Stachelige Herbstnachrichten

Veröffentlicht: 14. November 2012 in Garten, Natur, Tiere, Unterhaltendes
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Heute gibt es wieder einen gemeinsamen Beitrag von Frau Hummel und der Silberdistel zu sehen und zu lesen. Frau Hummel hat die Vogelbilder, sowie eine Igelgeschichte samt Bildern beigesteuert. Die Silberdistel hat diese Geschichte in Worte gefasst, zwei eigene kleine Igelgeschichten vorangestellt und eine Igelbuchempfehlung hinten angefügt, sodass es hier heute ganz furchtbar igelig zugeht.

Die Silberdistel hatte unlängst darüber berichtet, dass in ihrem Garten die ersten Vorbereitungen auf den Winter stattgefunden haben. Im Garten muss noch einiges aufgeräumt werden und die frostempfindlichen Pflanzen brauchen noch ihren Winterschutz. Der erste Frost, den es hier an der Ostseeküste gegeben hatte, hat Frau Silberdistel nicht nur an die Pflanzen, sondern auch an die Tiere in ihrem Garten denken lassen. Die Spitzmäuse sorgen für sich selbst, denn sie sind in Silberdistels Komposter eingezogen und leben dort wie im Schlaraffenland. Für die Vögel ist die Körnerbar, wie Elke aus dem Eifel-Tussi-Blog es so schön bezeichnete, errichtet worden. Somit kann der Winter, wenn er denn möchte, in Silberdistels Garten Einzug halten.

Aber ist es wirklich schon Zeit für den Winter? Unlängst beobachtete die Silberdistel in ihrem Garten noch einen kleinen stacheligen Vierbeiner. Frau Silberdistels kleine Wildkamera kann nicht nur Kunst fabrizieren, nein, sie kann auch das, wozu sie eigentlich da ist, sie kann Fotos vom ach so wilden Gartenleben machen. Für die Interessierten hat Frau Silberdistel hier einige Fotos über das nächtliche Treiben in ihrem kleinen Hausgarten zu zeigen. Die Bilder sind nur schwarz-weiß, denn es geht hier nicht um Schönheit, sondern um den Nachweis über die Bewohner des Gartens, die bevorzugt in der Dunkelheit unterwegs sind. Na, und im Dunkeln erscheint ohnehin alles nur in Grautönen.

So ist die Silberdistel ganz zufrieden mit der Nachtarbeit ihrer tagsüber so wundervoll künstlerisch und farbenfreudig tätigen kleinen Wildkamera und möchte nun auch die Schwarz-Weiß-Kunst ihrer kleinen Mitarbeiterin mit Euch teilen. Die Kamera arbeitet mit einem Bewegungsmelder und zeichnet so auf, was sich in ihrer Umgebung tut. Frau Silberdistel fragte sich unlängst, ob ihr Igel wohl schon seinen Winterschlaf halten würde. Die kleine Kamera hatte die Antwort parat, der Igel war noch dabei, sich um eine ausreichende Fettschicht für seine lange Schlafenszeit zu kümmern und suchte fleißig nach Schnecken und anderen Köstlichkeiten im Garten der Familie Silberdistel.

… und nicht nur Silberdistels Igel war noch aktiv, wenige Tage später entdeckte die Silberdistel, als sie zusammen mit ihrem Gatten mitten in der Innenstadt ihrer großen an der Ostsee gelegenen Heimatstadt unterwegs war, sogar in einem der großstädtischen Hinterhöfe noch einen Igel beim Abendspaziergang. Offensichtlich war  auch dieser Igel damit beschäftigt, sich um eine dicke Schicht von Winterspeck zu kümmern. Sicher ist sicher!

