Halloween-Nachlese

Veröffentlicht: 3. November 2011 in Alltägliches, Essen und Trinken, Unterhaltendes
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Inspiriert durch Frau Müllers Geisterzählung  an dieser Stelle auch bei mir eine kleine Halloween-Nachlese. Mein Gatte hat für’s Familienalbum ein paar Bilder von den schrecklichen Wesen gemacht, die an unserer Tür schellten und uns nötigten, Süßes herauszurücken. Anbei ein paar Bilder von einigen Schrecklichkeiten, die vor unserem Haus herumlungerten. Vor lauter Furcht blieb mir natürlich auch nichts weiter übrig, als in den Karieskorb zu greifen und das süße Zeugs unter das Hexen- und Gespenstervolk zu werfen.

Im Laufe der Jahre sind mein Gatte und ich übrigens klug geworden. Wir teilen diese Klebedinger nur noch zu. Zu Beginn dieser alljährlichen Halloweenzeit, in die wir irgendwie durch Scharen plündernder Hexen und Geister hineingenötigt wurden, hielt mein Gatte noch das Süßigkeitenkörbchen den gierigen Händen hin, was zur Folge hatte, dass schon nach dem ersten Türöffnen und wieder -schließen das vormals übervolle Körbchen fast geleert war. Die Geister hatten gegriffen, was sie konnten.

Süßes – der kümmerliche Rest

Zum Glück haben Geister recht kleine Hände, sodass noch ein kümmerlicher Rest übrig war. Mir brach der Angstschweiß aus und ich stöberte nach weiteren Süßigkeiten in den Tiefen unseres Kalorienhüterschränkchens, um das Körbchen wieder auffüllen zu können, denn wer wusste schon, was passiert, wenn man nichts mehr anzubieten hatte. Wer wusste schon, was es bedeutet, dieses Saure, von dem die Geister immer sprachen, wenn man nicht mit Süßem herausrückte. Glücklicherweise befinden sich in unserem Kalorienschränkchen IMMER glückshormonerzeugende Herrlichkeiten, sodass mein Angstschweiß beim Anblick dieser Lebensretter sogleich etwas weniger perlte, und irgendwie bin ich auch immer noch lernfähig. Von da an wurde zugeteilt, auch wenn es manchmal Diskussionen gab, in denen andere Riegel und Tütchen gefordert wurden als die angebotenen. Da ich kein Unmensch bin, ja, natürlich hatte ich auch Furcht von Gespenster- und Hexenrache, stimmte ich solchen Tauschaktionen natürlich höflich zu. Die Geister, die ich niemals rief, die aber trotzdem immer kamen, waren stets zufrieden und lobten sogar unsere reichhaltige Auswahl. Stolz blickte ich sie an, weil ich den Geschmack der Geister so überaus gut getroffen hatte. Manche lächelten mich sogar freundlich an.

Auch dieses Mal blieb nicht viel übrig. Das Körbchen musste sogar nachgefüllt werden. Auch von der zweiten Füllung blieb nur ein kümmerlicher Rest übrig. Als ich das Beweisfoto machte, stand schon ein neuer Geist neben mir, der nach den Resten greifen wollte. Kaum war das Bild gemacht, griffen gierige Hände nach diesem Rest und hungrige Augen, die zum Glück keinem Geist, sondern meinem Gatten gehörten, fragten: „Hast Du nicht noch irgendwo ein klitzekleines Stückchen übrig?“ Ich hatte 🙂

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Kommentare
  1. carinafoto sagt:

    Genau solche Erfahrungen habe ich auch gemacht.
    Aber das ist schon ein paar Jahre her, die letzten 3 Jahre ist keiner mehr gekommen und ich kaufe jetzt nichts Süßes mehr. Denn sonst landet das alles auf meinen Hüften 😉

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    • Silberdistel sagt:

      🙂 Das ist das Problem, dass man sich dann nicht beherrschen kann und alles selber essen muss. Und dann hüpfe ich wie Rumpelstielzchen umher, wenn ich auf der Waage war, weil sie mir nicht mein Idealgewicht anzeigt 😉 Diese Waagen sind auch nicht mehr das, was sie mal waren.

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  2. Frau Müller sagt:

    Da sind ja ein paar hübsche Schnappschüsse zustande gekommen. 🙂 Wir haben solche Gestalten dieses Jahr nicht mal von Weitem gesehen…
    LG
    Frau Müller.

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    • Silberdistel sagt:

      Wobei wir bestimmt noch interessante Gestalten verpasst haben, denn wir waren erst ab etwa 18.00 Uhr zuhause. Meistens gehen die Geister schon immer ab 17.00 Uhr um. Dafür hatten Sie viel mehr Süßes für die Figurbildung übrig als wir. Das hat doch auch was, oder? 😉

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  3. Flohnmobil sagt:

    Was für einen tapferen Gatten du doch haben musst, dass er angesichts dieser Schreckensgestalten noch scharfe Bilder schiessen konnte.
    Bei uns ist der Halloween-Hype am abklingen. Ich traure ihm nicht nach, denn jeden Scheiss müssen wir ja wirklich nicht von den Yankees übernehmen.

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    • Silberdistel sagt:

      Ja, Du hast recht, wir lassen uns viel zu viel aufdrängeln. Aber in diesem Falle spiele ich mit. Es scheint auch den Kindern Spaß zu machen, nicht nur, dass sie Süßigkeiten bekommen, sondern auch das Verkleiden finden sie lustig. Einige haben uns sogar Gedichte aufgesagt und selbstgemalte Bildchen geschenkt.
      Das Lob wegen der Bilder geben ich dann mal an meinen Gatten weiter 🙂 und bedanke mich an seiner Stelle.

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  4. Gibt es denn bei Euch eigentlich Sankt Martin und Halloween? Bei uns war gar niemand dieses Jahr =( Aber für Sankt Martin habe ich noch Hoffnung.

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    • Silberdistel sagt:

      Beides gibt es bei uns, aber auch erst seit einigen wenigen Jahren. Zu Halloween ist es mehr so, dass die Kinder umherziehen und Süßigkeiten einfordern. Zu Sankt Martin sind hier und da einige Laternenumzüge. Vorher wird die Geschichte von Sankt Martin erzählt bzw . aufgeführt (als Schauspieler ist oft auch ein richtiges Pferd dabei). Das ist ganz liebevoll gemacht und macht den Kindern natürlich viel Spaß.

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      • Dann ist das ein bisschen anders als bei uns: Es gibt hier auch die Laternenumzüge und das Martinsfeuer mit Pferd etc. pp. – aber danach gehen die Kinder normalerweise in der Nachbarschaft „singen“: Du klingelst, singst ein Sankt-Martins-Lied und bekommst dafür Süßigkeiten. Als ich klein war hab ich immer gedacht, Du bekommst mehr je länger Du singst; später hab ich festgestellt, dass es leider meistens umgekehrt ist.

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        • Silberdistel sagt:

          Laternenumzüge und ein anschließendes großes Feuer gab es in meiner Kindheit auch schon. Das fand ich irgendwie immer toll. Das Singen in der Nachbarschaft habe ich allerdings nie kennengelernt. Ich denke, das sind wahrscheinlich auch regionale Besonderheiten, die überall ein wenig anders ablaufen.

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