Bloßgestrampelt

Veröffentlicht: 8. Februar 2012 in Garten, Natur, Pflanzen, Sonderbares, Unterhaltendes
Schlagwörter:, , , , , , , , , , ,

Rosenruthie zeigte jetzt gerade in ihrem Blog eine hübsche Silberdistel mit Schnee im Haar. Wie kam sie darauf? Nun ja, weil ich so Vorlaut war und meinte, Ruthi solle nichts mehr sagen. Aber Ruthi wäre nicht Ruthi, wenn sie sich so einfach von einer kleinen Silberdistel, die noch dazu gar nicht einmal eine ist, den Mund verbieten ließe. Durch diese Vorgeschichte kam es nun wieder zu dieser Geschichte hier, denn ich schaute noch einmal meine eigenen silbrigen Disteln an. Diese kleinen stacheligen Dinger, diese Silberdisteln, in unserem Vorgarten hatte mein Gatte gerade sanft (ich hoffe doch – sanft) mit Schnee zugedeckt, weil er eine kleine Schneise zu unserer häuslichen Eingangstür geschlagen gefegt hat.

Nun hatten die Disteln es unter der hübschen weißen Schneedecke so schön warm, aber irgendwie wollten sie scheinbar doch noch ein wenig von ihrer Umwelt wahrnehmen und nicht nur alles gedämpft durch die Schneedecke hören. Oder waren sie ganz einfach nur neugierig und eigensinnig wie die kleinen Kinder, die einfach noch nicht schlafen wollen, wenn man sie ins Bett bringt? Da schaut man wenige Augenblicke später wieder nach ihnen und was sieht man? Sie liegen stehen bloßgestrampelt auf der weißen Bettdecke und schauen Dich ganz herausfordernd und frech grinsend an. Die eine der beiden Disteln war so unklug, die gesamte schöne warme Schneedecke abzustrampeln und irgendwie schaut gerade sie besonders herausfordernd. Jedenfalls kommt es mir verdammt noch mal so vor. Nur eine paar kecke Schneesternchen hat sie sich noch stehen lassen. Nett sieht sie ja aus mit ihrer Igelfrisur, aber unklug ist es trotzdem, jetzt so nackig herumzustehen.

Ihre Schwester ist ein wenig klüger. Sie hat wenigstens noch ein Mützchen aus Schnee auf dem Kopf behalten, ein ordentlich dickes sogar. So kann sie wenigstens nicht am Kopf frieren. Naja, und die Füße hat sie ja auch noch unter der weißen Decke. Was soll man tun mit solch dickköpfigen Kindern Silberdisteln? Ich lasse ihnen nun einfach ihren Willen. Sie werden schon sehen, was sie davon haben, wenn dieser Herr Frost noch weiter so eisern zuschlägt. Sollte auch Frau Holle noch einmal dem Herrn Frost ein wenig Beistand leisten und ihre Betten kräftig schütteln, vielleicht werden sie dann doch noch klug, diese kleinen dummen Silberdisteln, und lassen sich sanft von den tanzenden Bettfedern Schneeflocken zudecken. Sie könnten sich so wunderschön in ihrem weichen warmen Schneebett ins nächste Frühjahr träumen.

Ist Deine Silberdistel eigentlich klüger, Ruthi, oder ist sie auch immer so dickköpfig?

Kommentare
  1. Kim sagt:

    Das erste Bild hat was 🙂

    Gefällt mir

  2. Eine wunderschöne Geschichte über kleine wilde (Kinder) Silberdisteln.
    *lach*
    Danke dafür!

    Gefällt mir

  3. laurazeitlos sagt:

    Schön..die Geschichte,ebenso wie die Aufnahmen ;). Ich finde beide toll.
    LG,Laura

    Gefällt mir

  4. katerchen sagt:

    (sonderbar) und eigensinnig..aber NIE LANGWEILIG..
    DANKE für diese Geschichte mit den besonderen Bildern
    LG vom katerchen

    Gefällt mir

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s