumpfmeise, denn bei der Sumpfmeise ist der kleine schwarze Kehllatz etwas kleiner als bei der Weidenmeise. Die Kopfplatte ist glänzend schwarz, bei der Weidenmeise ist diese dagegen von einem eher matten Schwarz.

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Ja, dann wäre da nur noch der Gesang, an dem man die beiden Meisenarten voneinander unterscheiden könnte. Wenn sie aber nun gerade nicht singen und ganz schweigsam am Futterhaus ein- und ausfliegen? Was dann? Dann hat man oder frau schlechte Karten. Eine Überlegung könnte allerdings mehr auf die Sumpfmeise hinweisen – die Sumpfmeise ist nämlich viel eher in Gärten anzutreffen als ihre Zwillingsschwester. Die Weidenmeise bevorzugt als Lebensraum mehr unsere Wälder, während sich die Sumpfmeise neben den Wäldern auch in Parks und Gärten recht wohl fühlt.
Wie bei allen Meisen gehören kleine Insekten zu ihrem Lieblingsfutter. Im Winter nehmen sie aber auch kleine Sämereien zu sich. So sind sie also durchaus auch öfter einmal an Futterhäusern anzutreffen, die Sumpfmeise wahrscheinlich ein wenig öfter, da sie ja ohnehin auch in Gärten anzutreffen ist.

Kommentare
  1. katerchen sagt:

    die sind auch bei mir am Futterhaus..und ich meine immer es ist eine Weidenmeise..egal liebe Silberdistel wir warten auf den Gesag und dann wissen wir es GENAU…D
    LG vom katerchen der diese Grauen sehr mag

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    • Silberdistel sagt:

      Liebes Katerchen, ich bin mir auch nicht so sicher, dass ich mit meiner Bestimmung hier richtig liege. Es ist wirklich nicht einfach bei diesen Graumeisen. Andererseits mögen bei Dir durchaus Weidenmeisen ans Futterhaus kommen. Bei Dir ist doch der Wald in unmittelbarer Nähe, oder?
      Liebe Grüße von der Silberdistel

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      • katerchen sagt:

        liebe Silberdistel WALD..nein hier nicht..etwas weiter lang das Moor aber sonst nur Knick und etwas Wald..aber das ist schon ein paar km weiter weg.
        einen LG vom katerchen
        ach noch etwas..ist dir schon aufgefallen das die Meisen öfter 2 Kerne aufsammeln..??
        werde dir mal ein Bild schicken

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        • Silberdistel sagt:

          Wer weiß, dann müssen wir darauf warten, dass uns diese kleinen Graumeisen etwas vorzwitschern 🙂 Zu UNSEREM kleinen Waldstück kann ich zwar hinüberschauen, aber ob die Weidenmeisen von dort zu uns rüberkommen würden 🙄 Naja, egal … lassen wir sie mal zu Worte kommen … damit verraten sie sich ganz sicher 😉
          Nein, das sie zwei Kerne aufsammeln, ist mir noch nicht aufgefallen. Witzig, oder? Bin ganz gespannt auf Dein Bild 🙂

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  2. Elvira sagt:

    Ach, ob nun aus dem Sumpf oder aus dem Wald, ob mit Haube oder Schwanz, ob kohlig oder bunt, Hauptsache, die Paridae kommen gut durch die kalte Jahreszeit, beleben mit ihrer Quirligkeit das Grau vor unseren Fenstern und begleiten mit ihrem Gezwitscher das Frühlingserwachen. Vielen Dank für die Bilder, denn wir haben überwiegend die Kohl- und Blaumeisen zu Gast.
    Liebe Grüße von Elvira

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    • Silberdistel sagt:

      Ja, Du hast schon recht, wichtig ist, dass die Meisen überhaupt da sind und man sich über diese kleinen flinken Federbälle freuen kann. Auf das Frühlingserwachen freue ich mich schon ungemein 🙂
      Bei uns sind aber auch vorrangig Blau- und Kohlmeisen am Futterhaus anzutreffen.
      Liebe Grüße nach Berlin

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  3. Frau Hummel sagt:

    Hallo liebe Silberdistel, da haste mich aber in arge Bedrängnis gebracht *lach*. Nachdem ich Deinen heutigen Blogeintrag gelesen habe, bin ich mal in mein kleines „Vogelarchiv“, um zu sehen, was denn an kleinen grauen Piepmätzen bei mir so herum fliegt und fotografiert wurde. Bei mir sind sie ALLE als Tannenmeisen registriert… 🙂 egal ob es nun Sumpfmeise oder Weidenmeise (die ich auch nicht unterscheiden kann) oder tatsächlich die kleine Tannenmeise ist. Nun habe ich grad überlegt, ob ich mich mal hinsetze und versuche, den Vögeln ihren richtigen Namen zuzuordnen und habe befunden, dass ich das mache, wenn ich in Rente bin… natürlich nur, wenn ich es bis dahin nicht schon wieder vergessen habe 🙂

