Liebe macht blind

Veröffentlicht: 3. März 2012 in Alltägliches, Natur, Tiere, Unterhaltendes
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Gerade noch war ich in Wismar. Dort fiel mir doch tatsächlich auf, dass das Frühlingserwachen bereits in vollem Gange ist.

Diese Stockentenerpel haben ihr persönliches Frühlingserwachen sogar schon einen Tag vor dem meteorologischen Frühling verspürt.

Weit und breit von jedem Teich entfernt, mitten im menschlichen Wohngebiet machten sie einer Stockentendame ihre Aufwartung. Sie ließen sich weder durch Mensch noch Tier von ihrer Liebeswerbung abbringen. Sie rannten über Fussweg und Straße, Hof und Gehöft dieser hübschen Dame hinterher, wohin sie auch vornehm watschelte. Nichts konnte diese geschniegelten und gebügelten Männer, die ihr hübschestes Federkleid angelegt hatten, aufhalten. Sie rannten der Ente ihres Herzens blind vor Liebe hinterher, jegliche noch so große Gefahr missachtend.

Ist es nicht wundervoll, wenn man von so vielen Männern begehrt wird? Welche Frau hat sich nicht schon irgendwann einmal gewünscht, dass ihr die starke Männlichkeit so nachläuft wie dieser hübschen Stockentendame. Hoffentlich wird dieser wunderschöne Traum nicht zum Albtraum für diese holde Entenweiblichkeit. Ich weiß davon, dass mancher Erpel nicht so ganz gewaltfrei um die Gunst einer Schönen wirbt. Das ist schon einigen Stockentendamen zum Verhängnis geworden. Ich hoffe, diese Ente muss nicht um ihr Leben fürchten und kann in Ruhe den Mann ihres Herzens erwählen und ihm bald zahlreiche kleine Entchen schenken.

Kommentare
  1. katerchen sagt:

    stimmt…zärtlich gehen die Herren im Federkleid mit der DAMENWELT nicht um..
    einen LG zum Wochenende vom katerchen

    meine Tochter hat mir erzählt..die ersten Enten(Laufenten) legen schon bei ihr..

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  2. Flohnmobil sagt:

    Also ich weiss nicht so recht…
    … wenn ich erst zur Ente mutieren müsste, damit mir die Männerwelt nachläuft.
    Da habe ich lieber nur the one and only Mr Flohnmobil und bleib Frau. Ohne Federn.

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  3. M. sagt:

    Wer wird wohl das Rennen bei den Erpeln gemacht haben?

    Ich musste eben schmunzeln. Manches Mal ist es ja auch im wahren Leben so….

    Bleib gesund und lass dich mal von deinem Mann etwas hofieren. 😉

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    • Silberdistel sagt:

      Wer bei den Erpeln das Rennen gemacht hat, konnte ich nicht mehr beobachten. Irgendwann war die gesamte Kolonne wieder zwischen den Häusern verschwunden.
      Mein Mann ist ein ganz Lieber. Ich glaube, ich habe damals eine gute Wahl getroffen 😉

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  4. Frau Hummel sagt:

    Als ich Deine Bilder heute gesehen habe, war mein erster Gedanke: Arme, arme Ente 😉

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    • Silberdistel sagt:

      Ich hoffe doch, dass die Herren sie irgendwann in Ruhe haben ziehen lassen oder, dass wenigstens nur der Liebste aus dieser Riege übrig geblieben ist. In meinem Park mit diesem kleinen Ententeich musste einmal eine Frau eine Ente vor irre vielen Erpeln retten. Das war gar nicht mehr lustig.

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  5. Bei unseren Enten ‚frühlingiert‘ es auch schon gewaltig! 😀

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  6. Gudrun sagt:

    Tja, es wird halt gefährlich Frühling. 😀 Bei den Pferden auf der Koppel hinter dem Haus lässt sich das auch nicht mehr verheimlichen.
    LG von der Gudrun

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  7. Wolfram sagt:

    Im Frühjahr 2008 hab ich solche Jungs mal beobachtet, wie sie eine junge Mutti bedrängten, am nächsten Tag waren nur noch die Jungs da, aber die ganze Familie war fort und wurde nicht wieder gesehen. 😦

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    • Silberdistel sagt:

      Ja, sowas in der Art hatten wir hier auf einem Teich auch einmal. Da haben sie keine Rücksicht genommen, obwohl die Mutti schon fest vergeben war. Das war ein furchtbares Gewusel auf dem Wasser. Gar nicht schön anzusehen. Wir dachten schon, sie ertränken sich alle gegenseitig.

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  8. Mathilda sagt:

    Ach ja, bald isses wieder soweit. War schon lange nicht mehr am See und konnte das Geschehen noch nicht verfolgen.

    LG Mathilda

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