Die „Blaue Serie“ – Teil 6 – Von oben aufs Meer geblickt

Veröffentlicht: 20. April 2012 in Alltägliches, Natur, Pflanzen, Unterhaltendes, Urlaub
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Weiter geht’s es mit den Silberdistels und ihrer Wanderung am Meer entlang. Herr Silberdistel ist frisch erholt, denn er durfte sich gerade eine kleine Pause auf einer der Bänke an dem Strandzugang gönnen, an dem die Silberdistels nun den Strand verlassen wollen. Die Silberdistel hatte ja ein wenig mehr am Strand zu tun als ihr Gatte, sie musste nach

Silberdistels Hühnergottausbeute

Hühnergöttern suchen, hier ein Foto, dort ein Foto machen, sodass ihr Gatte ausreichend Zeit hatte, wieder zu Kräften zu kommen, denn der Rückweg bis zum Auto der beiden ist nicht unerheblich weit. Da ist es gut, dass Herr Silberdistel ein wenig Ruhe und Geborgenheit auf einer Strandbank finden konnte, bevor dieser unendlich lange Rückweg in Angriff genommen werden soll. Die Silberdistel steuert, kaum bei ihrem Gatten angekommen, auf den Küstenwanderweg oberhalb der Steilküste zu, um sich die blaue Weite gleich einmal aus luftiger Höhe anzuschauen. Bis zum ersten freien Ausblick aufs Meer hinaus ist aber noch ein gutes Stück Weg zu laufen. Aber auch das stört die Silberdistel nicht, hier oben in dem schmalen Waldstreifen gibt es unendlich viel Interessantes zu sehen, denn nicht nur das Meer hat es der Silberdistel angetan, nein, sie fühlt sich auch in Gegenwart von Bäumen unendlich wohl. So ist sie also auch dort oben in dem kleinen Küstenwald voller Begeisterung unterwegs. Nur sammelt sie hier nicht alles Mögliche und Unmögliche ein, hier ist sie mit Fotos zufrieden. Ein überwiegend aufrechter Gang ist ihr natürlich auch jetzt nicht möglich. War sie auf der Suche nach Versteinerungen und Hühnergöttern schon am Strand bereits mehr über die vielen Steine gekrochen als dass sie gegangen wäre, so ist es jetzt hier oben auf dem Weg an der Steilküste entlang nicht viel anders, denn hier entdeckt sie auch auf dem Waldboden kleine Schönheiten, denen sie mit der Kamera gern ein wenig näher kommen möchte. So gestaltet sich also auch der Weg oberhalb des steinigen Strandes für die Silberdistel wieder recht sportlich. Natürlich ist es für den Wanderbegleiter der Naturfotografin so ein Leichtes, ihr immer ein ganzes Stück voraus zu sein. An markanten Aussichtspunkten treffen sich die beiden Distels dann immer wieder zu einem kleinen Zwischenaufenthalt mit Blick auf das weite Meer, das heute besonders schön leuchtet und dem Blau, das man ihm nachsagt, alle Ehre macht.

Der Wanderweg, den die Silbedistels beschreiten, ist ein vielbegangener und vielbefahrener Weg, denn auch die Radfahrer sind hier ebenso fleißig und zahlreich unterwegs wie die Fußgänger. Und so sind unsere beiden Wanderer heute auch hier oben nicht allein. Das wunderschöne Wetter hat zahlreiche andere Wanderlustige hierher an die Ostseeküste getrieben, um die schöne Gegend anzuschauen, Steine zu sammeln, sich den Wind um die Nase wehen zu lassen, vielleicht auch schon einmal den großen Zeh ins eiskalte Ostseewasser zu tauchen, Fotos für die Ewigkeit zu machen oder, um ganz einfach nur auszuspannen.

