Vor ein paar Tagen habe ich ihn ausgelesen, den „Neil Gaiman: Niemalsland“. Es war im wahrsten Sinne des Wortes ein Leseabenteuer. Eigentlich bin ich auf Neil Gaiman durch den Film „Der Sternwanderer“ aufmerksam geworden.

Film Sternwanderer

DVD „Sternwanderer“

Dieses wunderschöne humor- und liebevoll erzählte Märchen mit Starbesetzung wie Michelle Pfeiffer als Hexe Lamia und Robert de Niro als etwas verrückter, aber liebenswerter, Käpten eines fliegenden Schiffes, dem Stern Yvaine (Claire Danes) und dem Haupthelden Tristran (Charlie Cox) hat mich neugierig auf mehr Neil Gaiman gemacht. Vor „Niemalsland“ habe ich natürlich den Roman „Sternwanderer“ gelesen. Das war ein Muss für mich, nachdem der Film so viel Beifall bei mir gefunden hatte. Ich bin nicht enttäuscht worden.

Buch Sternwanderer

Das Buch „Sternwanderer“

Die Handlung verläuft in dem Buch etwas anders als im Film. Beide Varianten haben ihren eigenen Scharm und sind uneingeschränkt empfehlenswert, wenn man denn phantasievolle Märchen mag.

Aber nun zu „Niemalsland“ – ein wenig anders, wenn man jetzt genauso ein phantasievolles Märchen wie den „Sternwanderer“ erwarten sollte. Phantasie gibt es allerdings wieder mehr als genug – aber nicht so romantisch wie beim „Sternwanderer“ – nicht so märchenhaft, mehr alptraumartig. Auch hier gibt es  zwei parallele Welten – im „Sternwanderer“ sind das ein VOR und ein HINTER der Mauer. Im „Niemalsland“ werden wir von der modernen Londoner Großstadtwelt in eine Londoner Unterwelt verlassener U-Bahnhöfe und dem Schmutz von Kanalisation, Katakomben und Kellergewölben entführt, in denen geisterhafte, unheimliche und auch liebenswerte Gestalten leben.

Buch Niemalsland

Das Buch „Niemalsland“

Ein junger Londoner Geschäftsmann namens Richard Mayhew wird eines Abends dadurch, dass er einem fremden, verletzten Mädchen, das auf der Straße liegt, Hilfe leistet, in diese Geisterstadt hineinversetzt und muss dort wider Willen aufregende Abenteuer bestehen. Als er endlich wieder in seine Londoner Oberwelt zurückkehren darf, merkt er, dass, obwohl er alles haben kann, was ein zufriedener und erfolgreicher Londoner der heutigen Zeit sich wünscht, ihm trotz allem etwas fehlt. Was tut er also? …

Man wähnt sich irgendwie, wenn man dieses Buch liest,  in einer eigenartigen Traumlandschaft und weiß nicht so recht, ob man wirklich möchte, dass einem so etwas passiert wie Richard. Ein wenig bleibt für mich die Frage offen: „Was will uns Neil Gaiman mit diesem Roman sagen?“

Auf jeden Fall ist auch dieses Buch lesenswert. Man muss sich nur auf diese Geschichte einlassen können. Dann hat sie ihren eigenen, ganz besonderen Reiz und man bekommt schon wieder Appetit auf mehr Neil Gaiman.

Übrigens findet man hier auch einiges über den Autor Neil Gaiman und seine Bücher: http://www.neilgaiman.de/

Kommentare
  1. Frau Müller sagt:

    Gibt es die Bücher – für eBooker wie uns 😉 – auch als digitale Version?

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  2. Kim sagt:

    Die Bücher habe ich zwar nicht gelesen, aber die Filme finde ich auch ganz toll 😀

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  3. Desirée sagt:

    Niemalsland war das erste Buch von Neil Gaiman, das ich gelesen habe, und mittlerweile bin ich ein riesiger Fan. Einen seiner Romaner hab ich mir noch aufgehoben, sozusagen für schlechte Zeiten, aber die anderen habe ich alle wie in Trance gelesen. Wobei ich Niemalsland nicht ganz ohne fand, was die Menge an fließendem Blut betrifft.

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    • Silberdistel sagt:

      Niemalsland ist schon ein ganzes Ende gruseliger als der Sternwanderer. Im Vergleich dazu ist der Sternwanderer wirklich ein hübsches Märchen. Besonders Mr. Croup und Mr. Vandemar aus Niemalsland sind ja echte Schreckgestalten, denen man nie und nimmer begegnen möchte. Trotzdem kann man nicht aufhören zu lesen. Ich habe inzwischen auch noch ein weiteres Buch von Neil Gaiman für meinen Urlaub liegen – „American Gods“. Das soll ja mehr in Richtung Stephen King gehen.

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  4. […] Silberdistel sei Dank gab es kürzlich digitale Befüllung für den eBook-Reader. Neil Gaimans „Niemalsland“. Kundigen Lesern ist Herr Gaiman wohl in erster Linie im Zusammenhang mit Terry Pratchett  ein Begriff. Der Mann, der ein bisschen so aussieht wie Tim Burtons kleiner Bruder, hat zahlreiche Cover von Pratchetts Büchern illustriert sowie unter anderem „Good Omens“ … ja, wie sagt man… verzeichnet. […]

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  5. Ich bin ja mal gespannt, ob Du auch Kommentare zu ganz alten Artikeln findest . . . 😉
    Aber ich bin beim Stöbern durch Deine Seite auf diese Buchempfehlung gestossen – und was soll ich sagen, es ist ein tolles Buch. Zumal ich ohnehin Terry-Pratchet-Fan bin, da ist der Bogen zu Neil Gaiman nicht sooo extrem weit.
    Ich habe es also fertig gelesen und sofort von vorn wieder angefangen. (Beim zweiten Mal liest man mehr . . .)
    Danke für den Tipp – jetzt werde ich mir wohl oder übel Deine anderen Empfehlungen auch noch genauer anschauen müssen.
    😉
    LG Frau Spätlese

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  6. Hast Du!
    🙂

    Ich genieße das zweimal lesen sogar – weil die Gier entfällt, die einen zwingt so schnell zu lesen, um zu wissen, wie es endet. Weil: das weiß man ja schon.
    Und so kann man sich mehr auf die Formulierungen und die Schönheit der Sprache konzentrieren.

    LG Frau Spätlese

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  7. […] mir ist Silberdistel mit ihrer Leseabenteuerempfehlung daran schuld. Obwohl nicht eigentlich wirklich sie selbst, sondern mehr einer der Kommentare. […]

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  8. […] 2011 – Juni 2011 – Euer Lieblingspost  – Leseabenteuer Niemalsland – mein Lieblingspost – Der verwirrte […]

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