Endlich sind auch die letzten Zweige unseres von der österlichen Schneelast gefällten Wacholders in handliche Stücke zerkleinert und konnten entsorgt werden.

Nun warten „nur“ noch die beiden verbliebenen Baumstümpfe samt Wurzelwerk auf ihr weiteres Schicksal.

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03-Die ehemalige Wacholderecke – nur noch zwei Stümpfe sind geblieben

Das wird sicher noch ein hartes Stück Arbeit werden. Danach aber kann es an die Neu- bzw. Umgestaltung der ehemaligen Wacholderecke gehen.
Wenn man es allerdings genau betrachtet, ist gar nicht sooo viel Neugestaltung notwendig. Eine Kletterrose, die bisher ein eher kärgliches Dasein führte, steht ohnehin noch in dieser Ecke. Für sie ist der gefällte Baum sicher eher ein Segen, denn er nahm ihr viel Kraft. Geplant war ursprünglich, dass sie den Wacholder beranken sollte. Doch mein Plan ging nicht auf. Die arme Rose mickerte seit Jahren mehr vor sich hin, als dass sie tat, was Kletterrosen gewöhnlich tun – nämlich klettern. Ich hatte bereits erwogen, sie an einen anderen Platz umzusetzen. Vielleicht nutzt sie nun die Chance, könnte sie sich doch jetzt, ohne die übermächtige Baumkonkurrenz, frei entfalten. Sie bekommt als Rankhilfe einen Rosenturm und schon könnte die Lücke zum Nachbargarten wieder gut ausgefüllt sein, so die Rose willig ist. Ich hoffe, dieser Plan klappt besser als der, den ich der Rose zuvor zugemutet hatte.

Während meiner Wacholderzerkleinerungstätigkeit hatte ich übrigens stets aufmerksame Zuschauer – meine pelzige Herrschaft. Ja, man muss immer schauen, was das Personal so treibt. Nicht, dass es eigenmächtig irgendwelche größeren Veränderungen im Garten vornimmt. Schlimm genug, was sich der Wacholder einfach so herausgenommen hatte. Wie konnte er umstürzen, ohne vorher die Erlaubnis der kätzischen Herrschaft einzuholen? Ein Unding!

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04-Die graue Eminenz ist froh, dass ihre Lieblingstrinkstellen, die beiden Teichlein, wieder von Wacholderzweigen freigeräumt sind

Die graue Eminenz ist froh, dass endlich die beiden kleinen Teichlein wieder unter all dem Geäst zum Vorschein gekommen sind. Wie konnte das Personal aber auch ihre wichtigste Trinkstelle einfach mit Wacholderzweigen bedecken? Endlich ist wieder eine gewisse Ordnung in Katzens Gartenleben eingekehrt.

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05-Torty findet meine Wacholderschnippelei wohl mindestens so langweilig wie ich

Torty schaute der mit der Gartenschere werkelnden Gärtnerin lieber vom Wintergarten aus auf die Finger. Aber irgendwie muss sie die eintönige Schnippelei an dummen Zweigen ziemlich langweilig gefunden haben. Warum sonst hatte sie immer wieder so herzzerreißend gegähnt?
Ob mich die Schnippelei müde gemacht hat oder ob Tortys Gegähne letztendlich ansteckend war? Am Ende meines letzten Wacholdergartentages war ich nämlich mindestens so müde, wie meine bunte Katze es vorgab zu sein.

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06-Keksiges Suchbild

Natürlich ging im Garten auch nichts ohne Keks, wenn er auch oft nur zu erahnen war. Weit weg war er aber nie. Dafür ist er viel zu neugierig. Er musste immer wieder mal schauen, wie weit ich mit der Arbeit bereits vorangekommen war. Dann kamen auch jeweils kluge maunzende Ratschläge von ihm, was ich wo besser und schneller machen könnte. Eine wirkliche Hilfe war aber keiner der Pelzträger – weder die graue Eminenz, noch war es Torty, noch Keks. Nun ja, vielleicht irgendwie doch, schließlich war ich so wenigstens nicht einsam und allein im Garten.

