Auf der Suche nach dem Donnerkeil

Veröffentlicht: 15. März 2012 in Alltägliches, Natur, Unterhaltendes
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Nur über die Straße rüber und schon sieht und hört man das Wasser rauschen. Nein, eigentlich stimmt das nicht, man hört und riecht es schon, bevor man es sieht, das Meer. Zu dieser Jahreszeit ist der breite Sandstrand fast menschenleer. Nur einige wenige Menschen genießen den frischen Wind, die salzige Luft, das Rauschen der Wellen. Ein Stückchen weiter Richtung Westen geht der Sandstrand in ein Steinmeer über. Dort findet man Donnerkeile, Seeigel und ein geübtes Auge findet sicherlich noch viele andere wundervolle Versteinerungen. Ich habe hier schon so viele Donnerkeile gefunden, dass ich manchmal denke, es können gar keine mehr dort sein, aber immer wieder finde ich neue. Manchmal war ich regelrecht fanatisch und wollte  den Strand erst wieder verlassen, nachdem ich einen solchen Donnerkeil gefunden hatte. Selten einmal kam ich von solchen Strandwanderungen zurück nach Hause, ohne eine Versteinerung gefunden zu haben. Hier hinten, wo der Strand immer schmaler wird und fast nur noch aus Steinen besteht, sich links vom Wanderer die Steilküste erhebt, hört man rollende Steine, wenn die Wellen an den Strand und dann wieder zurück ins Meer laufen, eine seltsame, wunderschöne und vor allem beruhigende Melodie. Hier kann man seinen Gedanken freien Lauf lassen, hier kann man alles, was sich im Laufe des Tages an Stress, Ärger, Kummer aufgestaut hat, loslassen. Kopf und Körper werden frei, entspannen sich wieder und man kehrt, mit sich und der Welt zufrieden, wieder nach Hause und in den Alltag zurück, frisch aufgetankt mit neuer Energie. Heute gehe ich allerdings nicht so weit, nicht bis zu dem Strandabschnitt, den die von den Wellen rundgeschliffenen Steine bestimmen. Es weht ein steifer Wind, mich fröstelt bereits ein wenig. Ich mache mich langsam auf den Rückweg.

So, wie dieser hübsche kleine Ort und sein langer Strand sich von Ende September bis ins Frühjahr hinein präsentieren, sind sie mir am liebsten. Endlich Ruhe, endlich auch Erholung für die, die hier leben, denn der Sommer hält das Gegenteil von Ruhe und Beschaulichkeit parat. Da ist das rege Treiben am und im Wasser und im Ort oft fast zuviel des Guten. Da sehnt mancher Bewohner dieses kleinen Küstenortes eine andere Jahreszeit herbei, so wie jetzt … Ich kann sie nur zu gut verstehen, auch ich gehörte einmal zu ihnen. Auch ich mag lieber Ruhe als Stress und Hektik, darum bin ich immer wieder einmal hier, leider viel zu selten. Aber jetzt genieße ich das Hier und Jetzt, damit ich lange, lange davon zehren kann.

Für Diashow eines der Bilder anklicken!

Kommentare
  1. Frau Hummel sagt:

    Hallo liebe Silberdistel, ich war grad mal an Deinem Strand und habe Ausschau nach Dir gehalten. Leider konnte ich Dich nirgends entdecken. Nächste Woche fahre ich an die Nordsee. Leider nur für einen Tag aber immerhin. Ich freu mich drauf. Liebe Grüße zu Dir an Deine Ostsee.

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    • Silberdistel sagt:

      Ich war nicht da? Seltsam, ich hab‘ doch die Bilder gemacht. Hättest Du mal die mit der Kamera angesprochen, dann hättest Du mich gefunden. Bist Du etwa dieser einsame Mensch dort auf einigen meiner Fotos? Ich wäre nicht darauf gekommen, dass Frau Hummel auch am Strand umherfliegt, hätte sie eher im Garten vermutet 😉
      Nimm nächste Woche ein paar Grüße an die Nordsee mit von mir. Ich war da schon lange nicht mehr.

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  2. einfachtilda sagt:

    Wundervolle Fotos und ein sehr schöner Ort, kommt mir aber bekannt vor *g*.
    Donnerkeile, die habe ich früher immer gesammelt, weiß gar nicht mehr, wo ich sie habe.
    Diese Ruhe liebe ich ebenfalls.

    LG Mathilda

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  3. katerchen sagt:

    Gläser gefüllt mit Donnerkeilen..auch beim katerchen..:D
    OHNE eine Versteinerung komme ich nie in richtung Heimat..eine Sucht ist das..
    LG vom katerchen

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