Was würde man drum geben, das auch einmal im fortgeschrittenen Alter von sich behaupten zu können. Mit diesem hier abgebildeten alten Gemäuer kann ein Mensch aber wohl kaum mithalten. Sicher hat auch das Doberaner Münster im Laufe seines langen Lebens an vielen Stellen gelitten, der Putz bröckelte im wahrsten Sinne des Wortes, doch des Menschen Hand hat ihm mit aufwändiger Kosmetik, viel Arbeit und Zeit wieder zu neuer Schönheit verholfen. Die innere Schönheit dieses imposanten Kirchenbaus haben wir gestern betrachten können, heute schauen wir das Schmuckstück noch einmal von außen an, so, wie es die Silberdistels bei ihrem Besuch voller Bewunderung taten.

Nicht weit entfernt vom Münster begegnete uns ein anderes Stück Doberaner Geschichte, um das es mit Sicherheit schade wäre, wenn man es nicht erhalten würde – das Amtshaus, ein Gebäude, das auf den Fundamenten des ehemaligen Gästehauses des Klosters entstand, als Jagdschloss des Herzogs genutzt wurde und später die herzogliche Amtsverwaltung beherbergte. Zuletzt hatte die Doberaner Kreisbibliothek hier ihr Domizil. Seit dem Auszug der Bibliothek steht das Gebäude leider leer und verfällt mehr und mehr. Ich hoffe, dass die restliche Summe, die noch fehlt, um diesem Gebäude zu neuer Schönheit zu verhelfen, auch noch aufgebracht werden kann. Es wäre schön, wenn dem Städtchen Bad Doberan und seinen Besuchern ein neues altes Schmuckstück zurückgegeben werden könnte.

Unser Weg führte uns vorbei am alten Amtshaus und endete schließlich am Torhaus mit seinem kleinen Klosterladen und einem hübschen und gemütlichen Café. Auch das Torhaus besteht aus alter Bausubstanz, ist aber erstaunlich nett wieder hergerichtet worden. In dem kleinen Innenhof fühlten wir uns bei Kaffee und Kuchen sehr gut aufgehoben. Natürlich konnten wir es nicht lassen, auch ein wenig im Klosterladen umherzustöbern, in dem es unter anderem viele schöne Handwerkskunst zu betrachten und zu kaufen gab und gibt.

Kommentare
  1. Schönheit kommt von innen und manch alter Mensch hat gerade aufgrund seines Alters einen Charme, bzw. eine Ausstrahlung, die sympathisch rüberkommt, weil es authentisch ist 🙂

    Für das Amtshaus bleibt tatsächlich zu hoffen, daß noch genügend Spenden zusammenkommen – Deine Bilder zeigen ja sehr schön, daß es sich lohnen würde, es zu erhalten. Tolles Foto auch vom Vogel!

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  2. hellboy2503 sagt:

    Interessante Serie – schöne Locations

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  3. Elvira sagt:

    Ich möchte mich dem ersten Teil von bilderharmonie anschließen. Nur wird dieses Wissen um die innere Schönheit und der Ausstrahlung uns ältren Menschen durch den Umgang mit dem Alter und dem Jugendwahn immer schwerer gemacht. Als ich heute beim Frisör wartete, saß neben mir eine schon sehr betagte Dame, an oder über die 80 war sie sicher schon. Sie war nicht extravagant gekleidet, dennoch stimmzt etwas nicht an ihr. Sie hatte furchtbare Fingrenägel. Nein, nicht ungepflegt, sondern in einem Nailirgendwas designt. Lilagetreift und sehr lang. Das passte so gar nicht zu ihrer sonstigen Erscheinung. Nun ist es durchaus nicht so, dass ich älteren Menschen keine Extravaganzen zustehe, nur frage ich mich in diesem Fall, wer hat der Frau diese Nägel aufgeschwatzt? Da haben es die alten Gemäuer, sofern die Finanzierung stimmt, viel einfacher. Sie dürfen ihe Alter zur Schau tragen, das ist sogar erwünscht. Und bei Dir haben sogar die Tauben eine Daseinsberechtigung 🙂
    Liebe Grüße von Elvira

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    • Silberdistel sagt:

      Ich denke auch mehr so – alles zu seiner Zeit. Manche Dinge passen nicht zur Jugend und andere wiederum auch nicht zum Alter, das mit den Fingernägeln war sicher nicht so passend. Kann ich mir so richtig illustriert vorstellen, wie fehl am Platze sie waren.
      Die Tauben gehörten einfach mit zum Münster und ja, auch sie haben für mich eine Daseinsberechtigung. Wenn sie in einigen Städten schon fast überhand nehmen, ist doch meistens der Mensch selbst dran schuld.
      Liebe Grüße auch an Dich