Wobei … einsam und allein war ich auch so nicht. Ich hatte zwischendurch immer wieder recht possierlichen und interessanten Besuch.
Wer weiß, vielleicht waren meine drei pelzigen Herrschaften auch eher wegen dieses Besuchs im Garten und weniger meinetwegen.
Mir leisteten nämlich mehrmals zwei Schwanzmeisen Gesellschaft und ließen sich die angebotenen Knödel in unserem Vogelgasthaus schmecken. Leider war das Licht nicht wirklich Licht. Die Bilder sind entsprechend mies. Zu erkennen sind die beiden langschwänzigen Meisen aber dennoch ganz gut. Ich denke, man kann sie als Beweisfotos gelten lassen 😉

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Und ein Gimpelpaar kam sogar mehrmals täglich vorbei und ließ sich das Angebot in unserer Körnerbar schmecken. Das Gimpelpaar schaut übrigens immer noch täglich vorbei. Ob Familie Gimpel hier irgendwo in der Nähe brüten möchte? Oder ob die beiden doch nur Durchzugsgäste sind? So oder so zählen sie, wie auch die Schwanzmeisen, zu den eher besonderen und vergleichsweise seltenen Gästen in unserem Garten. Umso größer ist natürlich meine Freude über ihren Besuch. Die Bilder von Herrn und Frau Gimpel sind von der Qualität her recht unterschiedlich – auch hier wieder eine Lichtfrage.

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Fast auf den Tag genau vier Monate ist es her, dass ich das letzte Mal an der Ostsee war, wobei … damals war ich sogar auf ihr unterwegs. Ich berichtete hier von der recht stürmischen Fahrt zur Insel Poel und zurück zum Wismarer Hafen. So lange ist das bereits her?
Es wurde also Zeit, der Ostsee wieder einmal in ihr nasses Angesicht zu blicken – am besten vom Strand in Warnemünde aus.
Als ich am Mittwoch vor Ostern endlich einen erneuten kleinen Strandspaziergang in Warnemünde unternahm, ahnte ich noch nicht, dass uns hier an der Küste noch einmal ein Wintereinbruch bevorstehen würde. Gut, es war an jenem Tag nicht gerade frühlingshaft warm, aber die Vorbereitungen, die am Strand liefen, ließen doch eher an die Eröffnung der Badesaison denken als daran, dass man für eine Strandwanderung zu Ostern mit Skiern wesentlich besser ausgerüstet sein könnte als mit Wanderschuhen oder Gummistiefeln.

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Die Strandzugänge wurden nämlich bereits mit den hölzernen Stegen für die Sommersaison ausgestattet. Ich durfte gleich einen der Stege testen, als ich meinen Spaziergang begann.

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Apropos Badesaison … sie wurde an dem Tag in der Tat eröffnet. Es stürzte sich nämlich just zu dem Zeitpunkt, als ich am Strand entlangspazierte, eine mutige Badenixe in die recht bewegten Fluten. Ob sie wohl am schneereichen Osterwochenende auch ihr Seebad genommen hat? Aber einen echten Eisbader hält auch kein Schnee zurück. Und wie ich weiß, badet die Dame den ganzen Winter hindurch in der salzigen See.

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Die Badenixe hatte übrigens reichlich Zuschauer. Ich vermute mal, in Warnemünde waren bereits die ersten Osterurlauber unterwegs. Der kleine Küstenort hat ihnen über die Feiertage auch tatsächlich etwas Besonderes geboten – mit seinem ausnahmsweise einmal etwas anderen weißen Strand. Ein Ostseeurlaub zu Ostern kann halt mitunter, so wie in diesem Jahr, auch in einen kleinen Winterurlaub ausarten. Die See ist eben immer wieder einmal auch für ganz spezielle Überraschungen gut.
Aber es waren nicht nur Urlauber unterwegs, es gab noch zahlreiche andere Strandbesucher zu beobachten.
Neben solchen Einheimischen wie mich, die mit der Kamera Strand, Sand, Muscheln und mehr außer dem Meer einfingen, konnte man noch andere Einheimische entdecken.

