Als wir im Winter mit einem gut ausgestatteten Vogelgasthaus auf sie warteten, kamen die gefiederten Gäste nur in recht spärlicher Anzahl zu den Futterstellen in unserem Garten. In den Wintern zuvor dagegen gab es immer einen regelrechten Ansturm. Der letzte Winter war allerdings anders, allgemein anders. Er war irgendwie kein richtiger Winter. Vielleicht waren auch deshalb die Vögel gar nicht so sehr in Futternot und kamen deshalb nicht an unsere reich gefüllte Körnerbar.

Nun aber, wo wir die Futtersaison normalerweise bereits beendet hätten, haben wir Vogelzuflug wie noch nie. Jetzt liegen uns nicht die Katzen auf der Tasche, sondern irgendwie die Vögel. Sie fressen, als läge der Winter nicht hinter uns, sondern als stünde er kurz bevor. Was wir im Winter an Futter gespart hatten, geht jetzt weg wie warme Semmeln. Aber so langsam gehen nun auch diese Futterersparnisse den Bach … ähem … die Vogelkehle hinunter und somit ihrem Ende entgegen. Was machen die armen Federbälle nur dann, wenn das Gasthaus Silberdistel wegen Futtermangels plötzlich und unerwartet schließen muss? Ein paar Tage wird der Tisch wohl noch gedeckt sein, aber dann, dann werden wir die Gäste wohl enttäuschen müssen. Es sei denn, wir halten noch einmal nach Futter Ausschau. Wie ich bei Frau Morgentau las, gibt es leckeres Ganzjahresfutter zu kaufen. Schau’n wir mal …. Auf jeden Fall bin ich erst einmal gespannt, ob sich noch mehr interessante Gäste einfinden. Gestern sah es in unserem Garten an den Futterstellen nämlich erstaunlich bunt aus.

Zunächst entdeckte ich einen Stieglitz, dann eine Heckenbraunelle, einen Star, auch Frau Elster schaute vorbei und schließlich gab sich sogar noch Herr Gimpel die Ehre. Es war ein ereignisreicher Tag in unserem Vogelgarten – trotz eher miesen Wetters – daher auch die mehr miesen denn brillanten Fotos. Aber egal, als Beweisfotos sollten sie reichen 😉

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Unsere Katzen liegen uns nämlich mitunter ganz schön auf der Tasche.

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Da liegt uns doch nichts und niemand auf der Tasche?

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Na, und was ist das hier?

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Oder das?

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Na, und dieses hier? Das Glanzstück, oder? Unsere graue Eminenz gibt sich nämlich nicht mit dem einfachen auf der Tasche Liegen ab. Ihr steht die gehobene Art zu. Schließlich ist sie die First Lady im Hause Silberdistel.
Wie soll man da noch zu etwas kommen, wenn einem als einfachem Personal drei ausgewachsene Katzen auf der Tasche liegen? Wie gesagt, wir haben es so gar nicht leicht.

… lagen heute in unserem Briefkasten. Und sie kamen von Janosch … ähem … nein, … sie kamen von Bloggerkollegin Frau Tonari, die den Hasen von Janosch mit den tierisch guten Osterwünschen auf die Reise geschickt hat.
Eigentlich hätte ich ja erwartet, dass Janosch nicht nur Tigerenten erfindet, sondern auch den Tigerosterhasen. Dennoch … als Janosch-Fan freue ich mich tierisch über alles, was der Stift von Janosch zaubert und so natürlich auch über die tolle Karte mit den lieben Wünschen von Frau Tonari. Und weil mich genau diese Osterwünsche ganz besonders erfreut haben, möchte ich auf diesem Wege ein herzliches Dankeschön auf die Reise zu Frau Tonari schicken.
Die kleine schriftliche überaus gelungene Osterüberraschung war Grund genug, während meiner Osterpause noch einmal kurz aus der Versenkung aufzutauchen.

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Wir Silberdistels wünschen natürlich auch Tonaris tierisch gute Ostern.

