Eschbach von oben

Veröffentlicht: 9. September 2011 in Natur, Unterhaltendes, Urlaub
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Donnerstag, 8. September: Es ist kalt und ungemütlich, windig ist es außerdem – irgendwie herbstlich. Zum Frühstücken auf dem Balkon muss man sich sogar warm anziehen, damit man nicht trotz wärmenden Tees nach dem Frühstück erfroren ist.

Wir schauen misstrauisch zum Himmel empor und fragen uns, ob zu all dieser Ungemütlichkeit auch noch Regen hinzu kommt. Aber egal, wenn wir laufen, wird uns schon warm werden. So beschließen wir, noch einmal zur Madenburg zu wandern und zurück einen etwas längeren Umweg zu machen. Es gibt da einen Weg, der von der Madenburg zur Burg Trifels führt. Die Burg Trifels wollen wir heute allerdings nicht auch noch anschauen – eine Burg pro Tag reicht, aber der Weg führt durch ein schönes Stück Natur. Es macht einfach Spaß, dort entlang zu laufen.

Gegen 12.00 Uhr beginnen wir unsere Wanderung auf dem Parkplatz am Ortsrand von Waldhambach. Wegen des ungemütlichen Wetters sind wir heute auch etwas wärmer gekleidet und natürlich mit Regenjacken ausgestattet, denn der Himmel verspricht nichts Gutes. Fast schon am anderen Ende des Ortes angekommen, sieht man schattenhaft die Burg hoch über den Bäumen stehen. Bisher war mir das noch gar nicht aufgefallen, dass man sie von hier unten einen kurzen Moment lang so gut sehen kann. Ein paar Schritte weiter ist sie schon wieder unseren Blicken entschwunden.

Die Madenburg von Waldhambach aus gesehen

Der Weg führt uns weiter bergauf und schon ist uns nicht mehr kalt. Mein Gatte entledigt sich seiner Jacke, die er sicherheitshalber, als wir aus dem Auto stiegen und uns für die Wanderung bereit machten, erst einmal über gezogen hatte. Meine Jacke habe ich im Rucksack gelassen, weil ich wusste, dass mir vom Anstieg bald warm genug sein würde. Oben auf der Burg würde ich dann bestimmt etwas Wärmendes gebrauchen können, da pfeift der Wind sicher noch mehr als hier unten.

Auf der Burg angekommen, haben wir draußen eine riesige Auswahl an freien Plätze. Die Gäste, die sich heute überhaupt auf den Weg zur Burg gemacht haben, sitzen lieber im warmen und weniger zugigen Gastraum der Madenburg. Wir aber sind Frischluftfanatiker und suchen uns einen einigermaßen geschützten Platz an der Burgmauer, denn trotz Kälte möchten wir wenigstens einen schönen Blick auf die Gegend haben. Wir schauen dorthin, wo wir gestern unseren Wein gekauft und anschließend einen kleinen Rundgang durch den Ort gemacht haben – auf Eschbach. Wir können hier aus der luftigen Höhe genau den Weg nachverfolgen, den wir gestern gegangen sind – tolle Perspektive von hier oben. Das hat man auch nicht alle Tage, dass man einen Ort aus so unterschiedlichen Sichten betrachten kann.

Eschbach von der Madenburg aus betrachtet

Dann ruft unser Mittagessen. Heute gibt es noch einmal Flammkuchen. Morgen wollten wir eigentlich noch einmal zum Flammkuchenessen auf die Burg Landeck. Wer weiß, ob das etwas wird, denn morgen soll das Wetter angeblich noch hässlicher werden als heute. So haben wir sicherheitshalber unseren Abschied vom Flammkuchen bereits heute genommen.

Als wir wieder aufbrechen, bin ich schon halb erfroren und wünsche mir Handschuhe. Alles, was ich an wärmenden Jacken bei mir habe, habe ich bereits angezogen. Mir ist immer noch kalt. Ich denke sehnsüchtig an alles Mögliche, was wärmen könnte. Aber vielleicht erfüllt Laufen auch seinen Zweck, selbst wenn wir nun bergab laufen. Nach einer Stunde haben wir den vorerst tiefsten Punkt erreicht, von nun an geht es wieder bergauf und so langsam wird mir auch wieder warm. Wir laufen nun in einem großen Bogen nach Waldhambach zurück. Inzwischen ist uns so warm, dass wir die Jacken wieder im Rucksack verstauen. Viel zu fotografieren gibt es heute nicht. Das Licht ist einfach zu diffus und zum Teil ist es viel zu dunkel im Wald, um ordentliche Fotos machen zu können. Ab und zu entdecke ich einen einsamen Pilz im Wald. Mein Gatte hat weniger an den Pilzen Freude, er amüsiert sich mehr darüber, auf welch seltsame Weise ich mich durch den Wald bewege. Dabei merke ich gar nicht, dass er den Fotoapparat auf mich richtet und meine seltsame Gangart für die Nachwelt dokumentiert. Schließlich sind wir wieder in Waldhambach, wo ich noch einige andere Entdeckungen mache, die sich allerdings nicht so tief auf der Erde befinden, und die ich auch noch mit meiner Kamera festhalten muss.

Kaum sind wir bei unserem Auto, beginnt es zu regnen, also gerade noch Glück gehabt mit dem Nass von oben.

Unseren Kaffee trinken wir zwar noch auf dem Balkon, aber lange halten wir es dort heute nicht mehr aus. Es ist einfach zu kalt, sodass wir uns bald in den warmen Wohnraum zurückziehen.

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Kommentare
  1. fudelchen sagt:

    Wunderschöne Fotos und das Wetter, morgen kommt das Sönnchen ♥

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  2. Ruthie sagt:

    Mir gefallen die Bilder auch. Meine zweite Urlaubswoche dieses Jahr war wie die erste auch kühl und verregnet. Morgen wieder arbeiten -> bestes Sommerwetter 😉 Ich werde aber diesen SONNtag genießen!

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  3. Waldameise sagt:

    Deine Urlaubserinnerungen sind sehr interessant und schön, liebe Silberdistel. Die Madenburg ist sehr beeindruckend. Die hätte ich mir auch gern angesehen.

    Muss nun auch ins Bett …

    Eine gute Woche wünscht mit lieben Grüßen
    die Waldameise

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    • Silberdistel sagt:

      Die Madenburg ist wirklich eine imposante Burg. Die Pfalz um Bad Bergzabern herum ist wirklich eine tolle Gegend – viele Burgen, wenn man das mag. Wir sind da schon so oft gewesen und fahren immer wieder gern hin. Das lohnt sich echt!

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  4. Ruthie sagt:

    Spinnt WP schon wieder, oder wo ist meine Antwort hin??

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