Zu Besuch an der Wismarer Bucht

Veröffentlicht: 6. Januar 2012 in Alltägliches, Natur, Reisen, Tiere, Unterhaltendes
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Während dieser Woche war ich noch einmal für ein paar Tage bei meiner Mutter zu Besuch, um ihr ein wenig Gesellschaft zu leisten und Mut zuzusprechen, denn sie macht sich verständlicherweise immer noch große Sorgen um meinen Vater, der sich am 1. Weihnachtsfeiertag einer Darmoperation unterziehen musste. Selbstverständlich haben wir ihn in dieser Woche auch täglich besucht. Das hohe Alter meines Vaters fordert natürlich seinen Tribut und so geht es nur in kleinen Schritten aufwärts. Damit unsere Gedanken nicht immer nur um dieses eine Thema Krankheit kreisen, haben meine Mutter und ich einen kleinen Ausflug an die Ostsee gemacht. Es ist nicht weit von dort, wo meine Eltern wohnen, bis hinunter zum Wasser. Da meine Mutter nun doch nicht mehr ganz so gut zu Fuß ist, sind wir das kurze Stück mit dem Auto gefahren, haben auf einem Parkplatz am „Seeblick“ (einer kleinen Gaststätte mit Hotelbetrieb) unser Auto abgestellt und uns dann zu Fuß auf den Weg zur nahen Seebrücke gemacht. Von dort hat man einen schönen Blick zur Insel Poel, die der Wismarer Bucht vorgelagert ist. Man kann die Insel per Schiff oder über einen Damm erreichen. Einen Ausflug dorthin sollte man, so man einigermaßen seefest ist, unbedingt mit einem Schiff machen – erstens macht es mehr Spaß, man kann so ein klein wenig Seefahrerfeeling erleben, und zum anderen ist der Blick von der Wasserseite aus auf Wismar einerseits und auf die Insel Poel andererseits viel, viel schöner als wenn man das alles von der Straße aus betrachtet – Straße kann man jeden Tag haben.

Wir waren nun dieses Mal allerdings nicht mit dem Schiff unterwegs, wir haben alles von der Landseite aus betrachtet. Da, an dem Tag, als wir unseren kleinen Spaziergang unternahmen, nicht nur wir, sondern auch der Wind von der Landseite kam, hatte die Ostsee extremes Niedrigwasser, wie man an den weit zurückliegenden Spülsäumen des Wassers sehen kann. Für Möwen und andere Wasservögel war das eine schöne Sache. Sie konnten im Schlick nach nahrhaften Bissen suchen, sogar Krähen waren dort unterwegs, um ihren Hunger zu stillen. Normalerweise ist an den Stellen, an denen jetzt die Möwen und Krähen suchend unterwegs waren, das Wasser doch schon einige Zentimeter tief.

Die beiden Schwedenköpfe, die man unter anderem auf den Fotos sehen kann, markieren die Einfahrt zum Wismarer Hafen. Wismar stand quasi bis 1803 unter schwedischer Herrschaft, wurde dann für 99 Jahre an das Herzogtum Mecklenburg-Schwerin verpfändet und fiel erst 1903 wieder an Deutschland zurück. Zu DDR-Zeiten war unter den Wismaranern manchmal der Stoßseufzer zu hören: „Ach, wären wir doch nur schwedisch geblieben!“

Damit nun alle, die sich gern eine leichte Brise um die Nase wehen lassen, an unserem kleinen Spaziergang teilhaben können, habe ich von meinem Aufenthalt in Wismar ein paar Bilder mitgebracht. Ich hoffe, der Ausflug ans salzige Wasser, macht auch Euch eine wenig Spaß.

Für Diashow eines der Bilder anklicken!

Kommentare
  1. Frau Hummel sagt:

    Sooo schöne Bilder. Danke, liebe Silberdistel, dass Du uns an diesen schönen Spaziergang am Meer teilhaben lässt. Ich habe ihn sehr genossen. Es ist wirklich gut, dass Du Deine Mutti ein wenig von ihrem Kummer ablenkst. Da tat ihr der Spaziergang sicher gut. Einmal frischen Wind genießen und zu fühlen, dass man lebendig ist. Ich wünsche Dir und Deiner Familie weiterhin viel Kraft und lasst Euch nicht unterkriegen. Manchmal reicht es schon, wenn man weiss, dass man mit seinem Kummer nicht allein ist.

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    • Silberdistel sagt:

      Ja, meine Mutter war ganz begeistert von diesem Spaziergang. Sie war schon lange nicht mehr dort unten am Wasser, weil sowohl mein Vater als auch sie nicht mehr so gut zu Fuß sind und mit dem Auto kann mein Vater schon lange nicht mehr fahren, weil er sehr schlecht sehen kann.
      Ich glaube, dieser kleine Ausflug war eine gute Idee. Mir selbst hat diese kleine Auszeit auch gut getan. Inzwischen geht es meinem Vater schon etwas besser, auch wenn es noch lange nicht gut ist. Man merkt aber, dass es voran geht.

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  2. katerchen sagt:

    Hallo Silberdistel
    glaube auch Deine Mutter hat sich von dem Panorama etwas ablenken lassen..

    alles Gute von hier damit Dein Vater wieder stabil wird.
    einen ganz lieben Gruß zum Wochenende vom katerchen der Danke für die schönen Bilder sagt und die Hintergrundinfo

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    • Silberdistel sagt:

      Meine Mutter hat diesen kleinen Ausflug sehr genossen. Sie konnte gar nicht genug davon bekommen. Ich war schon fast in Sorge, dass sie sich damit übernimmt, aber ich glaube, es war eher das Gegenteil der Fall. Der Spaziergang hat sie wieder ein wenig aufgebaut und natürlich auch abgelenkt und das war gut so.
      GLG zurück

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