Apfelliebe

Veröffentlicht: 7. März 2012 in Alltägliches, Garten, Natur, Tiere, Unterhaltendes
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Wieder einmal habe ich in diesem Winter die Amseln in meinem Garten mit Äpfeln verwöhnt. Ich weiß, das ist ein Fehler wie er im Buche steht. Diese gefiederten Gesellen werden meine Großzügigkeit nicht zu schätzen wissen. Im Gegenteil, sie haben erkannt, dass Äpfel eine leckere Speise sind und sie wissen inzwischen auch, dass dieses süße Obst auf Bäumen wächst, auf Bäumen in genau diesem Garten, der seit geraumer Zeit ihr Zuhause ist. So warten sie natürlich gar nicht erst auf den Winter, in dem ich ihnen vielleicht die eine oder andere Apfelhälfte zukommen lasse. Nein, sie probieren vor der eigentlichen Apfelernte schon einmal selbst, ganz frisch vom Baum schmeckt es ohnehin am besten. So geschehen im letzten Sommer. Und eine Amsel ist ja irgendwie auch ein Feinschmecker. Man sollte aber jetzt nicht glauben, dass diese Vögel nun den einen angepickten Apfel auch auffressen, wie es sich gehört, damit das Wetter schön bleibt. Nichts da, sie picken einmal hier, einmal da und dort hinten hängt ein noch viel schönerer Apfel. Den könnte man auch gleich noch probieren. So hat man dann zu tun, die herrlichen Äpfel so rasch wie möglich vor dieser Feinschmeckerbande zu retten. Man sollte sein Obst lieber schon etwas vor der eigentlichen Reife ernten, kommt man zu spät, bestraft uns die Amsel. Damit nicht genug. Diese Vögel lernen enorm schnell, denn die herrlich saftigen Birnen dort an dem anderen Baum, sind noch viel leckerer als Äpfel. So wird auch dort ausgiebig gekostet und die Gärtnerin schaut verzweifelt zu, wie das Obst, das sie selbst gern essen wollte, in vielen kleine Vogelmägen verschwindet.

Und warum war die Gärtnerin so unendlich dumm und hat diese gefräßigen Federbälle trotz alledem auch diesen Winter wieder mit Äpfeln erfreut? Es ist eh alles zu spät. Sie werden so oder so nicht vergessen haben, dass leckeres Obst auf Bäumen wächst und sie werden sich ganz sicher wieder ausgiebig bedienen, ohne lange zu fragen. Also, was soll’s …

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Kommentare
  1. Mathilda sagt:

    Ja, die sind absolut zuverlässig, auch vor Erdbeeren und Kirschen machen sie keinen Halt 😀

    LG Mathilda

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  2. wolke205 sagt:

    Wenn Amseln nur nicht so einen Terror machen würden..Morgens halb fünf geht s los, bis abends hin…Manchmal könnt ich ihnen den hübschen Schnabel zutackern 😉 Liebe Grüße

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    • Silberdistel sagt:

      Oh ja, wir hatten einmal einen solchen Sänger keine 2 m von unserem offenen Schlafzimmerfenster entfernt. Morgens um 1/2 4 Uhr war die Nacht für uns zuende. Ich konnte ihn nicht davon überzeugen, sein Morgenlied an einem anderen Platz zu trällern. Fenster zu oder aushalten. Ich habe dann ein Zwischending gewählt – Fenster auf, Kopfkissen AUF den Kopf. Da war der Gesang dann angenehm leise – zum Wiedereinschlafen. 🙂

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  3. Gudrun sagt:

    Noch jemand, der es immer gut meint mit den gefiederten Feinschmeckern. 😀
    Einmal tief in Amselaugen geblickt und schon funktionieren die großen Zweibeiner.

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  4. M. sagt:

    Aber knuffig süß sind deine Fotos. Ich werde der Frau Amsel mal stecken, dass sie dich huldigen soll 😉

    Alles Liebe!