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Und da ich nun doch noch einmal mein bücherstaubiges Fensterchen geöffnet habe, lasse ich für alle eventuellen Osterbesucher noch einen bunten Osterstrauß aus meinem Garten hier. Die Natur explodiert momentan förmlich. Der April macht zwar gerade seinem Namen alle Ehre und überhäuft uns mit einem Mix aus Regen, Graupelschauern, Sturm und wenigen sonnigen Augenblicken und versucht so, uns das Osterfest auf seine Weise bunt zu gestalten. Trotzdem kann er uns nicht darüber hinwegtäuschen, dass er auch noch anderes im Gepäck hat. In meinem Garten kann man sehen, dass er nicht nur mit Regen, Hagelkörnern, Sturm und Sonnenstrahlen im Wechsel spielen kann.  Er ist auch ein talentierter Maler. Aber schaut selbst, wie kunstvoll er mit dem Malpinsel umgehen kann!

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Ach, und als ich so osterspazierend für mich hin ging und die Blumen in meinem Garten bewunderte, sah ich doch tatsächlich sogar den Osterhasen. Nahezu perfekt getarnt hockte er in meinem kleinen grünen Reich und hielt Ausschau nach guten Verstecken für die Ostereier.

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Er schien mir zwar für einen Hasen ein bisschen kurzohrig zu sein, aber das war sicher alles nur Tarnung. Und husch … weg war er plötzlich … Wahrscheinlich hatte er mich bemerkt und das ging ja nun so gar nicht – so VOR Ostern.

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Doch dann entdeckte ich ihn noch einmal – wieder kaum auszumachen … und husch … war er erneut meinen Blicken entschwunden. Wo mochte er jetzt hin sein?

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Ach, da ist er ja wieder. Aber … hm … die Ohren sind wirklich recht kurz geraten. Und der Schwanz  … Haben Hasen einen solch langen Schwanz? Gibt es langschwänzige Hasen? Vielleicht hat dieser Hase das, was ihm an den Ohren fehlt, hinten – am Schwanz. Oder ob es sich bei diesem Exemplar doch eher um den berühmten Dachhasen handelt?

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Na egal, ob mit echtem Osterhasen oder nur mit Dachhasen … Euch allen ein schönes Osterfest mit hoffentlich auch ein paar herrlich wärmenden Sonnenstunden. Es ist hier nämlich gerade auch kalt 😦

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Und wenn der April etwas gegen sonnige Tage hat, dann habt die Sonne wenigstens im Herzen ❤ Die kann er uns nämlich mit seinen Wetterkapriolen so gar nicht nehmen.

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Es war Ende Februar, als mich Keks das erste Mal nervte und fragte, wann ich mich endlich um das neue Teichlein kümmern würde, schließlich wäre das der wichtigste Outdoor-Trinknapf für ihn und seine zwei pelzigen Mitbewohnerinnen. Doch das Teichlein wäre im Moment eher eine Stöckchensammelstelle als ein durstlöschender Wassernapf.

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„Silberdistel, hast Du schon mal ins neue Teichlein geschaut?“
„Nein, Keks. Warum sollte ich? Da gibt es doch um diese Jahreszeit gar nichts Interessantes zu sehen?“

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„Komm mal mit, Silberdistel!“

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„Guck mal, was alles im Teichlein herumliegt – …

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… ein Stöckchen vom ehemaligen Elsternnest aus unserem Wacholder. Und davon ist nicht nur dieses eine in den Teich gefallen. Es haben sich in ihm gleich mehrere davon zusammengerottet.“

„Ja und, Keks? Lass die Stöckchen doch liegen. Irgendwann werde ich sie schon rausräumen. Jetzt aber stören sie doch niemanden. Ihr könnt doch trotzdem aus dem Teichlein trinken. Da hat das Wasser sogar ein bisschen leckeres Vogelaroma. Im Moment ist es mir noch viel zu kalt für solche wasserlastigen Gartenarbeiten.“

„Silberdistel, das Teichlein ist doch aber unsere Trinkstelle. Wir wollen eine reine Trinkstelle – eine ohne den Müll von Familie Elster.“

„Keks, Ihr habt doch überall im Haus Trinkstellen, und als das Teichlein zugefroren war, konntet Ihr doch auch nicht aus ihm trinken. Ich kümmere mich, wenn es wärmer ist, um die Stöckchensammlung, okay?“

