Nach 8 gibt’s Torte

Veröffentlicht: 20. Juni 2012 in Alltägliches, Essen und Trinken, Unterhaltendes
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Die Silberdistel hat sich wieder einmal backkünstlerisch in ihrer Küche versucht, aber keine Angst, dieses Blog wird nicht zum Koch- und Backblog mutieren, wobei ich nichts gegen Kochblogs gesagt haben will, im Gegenteil – ich liebe sie. Hier bei der Silberdistel gibt es eben einfach all das zu sehen und zu lesen, was den Alltag eines Bücherwurms ausmacht. Manchmal wird eben auch gekocht oder gebacken. Ja, auch Bibliothekare tun das. Und wenn sie dann nicht mehr so regelmäßig in ihre Bibliothek gehen, dann beschäftigen sie sich ganz einfach auch etwas mehr mit anderen Dingen, die sie schon immer liebten, für die aber niemals nie die Zeit so richtig reichte. Endlich ist die Zeit für die schönen Dinge des Lebens da, so dachte die Silberdistel und fing an zu backen. Nein, nein, so ist das nun auch wieder nicht, gebacken hat die Silberdistel schon immer, nur jetzt lässt sie auch Euch dran teilhaben und genau DAS hat sie früher nicht getan, sozusagen für die Öffentlichkeit gebacken. Jetzt ist sie neben der Backerei sogar noch damit beschäftigt, ihr backkünstlerisches Tun in Bilder und Worte zu fassen. Nur das Essen der bäckerischen Endergebnisse kann sie nicht mit Euch teilen, das isst sie lieber allein, pardon, nein, das teilt sie natürlich auch, manchmal mit ihrem Herrn Silberdistel, ein anderes Mal mit der Familie oder aber mit Freunden oder sogar mit allen. So sind also all die Kuchen, Torten, Kekse, die unter den Händen und im Backofen der Silberdistel entstanden, fachkundig verkostet und für gut befunden worden. Herr Silberdistel ist ein Garant für leckeren Kuchen. Wenn er sagt, das schmeckt, dann schmeckt es auch. Wenn denn einmal Kuchen gekauft werden muss, weil die Silberdistel gerade keine Zeit mehr zum Backen übrig hatte, trotzdem Kuchen auf den Tisch muss, dann kann sie bedenkenlos ihrem Gatten den Gang zum Bäcker überlassen. Sie ist sich ganz sicher, dass ihr Gatte mit den leckersten Stückchen, die Konditorei oder Bäckerladen hergeben, heimkehren wird. Also, was hier von der Silberdistel vorgestellt wird, kann bedenkenlos nachgebacken und genauso bedenkenlos gegessen werden. Es schmeckt ausnahmslos alles und diese Torte, die man nach 8 zusammenzaubern oder erst nach 8 essen soll, ist ganz besonders lecker. Eine kleine Anmerkung vielleicht noch: Nach 8 ist es ja doch immer irgendwie. Also, jetzt keine rechenkünstlerischen Aktivitäten entfalten – einfach zusammenzaubern und losessen. Man wird es nicht bereuen – nun ja, höchstens, wenn man dann hinterher aus Versehen auf die Waage steigt. Man sollte ihr dann nicht so einfach glauben, was sie sagt, so man eine sprechende Waage hat. Auch Waagen sind nur Menschen und können sich irren.

Nun denn, nicht an die Waage denken – jetzt einfach Folgendes tun – man nehme für dieses Wunderwerk der Backkunst folgende

Zutaten:

Einen Wiener Tortenboden, zweifach geschnitten (wer mag, kann natürlich diesen Tortenboden auch selbst backen)
3 x süße Sahne
14-16 Minztäfelchen (z.B. After-Eight)
Sahnesteif ist empfehlenswert, muss aber nicht unbedingt sein

Zubereitung:

Die süße Sahne wird zusammen mit 14 bis 16 Stückchen der besagten Minztäfelchen unter öfterem Umrühren erhitzt. Wenn die Täfelchen sich vollständig in der Sahne aufgelöst haben, lässt man alles abkühlen und stellt die Masse über Nacht in den Kühlschrank.

Was man nicht vergessen und unter allen Umständen beachten sollte: Diese kleinen Minztäfelchen muss man unbedingt vorverkosten.

Niemand möchte sich später von den Gästen sagen lassen müssen, man hätte minderwertiges Material für die Backkünste verwendet. Die Silberdistel verkostet lieber einmal mehr als einmal zu wenig. Übrigens verkostet Herr Silberdistel auch immer gern ein bis … ja manchmal muss ihm seine Gattin schon das grüne Schächtelchen entreißen, damit auch noch etwas für die Torte übrig bleibt. So, nachdem wir nun genug der leckeren Täfelchen gerettet und in der Sahne aufgelöst haben, wartet dieses köstliche Gemisch auf den kommenden Tag und zwar, wie schon erwähnt, im Kühlschrank, damit es bei der weiteren Verarbeitung einen kühlen Kopf behält.

Dann also, wenn dieser andere Tag gekommen ist, wird die leckere Masse mit dem Schneebesen aufgeschlagen bis sie steif ist. Wer nicht so sportlich ist, darf gern sein elektronisch durchgestyltes Handrührgerät aus der Küche benutzen. Die Silberdistel ist in diesem Punkte überhaupt nicht sportlich und lässt hier gern die kleine Maschine für sich arbeiten. Wer mag, kann gerne Sahnesteif zur Minz-Sahnemischung tun, dann ist die Füllung ein wenig fester und lässt sich auch besser verarbeiten.

Hat man sich genug mit dem Aufschlagen herumgeschlagen, wird etwa 1/3 unserer Minzsahne auf dem unteren Teil des Tortenbodens verteilt, dann kommt Teil 2 des Tortenbodens auf die Masse und das 2. Drittel der Füllung wird auf den mittleren Teil des Tortenbodens gestrichen.

