Zum kalendarischen Frühlingsanfang war er, jedenfalls hier bei uns, nicht da – der Frühling. Da hat er einfach die Regentrude vorgeschickt und die, die hatte nichts anderes zu tun, als uns den ganzen Tag über etwas vorzuheulen. Der Herr, auf dessen Ankunft wir eigentlich sehnsüchtig warteten, hatte wohl keine Lust tätig zu werden – schließlich war es ein Montag. Wer mag am Montag schon gern arbeiten? Der Frühling scheint da also keine Ausnahme zu sein. Glücklicherweise  konnte uns der Anblick unseres Wintergartens trösten. Dort war nämlich Frühling – so, wie es sich gehört und meine Kamelie war der Star. Inzwischen zeigt sie mehr denn je, was sie kann, sie wird mit jedem Tag hübscher. Gestern Nachmittag hatte sie bereits fünf geöffnete Blüten. Damit dürfte es aber noch lange nicht genug sein, denn ich konnte noch etliche weitere Knospen zählen.
Dann endlich, mit zweitägiger Verspätung, kam er doch noch in die Puschen – der Herr Frühling – und als kleine Entschuldigung für diese Verspätung ließ er die Blüten der Kamelie ganz besonders hübsch in der Sonne leuchten. In der Bilderschau unten gibt es ein kleines Blüh-Update der Lady in red zu sehen

Für Diaschau eines der Bilder anklicken!

Aber auch sonst blüht es heftig in unserem kleinen Zimmergarten. Die erste Tulpenblüte wetteifert mit der Kamelie um den schönsten Rotton, die weißen Hyazinthen bezaubern mit ihrem herrlichen Duft und meine Alpenveilchen zeigen ebenfalls, was sie können. Der trödelige Frühling konnte uns also am Montag gestohlen bleiben. Unser Zimmerfrühling war ein perfekter Ersatz.

Für Diaschau eines der Bilder anklicken!

Was Regen und anschließend zwei Tage Sonnenschein doch ausmachen. Inzwischen sieht es auch im Garten fast berauschend farbig aus. Vielleicht war die Sache mit der Regentrude vom Frühling doch ganz gut durchdacht. Nur haben wir sein Tun nicht gleich so ganz durchschaut. Was blühen will, braucht auch Wasser. Eigentlich doch logisch, oder? Okay, Meister Frühling, ich hab’s verstanden. Ich bitte also um Nachsicht, dass ich Dir unterstellt habe, faul zu sein.
Du hast diesen tränenreichen Tag inzwischen rundum wieder gutgemacht. Sogar die ersten Schmetterlinge hast Du nun mitgebracht. Zwar taumelten sie noch halb im Winterschlaf durch mein erwachendes grünes Reich und einer von ihnen brauchte sogar ein wenig Starthilfe von mir, aber ich habe die Flattermänner durchaus als bunten Frühlingsgruß verstanden.
Ein kleiner Fuchs brauchte diese Starthilfe. Er lag nämlich ganz leblos an der Tür zu unserem Wintergarten. Vorsichtig hob ich ihn auf. Ich hatte die Hoffnung, dass ihm einfach nur zu kalt war. Und tatsächlich, als er auf meiner warmen Hand saß, begannen plötzlich die Flügel zu zittern und er richtete sich auf. Wenig später faltete er sie auseinander. Fliegen mochte er aber immer noch nicht. Ich hoffte, die von der Sonne erwärmten Steinplatten im Garten würden ihm helfen, um ganz aus seiner Starre zu erwachen. Nur, die Idee erwies sich doch nicht als so klug, denn unsere Katzen waren schnell zur Stelle, als der kleine Flattermann erneut einige Flügellockerungsübungen machte. So habe ich ihn noch einmal umsetzen müssen. Der sonnige Platz an unserem Geräteschuppen war dann scheinbar perfekt, denn als ich später noch einmal nach ihm schauen wollte, war er verschwunden. Und nein, unsere Katzen hatten ihre Pfoten dabei nicht im Spiel. Ich hatte die Vierbeiner nämlich vorsichtshalber gut im Auge behalten.

Für Diaschau eines der Bilder anklicken!

Für Schmetterlings Nahrung sollte im Garten eigentlich gut gesorgt sein, denn es blüht derweil so allerlei. Eine kleine Auswahl gibt es in der folgenden Bilderschau zu sehen. Bei meinem Gartenrundgang hatte ich übrigens einen hübschen kleinen gefiederten Begleiter – das freche und neugierige Rotkehlchen, das immer und überall dabei sein muss.

