Urlaub in der Rhön 2012 – Die wilden Tiere der Rhön I

Veröffentlicht: 23. Mai 2012 in Alltägliches, Insekten, Natur, Pflanzen, Reisen, Tiere, Unterhaltendes, Urlaub
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Heute, es ist Mittwoch, der 9. Mai, werden wir erstaunlicherweise erst gegen 8.00 Uhr wach. Das ist doch schon eher Urlaub, Erholung, Ausschlafen. Nur der Himmel schaut heute nicht so freundlich drein. Die Wetterfrösche sprechen davon, dass es bis zum frühen Nachmittag zwar bewölkt, aber immerhin trocken sein soll, später aber sogar mit Gewittern gerechnet werden muss. Was fangen wir also mit einem solchen Tag an? Wir erwägen mehrere Varianten und entscheiden uns schließlich für die Besichtigung des Freilandmuseums Fladungen. Sollte sich das Wetter doch schon frühzeitiger als vorhergesagt für das Nass von oben entscheiden, können wir im Freilandmuseum immer irgendwo eine Unterstellmöglichkeit finden, um Regen oder sogar Gewitter im Trockenen abzuwarten. Aber wir haben Glück. Nur einmal sprüht es ganz leicht. Als ich drohend nach oben in den Himmel schaue, versteht der Wettergott meinen Blick und beherrscht sich. Er schickt keine weiteren Wasserstropfen nach unten.

Den ersten Teil unseres kleinen Spazierganges durch das Rhöndorfmuseum haben wir Begleitung von einem Kätzchen, das immer wieder unseren Weg kreuzt, als würde es zu uns gehören. Ich mache einige Fotos von der kleinen Begleiterin und mein Gatte meint: „Diese Katze will wohl ins Internet. Sie reißt sich ja förmlich ein Bein aus mit ihrem Schaulaufen.“ „Das kann sie haben“, antworte ich darauf und knipse weiter vor mich hin, immer die Katze im Visier. Das Kätzchen scheint noch recht jung zu sein, denn es springt spielerisch hier- und dorthin, bemüht sich Insekten auf der Wiese zu fangen oder Grashalme zu erhaschen. Man sieht ihm förmlich die Freude an diesem Spiel an. Auch ich habe Spaß an der sprühenden Lebensfreude der Katze und versuche, ihren Spieltrieb zu dokumentieren. Sie ist aber oft so schnell, dass ich Mühe habe, ihr mit der Kamera zu folgen. So spielen wir beide begeistert Fangen, die Katze fängt die Grashalme und ich fange mit der Kamera die Katze ein.

Nebenher schauen mein Gatte und ich aber dennoch die hübschen alten Bauernhäuser an, die vorwiegend aus Fachwerk bestehen, bewundern die alten Gerätschaften, die wir beide noch aus dem Haushalt oder vom Bauernhof unserer Großeltern kennen. Als Kind war ich jeden Sommer während der Schulferien bei meinen Großeltern zu Besuch und konnte dort diese Geräte noch in Aktion erleben. Es ist schon interessant, wie viel sich in den letzten Jahrzehnten in unserem Leben verändert hat. Hätte ich mir damals vorstellen können, heute an einem PC zu sitzen und problemlos mit anderen Menschen am anderen Ende der Welt zu kommunizieren oder mit einer Kamera Bilder zu machen, ohne dafür einen Film zu benötigen?

An einem Taubenschlag, der sich unter dem Dach eines der Bauerhäuser befindet, ist die Katze hin- und hergerissen zwischen uns und den fliegenden Futterhappen. Immer wieder folgt uns das Kätzchen, dann schaut es zu den Tauben hoch. Man sieht ihm förmlich an, wie gern es doch dort oben im Taubenschlag aufräumen würde. Doch die Tauben befinden sich in sicherer Höhe. Damit muss sich das Kätzchen wohl abfinden. Doch dann entdeckt es ein am Boden umherhüpfendes Rotschwänzchen und sofort erwacht wieder der Jäger im Kätzchen. Es schleicht sich an, doch das Rotschwänzchen hat das längst bemerkt und fliegt davon.

Ich mache auch von den Tauben noch einige Fotos, dann setzen wir unseren Rundgang durch das historische Bauerndorf fort. Das Kätzchen folgt uns noch eine Weile, doch dann verlieren wir unsere Begleiterin an eine Gruppe von Kindern, die um einen Tisch vor einem der alten Häuser sitzt und sich von einem Erwachsenen, vielleicht ihrem Lehrer, etwas erzählen lässt. Die Katze schnuppert noch einmal an einer mit Efeu bewachsenen Mauer, schaut uns ein letztes Mal an und bleibt dann bei den Kindern stehen. Vielleicht war die Katze aber auch nur an ihrer Reviergrenze angelangt und ist uns deshalb nicht weiter gefolgt.

Wir winken dem Kätzchen noch einmal zu und setzen unseren Rundgang fort.