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Dann war es Mitte März und Keks drängte mich erneut, Hand an das Teichlein zu legen: „Silberdistel, wann kümmerst Du Dich endlich um unsere Wasserstelle? Inzwischen liegen auch noch Blätter im Teich und man kann gar nicht mehr genussvoll trinken.“

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„Hm, naja Keks, es stimmt schon, ich sehe jetzt auch, dass das Teichlein momentan wohl mehr eine Stöckchen- und Altblättersammelstelle als ein Trinknapf für Katzen ist.“

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„Guck, Silberdistel, wenn man trinken will, geht es jetzt nur noch so: Blätter angeln und ablecken. Probier‘ mal selber, Silberdistel! Du wirst merken, dass das ganz schön mühsam ist.“

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„Warte, Silberdistel, ich hole Dir ein Blatt. Dann kannst Du gleich mal selbst lecken.“

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„Guck, so musst Du lecken, Silberdistel.“

„Äh … ja, Keks, ich glaube Dir auch so. Ich muss das nicht extra selbst probieren. Du hast das sehr anschaulich vorgeführt und mich davon überzeugt, dass wir etwas tun müssen, damit Eure Trinkstelle wieder eine Trinkstelle wird. Hilfst Du mir dabei, Keks? Du hast doch inzwischen schon mächtig Übung im Rausangeln der Blätter und Stöckchen.“

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„Silberdistel … ich … ähhh … Moment mal …“

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„Hehh Keks!!! Ich dachte, Du hilfst mir beim Säubern des Teichleins.“

„Psssst, Silberdistel, sei leise!“

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„Warum soll ich leise sein, Keks? Was siehst Du denn gerade?“

„Psssst, da raschelt es, Silberdistel. Ich hab‘ jetzt keine Zeit für Gartenarbeit. Fang Du schon mal an!“

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„Ohne Dich soll ich anfangen, Keks? Nein, ich will auch sehen, was hier raschelt. Aber ich sehe nur Krokusse und die rascheln nicht.“

„Pssst, Silberdistel, leg‘ Dich neben mich und guck‘ und lausche aufmerksam wie eine Katze.“

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„Aber ich höre nichts rascheln, Keks, es summt. „

„Es hat aber erst geraschelt , Silberdistel, im Krokus. Nun, nun summt es vor Schreck, weil Du so laut warst.“

„Ach, Keks, und ich dachte, Du bist eher ein Schreckgespenst für ein Bienchen als ich. Kümmern wir uns nun ums Teichlein?“

„Später Silberdistel, ich muss weiter lauschen. Frag doch Torty, ob sie Dir hilft.“

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„Heh, Torty! Hilfst Du mir dabei, die Stöckchen und Blätter aus dem Teich zu angeln, damit Eure Trinkstelle wieder bestes Trinkwasser liefert? Keks hat gerade keine Zeit dafür.“

„Ruhe, Silberdistel! Stör mich nicht! Ich hab‘ anderes zu tun!“

„Zu tun? Was tust Du denn, Torty? Du sitzt doch da nur rum.“

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„Ich befasse mich mit Vogelkunde und dabei möchte ich nicht gestört werden, Silberdistel.“

„Aha! Vogelkunde nennst Du das. Ich dachte schon, es wäre eine Ansitzjagd auf den Amselmann dort auf der Blumenschale.“

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„Hihi, wie er dort herumtanzt, Torty. Ich glaube, der will Dich provozieren, springt wie ein Clown zwischen den Blumenschalen hin und her.“

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„Guck doch, wie er grinst, Torty.“

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„Nein, Silberdistel, der will nur dem Star dort oben im Apfelbaum beweisen, dass er, der Amselmann, hier im Garten der eigentliche Star ist.“

„Ach, ein Star ist auch noch da? Tatsächlich! Du bist ja wirklich eine Vogelkundlerin, Torty.“

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Tja, so waren sie alle beschäftigt, unsere Pelzträger, und keiner hatte Zeit, mir beim Saubermachen des Teichleins zu helfen. Selbst unsere graue Eminenz schaute mich ganz lustlos an, als ich um ihre Mitarbeit bat.