Herr Silberdistel hatte seine kleine Kompaktkamera sofort schussbereit, nur … das gefiel dem Igel so gar nicht. Er rollte sich ganz schnell zu einer Kugel zusammen und zeigte dem Menschenvolk, das ihm überraschend bei seinem Abendspaziergang über den Weg gelaufen war, die kalte stachelige Igelschulter. Erst, als sich diese Zweibeiner etwas weiter entfernt hatten, blinzelte er vorsichtig unter seinem stacheligen Kleid hervor und setzte dann ganz eilig seinen Weg fort. Hurtig war Meister Igel im grünen Hinterhofreich verschwunden und ließ staunende Menschen zurück, die nie gedacht hätten, dass Igel auch mitten in der Großstadt zuhause sind. Man lernt doch tatsächlich immer noch dazu.

Damit aber nicht genug, auch Frau Hummel, die uns kürzlich hier auf diesem Blog mit so herrlichen Ostseebildern erfreut hat, berichtete der Silberdistel, dass sie in ihrem Garten tatsächlich zu dieser späten Jahreszeit noch Igelbesuch hatte. Im Hummelgarten ist ebenso wie bei den Silberdistels bereits für das Wohl der Vögel, die den Winter bei uns verbringen werden, gesorgt.

An den Futterstellen ist bereits reger Betrieb, wie man sieht.

Frau Hummel hat sogar an die Amseln gedacht und ihnen einen Apfel als Futter zur Verfügung gestellt, denn Obst ist auch für Amseln gesund. All diese leckeren Speisen, die angeboten wurden, blieben auch dem Haus- und Hofigel der Familie Hummel nicht verborgen. Dieser Apfel dort, hmmmmm, der muss so lecker gerochen haben, da konnte der Igel einfach nicht widerstehen. Er musste, egal, dass es helllichter Tage war, schnell dorthin, wo sich diese vielen Vögel tummelten, um von dem so wundervoll duftenden Obst zu kosten. Ein Apfel und ein Igel – wer versucht da jetzt, wen zu bezwingen? Der Apfel gewinnt. Schließlich ist dieser Apfel für die Amsel und nicht für den Igel bestimmt. Da ist der saftige Apfel ganz eigen und hochnäsig und gibt nichts von seinem leckeren Fleisch her. Der Igel, traurig und enttäuscht, sucht weiter nach Fressbarem. Diese Körner, die die Vögel hinunterwerfen, die könnten doch auch für den Igel schmackhaft sein. Er kostet hier, er kostet dort, nichts … Die Vögel hatten nur die Schalen der Sonnenblumenkerne übriggelassen. Das ist für einen Igel dann doch eine zu trockene Kost.

Frau Hummel, die gerade einen Blick in ihren Garten wirft, um ihre Vogelschar zu bewundern, glaubt, ihren Augen nicht zu trauen. Was ist das da? Ein Igel? Jetzt noch, Anfang November? Sollte er nicht schon schlafen? Der Igel dachte aber gar nicht ans Schlafen, er wollte sich noch ein wenig mehr Speck anfressen. Wer weiß, wie lang der Winter sein würde. Frau Hummel, ganz begeistert über den stacheligen Gast, nimmt ihre Kamera und knipst ein Bild nach dem anderen von ihrem kleinen Untermieter. Dann jedoch bemerkt sie, dass Meister Igel ganz enttäuscht von der obstigen Mahlzeit ist und sich nun an Sonnenblumenkernen versucht. Das kleine Kerlchen, oder war es gar ein Mädchen (?), tut ihr Leid, wie es dort nach Futter sucht und nicht so recht zufrieden ist mit dem, was im Angebot ist. Da hat Frau Hummel eine Idee. Vielleicht mag der Igel Katzenfutter. Gedacht, getan! Tatsächlich, es dauert gar nicht lange und der stachelige Geselle hebt seine Nase und spaziert zielgerichtet auf das Schälchen mit dem Katzenfutter zu. Hmmmm, wie er schmatzt und leckt, er kann gar nicht genug bekommen und fordert sogar Nachschlag. Damit er auch ja kein Stückchen vergisst, sucht er noch hier und da und rund um das Schälchen nach dem letzten Krümchen Futter. Endlich scheint er ein wenig gesättigt und zufrieden zu sein. „Schön, so einen vollen Bauch zu haben. So, aber jetzt schnell weg und einen Platz für den Winterschlaf gesucht! Oh, diese dumme Treppe hier. Egal, es ist bald Winterschlafenszeit, ich muss hier hoch und dann schnell nach Hause, mich zusammenrollen und versuchen zu schlafen. Wenn ich noch nicht schlafen kann, kann ich ja noch einmal wiederkommen“, denkt der Igel und ist fort.