Für Diaschau eines der Bilder anklicken!

In meinem Beitrag „Frühlingserwachen“ hatte ich es bereits angedeutet – meine Kamelie trug schon da, Anfang März, dicke Knospen. Inzwischen hat sie ihre Augen geöffnet und erfreut mich/uns mit ihren hübschen leuchtend roten Blüten.
2013 ist sie bei uns eingezogen – wunderhübsch blühend. Sie war bereits mein zweiter grüner Mitbewohner dieser Art und eigentlich wollte ich es nicht noch einmal mit einer Kamelie versuchen. Hätte mich mein Herr Silberdistel nicht, als ich im Frühjahr 2013 wieder einmal in einem Markt unseres Vertrauens bewundernd vor  einer Kamelie, einer „Camellia japonica“, stand, zu dieser Nachfolgerin überredet, wäre es wohl auch bei dem einen Misserfolg geblieben.
Die Vorgängerin musste ihr Dasein noch als reine Zimmerpflanze fristen und genau das war ihr offensichtlich nicht bekommen. Sie hätte es im Winter gern kühler gehabt, als ich es ihr damals bieten konnte. Die trockene Heizungsluft war absolut nicht ihr Fall und so wurde sie bald krank und verließ mich schließlich ganz.
Inzwischen aber kann ich die Wünsche einer Kamelie erfüllen. Mein neues Blühwunder überwintert nun alljährlich in unserem Wintergarten und im Sommer darf es ganz hinaus ins Freie und wie es den Anschein hat, ist meine neue Mitbewohnerin damit recht zufrieden.  Wäre es nicht so, würde sie sich bestimmt nicht so dankbar zeigen und uns Jahr für Jahr mit ihren herrlichen Blüten verzaubern.
Der kleine Farbunterschied im Rot der Kamelienblüten auf meinen Fotos unten in der Bilderschau erklärt sich aus den unterschiedlichen Lichtverhältnissen beim Fotografieren. Das erste Foto habe ich gestern – an einem absoluten Regentag – aufgenommen. Die weiteren Fotos – bis Bild 9 – konnte ich bei herrlichstem Sonnenschein aufnehmen und die restlichen drei hatten leider nur einen recht bedeckten Himmel als Beleuchtung bei der Aufnahme. Aber selbst diese unterschiedlichen Farbnuancen sind interessant. Da sieht man es wieder einmal – Licht ist eben nicht gleich Licht.

Für Diaschau eines der Bilder anklicken!

Aber viele von ihnen waren wohl auch gar nicht weg, denn ich habe fast den ganzen Winter über immer wieder einmal Kraniche gehört oder sogar gesehen, wie sie über unser Haus hinweggezogen sind. Wahrscheinlich waren die Vögel klüger als wir Menschen und wussten, dass es hier im Norden dieses Mal gar keinen richtigen Winter geben würde. Warum also sollten sie sich extra auf diese lange und beschwerliche Reise in den Süden machen, wenn sie den Winter auch durchaus in ihrem Brutgebiet verbringen könnten? Sie würden so wertvolle Kräfte sparen und andererseits im Frühjahr die besten Brutreviere wählen können.

Aber inzwischen kommen tagtäglich auch die Kraniche wieder zurück, die die Reise wie gewohnt im Herbst auf sich genommen hatten.
Sie haben es jetzt um diese Jahreszeit allerdings immer ziemlich eilig und ziehen in der Regel recht zügig weiter, wollen sie doch sobald wie möglich in ihren Brutrevieren sein. Oft fliegen sie auch sehr hoch über uns hinweg.
Dennoch konnten wir schon so manches schöne Schauspiel erleben, wenn sie sich fast senkrecht über unserem Wohngebiet in großen Kreisen in die Höhe schrauben, um in die richtigen Luftschichten für die Weiterreise zu kommen.

Zu großartigen Nahaufnahmen kommt man da selten. Selbst mein Teleobjektiv hat gewaltig zu tun, die Vögel so hoch oben überhaupt noch zu erfassen. Einen kleinen Eindruck, was sich hier momentan wieder fast täglich abspielt, möchte ich allen Kranichfans dennoch versuchen zu vermitteln, zumal diese Vögel für mich die Frühlingsboten an sich sind. Vielleicht sind sie es ja auch für den einen oder anderen von Euch.

