Meeresrauschen und blaue Ferne

Veröffentlicht: 24. September 2011 in Natur, Naturgewalten, Unterhaltendes, Urlaub
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Nun ist es bald wieder soweit, dass wir den Strand wieder ein wenig mehr für uns haben. Ich weiß, das ist egoistisch, aber auch wohltuend, denn manchmal ist das Gewimmel von Menschen geradezu erdrückend.


Da kann man nur am frühen Morgen, so wie hier, Sand, Strand und Meer in Ruhe genießen.

Für mich eigentlich die schönste Zeit. Die Strandkörbe sind noch verschlossen, obwohl sie scheinbar schon sehnsüchtig auf Gäste warten, so herausgeputzt sehen sie aus.

Da sind dann nur einige wenige  Besucher am Strand, wohl auch eher die Ruhe liebend so wie ich.

Diese herrliche Weite kann man oft nicht einmal im Winter genießen.

Meistens  gelingt das nur am möglichst frühen Morgen.

Ansonsten lagern hier im Laufe des Sommers wahre Menschenmassen und ein ständiger Duft von Sonnencreme hängt in der Luft.

Im Wasser sieht es nicht anders aus. Da paddelt und schwimmt und kreischt es ohne Pause. Allerdings hat das jetzt eintönig blaue Meer dann viele bunte Tupfer.

… und die Strandkörbe stehen oft auch nicht mehr so ordentlich in Reih und Glied, wobei man da sicher geteilter Meinung sein kann, was hübscher ist.

Aber die Strandkörbe, die von Sonne, Erholung und Urlaub erzählen könnten, werden auch bald wieder für einen Winter lang verschwunden sein.

Dann kehrt wieder ein wenig Ruhe ein für jene, ob Mensch oder Tier, die hier direkt am Meer leben und nun endlich wieder ein wenig durchatmen können, bis dann im nächsten Frühjahr alles wieder von vorn beginnt. Aber dann können wir das schon wieder verkraften. Wir hatten unser Meer für einen Winter lang für uns allein – fast … denn mancher Urlauber mag das Meer auch im Herbst oder Winter – so wie wir. Da stört auch nicht, dass es nicht immer so ruhig und harmlos ist, wie es manchmal scheint. Aber harmlos ist es eigentlich nie. Jedes Jahr lassen Menschen in dieser herrlichen Schönheit ihr Leben, weil sie nicht glauben, dass etwas, was so schön ist, auch gefährlich sein kann. Auch, wenn man es liebt, dieses wundervolle, rauschende und berauschende Nass, muss man immer vor ihm auf der Hut sein. Trotzdem kann man nicht ohne sein – ohne das Meer – mir jedenfalls geht es so. Ich mag es nicht missen, auch wenn ich es nicht jeden Tag sehe, fühle und rieche. Aber es zieht mich immer wieder unwiderstehlich in seine Nähe. … und wenn es ruft, folge seinem Ruf, stehe vor ihm und schaue in die unendliche blaue Ferne.

Kommentare
  1. fudelchen sagt:

    Deine Bilder sind wundervoll und man sieht den Sonnenschein, da erscheint das Wasser gleich herrlich blau und die Strandkörbe, ja die werden ins Winterquartier gefahren, aber vielleicht könnt ihr einen für euch ergattern 😉

    GLG Marianne,…die sich jetzt zum Meer träumt …seufz ♥

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    • Silberdistel sagt:

      Danke 🙂 Naja, Mit dem Gedanken, uns einen Strandkorb zuzulegen, haben wir irgendwann auch schon mal gespielt, aber ohne ist man flexibler. Da kann man sich dann wenigstens auch bei Bedarf weniger überlaufene Strandabschnitte aussuchen und hat somit nicht ganz so viel Trubel. Zur Not kann man sich ja auch mal einen Strandkorb bieten 😉

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  2. sunny11178 sagt:

    Ooooh, das kann ich gut verstehen, ich würde es auch lieben um diese Jahreszeit. Schon lange spiele ich mit dem Gedanken, im Herbst mal nicht in die Wärme zu fliegen, sondern ans gern auch windgepeitschte Meer zu fahren… Tolle Bilder!

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    • Silberdistel sagt:

      Wenn es dann allerdings im Herbst nur regnet und sandstürmt, ist es nicht mal mehr halb so schön, obwohl selbst das was hat. Wir haben viele Jahre direkt gegenüber vom Strand gewohnt. Das war irgendwie toll, manchmal aber auch weniger schön, weil der feine Sand dann überall ist und in jede Ritze kriecht. Da hat man sogar in der Wohnung Sand, überall in der Kleidung, in den Haaren. Das hat dann schon gar nichts mehr mit Romantik zu tun. Trotzdem vermisse ich diese direkte Nähe der See schon irgendwie.

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  3. Ich kann dich verstehen, mir ist ein leerer Strand auch lieber, als ein überfüllter. Atme für mich eine Brise Meeresluft mit ein. Deine Bilder wecken meine Sehnsucht.
    LG Kerstin

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    • Silberdistel sagt:

      Aber gerne doch 😉 Da atme ich doch einfach noch tiefer und intensiver ein, vielleicht überträgt sich das irgendwie zu Dir 😉
      Ich kann stundenlang am Strand spazieren gehen, aber das macht sich im Herbst und Winter oder im Frühjahr, viel besser, weil man da mehr Platz am Strand hat. Allerdings haben da oft auch viele andere Leute die gleiche Idee. Aber ganz so voll wie im Sommer ist es dann doch nicht.

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  4. Frau Spätlese sagt:

    So mag ich das Meer auch am liebsten . . . pur! Diese Ruhe, die nur vom Rauschen der Wellen unterbrochen wird und vom Kreischen der Möwen. Hach . . .

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  5. Waldameise sagt:

    Danke für die wundervollen Fotos, die mich zum Träumen einladen. Hoffentlich werde ich es auch eines Tages endlich wiedersehen können.

    Deine Fotos vom Sonnenuntergang und deine Gedanken dazu gefallen mir sehr.

    Ganz liebe Grüße aus dem Ameisenbau 🙂

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  6. sanetes sagt:

    Jetzt sitze ich hier in apartem Neidgrün. Du hast ein Meer vor der Haustür und wirst gelegentlich die Touristen los?

    Nein, volle Strände sind auch nichts für mich. Ich mag’s ruhig und wenn es zum Meer zu weit ist, dann am Fluss oder See – ohne Touristenhorden. Aber hier werden wir die nicht so schnell los. Die kommen ja wegen der Kultur – oder was sie dafür halten. Das wird hier von Jahr zu Jahr grad noch schlimmer.

    Ich wünsche dir schöne Tage am fast verlassenen Strand!

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    • Silberdistel sagt:

      Ja, im Winter hält sich die Touristenzahl doch eher in Grenzen. Das aber verständlicherweise, denn da haben wir hier oft Schmuddelwetter – Regen, Matsch, Nebel. Schnee ist, wenn man von den letzten 2 (?) Jahren mal absieht, eher die Ausnahme. Aber, wenn Schnee liegt, ist es toll 😀 Da ist die See dann fast noch toller als im Sommer 🙂
      … und nicht neidisch sein, Du hast doch sooo viele herrliche Oasen entdeckt. Da bin ich immer wieder begeistert, wenn ich Deine Bilder sehe 🙂

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