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    • Silberdistel sagt:

      Das macht Frau Amsel eh alljählich. Da räumt sie solche Blumentöpfe aus, die ihr zum Nestbau geeignet erscheinen und lässt sich darin häuslich nieder. Ich kann dann durch den Garten kriechen und die Pflanzen, die ursprünglich im Topf waren, suchen. Einmal waren meine hübschen kleinen Minikakteen spurlos verschwunden. Da kennt so eine Amsel nichts.

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  5. Oh – ja, unsere Amseln und sonstige Vögelchen bekommen von uns im Winter auch Äpfel gesponsert. Und zum Dank fressen sie uns im Sommer die Brombeeren weg!
    Aber ich mag sie trotzdem und freue mich jetzt schon auf den Frühling, wenn sie wieder anfangen, ihr Revier zu besingen.
    Hach.
    LG Frau Spätlese

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  6. Frau Hummel sagt:

    Ich verfüttere das ganze Jahr über Äpfel an die Amseln. Bis Ostern bekommen sie eigene Ernte, danach kaufe ich extra dazu. So bin ich. Ich freue mich sehr über den Reviergesang dieser Vögel. Vom Wald her ist auch öfter eine Nachtigall zu hören. Ich liebe und genieße es. Bei meinen Johannisbeeren muss ich dann auch immer aufpassen, das ich noch welche abbekomme, aber das ist für mich ok.

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    • Silberdistel sagt:

      Ohhh, ganz so großzügig bin ich ja nicht, wobei, wenn ich bedenke, dass sie sich ansonsten selbst bedienen … Ja, doch, doch … ich glaube, von mir bekommen sie auch das ganze Jahr über ihr Obst 😉 Im Winter Äpfel und Rosinen, dann Kirschen, Johannisbeeren, Erdbeeren und dann sind wir ja schon wieder bei Birnen und Äpfeln. Aber ich mag diese Obstfresser auch irgendwie und gebe gern was ab bzw. nehme das, was sie mir übrig lassen 😉

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  7. katerchen sagt:

    verfressen..genau das sind sie..
    im Winter werden sie gefüttert damit sie im Sommer als Erntehelter in den eigenen Magen EINSATZBEREIT sind..genau.
    Übriges kann ich das von den Krähen auch sagen..der Nachbar hat auch Obstbäume im Garten und dort waren sie am plündern..welche Birne scheckt ..besser..die oder DIE..
    LG vom katerchen

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    • Silberdistel sagt:

      Die Krähen bedienen sich hier mehr auf den Feldern. Die Gärten lassen sie bisher in Ruhe. Aber, so probieren sich hier die Amseln durch Birnen und Äpfel, einmal hier und einmal da ein wenig angepickt. Ich konnte sie noch nicht dazu erziehen, erst einmal EINE aufzufressen.
      LG zurück zu Dir

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  8. Ernst sagt:

    Zum Glück gibt es Amseln, jemand muss ja das liegengebliebene Fallobst im Winter fressen. Leider wird ja das Obst der Hochstammbäume in der Regel gar nicht mehr aufgelesen, weil es nicht mehr rentiert. Gut, dass es unter den Amseln auch Feinschmecker hat, ist klar. Sie sind gelehrig, seit Jahren plündern sie unsere Weintrauben oberhalb des Sitzplatzes vor dem Hause. Selbst unsere
    Feigen im Oktober bieten ihnen Abwechslung an. Liebe Grüsse Ernst

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    • Silberdistel sagt:

      Ich habe mit diesen Feinschmeckern kein Problem. In unserem Garten dürfen sie sich gern am Obst bedienen. Bisher ist für uns immer noch etwas übrig geblieben. Aber flexibel sind sie ja, wenn sie sogar auch Feigen fressen. Stachelbeeren mögen sie allerdings nicht. Die müssen wir nicht mit ihnen teilen.
      Liebe Grüße auch an Dich

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