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Eine dieser Einheimischen war noch eifriger auf Muscheln bedacht als ich. Sie fischte allerdings nicht mit der Kamera, sie tat’s mit einem viel effektiveren Utensil. Sie hatte einen Schnabel dabei. Und damit war sie recht erfolgreich, wie ich beobachten konnte.

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Aber geknackt wurde die Meeresfrucht nicht von der emsigen Muschelfischerin. Sie wanderte als Ganzes in den Möwenmagen. Das fand zumindest ich recht erstaunlich, dachte ich doch bisher immer, dass die Muscheln vor dem Verzehr geöffnet werden.

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25-Der Leckerbissen wird gleich als Ganzes hinuntergeschlungen

Man kann also sogar von Möwen dazulernen, wenn es um kulinarische Spezialitäten geht 😉

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26-Und schon ist die Miesmuschel in der Silbermöwe verschwunden

So, genug anderen beim Essen zugeschaut. Mir knurrte inzwischen auch der Magen. Außerdem war ich auch ein wenig durchgefroren. Also ging es wieder Richtung Strandzugang. Noch einmal wanderte mein Blick nach Westen zur Stoltera, dann in östliche Richtung zur Warnemünder Westmole.
Genug Seeluft geschnuppert. Ich kehrte der See den Rücken zu und tapste über einen sandigen Strandzugang, der noch auf seinen Holzsteg wartete, zurück zur Promenade.
Dort empfing mich lautes Gezwitscher. Ein Trupp Spatzen saß im noch fast kahlen Sanddorn und plauderte über die neuesten Ereignisse aus dem Spatzenalltag.
Zwischen zwei Sanddornsträuchern war in der Ferne der alte Warnemünder Leuchtturm zu sehen. Sieht er nicht aus, als würde er in den Dünen wachsen?
Noch einmal blickte ich hinunter zur Ostsee, schenkte dem Leuchtturm einen letzten Blick und verabschiedete mich damit bis zum nächsten Mal vom Warnemünder Strand.

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Wie Wechselduschen kommt es mir vor – das Spiel, das das Wetter hier in meinem Teil des Nordens seit Ostern mit uns treibt. Eben lag noch ein tief verschneiter Garten mit einem von enormer Schneelast gefällten Baum vor unseren Fenstern und noch immer erinnert der große Wacholderastberg an das Geschehen vom Osterwochenende. Inzwischen ist zwar die schneeweiße Umrahmung um die traurigen Überreste verschwunden und auch ein Teil der Zweige ist bereits entsorgt, aber der größere Teil harrt noch seines weiteren Schicksals.
Einige Tage Arbeit werden wohl noch nötig sein, bevor der Garten wieder nach Garten und nicht nach einem Gehölzlagerplatz ausschaut.

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Aber zurück zum Wechselduschen. Der April wollte natürlich hinter den Wetterkapriolen des März nicht zurückstehen und so machte er seinem Namen gleich zu Anfang alle Ehre. Was der März uns in Flockenform präsentierte, brachte der April uns nun als flüssige Variante und zwar reichlich. Das nun wiederum hatte einen „tollen“ Effekt. Der Boden war nämlich bisher nur oberflächlich abgetaut. Weiter unten hielt sich immer noch Väterchen Frost auf, sodass die nachströmende Wasserflut vom Boden nicht vollständig aufgenommen werden konnte. So verwandelte sich mein eben noch weißes Gärtchen überraschend schnell in einen Badesee. Die Arbeit an den Wacholderresten ging dadurch natürlich nur zögerlich voran, wollte ich doch nicht in den Fluten ertrinken.
Und dann, dann brach von einem Tag auf den anderen der Frühling aus, so selbstverständlich, als hätte es diese Schneekatastrophe von eben gar nicht gegeben.
Plötzlich stand ich im dünnen Sommerjäckchen in meinem Garten und hörte hoch über mir die Kraniche singen. Fast hätte ich geglaubt, das alles nur geträumt zu haben, wenn, ja. wenn dieser Wacholderberg vor mir nicht eine andere Sprache sprechen würde.