Also – sie sind wieder da und mit ihnen ist es der Frühling, egal, welche Kapriolen er vielleicht demnächst noch schlägt. Jetzt kann ihn zumindest mir niemand mehr ausreden. Der Frühling fliegt nämlich täglich über unser Haus – welch wonnigliches Gefühl.

Für Diaschau eines der Bilder anklicken!

Mein Herr Silberdistel und ich machten am vergangenen Freitag noch einen kleinen fast schon Abendspaziergang. Die Sonne stand bereits sehr tief. Ja, sie war sogar wieder einmal da an dem Tag und wenn es nicht so kalt gewesen wäre, hätte daraus ein herrlicher Frühlingstag werden können. Aber hier an der Küste wirkt sich die kalte Ostsee gerade wie ein Kühlschrank aus, während die Temperaturen andernorts zumindest tagsüber bereits fleißig im zweistelligen Bereich lagen, dümpeln wir hier immer noch im einstelligen Bereich umher. Aber so ist das eben mit dem kleinen Unterschied zwischen See- und Kontinentalklima. Dafür haben wir es dann später, im Herbst, etwas länger warm. Das hat irgendwie auch was.

Aber zurück zu unserem Abendspaziergang. Wir waren schon fast wieder zuhause, als wir vor uns im Dämmerlicht eine recht große Ansammlung von Elstern entdeckten. Eigentlich waren wir gar nicht aufs Fotografieren eingerichtet. Aber Herr Silberdistel hatte zum Glück seine kleine Immer-Dabei-Kamera in der Tasche, sodass ich einen Teil der Szenerie vor uns festhalten konnten – leider nur einen Teil, denn in dem Moment, als wir zum Fotografieren stehen blieben, witterten die Elstern Gefahr und etliche von ihnen erhoben sich von ihrem Sammelplatz unter einigen hohen Bäumen. Ein paar waren zum Glück nicht ganz so fotoscheu, sodass ich sie doch noch in die Kamera sperren konnte. Scharfe Bilder sehen anders aus, aber der gute Wille ist wohl zu erkennen.
Wir Silberdistels hatten nämlich beide bisher noch nie eine solche Massenansammlung von Elstern gesehen. Das war irgendwie schon ein interessantes Bild, das festgehalten werden wollte.

Cimg0318

Während ich so vor mich hin knipste, waren bald fast alle der schwarzweißen Vögel vom Erdboden verschwunden. Die höheren Regionen erschienen ihnen wohl angesichts der beiden Menschen dort hinten wesentlich sicherer und so saßen sie kurz darauf hoch in den Bäumen über uns und beschwerten sich über die abendliche Störung.

Für Diaschau eines der Bilder anklicken!

Wie ich später las, finden sich Elstern, wie auch andere Vögel, gern vom Herbst bis ins Frühjahr hinein gegen Abend zu solchen Ansammlungen zusammen. Sie haben richtige Schlafbäume, auf denen sie gemeinsam die Nacht verbringen. Erst zur Brutzeit ändert sich dieses Verhalten wieder.
Die Elstern treffen sich gewöhnlich kurz vor Sonnenuntergang und genau um diese Zeit konnten wir die Elsternversammlung auch beobachten.

CIMG0327

Lange sollte es nicht mehr dauern und der glühende Feuerball würde verschwunden sein.

CIMG0329

Als wir dann links in einen kleinen Waldweg einbogen, waren wir geradezu geblendet von der Dame, die uns fast den ganzen Winter über so sehr im Stich gelassen hatte.

CIMG0331

Die Elstern haben sich einen wundervollen Schlafbaum ausgesucht. Von dort oben konnten sie den Sonnenuntergang sicher in voller Schönheit genießen und vor allem mit den letzten Sonnenstrahlen noch ein wenig Wärme für die Nacht tanken und das war gut so, denn die Nacht zum Samstag wurde noch einmal eine frostige Nacht hier in meinem Teil des Nordens.

Cimg0334

Als wir aus dem kleinen Waldstück wieder herauskamen, lachte uns gegenüber der Sonne ein noch blass am Himmel stehendes Abendlicht an – der Mond. Gut zu erkennen war, dass dem Herrn dort oben noch ein winziges Stück bis zu seiner vollmondigen Schönheit fehlte. Inzwischen ist er aber bereits wieder auf Diät – er nimmt ab. Sein dickster Tag war nämlich der vergangene Sonntag.