Allein hatte ich dann auch keine Lust mehr. Ich fand die Bienen und Vögel natürlich auch viel spannender, als im Teichlein nach Blättern und Stöckchen zu angeln. Und so habe ich die Arbeit schnell auf einen späteren Zeitpunkt verschoben.

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Inzwischen ist es nun gleich Ostern. Da wird es Zeit für eine Blogpause. Schließlich müssen wir uns, wie Keks es hier oben sehr schön demonstriert, seelisch und moralisch auf Ostern vorbereiten.

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Und vielleicht schaffen wir es doch noch, nicht nur die Ostereier in unserem Garten aufzuhängen, sondern auch noch, aus unserem Teichlein bis zum Osterfest eine ordentliche Outdoor-Trinkstelle zu machen, damit unsere pelzige Herrschaft zum Osterfest klares und reines Osterwasser trinken kann.

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In diesem Sinne wünschen wir Silberdistels Euch allen wunderschöne, sonnige und erholsame Ostertage mit Euren Lieben und viel Spaß beim Suchen der vielen Ostereier!

Also, genaugenommen waren es Kraniche, die uns ein Konzert aus luftiger Höh‘ gaben und sie spielten nicht Geige, sie hatten ihre Trompeten dabei. Herr Silberdistel und ich waren wieder einmal zu einem kleinen Spaziergang unterwegs, schließlich wollen wir das frühlingshafte Wetter voll auskosten. Man weiß ja nie, wann wieder Schluss damit ist und was man hat, das hat man schließlich und man kann es an grauen Tagen einfach wieder aus der Erinnerung hervorzaubern.
So schlenderten wir also dahin und plötzlich hörten und sahen wir sie. Wieder einmal war nur Herrn Silberdistels kleine Kamera unsere digitale Begleiterin. Für ein paar Eindrücke von dem, was sich hoch über uns am blauen Himmel abspielte, sollten die Fotos aber wohl dennoch reichen.
Was übrigens ganz erstaunlich war, außer uns blieben noch zwei andere Passanten stehen und schauten hinauf zum himmlischen Trompetenkonzert der Kraniche. Und sie zückten, genau wie wir, eine kleine Kamera und nahmen das Schauspiel auf. Selten einmal habe ich es erlebt, dass außer mir und meinem Herrn Silberdistel noch andere Menschen andachtsvoll gen Himmel schauten, wenn sich eine Formation dieser imposanten Vögel näherte. Schön, zu erleben, dass es doch noch einige Menschen mehr gibt, die sich durch ein solch herrliches Schauspiel am Himmel für einige Augenblicke aus ihrem Alltagstrott reißen lassen.
Die Kraniche über uns drehten, sicher wegen des äußerst interessierten Publikums, mehrere Kreise, bevor sie sich auf ihre jeweilige Weiterreise machten. Eine Formation entschied sich für eine nordöstliche Reiseroute und die andere wendete sich nach Südwesten.
Ein paar Möwen kreisten fröhlich mit den Kranichen, wenn auch etwas tiefer. Sie wollten wohl ein paar zusätzliche fröhliche Akzente in meine Bilder setzen. Ich finde, es ist ihnen durchaus gelungen.
Aber jetzt – hochgeschaut und dem klassischen Trompetenkonzert gelauscht!

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Und damit das auch klappt mit dem Konzertfeeling, bitte das nachfolgende Video anklicken. Das ist zwar nicht brandaktuell von diesem Jahr, es stammt aus meinem Archiv und gibt einen Einblick in den Kranichzug vom Herbst 2013, aber die Melodie der Kraniche hat sich nicht verändert, sie klingt nach wie vor unbeschreiblich schön.

Zwei Tage nach diesem schönen Erlebnis während unseres Spaziergangs hörte ich, als ich gerade ein wenig in meinem Garten herumwerkelte, erneut Kranichrufe über mir. Der Tag neigte sich bereits langsam dem Abend entgegen und so stand auch die Sonne bereits entsprechend tief.