Zum Schluss bekommt dieser Teil der Füllung noch sein Tortenbodendeckelchen drauf und den Rest der Sahneminztäfelchenmischung, der gut auf unserem Kunstwerk verteilt und glattgestrichen wird.

Wer mag, kann seine Torte nun noch mit Schokostreuseln verzieren oder aber dazu geriebene Schokolade verwenden, so wie es die Silberdistel dieses Mal gemacht hat. Zum guten Schluss wird die Torte andeutungsweise in so viele Stückchen geteilt, wie man das gern hätte. In der Regel sind das 12 Stückchen, bei der Silberdistel sind das auf Wunsch der Familie, die gern kleinere Stückchen isst, 16 Tortenstückchen. So kann sich die Familie wirklich durch ALLE angebotenen Kuchen- und Tortensorten hindurchessen, denn das geht in der Regel nur, wenn die einzelnen Kuchenstückchen nicht zu groß sind. Zur Not kann man ja auch mehrere Stückchen von einer Sorte der angebotenen Kuchenspezialitäten essen.
Wenn nun endlich feststeht, in wieviele Teile die Torte geteilt werden soll, kann man sich an die Schlussdekoration machen. Wir benötigen dazu 6 bis 8 Minztäfelchen, die wir hoffentlich vor dem Herr Silberdistel oder der eigenen Unbeherrschtheit gerettet haben.

Die kleinen Minztafeln werden diagonal durchgeschnitten und dann auf die einzelnen Tortenstückchen verteilt, etwas schräg gestellt sieht es toll aus. Nun kann die Torte noch bis zum Verzehr in den Kühlschrank, denn gut gekühlt schmeckt sie besonders gut.

Kommentare
  1. katerchen sagt:

    also wenn ich jetzt mit der Torte beginne..ist sie bis ACHT gut durchgezogen..liebe Silberdistel
    die wirkt sehr lecker,
    DANKE für die genaue Anweisung zum dem Wunderwerk.
    LG vom katerchen

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    • Silberdistel sagt:

      Die Torte IST auch ganz lecker und sie ist rasant schnell zubereitet, es sei denn, Du willst den Tortenboden auch selbst backen. Dann dauert es natürlich etwas länger. Aber probiere sie mal aus. Du wirst begeistert sein.
      LG

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  2. Frau Hummel sagt:

    Die schaut wirklich sehr lecker aus, da bekomme ich gleich Lust, auch so eine Torte zu machen. Habe aber vorher noch eine Zitronentorte bzw. –Kuchen auf dem Plan. Wie soll ich diesen Hüftspeck nur wieder los werden *grübel*?

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    • Silberdistel sagt:

      Die schaut nicht nur so lecker drein, die ist auch ganz lecker. Wenn man natürlich dauernd an seinen Hüftspeck denkt, macht eine solche Torte nur halb so viel Spaß. Vergiss jetzt einfach mal diesen Hüftpunkt und denk nur an die Torte, zaubere eine zusammen und iss. Spätestens dann vergisst Du ohnehin alles andere vor Begeisterung und willst nur noch diese Torte. Vorsicht, es besteht Suchtgefahr 😉
      Ach, eine Zitronentorte hätte ich da auch noch im Angebot 😉

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  3. kowkla123 sagt:

    sag mal, hatte ich nicht ein Stück davon bestellt, ich warte und warte, es kommt nichts an, sieht doch so lecker aus, wünsche dir einen schönen Tag, KLaus

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  4. Mathilda sagt:

    Bohhh und das mir, wo ich Torten liebe und dann auch noch mit Minztäfelchen, die ich nachts immer nasche, weil ich nicht schlafen kann…gibt es auch beim Aldi, total gut…die Minztäfelchen 😆
    Und nun muß ich gucken und darben.
    Aber vielen Dank für das Rezept.
    Liebe Grüße zu dir, hier regnet es ununterbrochen.

    Mathilda ♥

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    • Silberdistel sagt:

      Dann kannst Du ja ab sofort nachts Torte naschen 😉 Ich weiß, dass man nicht die originalen Minztäfelchen kaufen und essen muss 🙂 Die anderen eignen sich auch ausgezeichnet für die Torte, zumal sie preiswerter sind 😉 Eigentlich nehme ich die sogar lieber 😀 Dieses Mal waren sie nur nicht zur Hand.
      Hier war es den ganzen Tag bedeckt, aber nix mit Regen. Es droht aber schon eine ganz Weile und kreiselt immer um uns herum. Ich denke, da kommt noch was.
      LG auch zu Dir

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  5. Wolfram sagt:

    Schade, ich darf nicht „nicht an die Waage denken“. Aber an die Torte denken, ohne sie zu essen, das ist mir sicher erlaubt.

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  6. wolke205 sagt:

    Jetzt noch alles laktosefrei und die Torte wandert Bissen für Bissen in meinen Magen 😀

    Liebe Grüße

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    • Silberdistel sagt:

      Oh, laktosefrei? Das ist sie dann doch wohl nicht, wenn ich so an die Sahne denke. Bei mir sollte möglichst alles fruktosearm sein. Nicht so einfach, zumal sogar in der Wurst Fruktose ist 😦
      Liebe Grüße auch zu Dir

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  7. Thomas sagt:

    Ich glaube, ich hätte für sowas nicht das nötige Händchen, aber das Ergebnis sieht doch sehr lecker aus 🙂
    Und ich finde es sogar gut, daß Du auch mal was in dieser Richtung (also Backen) postest – vor allem, weil es, wie gesagt, gut aussieht. Auf dass es mal jemand nachbackt 🙂

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