Nach vielen schönen Ausblicken auf das Meer und das Ende der Welt sind unsere beide Wanderer wieder an ihrem Ausgangspunkt angekommen. Ein wenig erschöpft und müde, aber irgendwie auch ungeheuer zufrieden und glücklich steigen sie wieder in ihr Auto und fahren nach Hause, um den Rest des Tages bei einem guten Buch, einer Tasse Kaffee und vielleicht einem schönen Stück Kuchen im Garten zu verbringen und so den wunderschönen Wandertag noch ein wenig auf sich wirken zu lassen. Schön war’s, denken beide und schließen erst einmal für einige Minuten lang die Augen, kaum, dass sie sich in ihren Liegestühlen niedergelassen haben und sehen noch einmal das blaue Meer vor sich, hören die Wellen rauschen und dazu die Vögel zwitschern. Diese sitzen allerdings im häuslichen Garten und singen den beiden müden Wanderern ein kleines Schlaflied.

Kommentare
  1. Mathilda sagt:

    Hab jetzt nur Bilder geschaut und bin überwältigt. So schön.
    Wünsche dir ein schönes Wochenende und liebe Grüße

    Mathilda 😉

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  2. katerchen sagt:

    hallo liebe Silberdistel
    artig aufgefädelt die GÖTTER der Hühner…was nimmst Du?? ich mag gerne einfarbige Maurerschnur,die hält ja einiges aus..falls die Hühnergötter fliehen wollen..
    Urig der Wald über dem Meer..
    ein verwunschener Wald..eindeutig..
    LG vom katerchen

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  3. Frau Spätlese sagt:

    Oh – man. Du musst eindeutig dichter am Strand wohnen als wir. Gefühlt jedenfalls. Wir haben es immer noch nicht geschafft.
    Dafür habe ich einen Hühnergott geschenkt bekommen! Ha!
    Schöne Bilder machst Du immer.
    Einen schönen Freitag wünsche ich Dir.

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    • Silberdistel sagt:

      Ich glaube, ich wohne nicht nur gefühlt dichter am Strand. Es IST dichter 😉 Du bekommst Hühnergötter geschenkt und ICH muss danach suchen. 😦 Das Leben kann so hart sein 😉
      Da mir das Suchen Spaß macht, habe ich also damit kein Problem. Das ist mein Anreiz, immer mal wieder zum Strand zu müssen. Natürlich muss ich auch Bilder machen. Die sind dann für die Zeit zwischen zwei Strandbesuchen, damit die Sehnsucht nicht Überhand nimmt. … und? Hast Du Deinen Hühnern den Hühnergott ins Nest gelegt?
      Auch Dir einen schönen Freitag und liebe Grüße

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  4. sanetes sagt:

    Hier klappt’s mit den Fotos wieder normal. Komische Technik. *Schulter zuck*

    Den Blick von der Klippe aufs Meer finde ich toll!

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  5. laurazeitlos sagt:

    Ich liebe Deine Fotografien..ich versinke immer ganz in „Deiner Welt“ ). Sehr schön!
    LG,Laura

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  6. Frau Hummel sagt:

    Wow, sag einmal liebe Silberdistel, bückt sich der Baum wirklich um ans Wasser zu kommen? Wünschelruten gibt es auch in sooo groß? Warum fallen Zwei um und der Dritte bleibt stehen? Ist die Farbe der Ostsee wirklich so herrlich blau? Huch, laufen da nur noch die Beine, wo ist der Oberkörper geblieben? Deine Bilder machen mich SO neugierig. Wunderbare Baumfotos und so herrliche Blumen, was es alles an Deiner Steilküste zu bewundern gibt!? Besonders gut gefiel mir auch der gedrehte Baum und na klar, wie kann es auch anders sein, die Hühnergötter sind echt klasse.