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Es war erstaunlich, wie schnell das Wetter wechselte und mit welch rasanter Geschwindigkeit sich die Natur den neuen Gegebenheiten anpasste. Die Krokusse, eben noch tief im Schnee verborgen, öffneten ihre Blüten, Bienen summten durch den Garten, eine dicke Hummelkönigin stärkte sich an den Blüten meiner Winterheide und sogar ein Zitronenfalter und ein Tagpfauenauge tänzelten durch die milde Frühlingsluft.

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Die Futterstellen für die Federbälle allerdings erinnern nach wie vor an den heftigen Wintereinbruch am letzten Wochenende. Noch immer muss ich sie fleißig befüllen, denn die Gästeschar ist bisher nur unwesentlich kleiner geworden. Wer will die Federbälle da schon enttäuschen, zumal ich noch über genügend Futtervorräte verfüge.
Während ich meinem Wacholderberg zu Leibe rückte, flogen die Federbälle kaum zwei Meter neben mir an den Futterhäusern ein und aus. Manchmal erntete ich einen misstrauischen Blick, meistens jedoch ließen sich die Futtergäste von meiner Anwesenheit nicht stören. Fotoscheu ist anders 😉

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Und wie von Zauberhand drängten zu den gelben, blauen, lila und weißen Krokussen überall im Garten weitere Frühblüher aus der Erde. Auch wenn die Schneeglöckchen fast verblüht sind, die Ablösung durch Zwergiris, Puschkinie und Blausternchen ist da. Sogar die gelben Mininarzissen sind in Windeseile aus der Erde geschossen und setzen hübsche Leuchtpunkte in den Garten. Natürlich darf auch das kleine Gänseblümchen nicht fehlen und die Haselnuss, auch wenn ich letztere mehr mit einem tränenden Auge betrachte. Aber egal, auch sie bringt Nahrung – nicht nur für Bienen, Hummeln & Co., Nahrung auch für uns Menschen, Nahrung für all unsere Sinne. Wie habe ich all diese Farben, diese Düfte, dieses Summen vermisst. Aber nun, nun ist es endlich wieder da …

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Dass wir hier im Norden in gewisser Weise alle unsere Osterbescherung hatten, ist sicher kein Geheimnis mehr. Der Winter hatte uns noch einmal mächtig zugesetzt. Innerhalb kurzer Zeit hatte Frau Holle mehr als 30 cm Neuschnee aus ihren Betten geschüttelt. Das alles wäre sicher nicht weiter tragisch gewesen, wenn sie denn federleichtes Weiß auf die Erde hätte schweben lassen. Aber nix da, sie kippte klatschnasse schwere Federn aus ihrem Fenster und machte sich keinerlei Gedanken darüber, wie das wohl unten ankommen würde – auf Baum und Strauch, Häusern oder Vogelvolieren. Der Vogelpark Marlow muss die Holle wohl sehr verärgert haben, denn dort gab es riesige Schäden an den Außenvolieren. Wahrscheinlich kann man sich gar nicht vorstellen, wie verzweifelt die Mitarbeiter dort sein müssen. Nicht nur der finanzielle Schaden ist gewaltig, es ist auch viel Arbeit einfach unter den nassen Schneemassen begraben worden und wer weiß, wie viele Vögel oder andere Tiere ernsthaft zu Schaden gekommen sind.

Aber nicht nur der Vogelpark hatte über Ostern sein Schneepäckchen zu tragen, auch wir Silberdistels müssen Frau Holle irgendwie ein Dorn im Auge gewesen sein, hat sie doch mit ihrem übermäßigen Bettenschütteln unseren an die 30 Jahre alten Wacholder zu Fall gebracht.

Bereits einige Tage zuvor hatte es für uns einen kleinen Vorgeschmack auf die Schneemassen von Ostern gegeben.

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Nass und schwer hing die weiße Pracht bereits da auf unserem Wacholder und beutelte ihn arg.

