Urlaub in der Rhön 2012 – Von Tunnel zu Tunnel nach Hause

Veröffentlicht: 13. Juni 2012 in Allgemein, Natur, Naturgewalten, Reisen, Unterhaltendes, Urlaub
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Es ist Freitag, der 18. Mai. Heute ist unser letzter Urlaubstag hier in der Rhön. Wir haben noch einmal eine kleine Wanderung geplant, am Nachmittag muss ich dann einpacken, damit wir morgen rechtzeitig loskommen.

Als wir in der Frühe aus dem Fenster schauen, sieht es gar nicht so aus, wie wir uns das für einen Wandertag vorgestellt haben. Na, macht nichts, vielleicht wird es ja noch. Auf jeden Fall wird erst einmal draußen auf dem Balkon gefrühstückt. Wir haben noch nicht einmal richtig mit dem Frühstück begonnen, da fängt es ganz leicht zu tröpfeln an. Was soll das denn jetzt? Will uns hier jemand den letzten Urlaubstag verderben? Wir ignorieren die ersten Tropfen, die auf unsere Teller fallen und halten tapfer durch. Doch irgendwann drohen die Brötchen und Croissants vom Nass, das vom Himmel auf sie niederfällt, durchzuweichen. Der Tee wird auch immer dünner, was soll’s. Wir kapitulieren vor so viel natürlicher Gewalt und räumen das Feld. Eilig tragen wir alles in die Ferienwohnung und setzen dann dort das Frühstück fort. Dennoch, wir hoffen noch immer auf ein wenig Sonnenschein oder wenigstens darauf, dass uns diese dunkle Regenwolke möglichst bald verlässt. Aber sie tut uns diesen Gefallen nicht. Sie scheint förmlich um uns zu kreiseln und immer wieder neues Wasser aufzusammeln, um es genau hier über unserem Urlaubsort wieder auszugießen. Gegen Mittag ist es mit unserer Geduld zu Ende. Mein Gatte und ich schauen uns im stillen Eivernehmen an, er geht unser Urlaubsquartier bezahlen, ich packe derweil unsere Koffer. Wir haben beschlossen, lieber das schlechte Wetter für die Heimfahrt zu nutzen, um dann zuhause einen hoffentlich schönen Samstag genießen zu können. Gegen 13.00 Uhr sind wir auf dem Weg nach Hause. Wir fahren noch einmal zu unserem kleinen Bauernladen am Freilandmuseum in Fladungen, kaufen Käse, Wurst und einige andere Kleinigkeiten ein und dann sind wir endgültig auf Heimatkurs. Unsere Route führt uns über die Thüringenautobahn nach Hause. Wir sind diese Strecke schon öfter gefahren. Sie führt durch zahlreiche Tunnel und macht die Fahrt schon dadurch zu einer spannenden und interessanten Reise. Inzwischen ist auch der Tunnel in Jena fertig, obwohl er ja eigentlich gar kein Tunnel ist. Hier hat man, um den Autobahnlärm von den Bewohnern fernzuhalten, die Autobahn einfach überbaut und so eine Art Tunnel geschaffen. Man musste hier keine Berge durchbohren und Erdreich wegschaffen, hier hat man das Erdreich über der Autobahn aufgehäuft und so im Sinne der Bevölkerung Jenas eine schöne Tunnellösung geschaffen. Als wir Jena verlassen, haben wir noch viele Autobahnkilometer vor uns. Das Wetter ist hin- und hergerissen zwischen Gut und Böse, sodass wir denken, dass unsere Entscheidung, schon heute nach Hause zu fahren, nicht die schlechteste war.

Gegen 19.00 Uhr erreichen wir unser Ziel, befreien zwei Katzen von einem zweiwöchigen Hausarrest und freuen uns, wieder zuhause zu sein. Der Urlaub war wirklich schön und erholsam, doch zuhause ist es auch schön. Das merkt man dann, wenn man wieder dort ist, sich gemütlich im Sessel zurücklehnt, Streicheleinheiten bei zwei Fusseltigern verteilt und als Dank dafür eine leise schnurrende Musik vernimmt, die gar nicht enden will. Die Tiger weichen uns nicht mehr von der Seite, wir merken, nicht nur wir sind glücklich wieder zuhause zu sein, auch zwei Vierbeiner sind froh, dass wir einander wiederhaben.

Kommentare
  1. einfachtilda sagt:

    Die Fotos vom Tunnel sind schon toll, aber dass sich die Katzen gefreut haben, das kann ich mir sehr gut vorstellen.
    Sie wurden aber ganz sicherlich von einer lieben Person gefüttert?

    Liebe Grüße zu dir und einen wunderschönen Tag.

    Mathilda ♥

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    • Silberdistel sagt:

      Diese Tunneldurchfahrten waren toll. Ich konnte mich nicht bremsen, davon Fotos zu schießen. 😉
      Ja natürlich wurden die Katzen von einer lieben Person gefüttert, es haben sich sogar zwei Personen um sie gekümmert. Eine unserer Töchter und unser Sohn haben die beiden Pelztiere umsorgt.
      Liebe Grüße auch zu Dir und einen schonen Mittwoch

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  2. wolke205 sagt:

    Ich hab immer ein sehr mulmiges Gefühl in Tunneln… 😉 Unser zweiter Kater, Blacky, kam immer ganz aufgeregt mauzend auf uns zu, wenn wir wieder da waren, aber einen Meter vor uns hat er kehrt gemacht , einen bösen Blick über die Schulter geworfen und uns dann zwei Tage völlig ignoriert 😉

    Liebe Grüße

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    • Silberdistel sagt:

      Unser zweiter Kater war auch etwas nachtragend, wenn wir weg waren. Er hat uns dann auch immer eine ganze Weile ignoriert. Bei diesen beiden Tigern ist das aber absolut nicht der Fall. Da merkt man richtig, dass sie froh sind, wenn wir wieder zuhause sind.
      LG auch an Dich

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  3. M. sagt:

    Psst. Ich verrate dir mal was. Ich habe Angst vor langen Tunneln. Ehrlich. Da muss ich immer ganz schwer atmen. Komisch oder?
    Das sich deine Fellnasen über eure Heimkehr gefreut haben, kann ich mir vorstellen. Mal sehen, was unser verwöhnter Kater macht, wenn wir wiederkommen. Purzel kann ganz schön beleidigt sein, lach. Ich grüße dich lieb!

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    • Silberdistel sagt:

      Ich fand es schon mal ganz interessant durch diese vielen Tunnel zu brausen, aber so richtig darüber nachdenken darf ich auch nicht, was wäre, wenn … Es gab ja schon genug gruselige Tunnelunfälle.
      Wir kennen das mit dem Beleidigtsein auch von dem Vorgänger unserer beiden Katzen. Der konnte ganz furchtbar beleidigt sein und hat uns das dann aber mächtig spüren lassen. Da bin ich gespannt, wie Euer Kater sich verhält, wenn Ihr dann wieder zurück seid aus dem Urlaub.
      Liebe Grüße auch an Dich

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