Coraline – Leseabenteuer 7

Veröffentlicht: 4. August 2011 in Bücher, Leseabenteuer, Lesen, Unterhaltendes
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Wieder ist ein Leseabenteuer für mich zu Ende gegangen. Ich war mit Neil Gaiman und seiner „Coraline“ unterwegs. Wir haben, wie kann es anders sein bei Herrn Gaiman, aufregende Abenteuer erlebt.

Das Buch beginnt mit einem Zitat:

„Märchen sind mehr als nur wahr –
nicht deshalb, weil sie uns sagen,
dass es Drachen gibt,
sondern weil sie uns sagen,
dass man Drachen besiegen kann.“
(G. K. Chesterton)

Genauso  ist es wieder in  diesem Buch – märchenhaft und in  übertragendem Sinne geht es auch um Drachen. Neil Gaiman mag es offensichtlich, wenn unterschiedliche Welten aufeinander treffen. Wie in allen seiner Romane, die ich bisher gelesen habe, existieren auch hier wieder zwei Parallelwelten, in denen sich die Heldin, in diesem Falle ein kleines Mädchen mit Namen Coraline, behaupten muss. Die eine Welt ist das neue Zuhause, in das sie soeben mit ihren Eltern gezogen ist – ein finsteres altes Haus. Coraline hat gerade Ferien und es ist ein wenig langweilig für sie. Ihre Eltern haben scheinbar immer irgendwelche unaufschiebbaren Dinge zu tun und wenig Zeit für Coraline. So beschäftigt sich das Mädchen selbst und begibt sich in seiner neuen Umgebung ein wenig auf Entdeckungsreise. Dabei gelangt es eines Tages in eine andere Welt, die hinter einer zugemauerten Tür in seiner neuen Wohnung beginnt. Vor meinem inneren Auge erschien an dieser Stelle sofort „Alice im Wunderland“ mit all ihren Abenteuern. Genauso hier, auch unsere Coraline trifft auf seltsame Gestalten, die hinter dieser eigenartigen Tür, bei Alice ist es ein Spiegel, wohnen. Nebenbei bemerkt, es kommt auch in Coralines Abenteuern irgendwann ein Spiegel vor.

Wie es Gaimans Art ist, baut er auch in diesem Roman geschickt Spannung auf. Man kann das Buch einfach nicht mehr aus der Hand legen. Man muss jetzt und gleich wissen, wie es weitergeht und zum Gruseln schön ist das Buch ebenso.

Für den Fan von märchenhaften Katzenromanen hier noch ein Tipp, es ist auch ein Kater dabei, der eine wesentliche Rolle spielt. Die Figuren sind sehr gut herausgearbeitet, man sieht sie förmlich vor sich. Daher bin ich auch nicht so ganz davon überzeugt, dass dieses Buch unbedingt ein Kinderbuch ist. Kinder verfügen ja doch meistens über sehr viel Phantasie und die könnte ihnen beim Lesen dieses Buches dann doch einen Streich spielen. So manche Gestalt dürfte des Nachts im Traume wieder auftauchen. Also, wenn schon Kinderbuch, dann sollte Kind doch bereits etwas älter sein.

Dieses Mal bin ich auch mit dem Ende des Romans zufrieden. Es hat, trotz Gruseleffekten, Spaß gemacht, das Buch zu lesen und der Kater, der keinen Namen wollte, hat mir besonders gut gefallen. Dass noch dazu immer wieder Gaimans feiner Humor aufblitzt, macht das Buch zu einem besonderen Lesevergnügen.

Eigentlich sollte ich mir nun auch noch den Film anschauen. Ich hoffe, der lohnt sich genauso wie das Buch.

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