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Immer wieder ging ich hinaus, um den Schnee von ihm abzuschütteln, denn der Baum war bereits durch den Druck der nassen Massen in beachtliche Schieflage geraten. Letztendlich war meine Schüttelei mehr oder weniger erfolgreich. Jedenfalls hatte der Wacholder diese Schneeattacke noch einigermaßen glimpflich überstanden. Er würde sich wieder richten, wenn auch der letzte Schneeklumpen von ihm abgefallen sein würde – so dachte ich.

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Tja, und dann, dann begann es jetzt am Samstag erneut zu schneien. Es schneite ohne Ende – wieder Schnee, der nicht nasser sein konnte. Mein Baum hatte zum wiederholten Mal unter der enormen Last gewaltig zu leiden.

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Ich schaute kurz vor dem Schlafengehen ein letztes Mal in den Garten. Es sah tiefverschneit aus. Ein letztes Baumschütteln und ich ging zu Bett.

Am anderen Morgen hatte ich natürlich nichts Eiligeres zu tun, als nach unserem Wacholder zu sehen. Als ich aus dem Fenster schaute, hatte ich freien Blick auf den Nachbargarten und auf die Häuser dahinter. Beides war sonst von unserem Wacholder verdeckt. Meine schlimmsten Ahnungen waren Wirklichkeit geworden. Es hatte offensichtlich die ganze Nacht durchgeschneit, sodass der Baum der gewaltigen Schneelast nicht mehr gewachsen war. Das übermäßige Gewicht der weißen Pracht hatte ihn regelrecht aus dem Boden gerissen und ihn quer in unseren Garten stürzen lassen.

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Er scheint unrettbar verloren zu sein. Um ihn wieder aufzurichten, hätten wir einen Kran gebraucht und einen Mast, der ihn gestützt hätte, bis er wieder selbst festen Halt im Wurzelbereich gefunden hätte.

Schweren Herzens beschlossen wir, unsere Osterbescherung mit der Säge in Angriff zu nehmen.

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Der Nachbar wird sich freuen, fällt doch nun mehr Licht in seinen Garten und in sein Haus. Auch bei uns sieht es gleich wesentlich heller aus. Dennoch … unsere Freude hält sich in Grenzen.

Aber nicht nur dem Wacholder ist Frau Holles Bettenschüttelei zum Verhängnis geworden, auch mein Mandelbäumchen hat arg gelitten und sieht sehr traurig aus. Es wurde nämlich unter dem Wacholder begraben und hat fast all seine Zweige eingebüßt. Hier habe ich aber die Hoffnung, dass es, wenn es ordentlich verarztet ist, wieder neu austreiben wird.

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12-Arg verwüstetes Mandelbäumchen

Unsere graue Eminenz betritt am Ostermontag ein scheinbar neues Revier. Was ist nur mit ihrem Garten passiert? Verwundert blickt sie sich um. Es sieht alles so anders aus.

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Auch Keks und Torty haut es fast von den Pfoten. Doch die beiden neugierigen Jungspunde fassen sich schnell und verschwinden gleich erst einmal in dem Wirrwarr des großen Wacholderberges im hinteren Teil des Gartens.

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Aber auch unsere Zaubernuss hat dem Druck des „gestrandeten“ Wacholders nicht in Gänze standhalten können. Die Ostereier peppen sie auch nicht gerade auf. Aber als kleines Trostpflaster für etliche fehlende Zweige halten sie vielleicht doch her.

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So, aber nun kommen wir zum angenehmen Teil unser Ostergeschichte. Der gewaltige Wintereinbruch hatte nicht nur schlechte Seiten, es gab auch gute. Nein, nicht nur unsere Haselnusstorte und die Muffins. Natürlich brauchten wir genau die, um nach getaner Arbeit wieder zu Kräften zu kommen – keine Frage also.

Aber es gab noch etwas anderes, das unserer Seele nach all dem Schreck und der anstrengenden Arbeit guttat. Der viele Schnee brachte uns nämlich neben der unvorhergesehener Gartenarbeit auch Schönes mit in den Garten – unzählige gefiederte Gäste. Einen besseren Trost für die traurige Osterbescherung mit unserem Wacholder hätten wir uns nicht vorstellen können.