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Aber gerade dieses abendliche Licht tauchte die Kraniche wieder einmal in einen wundervollen Goldschimmer. Schade, dass solche Momente immer viel zu schnell wieder vorüber sind.

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Inzwischen dürfte nun wohl die Masse der Kraniche aus ihren Winterquartieren zurück sein.
Wahrscheinlich wird es schon wieder Herbst sein, wenn es hier erneut etwas von den Vögeln des Glücks zu lesen und zu sehen geben wird. Es sei denn, ich entdecke im Laufe des Sommers das eine oder andere Kranichpaar. Dann berichte ich natürlich.

Auch, wenn dieser Beitrag ausnahmsweise einmal nicht schon frühmorgens um 8.00 Uhr durch unsere verstaubte Tür geblickt hat, kommt er dennoch. Geht ja gar nicht anders. Wir haben nämlich heute unseren 6. Geburtstag – Bloggeburtstag. Und da gehört es sich schließlich, dass wir all unseren Blogbesuchern wieder einmal ein ganz liebes Dankeschön für die zahlreichen Besuche, Kommentare und Likes sagen.
Einige von Euch begleiten uns Silberdistels schon viele Jahre, fast von der Stunde an, zu der der „Bücherstaub“ das erste Mal in die Welt hinaus wirbelte. Und genau Ihr, die Ihr schon sooo lange mit uns ausgehalten habt, Ihr habt ein ganz besonders liebes Dankeschön verdient. Wir freuen uns sehr darüber, dass Ihr immer noch den Weg in unser staubiges Blogstübchen findet. ❤ DANKESCHÖN für Eure Treue!!! ❤
Im Laufe der Jahre sind noch viele weitere Besucher hinzugekommen. Auch Euch, die Ihr uns immer wieder mit Euren lieben Besuchen, Kommentaren und Likes verwöhnt und zu weiteren Beiträgen anspornt, ein ganz herzliches Dankeschön.
Und weil es uns ganz, ganz doll freut, dass Ihr alle scheinbar immer wieder gern hier reinschaut, haben wir Euch heute als kleines Dankeschön ein buntes Sträußchen aus unserem Garten mitgebracht. Nehmt Euch ein Blümchen mit, denn heute verschenkt das Geburtstagskind einmal die Blumen an seine Gäste. Und Dir, Frau Hummel, ganz  besonderen Dank. Du warst der erste Geburtstagsgast heute. Du denkst immer daran, wie ich weiß, auch, wenn es mir einmal durchgerutscht ist, dass auch Blogs irgendwie Geburtstage haben 😉

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Ja, aber heute hatte ich den bücherstaubigen Geburtstag nicht vergessen. Ich hatte mich eher nur ein bisschen mit der Zeit vertan und dem Zusammenstellen meines Blumenstraußes für die Geburtstagsgäste. Ja, und als ich meine pelzige Garde zum Geburtstagskaffee hereinrufen wollte, geschah es, mich  überfiel angesichts dessen, was ich erblickte, schockartig eine Weiterschreibblockade.  Ich musste erst etwas viel Wichtigeres tun, etwas retten … Schreiben würde ich später noch können, jetzt war Hilfe, lebensrettende Hilfe angesagt.
Ich hatte kurz zuvor einen Blumenkasten mit einer neuen Katzenminze bepflanzt. Das neue Pflänzchen sah wunderhübsch und wohlgewachsen aus und machte sich ausgesprochen gut im Kasten. Dann kam Torty des Wegs, ich hatte ja zum Geburtstagskränzchen gerufen. Aber anstatt hinein zum leckeren Geburtstagsmahl zu schreiten, drängelte Torty mich rüde vom frisch beminzten Kasten fort. Erst schnupperte sie interessiert, …

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… dann setzte sie ihr Milchkaffeepfötchen in den Kasten und dann war plötzlich alles zu spät und Torty machte ihrem Namen alle Ehre – scheinbar leitet sich Torty von dem Wort Tortur ab. Es blieb nämlich nicht bei dem einen Milchkaffeepfötchen, das besitzergreifend  mitten in den Kasten wanderte. Wenige Augenblicke später waren sämtliche Pfoten im Kasten und eine schrecklich erdrückende Tortur begann für das arme frisch gesetzte Minzpflänzchen, das eben noch so stolz und aufrecht dagestanden hatte.
Das zweite Pflänzchen, rechts im Bild, hatte sich lieber gleich ganz platt in den Kasten gelegt – man sah sofort, dass es noch Erfahrung aus dem Vorjahr hatte und wusste, dass aufrechtes Stehen für Katzenminzen im Hause Silberdistel nicht angesagt ist. Aber wie wir später noch sehen werden, nütze ihm das auch nichts. Es wurde dennoch nicht übersehen.

