Die Lauscherin im Beichtstuhl – Leseabenteuer 2

Veröffentlicht: 17. Mai 2011 in Bücher, Leseabenteuer, Lesen, Unterhaltendes
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Andrea  Schacht und ihre  Bücher  habe  ich durch  den Roman „Die Lauscherin  im Beichtstuhl“, ich will   ihn mal historischen Katzenkrimi nennen, kennengelernt. Da ich, was inzwischen nun kein Geheimnis mehr sein dürfte, ein Faible für Katzen habe, wurde ich eigentlich auf dieses Buch eben wegen der Katze, die darin eine Rolle spielt, aufmerksam, und noch aus einem anderem Grund, nämlich dem, dass es sich bei diesem Buch zugleich auch noch um einen Krimi handelt. Krimilesen ist auch eine kleine Leidenschaft von mir. So ist es also nicht verwunderlich, dass diese kleine „Lauscherin im Beichtstuhl“ mein Interesse weckte. … und letztendlich muss ich sagen, sie hat mich durchaus gut unterhalten, sogar so gut, dass ich auch nach anderen Büchern von Andrea Schacht Ausschau gehalten habe.

Aber zurück zur „Lauscherin im Beichtstuhl“. Sie ist eine sogenannte Glückskatze, eine dreifarbige Katze also, heißt Mirza und lebt, nachdem die alte Moen, bei der sie bis dahin gewohnt hat, gestorben ist, im Kloster Knechtsteden. Die Geschichte spielt im Jahre 1502, und es gibt in diesem Buch sogar einen Bibliothekar, der eine gewichtige Rolle im Leben der kleinen Katze spielt. Mirza soll die Mäusepopulation im Wirkungskreis von Pater Melvinius, ihrem neuen Gönner, klein halten. Zunächst gefällt ihr das alles nicht so sehr, doch irgendwie freundet sie sich ganz allmählich doch mit Melvinius und dem Klosterleben an, lernt sämtliche Schleichwege und bei ihren Unternehmungen sogar einige Geheimnisse der im Kloster lebenden Menschen kennen. Und als es dann kriminell wird und sogar ein Mordanschlag verübt wird, versucht die kleine schlaue Katze, das Rätsel zu lösen. Tatkräftig unterstützt wird sie dabei von Melvinius, dem Hüter der Klosterbibliothek, und einigen anderen Katzen, die im und um den Klosterbereich herum leben, sogar eine Luchsdame lernt Mirza während ihrer katzischen Ermittlungen kennen.

Unsere Geschichte wird aus der Sicht der Katze Mirza erzählt. Sie ist leicht, locker und humorvoll geschrieben. Besonders gut haben mir die Vergleiche, die Mirza zwischen Menschen und Katzen zieht, gefallen. Bei vielen dieser Vergleiche kann man nur einfach still vor sich hin lächeln, weil sie so zutreffend zu sein scheinen. Von allen Katzenbüchern, die ich bisher von Andrea Schacht gelesen habe, hat mir persönlich dieses am besten gefallen.

Da unsere dreifarbige Katze noch dazu rote Ohren hat, die man nur Feenkatzen zuspricht, gibt es neben den historischen und den Krimiaspekten in diesem Buch auch noch ein bisschen was Märchenhaftes obendrauf. Wer schon mehr von Andrea Schacht gelesen hat, weiß inzwischen, dass sie gern ein wenig Märchen in ihren Büchern unterbringt. Also ist letztendlich für jeden etwas dabei – für den, der gern historische Romane liest, für den Krimifan, den Katzenliebhaber und den Märchenfreund.

Es ist einfach ein lesenswertes Buch mit einer liebenswerten Katze und durchaus auch liebenswerten Personen drum herum. Sicher ist das Buch in dem Sinne keine große Weltliteratur mit tiefschürfenden Erkenntnissen, die die Welt verändern oder retten können, aber eine nette Lektüre, an der man seine Freude hat und die man lange in angenehmer und freundlicher Erinnerung behält, ist es allemal. … und es verlockt den Leser, wie ich oben schon erwähnte, sogar dazu, durchaus den einen oder anderen nächsten „Schacht“ zur Hand zu nehmen, um ihn zu lesen. Manchmal muss man auch einfach nur Spaß haben können beim Lesen, und das hat man hier mit Sicherheit.

Ach ja, und neugierig geworden bin ich nun auch auf das Kloster Knechtsteden.  Irgendwann muss ich mir das unbedingt anschauen, damit ich weiß, wo Mirza gelebt hat

… und was gibt es sonst noch über Frau Schacht und ihre Bücher zu sagen? Hier steht’s!

Zum Schluss noch ein Hinweis für die E-Booker unter uns.

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