Feldbeobachtung – Kraniche

Veröffentlicht: 25. März 2012 in Alltägliches, Natur, Tiere, Unterhaltendes
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Am Freitag war ich wieder einmal autofahrend unterwegs und hatte dabei sogar noch eine liebe Begleitung, eine meiner Töchter leistete mir Gesellschaft. Da macht das Autofahren gleich doppelt so viel Spaß. Und da ich sogar beim Autofahren gern noch ein wenig Natur genießen möchte, fahre ich gern über Landstraßen und schon allein die sind oft mit ihren uralten Alleebäumen ein wahrer Augenschmaus und wenn man Glück hat, bekommt man noch ein wunderhübsches Stückchen Natur zusätzlich zu diesen alten Baumriesen zu sehen, so wie wir jetzt am Freitag kurz hinter Wismar. Wir hatten die kleine Hafenstadt gerade in östlicher Richtung verlassen, als wir links der Straße auf einem Feld Kraniche entdeckten. Ich dachte, ich traue meinen Augen nicht. So nah hatte ich sie bisher noch nie gesehen. Natürlich hatte ich nichts eiligeres zu tun, als den nächstbesten Feldweg anzupeilen und nichts wie hin zu den Kranichen. Obwohl ich ganz vorsichtig fuhr, äugten die großen Vögel sofort zu diesem komischen Gefährt, das sich ihnen unaufhaltsam näherte, hinüber. Um diese wundervollen Vögel nicht ganz und gar zu verschrecken, hielt ich in angemessener Entferung an und stellte den Motor aus. Meine kluge Tochter schlug vor, nicht aus dem Auto auszusteigen, weil unser Objekt der Begierde dann wegfliegen würde. So ließ ich also die Autoscheibe herunter. Aufgeregt und zugleich begeistert über diesen glücklichen Zufall brachte ich meine Kamera in Anschlag und schoss die ersten Fotos. Aber der Mensch ist ja bekanntlich nie zufrieden und eine kranichbegeisterte Silberdistel schon erst recht nicht, nicht, wenn es um Kraniche geht. Gern wäre ich den Vögeln noch ein wenig näher gewesen, doch mein Versuch, etwas dichter an sie heranzukommen, scheiterte kläglich.  Sie erhoben sich und drehten eine Runde um den Acker. Ich befürchtete schon, sie würden sich ganz davonmachen. Doch nein, sie gaben mir noch eine weitere Chance und ließen  sich einige wenige Augenblicke später erneut auf dem Feld nieder und gestatteten mir noch weitere Fotos. Glücklich und zufrieden saßen wir noch eine ganze Weile im Auto und schauten zu, wie diese herrlichen Vögel majestätisch über den braunen Acker schritten. Unser Tag war zu einem kleinen Wunder geworden. Was mir zu einem vollkommenen Glück gefehlt hat, war mein kleines  Taschenfernglas, das leider zuhause im Schrank lag. Irgendwie ist man wohl nie so ganz vollkommen.

Für Diashow eines der Bilder anklicken!

Kommentare
  1. Mathilda sagt:

    Ohh, da hattest du wirklich Riesenglück. Selber konnte ich noch nie einen Kranich so nah beobachten.
    Nächste Woche bin ich wieder über Land, da werde ich mal die Augen offen halten.
    Danke für die tollen Fotos und liebe Grüße

    Mathilda ♥

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    • Silberdistel sagt:

      Was meinst Du, wie begeistert ich war. Aber diese Vögel sind unheimlich vorsichtig. Näher als wir waren, ging’s beim besten Willen nicht. Das war irgendwie ein toller Augenblick. Ich hätte da noch stundenlang stehen und zuschauen können.
      Liebe Grüße zurück

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  2. Frau Hummel sagt:

    Ich bin hin und weg und Du bist ein Glückspilz (oder heißt das bei Mädchen Glückspilzin?) 😉

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    • Silberdistel sagt:

      Ich glaube, Pilz ist besser. Ich weiß nicht ob Pilzinnen so gut schmecken. 😉
      Danke, ja, ich war echt ganz glücklich. Das war ein ausgesprochen schöner Anblick. Hat man sicher nicht alle Tage.

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  3. Frau Hummel sagt:

    ALSO, liebe Silberdistel, Du sollst doch auch keine Glückspilze essen *verständnislos guck*.

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  4. katerchen sagt:

    Glückwunsch liebe Silberdistel und DANKE das ich auch FREUDE hatte..so nah TOLL TOLL..
    LG zum Wochenstart vom katerchen

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  5. Da bin ich mal 4 Tage lang nicht bei dir und dann das…
    Wow, Kraniche und so nah dran! Du warst halt dann
    zu neugierig. Das vollkommene Glück gibt es fast
    nicht, hättest Du aber den Feldstecher mitgenommen….
    Liebe Silberdistel, du bescherst mir Arbeit. Ernst

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    • Silberdistel sagt:

      Ich beschere Dir Arbeit? Ich will doch hoffen, dass es Dir eher ein Vergnügen ist. Es sei denn, Arbeit ist Dir ein Vergnügen 🙂
      Ja, ich weiß, ich war ZU neugierig. Aber wie hätte ich mich erst geärgert, wenn ich keine Kamera dabei gehabt hätte. Die hatte ich nur sicherheitshalber mit, denn man weiß ja nie. Eigentlich war ich nicht zur Naturbeobachtung unterwegs sondern mehr auf einer Pflichtfahrt. Aber wie man sieht, verbindet sich manches ganz unverhofft.
      Liebe Grüße

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