Hier vielleicht noch eine Buchempfehlung für diejenigen, die mehr über diese kleinen stacheligen Vierbeiner wissen möchten:

Lohmann, Michael: Das praktische Igel-Buch : Verhalten, Nahrung, Krankheiten, Schutz, Hilfe, Pflege, Überwintern. – 2., durchges. Aufl. – München : BLV Verl.ges., 2003. – 79 S.
ISBN 3-405-16015-4

Kommentare
  1. katerchen sagt:

    sie sind noch unterwegs und Fleischnahrung brauchen sie dringend..
    tolle Bilder vom Stachelkind..
    Die Vögel sind in diesen Jahr hier auch in SCHAREN,habe ich noch nie erlebt..
    Danke für die wunderbaren Bilder
    LG zu dir liebe Silberdistel und an Frau Hummel vom katerchen

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    • Silberdistel sagt:

      Ich habe richtig gestaunt, dass die Igel noch unterwegs sind, sogar jetzt wohl noch, denn bei Mathilda läuft ja auch noch ein Igelchen umher. Sie hat gestern auch zwei Stacheltiere in ihrem Blog gezeigt, also ist die Winterschlafenszeit wohl noch nicht so ganz ran.
      Bei uns sind auch enorm viele Vögel – so als wollten sie sich auf einen strengen Winter vorbereiten. Aber vielleicht wissen die Vögel mehr als wir.
      LG auch zu Dir, liebes Katerchen

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      • katerchen sagt:

        bei meiner Tochter im Garten wohnen 3 Igel und lassen sich verwöhnen..:D
        glaube noch ist die Zeit nicht da für den Winterschlaf liebe Silberdisel
        LG vom katerchen

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        • Silberdistel sagt:

          Möglich, dass die Zeit noch nicht da ist. Vielleicht ist es ja auch noch zu warm und sie suchen so lange wie möglich Futter, damit sie über den Winter kommen. Ich muss mal meine Kamera noch einmal schauen lassen, ob unser Igel jetzt immer noch umherspaziert 🙂
          LG zurück, liebes Katerchen

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  2. Mathilda sagt:

    So schön und lustig geschrieben, wunderschöne Bilder und Obst mögen Igel eigentlich gar nicht, aber Körner und sehr gerne auch Nüsse und Samen und nicht zu vergessen, das leckere Katzenfutter.
    Klettern kann er aber auch sehr gut, wie man sehen kann, denn für lecker Futter ist kein Weg zu weit. Gestern abend war wieder ein kleiner Igel am Katzenfutter, also schlafen sie noch nicht alle.
    Vielleicht hast du noch einmal die Gelegenheit diesen putzigen Gesellen zu fotografieren.

    Liebe Grüße zu dir von Mathilda ♥

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    • Silberdistel sagt:

      Frau Hummel hatte die Bilder, die sie mir geschickt hat, sooo schön betitelt. Da brauchte es nicht mehr viel Arbeit und die Bilder illustrieren das wirklich wunderbar. Ich war hin und weg, als ich die Bilder sah. Frau Hummel war auch gern bereit, unseren gemeinsamen Auftritt noch einmal zu wiederholen – nun aber mit den Igel- und Vogelbildern. Finde ich toll und es macht uns beiden viel Spaß, Bilder und Geschichte mit Euch zu teilen.
      Der kleine Igel bei Dir kann ganz sicher noch ein etwas größeres Fettpolster vertragen, denke ich. Niedliche Gesellen sind das schon und wenn sie unsere Hilfe brauchen, dann sollen sie sie haben. Im Sommer räumen sie dann in unseren Gärten unter den Schnecken auf 🙂
      Liebe Grüße zu Dir und grüß‘ Deine Igel 😉