Ich konnte mich an dem emsigen Volk so gar nicht sattsehen. Ein riesiger Schwarm Erlenzeisige wuselte nur so in unserem Garten umher. Dem Vogelvolk gefiel unser Zweigwirrwar übrigens ausnehmend gut. Wahrscheinlich fanden sie in dem Wacholderberg noch so manche kleine Leckerei.

Neben den Erlenzeisigen waren Spatzen, Meisen, Amseln, Stare und sogar Birkenzeisige bei uns zu Gast.
Aber genug der Worte, freut Euch jetzt einfach mit uns an den vielen flinken und z.T. auch etwas zänkischen Federbällen.

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Ostern kommt, zumindest hier im Norden, dieses Jahr wohl doch in einem weißen Gewand daher, auch wenn wir bis eben noch auf grüne und vor allem sonnige Ostern gehofft hatten.
So schick, wie es hier in den letzten Tagen immer wieder einmal aussah, so schick hätten wir es uns während des Winters gewünscht. Obwohl ich jetzt eigentlich keinen Schnee mehr hätte haben müssen, konnte ich mich der wundervollen Bilder vor unseren Fenstern dann doch nicht erwehren. Sah das toll aus – so herrlich romantisch wie schon lange nicht mehr. Dieser Herr Winter zaubert mit allen möglichen Tricks, um uns zu betören. Und irgendwie hat mich dieser Charmeur tatsächlich rumgekriegt. Ich muss jetzt einfach doch noch einmal diese herrliche weiße Pracht zeigen. Ich könnte es fast mögen, dieses fantastische Weiß, das so gar nicht österlich wirkt. Auch auf die Gefahr hin, dass mich einer dafür haut, muss ich diese weiße Schönheit hier einfach loswerden. Also guckt oder guckt weg. Aber wer weiß, wann wir solche hübschen Winterbilder noch einmal zu sehen bekommen, wo doch alle Welt von Erderwärmung spricht 😉 Schaut lieber schnell noch einmal hin, bevor es zu spät ist 😉

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So, und nun, nun feiern wir Ostern – drinnen am warmen Kamin 😉 Na, und der Kaffee, schön heiß, der macht doch die Schneelandschaft erst so richtig gemütlich und irgendwie sogar ein bisschen erträglich 😉

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Übrigens gibt es bei uns zum Kaffee Haselnusstorte – sehr lecker.  Sie ist rasant schnell gemacht und mit einem Klecks Sahne dazu ist sie eine kleine Köstlichkeit. Also, macht auch Ihr es Euch gemütlich – egal, ob’s schneit, regnet oder stürmt. Im warmen Kämmerlein kann man es doch trotz allem gemütlich haben.

Nur der arme Osterhase hat dieses Jahr ein schweres Los, muss er doch unter Umständen auch anderswo noch durch den Schnee hoppeln, um seine Eier loszuwerden.

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Auch Osterhasen haben manchmal erschwerte Arbeitsbedingungen. Unserer ist allerdings schon fertig mit der Arbeit. Er sitzt bereits ebenso im Warmen wie wir. Aber wie man sieht, hat das Winterweiß von draußen ein wenig an ihn abgefärbt 😉 Oder ob unser Hase ein Schneehase ist …?

Hehhhh, da ist ja noch ein Hase, einer, der sich gerade an unseren Muffins vergreifen will. Die soll es doch auch noch zur gemütlichen Osterkaffeerunde geben. Moment, ich muss sie schnell retten, die Muffins, sonst sind sie am Ende schon vorzeitig vernascht …

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Dieser Hase sah doch aus der Nähe unserem Keks verdammt ähnlich. Passt man einen Moment nicht auf, ist Keks gleich dort zur Stelle, wo man ihn gerade absolut nicht haben möchte. Er trägt seinem Namen wohl wirklich zu recht. Wie gut, dass ich die Muffins noch retten konnte. Am Ende hätten wir hier zu Ostern nicht nur Schnee, sondern auch noch einen Kekshasen mit Bauchweh gehabt.