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Als Torty endlich nach gefühlten Stunden den Pflanzkasten für ein Weilchen verließ, gab es dennoch kein Aufatmen für die Minzen. Keks würde nicht Keks heißen, wenn er nicht auch Katzenminzen auf selbigen gehen würde. So nahm die Minzenquälerei erneut ihren Lauf und wie man im letzten Bild der folgenden Bilderschau und der danach sieht, blieb auch die Minze nicht verschont, die sich sicherheitshalber bereits platt auf die Erde gedrückt hatte.

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Während sich nun Keks nahezu bis zur Besinnungslosigkeit an beiden Minzen berauschte, zog es seine Schwester Torty erneut zum Drogenkasten und dann lief es nach dem Motto: „Gemeinsam sind wir unausstehlich“.

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Und das Ende der Geschicht‘ … die graue Eminenz geruhte ohnehin die Geburtstagsparty zu verschlafen, sie widerstand solchen Drogen schon immer, und die beiden Jungspunde sind auf ihre Art glücklich und irgendwie nicht mehr in der Lage, heute noch sinnvolle Dankesworte von sich zu geben. Sie müssen erst einmal ihren Rausch ausschlafen. Torty tut das sicherheitshalber gleich auf den Minzen. Wer weiß, wann sie den nächsten Schuss braucht? So ist der Weg wenigstens nicht so weit und Keks kann von der wertvollen Minze auch nichts stehlen.

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Ihr seht also, wir feiern hier irgendwie ein berauschendes Fest. Aber keine Angst, die Minzen stehen nun erst einmal zur Erholung fernab jeglichen Katzenzugriffs auf einem für die Drogensüchtigen hoffentlich unerreichbaren Fenstersims. Ich konnte nämlich die berauschte Torty irgendwann widerstandslos vom Kasten pflücken und die Minzen somit vielleicht doch noch retten.

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Etwas ramponiert, aber doch eine aufrechte Kämpferin – die kleine Minze. Sie wird sich doch nicht von zwei irren Katzen unterkriegen lassen!

… und trägt dazu eine rotgoldene Lockenpracht.  So präsentierte sich der Frühlingshimmel bei uns am Samstagmorgen.
Wir Silberdistels mussten bereits zu recht früher Stunde aus den Federn. Noch etwas verschlafen blickte ich kurz nach 6.00 Uhr aus meinem Kranichausguck und glaubte im ersten Moment, ich würde noch träumen, so überwältigt war ich von dem Anblickt, der sich mir bot. Die Sonne hatte wohl, ebenso wie ich, gerade erst die Augen geöffnet und sich eben erst angeschickt, langsam über den Horizont zu krabbeln. Es war einfach nur traumhaft schön, wie sie mit ihren ersten Strahlen den Himmel in ein Märchenland verwandelte. Nur wenige Augenblicke dauerte dieser Zauber, aber allein dafür hatte es sich gelohnt, so früh aufzustehen.
Okay, die rotgoldenen Locken vor meinem Fenster hatten eine leichte Blauspülung, aber vielleicht ist das der neue Frühlingslook. Lassen wir uns überraschen. Unlängst sah ich eine ältere Dame mit ähnlich blaugefärbter Lockenpracht und dachte noch so bei mir, dass das eine Mode längst vergangener Zeiten wäre. Wenn ich da mal nicht einem Irrtum unterlag. In Anbetracht dieses himmlischen Fingerzeigs wandelte die lockige Lady vielleicht gar nicht auf längst verblichenen Modepfaden, sondern einem höchstaktuellen Trend entgegen.

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