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  3. kowkla123 sagt:

    eine schöne Geschichte ist das geworden, bei uns habe ich schon länger keine Igel mehr gesehen, dafür sind die Vögel immer noch ziemlich umfangreich unterwegs, alles Gute, KLaus

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  4. Es hat mir sehr gefallen, von den umtriebigen Igeln und Vögeln zu lesen.
    Es ist wirklich erstaunlich, wo sich gerade die stacheligen Wesen überall zeigen! Hier bei uns zieht auch jetzt noch einer zwischen den Gärten hin und her und überquert immer abends gegen 20.30 Uhr unsere Terrasse. Dort funktioniert das Licht per Bewegungsmelder und wird so regelmäßig ausgelöst. ^^
    Schöne Fotos aus der aktiven Nachtzeit bei dir heute! Finde ich klasse!

    LG Michèle

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    • Silberdistel sagt:

      Auch wenn ich gedacht habe, dass es schon lange Schlafenszeit für die Igel ist, ist es wohl doch noch nicht ganz so weit, denn scheinbar sind diese stacheligen Vierbeiner noch fast überall unterwegs. Du bestätigst das jetzt sogar noch.
      So eine Wildkamera ist gar nicht so übel. Es hatte mich schon immer interessiert, was so in der Nacht in meinem Garten los ist. Inzwischen weiß ich dank dieser kleinen Kamera ein wenig mehr.
      Danke für Deinen Besuch. Ich freue mich, dass Dir die Bilder gefallen.
      Liebe Grüße zurück

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  5. Frau Hummel sagt:

    Liebe Silberdistel, schön ist Dein/unser Beitrag geworden. Vielleicht sollte ich mir doch noch einmal überlegen ein eigenes Blog zu starten *lach*.

    Danke, dass Du hier auch meine Bilder zeigst 🙂 , es wäre wahrscheinlich wirklich schade gewesen, wenn der süße Igel nicht ins Internet gekommen wäre. Ich habe ihn übrigens nicht wieder gesehen, vielleicht hat er sich nun doch schlafen gelegt.

    Erstaunlich, wie gut doch die Bilder Deiner Wildkamera werden, obwohl, auf Bild drei sieht Dein Igel ein wenig gruselig aus mit seinen Leuchteaugen 😉 .

    Ich werde nachher noch einmal schauen kommen und wünsche Dir ganz viele schöne Kommentare für Deinen Beitrag. Sei lieb gegrüßt von Frau Hummel, die sich mal wieder freut wie Bolle weil sie bei Dir ihre Bilder zeigen durfte ♥

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    • Silberdistel sagt:

      Na, ich hoffe doch, dass ich Dich noch überzeugen kann, ein eigenes Blog aufzumachen. Deine Bilder sind so wunderschön. Die MÜSSEN gezeigt werden. Ich hoffe, wir alle hier stecken Dich noch ein wenig an mit dem Spaß, den wir an der Bloggerei haben.
      Das Leuchteauge vom Igel fand ich auch ein wenig gespenstisch, andererseits können z.B. Katzen da noch viel gruseliger aussehen. Aber das weißt Du sicher selbst. Du hast bestimmt von Deinem Kater auch schon solche Leuchteaugenfotos gemacht.
      Die Kommentare sind ja nicht nur für meinen Beitrag, sie sind für UNSEREN Beitrag. Sie gehören Dir genauso wie mir. Ohne Deine Igelgeschichte und die schönen Bilder dazu, wäre auch mein Beitrag nur halb so schön, wenn überhaupt. Ich freue mich sehr, dass Du uns die Bilder hier zur Verfügung gestellt hast und DIR gebührt ein Dankeschön 🙂

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