Interessant, oder? Was man doch alles auf so einem kleinen Abendspaziergang entdecken kann? Herr Silberdistel, wir sollten das öfter machen!

Ende Februar hatte es mich schon einmal ans Wasser gezogen, dieses Mal aber nicht an die Ostsee, sondern an die Warnow, einen Fluss, der dennoch an die Ostsee denken lässt,  denn ein Stückchen weiter abwärts, von meinem Standort aus gesehen, fließt er in die Ostsee. Es war ein schöner, aber recht kühler Nachmittag, als ich einen kurzen Spaziergang am Ufer der Unterwarnow unternahm.
Ich stand an einem der Gehlsdorfer Yachthäfen und schaute aufs Wasser. Der Sportboothafen vor mir lag wie immer um diese Jahreszeit noch recht ruhig da. Regen Bootsbetrieb wird es hier erst wieder etwas später im Jahr geben. Jetzt herrschte rundum angenehme Ruhe. Nur das Flüstern des Windes im Schilf und das leise Plätschern der Wellen waren zu hören und ab und zu der Schrei einer Möwe.
Die Sonne stand schräg hinter mir. Sie verzauberte das Wasser in eine silbern glänzende und lebhaft glitzernde Fläche. Ich bewunderte das interessante Spiel zwischen Licht und Schatten und versuchte mich in etlichen Gegenlichtaufnahmen. Es war spannend, die Warnow in diesem besonderen Licht einzufangen. Ob ich die Stimmung genau so würde mitnehmen können, wie sie sich mir gerade präsentierte?
Als ich später am PC die Bilder betrachtete, war ich durchaus zufrieden mit dem, was ich während meines kleinen Fotoausflugs eingefangen hatte. Aber seht selbst!

Für Diaschau eines der Bilder anklicken!

… läuft die Vorbereitung auf die nächste Urlaubssaison in vollen Touren. Sand wird von der Mole aus, wo es mehr als genug davon gibt, mit großen Kippern Richtung Westen gefahren, dorthin, wo sich die Ostsee bei schweren Stürmen am ehesten einen Weg ins Landesinnere bahnen würde. Genau von dort wird der Sand nämlich im Laufe der Zeit immer wieder vom Meer Richtung Mole gespült, sodass der Strand hier langsam schmaler und schmaler wird, ganz im Gegensatz zu dem Strandabschnitt an der Mole. Dort  wächst der Strand immer mehr in die Breite.
Damit es nicht irgendwann bei einer Sturmflut doch passiert, dass die Ostsee an diesem schmalen Strandabschnitt durchbricht, denn wenn das passieren würde, würde nicht nur Warnemünde unter Wasser stehen, auch etliche Rostocker Stadtteile könnten davon betroffen sein, muss im westlichen Teil des Strandes immer wieder Sand aufgetragen werden.
Es gab schon einmal eine Sturmflut, die fast das gesamte Seebad unter Wasser gesetzt hat. Das war die Sturmflut vom November 1872, bei dem ein Höchstpegel von 2,43 m erreicht wurde. Auch danach gab es noch etliche schwere Sturmfluten mit Beinahe-Katastrophen. Also werden die Lücken jetzt immer schnell und fein säuberlich geschlossen, bevor es zu spät ist. Und so ähnelte der Warnemünder Strand, als ich ihm in der vergangenen Woche einen Besuch abstattete, mehr einer Hügellandschaft. Spaß gemacht hat der kleine Strandspaziergang trotzdem, auch wenn immer wieder große Traktoren samt Anhängern  an mir vorbeisausten. Andererseits waren nicht nur die Fahrzeuge an sich ungewöhnlich, auch die Kletterpartie, die ich absolvieren musste, bot ein neues Strandgefühl, denn die schweren Traktoren und Hänger haben tiefe Spuren im Sand hinterlassen. Ich musste mich über Berg und Tal zum Wasser vorkämpfen. Es war also einmal ein etwas anderer Strandspaziergang.

Für Diaschau eines der Bilder anklicken!