Kommentare
  1. katerchen sagt:

    überall diese WILDEN Tiere..so eine gefähliche Gegend habt Ihr besucht..mutig mutig..grins
    Danke für diese besonders schönen Eindrücke von UNTERWEGS.
    LG zum Bergfest vom katerchen

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  2. einfachtilda sagt:

    Jedes einzelne Bid habe ich genossen und die Katze am Baumstamm gefällt mir ganz besonders, aber auch all die anderen „wilden Tiere“.
    Dankeschön.

    LG Mathilda 😉

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    • Silberdistel sagt:

      Das freut mich, dass Du die Bilder genießen konntest. Ich genieße jetzt gerad meinen Urlaub durch die Bilder ein zweites Mal. Das macht auch viel Spaß 🙂
      Ja, die „wilden“ Tiere waren nett. Es war lustig mit ihnen.
      LG auch zu Dir

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      • einfachtilda sagt:

        Ist es bei euch auch so heiß? Hab keine Lust heute irgendwelche Tierchen zu fotografieren, bin nur platt 😉

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        • Silberdistel sagt:

          Es ist heute zwar auch unangenehm warm, aber es ist recht windig. Dadurch ist es irgendwie auszuhalten. Ich hatte den Eindruck, dass es gestern wärmer war. Wir sind auch nie zufrieden, oder? Erst ist es uns zu kalt und schon ist es uns wieder zu warm und man hat zu nichts Lust. 😉
          Ich musste trotzdem fotografieren. Habe gerade mein neues Makro mit der Post bekommen. 🙂
          LG

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  3. M. sagt:

    Was für eine wunderhübsche Katze. So schön getigert. Ich mag solche Katzen besonders gern. Aber auch deine anderen Bilder sind wunderschön und zeugen von einem schönen und vor allen Dingen erholsamen Urlaub. Danke, dass wir dich begleiten durften. Herzlich, liebe Grüße von Mandy

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    • Silberdistel sagt:

      Aber gern doch, ich freue mich, wenn Ihr mich begleitet. Dann macht das alles noch viel mehr Spaß. Die Katze hat mir auch ausgesprochen gut gefallen. Sie war ein richtiger kleiner Wirbelwind. Unser erster Kater war auch so ein hübscher graugetigerter.
      Liebe Grüße auch an Dich

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  4. Gudrun sagt:

    Liebe silbrige Distel,
    ich muss gleich wieder an den Malereimer. Aber ich lasse dir wenigstens mal einen lieben Gruß da.
    In der neuen Wohnung geht es vorwärts und bald ist es überstanden und ich habe wieder Zeit für Blogrunden.

    Liebe Grüße von der Gudrun

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    • Silberdistel sagt:

      Na, mit dem Malen kennst Du Dich doch perfekt aus, auch wenn der Pinsel jetzt sicher ein anderer ist 😉 Danke, dass Du trotz der vielen Arbeit hier warst.
      Liebe Grüße in Dein Malerstübchen

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  5. Frau Hummel sagt:

    Liebe Tierfilmerin, ich finde Deine Bilder wunderschön, vor allen Dingen Bild 4 und Bild 9, weil man die Dynamik spürt, die ist gut eingefangen :). Auf Bild 6 hat sich die Samtpfote gern fotografieren lassen, ich bin mir ganz sicher *lach*, die Tiger-Baum-Bilder gefallen mir auch sehr und die Taubenbilder sind genial, genau der richtige Moment abgepasst. Wenn man sich die kleinen Fenster der Häuser ansieht, kann man sich schon gut vorstellen, wie duster es in den Räumen sein muss. Naja, bei Einfachverglasung wurde das im Winter sicher ganz schön kalt in den alten Häusern. Bin ich froh über unseren heutigen „Luxus“ 🙂

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    • Silberdistel sagt:

      Danke für das Lob 🙂 Es hat viel Spaß gemacht, die Katze einzufangen. Sie hat dieses Spiel unheimlich gut mitgespielt, sonst wären die Bilder sicher nicht so aussagekräftig geworden. Auf Bild 4 sprang sie plötzlich auf mich zu und dann war sie schon wieder im hohen Gras verschwunden und fing irgendwelches Getier. Es schien ihr Spaß zu machen, immer in unserer Nähe zu bleiben.
      Ja, die Tauben fand auch die Katze gut. Vom Baum aus konnte sie genau zum Taubenschlag schauen. Sie bekam immer einen ganz gierigen Blick, wenn die Tauben aufflogen.
      Man mag sich gar nicht vorstellen, wie kalt das sicher im Winter in diesen Häusern war. Ich bin ja nun nicht groß, hatte aber trotzdem immer Furcht, mit dem Kopf an die Decke zu stoßen, so sehr niedrig sind die Räume auch z. T. Oft ist im ganzen Haus nur ein einziger Ofen, der auch zugleich als Kochstelle diente. Das muss wirklich mitunter in den Räumen, die unbeheizbar waren, sehr kalt gewesen sein.

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  6. Die Katze hast Du ja echt schön eingefangen 🙂

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