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    • Silberdistel sagt:

      Also die Tannenmeise hat in der Kopfzeichnung eher Ähnlichkeit mit der Kohlmeise. Außer den weißen Kopfseiten hat sie noch einen relativ großen weißen Nackenfleck. Der schwarze Mittelstreifen, den die Kohlmeise auf der Unterseite hat, der fehlt bei der Tannenmeise. Sie hat nur einen breiten Kehlfleck, wirkt fast wie ein Ring um den Hals. Außerdem ist die Unterseite nicht wie bei der Kohlmeise gelb sondern mehr weißlich (bei „Einhard Bezzel: BLV-Handbuch Vögel“ – 2006. – S. 454″ steht: „Unterseite weißlich mit rahmfarbenen Flanken … Oberseite bläulich- bis olivgrau; doppelte weiße Flügelbinde“).
      Hm, dauert es noch lange bis zur Rente? Wenn ja, würde ich sagen, mach es gleich … und naja, sollte denn heute noch die Welt untergehen, dann hast Du wenigstens noch eine letzte Erkenntnis gewonnen 😉 Ansonsten: bis nach dem Krieg um 6.00 im Kelch 😉
      Liebe Grüße in Dein Vogelparadies ♥

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      • Frau Hummel sagt:

        Danke für die ausführliche Beschreibung 🙂 .Habe mich sehr darüber gefreut.
        Flügelbinde? Da war doch was *überleg*.

        Ach Mensch, Weltuntergang hin oder her, was soll so eine kleine Biene schon für vorherseherische Fähigkeiten haben 😉 . Was sagen eigentlich Willy oder Flip zu diesem ganzen Weltuntergangsgetöse? 🙂

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        • Silberdistel sagt:

          Also … was Willy und Flip betreffen, da sollte sich eigentlich eine Frau Hummel besser auskennen. Eine Hummel versteht bestimmt auch Bienensprache?! 😉
          Weltuntergang hin oder her, ich schau weiter den Meisen zu 🙂

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  4. Frau Hummel sagt:

    Das ist sicher viel sinnvoller, als sich mit dem vermeintlichen Weltuntergang zu beschäftigen. Ne ne, die Hummelsprache ist eine GANZ andere 🙂 .Ganz viele liebgemeinte Grüße zu Dir ♥

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  5. Mathilda sagt:

    Ich glaube, dass es bei uns nur Kohlmeisen sind, denn hier gibt es sehr viele Tannen, aber ich werde demnächst mal ein Meischen nach ihrer Bezeichnung fragen, jedoch sehe ich hier nie Blaumeisen.
    Danke für die Aufklärung und liebe Grüße von Mathilda ♥

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    • Silberdistel sagt:

      Hier bei uns gibt es relativ viele Kohl- und auch Blaumeisen. Ich würde meinen, sie sind etwa gleichstark vertreten. Die Sumpf- oder Weidenmeisen sind an unserem Futterhaus nicht so oft und auch nicht so regelmäßig zu finden. Es ist aber immer mal wieder eine dabei. Tannenmeisen habe ich hier bewusst noch gar nicht gesehen. Ich kenne sie aber aus der Rhön. Da kommen sie vor wie hier die Kohl- oder Blaumeisen.
      Vielleicht entdeckst Du unter Deinen „Kohlmeisen“ ja nun auch einmal eine Tannenmeise, wo Du nun weißt, worauf Du achten musst.
      Liebe Grüße auch zu Dir und einen schönen 4. Advent

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  6. kowkla123 sagt:

    schöne Bilder hast du wieder gemacht und ich habe viel bei dir wieder gelernt, kenne mich doch nicht ganz so dolle mit diesen schönen Tieren aus, wie ich es gerne hätte, schönen Freitag für dich, Klaus

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    • Silberdistel sagt:

      Danke für das Kompliment, lieber Klaus 🙂 Na, ein wenig kenne ich mich schon aus in der heimischen Vogelwelt. Mich haben die Federbälle schon als Kind interessiert. Ich habe all mein Taschengeld in Vogelbestimmungsbücher und in ein kleines erstes Fernglas investiert.
      LG und auch für Dich noch einen schönen Freitag und ein schönes Adventswochenende

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  7. ich muss zu meiner schande gestehen, dass ich mich mit vogelarten kein bisschen auskenne. ich kenne lediglich die blue jays (wegen ihrer schoenen blauen farbe) und die red cardinals (die knallroten) die bei uns im fruehling ans futterhaeus-chen kommen.

    lg
    Sammy

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    • Silberdistel sagt:

      Naja, zwei Vögel, die Du kennst, sind doch schon besser als gar keiner. Jeder fängt einmal klein an 😉 Sicher kennst Du andere Tiere oder Dinge, von denen ich keine Ahnung habe 🙂
      Liebe Grüße auch zu Dir

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