Tolles Fotowetter war allerdings nicht. Aber zum Fotografieren war ich eigentlich gar nicht nach Warnemünde aufgebrochen. Ich hatte dort einen Termin, zu dem ich leider vergessen hatte, gutes Wetter zu bestellen.
Eigentlich hätte ich es tun sollen, denn wenn ich schon einmal in Warnemünde bin, muss ich natürlich auch einen Blick auf die See werfen.Tja, nun lag sie recht grau und trist vor mir und meinte, ich wäre selber schuld, hätte ich doch rechtzeitig Bescheid gegeben, dass ich zu Besuch kommen wollte, dann hätte sie sich ein wenig schicker präsentiert. Aber jetzt so auf die Schnelle …
Na, egal, ein paar Bilder musste ich trotzdem mitnehmen, genauso wie eine Nase voll Seeluft, ein paar Sandkörner in den Schuhen und diesen  salzigen Geschmack auf den Lippen, den ich so sehr mag.

Für Diaschau eines der Bilder anklicken!

Als ich dann wieder nach Hause aufbrach, lichtete sich doch tatsächlich das Grau etwas, aber da war ich dann auch bockig und ließ mich nicht noch einmal zurück locken. Erst meckern, weil ich mich nicht angemeldet habe und dann verspätet doch noch gastfreundlich tun. Solche Spielchen durfte sie gern ohne mich spielen.
Wenigstens tschilpte mir ein Spatz aus dem Sanddorn noch entschuldigend zu, ich solle es nicht so tragisch nehmen, ich wüsste doch selbst, wie launisch die Dame Ostsee mitunter ist. Er hat ja Recht. Ich weiß es auch und nehm’s ihr nicht übel. Schließlich ist die Ostsee auch nur ein Mensch, der gute und schlechte Tage hat 😉
Ach, übrigens gibt es nicht nur im Wald Baumgeister, es gibt sie auch am Strand. Ich traf nämlich dicht an der Promenade einen solchen Baumgeist, der aber darauf bestand, Strandgeist genannt zu werden.
Wenn auch das Wetter nicht gerade ideal für einen Strandspaziergang war, es war dennoch ganz schön was los am Strand von Warnemünde – Spatzen, Strandgeister, säuselnde Sandkörner, flüsterndes Dünengras … Was will man mehr? Ach ja, schreiende Möwen waren ja auch noch da.

Für Diaschau eines der Bilder anklicken!

Jeans lassen ihn einfach nicht mehr los – unseren Keks – seitdem er unlängst Herrn Silberdistels blaue Beinkleider probehalber getragen hat. Irgendwie auch verständlich, denn mit halben Sachen gibt sich unser Keks nämlich nur ungern ab, wie der volle Erfolg mit dem zerstörten PCli unseres Herrn Silberdistel oder die Sache mit den wunderhübschen Gucklöchern in unserem Fliegenvorhang vom Wintergarten zur Genüge beweisen dürften.

So kam es unserem Keks sehr entgegen, als ich vor einigen Tagen für einen kurzen Moment Herrn Silberdistels frisch gewaschene Jeanshemden auf der Treppe ablegte. Ich hatte noch andere Wäsche im Arm und die wollte ich schnell noch im Schrank mit Handtüchern & Co. verstauen, bevor ich mich eine Etage höher mit dem Weghängen der Hemden von Herrn Silberdistel befassen wollte.

Als ich schließlich zu den Hemden auf der Treppe zurückeilte, hatten sie einen Besitzer befunden. Nein, nein, der Besitzer war nicht Herr Silberdistel, wie man eigentlich vermuten sollte. Die Hemden waren von Prinz Bluebär, dem Keks, in Besitz genommen worden.

02-dsc07147

„Hi, Keks, was machst Du denn da auf den Hemden?“

„Och, Silberdistel, ich sitze hier nur so.“

03-dsc07158

„Aha! Eigentlich wollte ich die Hemden jetzt weghängen, Keks.“

04-dsc07162

„Was? Weghängen? Ich glaube, Du willst hier nur selber sitzen, Silberdistel.“

01-dsc07165

„Nix da, Silberdistel! Hier sitze ich! Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben. Außerdem teste ich gerade die Qualität der Hemden. Stör mich also nicht dabei!
Aber ich glaube, ich weiß jetzt schon, warum Herr Silberdistel gerade diese Teile so besonders mag. Sie sind äußerst bequem und eigentlich könnte er mir eins davon für meinen Lieblingsschlafplatz abgeben.“

„Hm, Keks, Herr Silberdistel mag Dich zwar sehr und er teilt ja auch gern mal eine Thunfischdose mit Dir, aber ob er nun auch seine Hemden mit Dir teilt, ich weiß ja nicht …“