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      • Elvira sagt:

        Das Bedauerliche an der alten Dame heute war ihre Gebrechlichkeit, nicht nur in körperlicher Hinsicht. Dem Gespräch konnte ich entnehmen, dass sie schon in der letzten woche zum Haareschneiden dort war, sich aber nicht mehr daran erinnern konnte. Wer weiß, wer sie zu den Fingernägeln überredet hat. Beim Frisör fühle ich mich immer ein bisschen wie ein Lauscher an der Wand. Selbst erzähle ich so gut wie nichts – waschen, schneiden, trocken föhnen (ich habe eine sehr kurze Kurzhaarfrisur), aber ich höre den Gesprächen gerne zu, sie geben so viel über die Menschen preis.
        Eine gute Nacht wünscht Elvira

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        • Silberdistel sagt:

          Das wäre dann ja eher traurig mit der alten Dame. Schon möglich, dass ihr jemand diese Nägel aufgeschwatzt hat. Da gibt es ja Leute, die solche Situationen hemmungslos ausnutzen. Solche Sachen sind mir irgendwie unbegreiflich.
          Ja, das stimmt, beim Frisör ist es immer spannend 🙂 Bei der Physiotherapie ist es nicht viel anders 😉
          Liebe Grüße und gute Nacht

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  4. kowkla123 sagt:

    es ist doch immerhin gut, dass man dort erstens das schöne „ALTE“ sehen kann und gleichzeitig auch was zu sich nehmen kann, zur DDR ZEit darin die Kreisbibliotek, interessant, da hoffe ich ja, das man das wieder hinbekommt, aber es ist nichts ohne Geld und Menschen, die sich dafür einsetzen, alles GUte, KLaus

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  5. Mathilda sagt:

    Schöne Fotos hast du gemacht, wobei mir die Details noch besser gefallen, denn ich bin nicht so der Kirchenknipser…sorry…aber man sieht solche Fotos einfach zu häufig.
    Das Amtshaus ist interessant und da wünsche ich euch, das genug Geld zusammenkommt,aber es muß auch erst mal geprüft werden, ob sich eine Saniereung überhaupt noch lohnt.
    Steht es denn unter Denkmalschutz!

    LG Mathilda -;-)

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    • Silberdistel sagt:

      Na, es muss ja nicht jeder Kirchen knipsen. Das wäre dann ja auch langweilig. Wenn jeder das fotografiert, was ihm Spaß macht und ihn interessiert, dann wird es nie langweilig, wenn wir gegenseitig unsere Bilder betrachten.
      Ob das Amtshaus unter Denkmalschutz steht, kann ich nicht sagen. Ich denke aber fast, denn ansonsten wäre die Summe, die man bräuchte, um es zu retten, sicher nicht ganz so hoch.
      LG zurück

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      • Mathilda sagt:

        Wenn es denkmalgeschützt ist, dann sollte doch die Stadt/Kommune das Geld dafür aufbringen können, ansonsten wird nichts gemacht und alles dem Verfall überlassen, das wäre schade, denn eine Sanierung ist schon sehr aufwendig und kostet auch viel Geld…da kann man nur hoffen.

        Liebe Grüße zu dir und noch einen schönen Abend wünscht Mathilda ♥

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  6. laurazeitlos sagt:

    Eine tolle Serie..Danke!
    LG,Laura

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  7. wolke205 sagt:

    Ich war nur einmal auf Klassenfahrt in Bad Doberan, kann mich kaum noch daran erinnern. Deine Fotos sind einfach schön 🙂

    Liebe Grüße

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  8. katerchen sagt:

    Hallo liebe Silberdistel
    solides Handwerk das zahlt sich aus…da muss man nUR ab und an etwas AUFHÜBSCHEN..
    Kirchen sind für mich immer ein schöner Ort und laden zum Verweilen ein.
    LG vom katerchen

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    • Silberdistel sagt:

      Richtig, obwohl dieses Aufhübschen des Doberaner Münsters viele Jahre gedauert hat.
      Ich mag Kirchen auch und sehe mir gern welche an, auch wenn sie noch so klein und einfach sind. Die kleinen Dorfkirchen mag ich auch sehr.
      LG auch zu Dir

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