So, damit das hier nicht am Ende noch in einen reinen Winterbeitrag ausartet, gibt es doch noch etwas zu Ostern Passendes zu sehen. Obwohl … irgendwie bin ich schon wieder beim Winter – genauer gesagt bei meinen beiden Weihnachtskakteen. Sie fühlten sich wohl von der winterlichen Landschaft inspiriert – sie blühen gerade ein zweites Mal und machen jedem Osterkaktus alle Ehre. Das ist doch irgendwie ein Trost für all das Weiß da draußen. So kann ich hier also doch noch mit etwas Grünem zu Ostern aufwarten – versehen mit einigen hübschen roten Tupfen.

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Na, das war am Ende doch noch etwas Österliches fürs Auge, oder? Tja, dann bleibt mir jetzt nur noch, Euch ein ganz schönes Osterfest zu wünschen. Ich denke, man kann es sich durchaus auch drinnen äußerst gemütlich machen. Wir Silberdistels jedenfalls haben das vor.

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Also, habt schöne, gemütliche und entspannte Tage. Viel Spaß beim Ostereiersuchen und auch sonst eine schöne Zeit im Kreise Eurer Lieben.

… wird hier heut‘ gefeiert – Bloggeburtstag. Eine stolze Sieben steht auf unserer Geburtstagstorte.

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Sooo lange ist es schon her, dass der „Bücherstaub“ sein Fensterchen öffnete, um hinaus in die weite Welt zu schauen? Aber dieses siebte Jahr wird hoffentlich nicht das, was man ihm so oft nachsagt – ein verflixtes. Ach was, ich sehe es mal ganz optimistisch, schließlich ist die Sieben meine Glückszahl. Für mich hat sie so gar nichts mit verflixt und zugenäht zu tun.

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Also lasst uns feiern! Meine Kamelie (Camellia japonica) hat sich mächtig ins Zeug gelegt, um für heute besonders schick auszusehen. Wenn das nicht zu einem Bloggeburtstag passt, dann weiß ich auch nicht. Dieses Mal hatte sie ganz besonders viele Knospen, von denen sich bereits der größte Teil zu herrlichen roten Blüten entfaltet hat.

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Offensichtlich ist ihr also der letzte, eher sonnenarme, Sommer draußen in unserem Garten gut bekommen, und der Winter im Wintergarten sowieso. Überwintern mag sie eh gern im eher Kühlen. Mögt Ihr noch mehr von meiner Geburtstagsblume anschauen?

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Na und zu einem Geburtstag gehört natürlich auch ein Dankeschön, ein Dankeschön an Euch, an all die vielen Leser, die immer wieder bei meinem Herrn Silberdistel, unserer pelzigen Herrschaft und mir zu Gast sind und die uns z. T. bereits seit vielen Jahren begleiten. Einige von Euch sind schon fast seit der ersten Stunde des „Bücherstaubs“ dabei. Sooo schön, dass Ihr immer noch da seid. Wie oft haben wir hier schon Freud und Leid miteinander geteilt, denn Leid war mitunter auch dabei in diesen sieben Jahren. Aber geteiltes Leid ist in der Tat nur halbes Leid. Und so haben mir Eure lieben Worte in solchen schweren Stunden oft ein wenig Trost gespendet. Danke dafür!
Aber es gab zum Glück überwiegend Freude zu teilen. Na, und geteilte Freude verdoppelt sich doch glatt. Ist das nicht toll? Wenn man sich auch an viele schöne Ereignisse zurückerinnern kann, sieht man selbst nach so mancher schweren Stunde schneller wieder ein Lichtlein am Ende des Tunnels leuchten.