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    • Silberdistel sagt:

      Ich denke, dieser sich bückende Baum mag vielleicht keine nassen Füße. Da bückt er sich lieber und trinkt auf unsere Art mit dem Mund.
      Sooo große Wünschelruten? Sicher, je tiefer das Wasser, um so größer muss die Wünschelrute sein. Schließlich sind wir hier auf der Steilküste. Das Wasser ist etwa 20-25 Meter tiefer.
      Mit der Standhaftigkeit ist das oft schwierig. Manch einer fällt da schnell um. Dieser eine Baum scheint ein wackerer Bursche zu sein. Den wirft nichts so schnell um.
      Die Ostsee ist besonders von oben betrachtet so herrlich blau. Möglicherweise sieht man so den gespiegelten Himmel besser.
      Wahrscheinlich hat dieser zweibeinige Baum irgendwann einmal völlig den Kopf verloren. Vielleicht gab es da eine Baumfrau, die ihm besonders gut gefiel und da hat er völlig den Kopf verloren und läuft nun so kopflos umher. Offensichtlich hat er sogar etwas mehr als nur den Kopf verloren.
      Dieser gedrehte Baum hat bestimmt auch einer Baumfrau hinterhergeschaut, als sie an ihm vorbeiging.

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  7. Das erste Bild ist perfekt: der Eingang 🙂
    Und was mir auch noch ziemlich gut gefallen hat, ist, daß die Mehrfarbigkeit der See so gut rüberkommt – das ist spannend!
    Danke für die Mitnahme und ein schönes Wochenende Dir 🙂
    Thomas

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    • Silberdistel sagt:

      Genau, das erste Bild ist der Eingang. : -) Diese Mehrfarbigkeit der See sieht man eigentlich erst so richtig schön von der Steilküste aus, weil man dann direkt von oben aufs Wasser Blick. Da kommen Tiefen und Untiefen sehr gut zur Geltung.
      Aber ich hab‘ Euch doch gern mitgenommen 🙂
      Auch Dir ein schönes Wochenende

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  8. Waldameise sagt:

    Wow, ich bin sprachlos, liebe Silberdistel,

    „mein“ Wald direkt am Meer … was kann es schöneres geben? Das ist doch das wahre Paradies. Ist das schöööön …
    Danke für die wunderbaren Fotos. Man sieht ihnen auch den Frühling an … sie sind schon anders als die letzten.

    Ein schönes Wochenende wünscht dir
    die Waldameise

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    • Silberdistel sagt:

      Das freut mich, dass Dir mein Wald am Meer gefällt. Es ist tatsächlich so, ganz langsam krabbelt der Frühling aus seinem Versteck hervor.
      Liebe Grüße und auch Dir, liebe Waldameise, ein schönes Wochenende

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  9. Hallo, meine Liebe
    Phantastische Bilder bringst du uns wieder von deiner Wanderung zurück.
    Alle Fotos sind so aussagekräftig, wunderschön die gelben, mit Flechten
    überzogenen Baumteile, die alten Holzzäune resp. Absperrungen, die
    skurrilen Baumgestalten und die verschiedenen Farben der Ostsee. Ich
    habe die Farbe der Ostsee als Grau in Erinnerung. Schön. Danke dir für
    deinen interessanten Bericht. Ich wünsche dir eine gute Zeit. Es wird am
    Freitag bei uns 27 Grad, huch Summer. Ernst

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    • Silberdistel sagt:

      Die Ostsee hat erstaunlich viele Fraben, je nachdem wie das Wetter ist und von wo aus man auf sie schaut. Sie trägt ihr Kleid je nach Laune. Wenn man von oben auf sie hinab blickt, so wie wir in diesem Falle, sieht man besonders schön, dass sie sich durchaus nicht mit nur einer Farbe zufrieden gibt. Ich finde, aus dieser Perspektive sieht sie besonders interessant aus.
      Bei uns soll es zum Wochenende hin auch wärmer werden, bis auf 27°C wird es das Thermometer hier im kühlen Norden wohl aber nicht schaffen. Aber lassen wir uns überraschen.
      LG zurück in Deinen Süden

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