Aber wir Silberdistels freuen uns natürlich nicht nur über diejenigen, die uns schon ganz viele Jahre begleiten, wir freuen uns genauso über jeden neu hinzu gekommenen Leser. Ohne Gäste, Kommentare und Likes würde das Bloggen nicht einmal halb soviel Spaß machen.  Ihr seid das Salz in unserer bücherstaubigen Suppe. Danke dafür, dass Ihr da seid und danke für Eure vielen Wortmeldungen, Eure zahlreichen Likes, ach … einfach für jeden Eurer Besuche. Und ein Dankeschön auch an Euch, Ihr vielen stillen Leser. Wir  wissen, dass Ihr da seid und das ist ein schönes Gefühl, spornt es doch immer wieder dazu an, weiter aus unserem „aufregenden“ 😉 Leben unserer Mensch-und-Tier-Familie zu berichten.

Habt herzlichen Dank und probiert ein Stückchen von unserer Geburtstagstorte. Vielleicht mögt Ihr sie sogar nachbacken.

Hier geht es zum Rezept der Minztorte.

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… dann kann auch der Frühling nicht mehr fern sein. Seit Tagen schon hören wir es fast rund um die Uhr, das fliegende Glück. Es kommt nämlich nicht nur einfach angeflogen, es ruft auch ununterbrochen dabei. Schließlich sollen wir alle erfahren, dass die großen gefiederten Glücksbringer – die Kraniche – wieder da sind.

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Nicht nur wir sehen sie heute als Glücksbringer an. Schon in der griechischen Mythologie galt der Kranich als „Vogel des Glücks“, und auch in China und Japan symbolisierte er schon immer das Glück, verbunden mit Weisheit und Langlebigkeit.

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Mich machen diese Vögel tatsächlich glücklich. Wenn ich sie höre, muss ich ganz einfach zum Himmel empor- und ihnen hinterherschauen. Gibt es Schöneres, als Kraniche am Himmel dahinziehen zu sehen und zu hören? Ja, doch, wenn man ihnen einmal bei ihrem Tanz zugeschaut hat, dann weiß man, dass es doch noch Schöneres gibt – auf einem Feld an der B105 konnte ich das einmal beobachten. Oder wenn man die imposanten Vögel in großen Massen abends im flachen Wasser des Boddens hat stehen sehen. Ich berichtete damals darüber, als wir vor einigen Jahren einem dieser Schauspiele zusehen durften.
Als ich ihnen jetzt mit meinen Blicken folgte, war es kurz nach 18.00 Uhr. Die Sonne stand bereits recht tief und tauchte das Szenario in einen sanften rotbraunen Ton. Der Wald gegenüber wirkte wundervoll warm, obwohl die Luft recht kühl war.

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Die Vögel haben es jetzt nach ihrer Rückkehr aus ihren Überwinterungsgebieten immer ziemlich eilig. So fliegen sie meistens auch recht hoch über uns hinweg, denn in den höheren Luftschichten kommen sie gewöhnlich besser voran. Sie wollen schnell in ihre Brutgebiete.
Aber das eine oder andere Paar bleibt auch bei uns, um hier irgendwo in der Nähe seine Jungen aufzuziehen. So vielleicht auch diese beiden, die nur zu zweit und etwas tiefer unterwegs waren. Ob sie wohl gerade Ausschau nach einem geeigneten Platz für ihren Sommersitz hielten?

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Die anderen Kraniche zogen über das kleine Wäldchen davon. Inzwischen dürften die meisten dieser großen Vögel wohl wieder aus ihren Winterquartieren zurück sein. Selbst während der kalten Tage, die uns immer wieder Schnee gebracht hatten, flogen täglich große Formationen von ihnen über unser Wohngebiet hinweg.

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Während ich an einem dieser Abende die Vögel mit der Kamera verfolgte und fleißig knipste, sah ich plötzlich etwas Helles im Sucher leuchten. Was das eigentlich war, sah ich erst später, als ich die Bilder am PC betrachtete.

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Einige Elstern hatten sich in einem der Bäume niedergelassen. Wahrscheinlich sammelten sich die schwarzweißen Vögel dort zum Schlafen. Zwei von ihnen flatterten in dem Moment auf, als ich gerade dabei war, die letzten Bilder von den hinter den Bäumen verschwindenden Kranichen aufzunehmen. Ein schöner Zufallstreffer, über den ich mich mindestens so wie über die Kraniche gefreut habe.